Eigentlich hatte ich mir es so einfach vorgestellt in meiner ersten Saison als Fliegenfischer: Ab Mai werfe ich meine Mücken in Schwärme von gierigen Hornfischen und kann mich im gezielten Anwerfen und Drillen von Fischen üben. Der erste Teil klappt soweit auch hervorragend, aber was die Bissverwertung und den Drill angeht, bin ich fast wahnsinnig geworden. Teilweise war die Schnur bei fast jedem Wurf kurz straff, doch bevor ich was sinnvolles machen konnte, war der Fisch schon wieder ab. Und wenn mal einer Hängen blieb, war er nach dann nach 10 Sekunden ab. Das Beste, was ich geschafft habe, war ein Drill bis vor die Füße.
Nun ist es ja nicht so, dass man beim Spinnfischen eine deutlich bessere Quote hat, aber eigentlich hatte ich gedacht, eine kleine Fliege landet vielleicht gar nicht erst im Schnabel, sondern wird gleich inhaliert, so dass ich dem Problem des harten Schanbels entgehe. Denkste! Und meine Goldkopf Mysis wurde auch so arg zerkatscht, dass sie nun eher einer verunglückten Tobis-Fliege ähnelt.
Es geht mir nicht darum, mir viele Schnabeltiere an den Gürtel zu hängen, dann könnte ich ja auch mit Silke fischen. Ich möchte aber doch mal in die Runde fragen, ob ich ggf. generell einen Fehler beim Anschlagen mache, damit ich diesen Fehler nicht auch mal bei einer dicken Trutte wiederhole. Ich habe erst gar nicht angeschlagen. Dann habe ich beim Biss die Rute gehoben, es kam mir aber immer nur die Mücke entgegen. Zuletzt habe ich mich dann an einer Art Strip-Strike für Warmduscher versucht, mit demselben Resultat.
Über ein wenig Aufklärung zu dem Thema bedankt sich im Voraus
RM








