Schwimmschnur vs. Sinkschnur an der Küste

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
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Hiker
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Beitrag von Hiker »

So Jungs, jetzt habt ihr mich soweit. :x

Ich habe bisher einen einzigen SK für meine 7er Rute. Den habe ich mir aus einer hellblauen 8er DT-F gebastelt, die ich bei ebay geschossen hatte.

Ich habe mir mit dem Teil sozusagen das Spleissen beigebracht.

Die DT hab ich in der Mitte getrennt. Anfangs wusste ich noch nicht alle Kniffe beim Spleissen, so dass die erste Hälfte letztendlich am Ende meines Erkenntnisgewinns bei 10g und 7,90m landete. Ultra-brutaler SK für meine 5er. Geht auch ab wie Schmitz Katze.

Dann habe ich mit nem erfahreneren Kollegen aus meinem Verein ein paar Wurfstunden gehabt. Dabei habe ich dann einen 16g SK auf meiner Rute geworfen und das ging gut.

Der zweite Teil der 8er DT sollte auch 16g bekommen und das tat er bei 10,6m.

Soweit so gut. Bisher habe ich daran immer ein clear intermediate Polyleader in 8ft (2,0g) und dann noch mal gut 2m Tippet gefischt. Das ging soweit gut, wenn auch mit äußert wenig Fisch... (ich war auch noch nicht so oft "fly only")

@Bernd oder wer es halt weiss ;) : Was war mit...
Die meisten fischen ja sehr kurze monofile Vorfächer am Polyleader.
Klar fängt man damit Meerforellen. Die Frage ist aber, wieviele man damit nicht fängt, weil sie unter Wasser das mit so wenig Abstand vorgeschaltete und verhältnismäßig dicke Ployleader sehen und irritiert werden ?
Ich weiß es nicht. Nur mein Gefühl ist nicht sehr positiv hierbei.
Ich hatte das selber schon öfters gefischt, und empfand das Polyleader immer als sehr sichtig im Wasser.
...gemeint? Eins dieser dunklen undurchsichtigen Polyleader? Die werfen sich wie Gardinenschnüre... oder doch diese durchsichtigen, wie ich sie derzeit fische?

Ich hab mir jetzt mal so ein gezogenes Vorfach zugelegt, wie ich sie am Fluss fische (dort halt trocken oder nymphen). Ist das von Nutzen? Oder bin ich da viel zu flach unterwegs?

Bild

Ich war sehr angetan von den recht kurzen Schussköpfen zwischen 8 und 9m. Welche Längen sind am besten für die höchste Effizienz = den geringsten werferischen Aufwand?

Ich wollte mir wahrscheinlich einen ATTACK intermediate SK holen. Die haben aber auch genau 10,6m. Ich würde dann einen runterkürzen wollen.

Hat wer Erfahrungen damit?

Real fischt meine Rute ja die 16g SK + 2g Polyleader. Diese gezogenen wiegen nur 0,8g.

Also welchen Attack SK bräuchte ich, wenn ich auf 9,0m bei 17g rauskommen will? Oder soll ich weiterhin diese intermediate Polleader auch auf dem intermediate SK fischen?

Ihr seht, ihr habt mich reichlich ins Grübeln gebracht ;) !
Mirko, ich bin dann jetzt wohl auch in deinem Club :lol:

