Rollwurf Alternative

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
Acipenser

Beitrag von Acipenser »

Moin :wink:
An solchen Stellen hat bestimmt auch ein Michael Mauri seine Probleme. Das A und O ist doch das die Fliege zum Fisch kommt. Und kriegste doch hin

:+++:
Gruß Günter
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VolkerB
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Beitrag von VolkerB »

ChristianD hat geschrieben:Ich habe jetzt eine Weile überlegt und halte unter solchen Bedingungen die Posenmontage mit einem Unterhandwurf für die zielführendere Alternative. :lol:
Das hätte ich als no-fly Mensch jetzt auch vorgeschlagen.
Wie ist ein Mepps 2 mit "Flitzbogenwurf" an einer UL-Spinne?

Oder generell: Geht ein Flitzbogenwurf auch mit Fliege?

"Flitzbogenwurf" hat bei google übrigens nur 3 Treffer und einer
geht tatsächlich auf eine Fliegenangelseite...

Mit Englisch "bow and arrow cast fly" gibt es noch mehr Treffer. u.a
diesen hier

http://www.youtube.com/watch?v=K26Q_MO1b6g

Aber der Typ muss nur 2,5m überbrücken...

V.
Sushi wird völlig überbewertet!
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Moin TOBSN,

ich wende am Fluß bei wenig Rückraum einen Wurf an der, so behaupte ich mal, meine Erfindung ist! 8) (habe ich jedenfalls noch nirgendwo so beschrieben gesehen)

Der Ablauf ist Folgender:
1. Ca. 6-8 m Schnur + Vorfach sind außerhalb des Spitzenringes. Das ist eine Länge, mit der das noch gut geht. Kommt natürlich auch auf die Rutenlänge bzw. -klasse an.
2. Den Hakenbogen zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand gut festhalten. (Vorraussetzung Rechtshänder)
3. Rückschwung mit dem "Schnurbogen". Dabei merkt man, wie sich die Rute auflädt. (Etwas Rückraum brauchst Du also!)
4. Vorschwung und Fliege im Moment der größten Aufladung der Rute loslassen.

I.d.R. entspricht die Wurfweite der Länge der vorher ausgebrachten Schnur.

Das Ganze nenne ich "Rollwurf aus der Hand", da das Prinzip ähnlich ist wie beim Rollwurf oder beim Switchcast, mit dem Unterschied, daß das Schnurende nicht am Wasser "klebt" sondern festgehalten und im richtigen Moment losgelassen wird.

Ich habe mit dem Wurf schon häufiger an Stellen gefangen, die ich mit andern Würfen nicht erreicht hätte.

Thomas
:wink:
zum fischen geboren, und nicht mehr zur Arbeit gezwungen ;)
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Maqua
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Beitrag von Maqua »

TOBSN hat geschrieben:
Heiländer hat geschrieben:
TOBSN hat geschrieben:Moin,

"Bow & Arrow" kommt nicht in Frage, weil a) zu kurz und b) zu unelegant. Den "Circle Cast" kenne ich nicht. Hast Du ein Videolink dazu?

T
Hey, musst dir mal den Mauri Film reinziehen. Da ist der Wurf drauf. Vielleicht ist der als Video auch bei Ihm auf der Homepage.
Moin,

auf der Homepage ist nichts und den Film zu kaufen ist mir zu viel Action dafür. Ich schaue solche Filme kaum öfter als ein mal...

T

Der Circle Cast ist auf der Fisch und Fang DVD 4/10 drauf.
Im letzten Beitrag zeigt Mauri dort unter anderem diesen Wurf.

Gruss Manni :wink:
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piscator
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Beitrag von piscator »

Hi Tobsen,
anstelle von Circle cast geht auch sowas wie einhand Skagit. Mit einer Kurzkeule geht das ziemlich gut und braucht eigentlich keinen Freiraum im Rücken (oder fast keinen). Hilft jedenfalls wenn man im Schilfe steht .
Jürgen
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TOBSN
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Beitrag von TOBSN »

piscator hat geschrieben:Hi Tobsen,
anstelle von Circle cast geht auch sowas wie einhand Skagit. Mit einer Kurzkeule geht das ziemlich gut und braucht eigentlich keinen Freiraum im Rücken (oder fast keinen). Hilft jedenfalls wenn man im Schilfe steht .
Jürgen
Moin Jürgen,

hast Du mal einen Link dazu?

