Hallo Ihr beiden

,
genau dies war die (vorangegangene) Hintergrunddiskussion, weshalb ich diese Zusammenstellung jetzt hier gepostet habe. :l:
Ich habe früher immer zuerst das Taper ausgesucht (ähnlich wie Klaus). Dabei landete ich nach einer Weile des Testens und Vergleichens zu 90% bei sanft getaperten Köpfen. Diese lagen ruhiger in der Luft.
Mit der Zeit wurden meine Fliegen größer und vor allen Dingen schwerer.
Sei es zum Hechtfischen, zum Meerforellenfischen oder zum Lachsfischen.
Dann kam ein Punkt, an dem ich deutlich feststellen mußte, dass abrupte Verjüngungen erheblich bessere Wurfergebnisse brachten, sobald ich schwere Fliegen verwendete. Und im nächsten Schritt mußte ich feststellen, dass dies sowohl für Unterhandwürfe als auch für Überkopfwürfe Einhand oder Zweihand zutraf. Eigentlich logisch mag manch Physiker jetzt denken? 8)
Was mich persönlich sehr überraschte, war die Größenordnung der Unterschiede verschiedener Profile kombiniert mit den unterschiedlichen Gewichten.
Ich habe das jüngst sehr ausführlich und mehrfach wiederholt getestet.
Unterm Strich besteht weiterhin eine Abhängigkeit, ob ich am Lachsfluß viel mit Unterhandwürfen und eher leichtem bis mittleren Wind rechne, oder ob ich an der Küste mit Überkopfwürfen und starkem Wind rechne.
Erster Fall führt eher zu einem sanfteren Taper, während letzterer Fall eher ein abrupteres Taper gut vertragen kann. Ergo bin ich hier ähnlicher Meinung wie Klaus.
Allerdings ist für mich heute die Beschaffenheit (primär Gewicht) der Fliege sehr maßgeblich für die Wahl des Tapers.
Vllt. sowas wie zu 70% entscheidet die Fliege und zu 30% die erwartete Art des Werfens und die Bedingungen.
Da dies insgesamt sehr komplex für Einsteiger wird, habe ich mich oben zunächst primär für das Aufführen von Fliege (und Vorfach) als Abhängigkeit entschieden.
Firma Guideline setzt hier nicht grundlos auf die abrupte Verjüngung ihrer Powertaper. Einer der Schnurdesigner von Guideline sagte mir, dies sei die beste Lösung, um Einsteigern das Werfen schwerer Tubenfliegen zu erleichtern (auch im Unterhandwurf). Ich würde das heute so unterschreiben.
Klaus,
vllt. könnten wir ja mal eine Reihe mit Extremkombis auf dem nächsten Schwimmbadtreffen anbieten. Da könnte man sowas mal wirklich jeder für sich konkret testen.
Ich bin sicher, da würde man viele überraschte Gesichter bzgl. der Größenordnung der Unterschiede sehen.
Ebenso könnte man mal unterschiedliche Gewichte zum Testen anbieten.
Der Aufwand wäre meines Erachtens gar nicht mal so groß.
Lieben Gruß
Bernd