Schönen Gruss, Hiker
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Guten Morgen Matthias.
Wenn Du ein selbstgedrehtes Vorfach aus Fluocarbon mit einer Länge von 4,5m gefischt hattest, und es nur ca. 120cm tief war, lief Deine Fliege bestimmt tief genug.
Solch ein Vorfach sollte die Fliege gut unter die Oberfläche bringen. Zumindestens dann, wenn die Fliege eher leicht sinkt und kein Auftrieb besitzt, und Du nicht zu schnell einholst. Ein so langes Vorfach halte ich von der geringen Scheuchwirkung her für sehr effizient.
Deine beiden Kumpels hatten, wenn sie oft festhingen, seehr tief gefischt... Bei zu viel Grundkontakt vielleicht etwas zu tief. Und sie hatten immernoch die kürzeren Vorfächer.
Ich fische fast immer zwischen 4 und 5m Vorfachlänge.
Man kann nicht grundsätzlich sagen, daß ein Fisch vorfachscheu ist oder nicht. Aber ganz sicher gibt es bei vielen Fischarten immer wieder Situationen, in denen ein längeres und weniger gut sichtbares Vorfach das bessere Ergebnis erzielt.
Die Meerforellen schwimmen flach, in mittlerer Tiefe oder am Grund. Das ist immer unterschiedlich.
An den typischen Plätzen würde ich am häufigsten auf das Mittelwasser tippen. Das bestätigen auch die Dänen Claus Eriksen und Thomas Hansen in ihrer DVD bzw. mit ihren Unterwasseraufnahmen zum Film.
Ob die Meerforellen Deine Fliege oder die Deiner Freunde bemerkten, steht außer Frage. Die Meerforellen bemerken die Fliege ganz sicher. Sie kann noch so klein, noch so unscheinbar sein. Die Frage ist, ob die Meerforelle die Fliege nehmen will, nicht ob sie die Fliege bemerkt.
In vielen Situationen steigen die Meerforellen auch durchaus gerne nach der Fliege. Ob man sie dann gut gehakt bekommt, ist eine andere Frage.
Für Euer Fangergebnis kann es natürlich noch ganz andere Gründe geben ... Glück (zur richtigen Zeit am ...), Führung und und und...
Rückschlüsse auf den Erfolg einer Methode ziehe ich auch meist immer erst nach einer langen Testphase über viele verschiedene Situationen.

Hallo Hiker.
Ein Polyleader intermediate (clear/"durchsichtig") mit einem 60cm monofilen Vorfach verleiht mir beim Meerforellenfischen an der Küste - sofern das Wasser klar ist, ein sehr ungutes Gefühl im Bauch.
Man fängt die Meerforellen so. Das steht außer Frage. Dennoch habe ich in den verschiedensten fischereilichen Situationen erlebt, daß ein zu sichtiges Vorfach eine Scheuchwirkung haben kann.
Sonst müssten wir uns auch gar keine Gedanken mehr über Vorfachstärken machen ...

Den 10,6m Schußkopf empfehle ich Dir, ihn erst einmal so zu belassen und ihn zu werfen. Wenn Du ihn danach kürzen möchtest, nur zu. :+++: Aber wer weiß, vielleicht gefällt er Dir im Original plötzlich. :grin: 8)
Werferisch halte ich den Schußkopf mit 10,6m verglichen mit dem gleichen Kopf mit 9m für das bessere Werkzeug. Dies setzt aber voraus, dass Du mit der Länge gut zurecht kommst.

Wie kommst Du auf 17 Gramm ?
Also:
Klasse 9 14,90g min 15,55g MW 16,20g max
Klasse 10 17,50g min 18,15g MW 18,80g max
Obige Zahlen gehören zu den AFFTA (früher AFTMA) Klassen.
Dafür werden die ersten 9,14m (exklusive der ersten ca. 15cm) der Flugschnur vermessen und gewogen.
Für Schnurklasse 9 wäre die Obergrenze, was diese Schnurlänge wiegen darf, 16,2 Gramm. Der angestrebte Wert sollte 15,55 Gramm als Mittelwert sein.
Wenn der Schnurhersteller die Schnur am oberen Wert fixiert hat, nimmst Du eine 9er Schnur und hast 16,2 Gramm auf 9,14m. Hinzu kommen die ersten 15cm parallele Spitze (Level Tip) der Fliegenschnur.
Wenn Du dann ein wenig mehr Länge nimmst, hast Du Deine 17 Gramm.
Um genau 17 Gramm zu bekommen, wirst Du die Länge anpassen müssen. Ich zweifle, dass Du eine Schnur finden wirst, die bei exakt 9m Länge genau 17 Gramm bringt ...
Wenn Du einen kurzen Schußkopf möchtest, würde ich Dir die 9er Schnur als Ausgangsbasis für die 7er Rute empfehlen. Mit ca. 16 Gramm hast Du in den meisten Fällen ein passendes Gewicht für eine 7er Rute.