T
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Hallo Tobsn,
wenn der Platz zum Drillen ausreicht, genügt er auch zum Werfen. Allerdings sind einige der möglichen Wurfvarianten sehr schwierig, das ist klar.
Mit dem "Snap Z" kann man den Anker deutlich vor dem Körper positionieren. Dies erfordert sehr viel Übung und Geschick.
Schwierig in Worte zu fassen.
Ich würde zunächst auch an einen Rollwurf denken. Kurze Rute ist ein Muß...

Oder: 18 Fuß Zweihand und Fliege eintunken ? :grin: :p 8)

Eine gute Frage für den Juli, meine ich ;).

Gruß
Bernd
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Beitrag von Harzer99 »

Ja Thomas, den Wurf hast Du nicht erfunden! :p Diese Wurfvariante habe ich schon Mitte der 80er in einem Fliegenfischerbuch unter der Bezeichnung "Rundschwung" registriert.
Übrigens verstehe ich nicht weshalb man für den Rollwurf irgendwelchen Rückraum benötigt.
Was ich jedenfalls gemerkt habe, dass bei der Rollwurfvariante die Geräteabstimmung sehr wichtig ist, d. h. eine DT-Schnur oder Spitze ist erforderlich!

Gruss Harzer :wink:
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piscator
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Beitrag von piscator »

Moin Tobsen,
ne, Link is nich, aber wie Bernd sagt, Ankerpunkt möglichst weit vor dem Werfer. Manchmal reicht aber schon ein reverse Unterhand mit rechts über die linke Schulter -- aber das hast du sicher schon probiert.

TL, Jürgen
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Harzer99 hat geschrieben: Übrigens verstehe ich nicht weshalb man für den Rollwurf irgendwelchen Rückraum benötigt.

dass bei der Rollwurfvariante die Geräteabstimmung sehr wichtig ist, d. h. eine DT-Schnur oder Spitze ist erforderlich!
Hallo Harzer :wink:
Wenn Du die Rute exakt auf 12 Uhr in der vertikalen Position stehen lässt, hängt die Schnur parallel zur Rute gerade nach unten. In diesem Fall hast Du a) einen sehr kurzen Beschleunigungsweg nach vorne zur Verfügung und b) ist es sehr schwer Biegung in die Rute zu forcieren, weil Du kaum Schnurmasse hinter der Rute hast.
Hingegen, wenn Du die Rute auf ca. 14 abkippst, befindet sich erheblich mehr Schnurmasse im "D-Loop", womit Du die Rute (und jetzt auch auf einem längeren Beschleunigungsweg) leichter auf Biegung forcieren ("aufladen") kannst.
Ein guter Rollwurf mit dem Hintern an der Wand ist sehr sehr schwierig.
Viel Distanz ist dabei nicht zu erzielen.

Die DT Schnur ist für das Erreichen von hohen Distanzen nicht sehr geeignet. Dies mag zwar in einigen Büchern so stehen, weil man es früher nicht besser wusste, bleibt aber falsch. Eine kürzere Keule von 10-12m kann man hingegen gut schießen lassen. Durch das Schießenlassen erreicht man deutlich größere Distanzen als beim bloßen "Ausrollen" der DT Schnur. Das Schießenlassen bedarf natürlich einiger Übung!

Beste Grüße
Bernd
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Beitrag von Harzer99 »

Hallo Bernd, ja sicherlich ist "etwas" Rückraum für einen guten Rollwurf ideal um die Rute optimal aufzuladen und die Beschleunigung durch zusätzlichen Schnurzug bringt zusätzlich Weite und einen gute Streckung des Vorfachs. Ich fische seit vielen Jahren mit einer Triangeltaper mit der ich am besten hinsichtlich Rollwürfe klar komme. In meinem Hausgewässer habe ich oft mit Platzproblemen zu kämpfen. Ich setze beim Rollwurf dann den Oberkörper mit ein und drehe die Schulter weitestgehend nach vorn bzw. mache eine Schiebebewegung mit dem Arm um den Wurf zu platzieren. Für Weiten bis 10m ist es am Bach ausreichend.
Aber natürlich führen viele Wege nach Rom...

Gruss Harzer :wink:
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