Gruß,
Bernd
www.first-cast.de
Fliegenfischerschule
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

knoesel hat geschrieben:@ Bernd, Mirko und Matthias
Ich vermute mal, dass Ihr mit der Einhand plus SK fischt (vergl. Gewichtsangaben) und dabei den SK bis unter die Rutenspitze "ausfischt"
Hallo Klaus,

wie Du ja von mir kennst, ziehe ich die Verbindung von SK zu RL bis in die Rute und zu den Fingern (weil’s auch prima fürs Nachtfischen ist).

Ich beziehe mich hier ausschließlich auf meine # 7er Einhänder, die SKs inzwischen etwa um die 10 Meter Länge. Der Einzug der Verbindungsstelle zieht von der noch offenen (fischbaren) Schnurlänge knapp 2,50 m ab, verbleiben also 7,50 m SK plus Vorfach.

Um diese Länge noch halbwegs auszufischen, beschreibt die Rute den langen, bzw. längstmöglichen Weg nach hinten, halt soweit es geht, um bei einem möglichen Nachläufer mit einem Schwipp (Ansatz eines Rollwurfes) einen leichen Anhieb zu setzen. Dies musste ich leider erst einmal praktizieren, aber das hat geklappt, die Forelle kam auf den allerletzten Zentimetern.

Bei der erneuten Auslage reicht ein Leerwurf, um die Verbindungsstelle wieder aus der Rute zu bekommen und weiter zu fischen.

Als wir vor einiger Zeit an (auf) diesem leckeren Riff waren, haben wir ja praktisch im Fisch gestanden, wenn einer da gewesen wäre ;)

Ich möchte mal behaupten, mit der Zweihand sind da etwa 25 – 30 % der Wurfweite nicht ausgefischt worden. Aber nun hast Du ja auch eine neue Verbindung zum SK, die auch durch die Ringe passt :wink:
Hallo Jelle, das ist doch mal eine feine Sache :+++: danke!

Leider habe ich zu wenig Zeit, um momentan so zu können wie ich wollte, aber das wird versucht!

Ein Problem wird die Nudelmaschine, seit einigen Versuchen mit diversen Haushaltsgeräten hat meine Frau eine neue Hausregel erstellt, ich darf alle Geräte nur noch innerhalb der Küchenmauern benutzen :roll: sie war nicht damit einverstanden, als ich letztens mal versucht habe, Dubbing in ihrer Salatschleuder zu mischen und das Loopschweißen auf dem Toaster hat mir die gelbe Karte gebracht :roll: die Toast schmecken immer noch nach DT 10 :lol: (lecker).
Hiker hat geschrieben:So Jungs, jetzt habt ihr mich soweit. :x
Hallo Andreas, es macht Freude, Deine Gedanken zu lesen und ich glaube, Du befindest Dich nun endgültig auf dem Weg ans Ende der Nahrungskette :grin:

Zu den SKs, Polyleadern und Vorfächern fehlt mir die Erfahrung und Bernd hat sicherlich genügend Dinge dazu geschrieben, um ein Wochenende an Schnüren zu basteln :+++:

Ein Polyleader habe ich erst einmal ausprobiert und nicht für gut befunden. Es hat mir den Wurf „versaut“, weil wohl der SK mit Polyleader zu schwer und zu lang wurde, als das ich die Kombination mit meinen Würfen halbwegs ordentlich befördern konnte.

Aber das liegt an meinem Wurfstil und ist nur der persönliche Eindruck, früher gabs die nicht und heute brauche ich die nicht ;)

Da ich ja vom Sbiroangeln komme, ziehe ich gerne Vergleiche dazu und habe zwar reichlich „Polyleader“, sprich selbstgetüddelte Stücke Fliegenschnüre, für den Sbiro gebastelt, aber die sollen die Fliege nicht unbedingt abrollen, sondern nur die Lauftiefe beeinflussen.

Womit ich dann mal wieder beim Thema wäre :oops

Bisher habe ich hauptsächlich schwimmende Schnüre gefischt, die Vorfächer aus FC, manchmal verjüngt (selbstgeknotet) aber öfters einfach ein durchgängiges Stück FC mit 3 bis 5 Metern Länge.

Mein Prinzip war dabei bisher die Beschwerung der Fliege, denn mit entsprechendem Gewicht an der Fliege streckt sich jedes Vorfach, nachdem die Schnur auf dem Wasser liegt. Das ist das bewährte Prinzip aus der Fischerei mit Wasserkugel und Sbiro, für dessen Vergleich ich mich hier gerade etwas schäme +oops , dies aber letztlich viele viele Jahre ausgeübt habe (und das immer mal wieder gerne mache) ;)

Wenn ich aber meine dicken Dorschtuben nehme, dann bekomme ich die nur mit meinem dicken Bass Taper befördert und muss den Wurf stoppen, damit die Tube vor der Schnur landet. Praxiswerte, wenn auch mit zu schweren Fliegen, die aber ordentlich Alarm machen und belegterweise fangen :grin:

Vielleicht hilft es Dir aber, wenn ich mal meine „sinkenden“ SKs aufführe. Neu geschnitten nach Bernds Thread sind diese: 1. aus einer Vision Extreme die intermediate (klare) Keule, geschnitten auf 15,50 Gramm bei 10,50 m Länge und 2. aus der guten alten Wet Cel (meine von Scientific Anglers) WF 10, die schon so manchen Pollack betörte, die nun aber für meine # 7 Ruten auf 17,65 Gramm und etwa 9,50 m gekürzt wurde. Dies ist etwas schwer, aber die geht ab wie nix und zerrt richtig an der Rute, wenn zuwenig RL frei ist :l:

Als Vollsinker, also so richtig typisch dunkle Sinkschnüre, habe ich einen 9 Meter langen Kopf mit 14,70 Gramm aus einer Fenwick Windcutter, einen 11 Meter langen und 16 Gramm schweren Kopf aus einer weiteren Windcutter sowie dieses schöne Triangle Taper von Lee Wulff, einfach super zu werfen, wenn auch mit dickerer Keule, die hat bei 10,50 Metern Länge 16,30 Gramm und meine „Windschnur“, ebenfalls aus einer Fenwick Windcutter (die sind ultradünn) einen kurzen 8 Meter langen Kopf mit nur 14,70 Gramm, der sich aber (an der # 7) erstaunlich gut werfen lässt.

Unter normalen Windbedingungen würde ich nach den neuen Erkenntnissen die Wet Cel fischen, ich richte mich zwar nur nach meinem Gefühl, liege aber wohl mit den 17,65 Gramm für die # 7 viel zu hoch :oops aber vielleicht zeigt Bernd mir im Dezember mal, wie man richtig wirft :D

Die Wet Cel, vielleicht kennt die auch Jemand unter „the slimy line“, wird ultrarutschig bei Wasserkontakt und ältere Bestände gibt’s vereinzelt sogar noch. Oft muss man aber den kleinen Teich schauen, so wie hier: Wet Cel

Einen Vergleich möchte ich noch anstellen, um die Vorteile einer Sinkschnur zu erkennen. Dazu habe ich mir wieder ein Bildchen gebastelt :+grin:

Ein Vergleich zum Verlauf der Schnüre eines Spinnanglers, da fischt Niemand mit einer schwimmenden Schnur und Blinker :+q: und die Nachläufer kommen bis unter die Rutenspitze.

Der Wobbler, die Schnur verläuft mit einem geringen Winkel von der Rutenspitze zum Köder, je nach Distanz verändert sich der Winkel, ist der Wobbler weit draussen, ist die Schnur fast geradlinig, je näher der Wobbler kommt, um so mehr steigt der Winkel. Zu berücksichtigen ist hierbei auch die Ausrichtung der Rute, je höher die Spitze gehalten wird, je höher der Winkel.

Der Blinker zieht die Schnur schneller in einen Winkel, er läuft tiefer und hakt die Fische vielleicht nur wegen dem Drilling :oops

Der Sbirolino, er ist in der Lage, die Fliegenschnüre halbwegs gut nachzuahmen. In der Skizze ein halbsinkendes Modell als Gedankengrundlage, der Sbiro schafft einen Winkel ähnlich dem Wobbler, aber – hinter dem Sbiro ist das Vorfach gerade ausgerichtet. Bei einem 20 Gramm Sbiro geht ein Anhieb meiner Meinung nach eher direkt durch, als das Kraft über die Gesamtschnurlänge verloren geht. Der Wasserwiederstand des Sbiros verhindert einen größeren Winkel beim Anhieb, der Anhieb wirkt auf den Sbiro, welcher die Kraft auf die Fliege geradlinig überträgt und stellt daher, wie ich finde, eine gute Alternative dar (um auf Drillinge zu verzichten 8) ).

Die sinkende Schnur (in Bernds Sinne) bildet über die gesamte Länge, welche sich im Wasser befindet, einen Bogen, vergleichbar zum Winkel, streckt sich aber unter Zug gleichmäßig und dürfte die Kraft ungebrochen durchbringen :-q:

Mit anderen Worten, wer mit dem Blinker oder dem Wobbler fischt, macht ja eigentlich Alles richtig, ob er es weiß oder nicht :grin:

Bernd, vielen Dank für diese frischen Einsichten! :wink:
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Beitrag von knoesel »

Mirko,
ich hab Deinen letzten Bericht nicht verstanden; vielleicht weil er zu lang war oder weil es bereits zu spät ist.
Z.B. hat die sinkende Schnur doch auch irgendeine Keule und wir fischen doch meistens mit einer WF. Folglich ist die WF-Keule das schwerste Stück und sinkt entsprechend schneller als der übrige Rest, der sich im Wasser befindet. Kann man da noch von einer Krümmung reden?
Bei einer DT, die man auf voller Länge ins Wasser bringt, kann ich mir eine Kurve im Wasser noch vorstellen, weil das schwerste Stück eben in der Mitte liegt.
Und überhaupt: ob konkav oder konvex oder Winkel - es geht/ging doch darum, die Fliege zum Fisch zu bringen. Und wenn die MeFo das Angebot annimmt, hakt sie sich meist von selbst. Wir meinen nur, wir müssen einen kräftigen Anhieb setzen, weil die Meisten dies tun.
Ich geh lieber fischen :wink:
Wir können den Wind nicht ändern -
aber die Wurfmethode anpassen.
;)
Petri-Heil ~~ Alleweil
Klaus aus Eckernförde
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piscator
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Auf den Punkt gebracht

Beitrag von piscator »

Demnächst gibts hier noch Preise für das erste 5-seitige Posting -- nur weiter so :grin:

Ich glaube das alles nicht -- viel zu viel Theorie :roll: !

Meine Meinung:
Sink/Intermediate ist dann nützlich, wenn ich schnell fischen will oder muss (Strömung,auflandige Welle, grosse Fischchenfliegen), sonst nicht.

Fliege höher als Schwimmtiefe der Forelle sorgt für Sichtbarkeit, deshalb meist Schwimmschnur und hoch gefischte Fliege.

Polyleader und Fliegenschnur-Gewichte in Milligramm sind unverträglich oder es ist unwichtig ob die Fliegenschnur 18.2 oder 18.3 g wiegt.

aber macht nur weiter, es ist sehr unterhaltsam :+++: , Tl, Jürgen
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Ich gestehe ein: zu viel Theorie :oops aber interessant :grin:

:wink:
Kielerkrabbe

Beitrag von Kielerkrabbe »

Ostsee-Silber hat geschrieben:Ich gestehe ein: zu viel Theorie :oops aber interessant :grin:

:wink:
...kein Problem Mirco,
soooooweit von der Küste würde es uns vermutlich genauso gehen. :wink:
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nordfan
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Re: Auf den Punkt gebracht

Beitrag von nordfan »

piscator hat geschrieben:Demnächst gibts hier noch Preise für das erste 5-seitige Posting -- nur weiter so :grin:
Ja, es ist sehr spannend dies hier zu lesen :-roll: :pof: .
Und wie akribisch doch alles durchdekliniert wird, reeespekt. :grin:
Ich halte mich an KISS.
Keep It Simple and Stupid. :lol:
piscator hat geschrieben:aber macht nur weiter, es ist sehr unterhaltsam super , Tl, Jürgen
Dem schließe ich mich mal an. :grin:

Gruß
Nordfan :wink:

P.S.
:spass:
Ich sitze meinen Stein gern platt!
Er duldet mich.
Nicht immer sitzt ein netter Arsch auf mir, sagt mein Stein!
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Beitrag von Popeye »

Auch für mich als absoluter FliFi Neuling, muß ich sagen das ich mich in diesem Thread sehr wohlfühle...
Alles wird sehr akribisch unter die Lupe genommen, und erklärt..
Danke schon einmal hierfür. Letzendlich ist es das Ergebnis was zählt, und aus diesem Grund bin ich gespannt,
was für Erfahrungen der ein oder andere durch solche Tipps sammelt.
Ich weiß momentan nur, das ich ein wenig durcheinander bin, und nun garnicht weiß wie ich demnächst an der Küste fischen soll :lol:
Macht bitte weiter so :+++:
Bild Gruß Sven

fischen,fangen,filetieren >(((°> und zurücksetzen
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Beitrag von T.v.d.3Larsen »

Die durchdachten und sogar in der Praxis getesteten Beiträge wie zB die von Bernd und Mirko sind für das Forum von unschätzbarem Wert. Jeder von den vielen hundert Kollegen hier hat dann die Chance, seine Erfahrungen damit in Verbindung zu setzen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Teilweise ist halt eine gewisse geistige Transferleistung dafür erforderlich, aber das macht ja gerade Spaß ;) . Meine Kumpels und ich fischen schon viele Jahre mit der Fliege an der Küste und ich habe trotzdem OFT bei einigen Bereichen aus den oa Postings ein "AHA..ACHSO DESHALB..." vor mich her gebrummelt. Wenn man bedenkt, daß hier genau der Kern dessen, was unsere Leidenschft interessant macht von vielen Meinungen (sehr umfangreich.. ;) ) aufgerollt wird, macht das für mich sogar die zig Euronen für Fliegenfischermagazine etc diskussionswürdig, denn dort besteht der Hauptteil meist aus Themen, die mich nicht sehr interessieren, wobei ich die sie ganz sicher trotzdem sicher wieder kaufen werde, weil meine bessere Hälfte immer schimpft, wenn ich mit dem Notebook auf dem Klo sitze .. :grin:

Fazit: Liebe Tüftler..bitte weiter so detailliert und umfanggreich!! Es ist toll!! :+++:

Gruß Lars T.
Gnilftz

Beitrag von Gnilftz »

T.v.d.3Larsen hat geschrieben: Fazit: Liebe Tüftler..bitte weiter so detailliert und umfanggreich!! Es ist toll!!
So is it. :+++:
Und wem das zu kompliziert und zu umfangreich ist, der liest halt woanders. ;)

Greetz
Heiko :wink:
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Also, erstmal muss hier Niemand bange sein, dass zumindest ich mit dem Tüfteln aufhören werde, auch wenn es manchmal vielleicht nervt :oops

Wer mehr Zeit zum Grübeln, Testen und Binden hat als zum Fischen, der versucht sein Gerät, seine Technik und Taktik halt in Gedanken zu vervollständigen, bis ihn die Praxis wieder einholt und endlich mal wieder Sand unter den Schuhen ist :grin:

Auf FliFi möchte ich auch nicht verzichten, etwas Lektüre auf dem Kl*, und das soll nicht abwertend sein, denn auch Bilder und ansatzweise dargestellte Ideen und Berichte geben Futter, also für neue Ansätze.

Als Beispiel blätterte ich heute früh in einer älteren Ausgabe, Heft Nr. 5 August / September 2006, was lese ich da: einen Leserbrief von Meyer :o zum Thema Meeräschen :+++: und direkt rechts daneben von mir mit einem anderem Thema :oops lustiger Zufall, aber aus dem älteren Heft entstammt ein neues Bindevorhaben, der Salmon Lure ;)

Allein wegen der Berichte von Ingo Karwath (und seinen Fliegen) lohnt sich, meiner Ansicht nach, das Heft.

Aber - und damit stehe ich wohl nicht alleine - gerade die oftmals ausführlichen Themen im LMF bieten genügend Anlässe, um seine Freizeit sinnvoll gestalten zu können :+++: zumindest für den, den das Thema anspricht, der es mag und möchte und das kann nur so sein, solange es Leute gibt, die ihre Gedanken einfach mal niederschreiben :wink:
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Beitrag von T.v.d.3Larsen »

@Mirko

Scheun!! :+++:
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Beitrag von Mattes36 »

Hallo Bernd,

vielen Dank für Deine Meinung zu meinem "Problem"! ;)
Bernd Ziesche hat geschrieben:Ob die Meerforellen Deine Fliege oder die Deiner Freunde bemerkten, steht außer Frage. Die Meerforellen bemerken die Fliege ganz sicher. Sie kann noch so klein, noch so unscheinbar sein. Die Frage ist, ob die Meerforelle die Fliege nehmen will, nicht ob sie die Fliege bemerkt.
Interessant! Du meinst also, daß eine MeeFo eine Fliege, die tiefer läuft als die Forelle schwimmt, genauso gut wahrnimmt, wie eine Fliege die oberhalb von ihr geführt wird? Ich hätte gedacht, daß es da rein anatomisch schon Unterschiede in der Wahrnehmung geben muß und dies evtl. auch einen Einfluß auf den Fangerfolg hat.
Bernd Ziesche hat geschrieben:Für Euer Fangergebnis kann es natürlich noch ganz andere Gründe geben ... Glück (zur richtigen Zeit am ...), Führung und und und...
Rückschlüsse auf den Erfolg einer Methode ziehe ich auch meist immer erst nach einer langen Testphase über viele verschiedene Situationen.
Klar, das mit der Tiefe hatte sich nur irgendwie aufgedrängt, weil wir eben immer recht dicht beieinander gefischt haben und auch die Fliegen und Führungsweisen recht ähnlich waren. Das mit den Vorfächern könnte ein Aspekt sein, vielleicht auch die Wasserkontakte der Schnur beim Werfen ;) ... vielleicht erschließt sich mir irgendwann ja der Grund?! Bis dahin koste ich diese "Testphase" einfach noch ein bißchen aus :oops

Viele Grüße, Matthias
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Beitrag von knoesel »

Nach allem, was ich bisher über die MeFo gelesen habe bin ich überzeugt davon, dass die MeFo ganz hervorragende Augen hat. Sie sieht ohne Zweifel besser als der Mensch und sieht sogar Farben aus dem UV-Spektrum.
Für mich ergibt sich: entweder einfarbige (graue, braune, grüne) kleine und unscheinbare Muster zu binden oder große Muster mit möglichst komplementären Farben ; bedeutet zB orange - violette oder gelb - blaue Fliegen mit (wenig) UV-Material. :wink:
Wir können den Wind nicht ändern -
aber die Wurfmethode anpassen.
;)
Petri-Heil ~~ Alleweil
Klaus aus Eckernförde
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