Schusskopf für windauflandige Strände

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
Bruno

Beitrag von Bruno »

@ Sebi: Bleib Du mit Deinem "Kampfgewicht" bei 6 Bf erstmal auf den Beinen, bevor Du dann auch nocht wirfst :lol: :lol: :lol:
@ Bernd: Ich meine natürlich die konventionelle Art, werde mich beim nächsten Mal vorsichtiger ausdrücken, denke aber hier wird fair gespielt :+++:
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Hallo Ralph, an sinkenden und intermediate Schussköpfen fische ich bisher nur etwa 2 Meter Vorfach und zwar aus durchgehendem 30er Fluocarbon :grin:

Meine Running Line habe ich zudem zu Gunsten der Backingkapazität meiner Großkernrolle auf 20 Meter gekürzt, die vollen 30 Meter RL werfe ich sowieso niemals ;) was ich aber mit den verbliebenen 10 Metern nun mache, weiß ich noch nicht :lol: obwohl ich diese nun nehmen könnte, um sie als RL bei Wind einzusetzen. Mit einem 10 Meter langen Schusskopf plus Vorfach wäre ich mehr als zufrieden, wenn das Backing nach dem Wurf am Spitzenring baumeln würde :grin:

Im Grunde hat mein Anliegen des Windwerfens ja weniger mit dem eleganten Fliegenfischen zu tun als eher mit dem Spinnfischen, eigentlich geht es mir hier nur ums Rausknüppeln so vieler Meter wie möglich, könnte also eher eine Spinnrute nehmen, aber ich drille so gerne mit der Fliegenrute - wenn denn mal :D

Mit dem Vorfach (an der Normalschnur) habe ich übrigens mal probiert, das so aufzubauen: 1 m 40er, 1 m 35er und 1 m 30er, die Übertragung ist bei sich verjüngenden und kürzer werdenden Stücken irgendwie besser, muß wohl Physik sein :roll:

@ Bruno, brauchst jetzt keine Fliegen binden, wir fischen das mal irgendwann aus :lol: :wink:
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Mysis
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Beitrag von Mysis »

hallo zusammen,
das mit der triangel- schnur kann ich nur bestätigen.
habe mir so ein ding in klasse acht zugelegt und das teil bei kräftig wind am rhein feuern wollen. war richtig wat für'n hammer.
ist für wind absolut ungeeignet.
gruß
stephan
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Mattes36
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Beitrag von Mattes36 »

Hi Ralph,
snoekbaars hat geschrieben:So ein Schußkopf hat so viele Vorteile ... vor allem das Schießenlassen.
es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, daß ein Schußkopf "automatisch" und in jedem Fall weiter wirft und besser "schießt", als eine WF. Wenn man einen Schußkopf mit gleicher Länge, gleichem Gewicht und gleichem Taper wie die Keule einer WF-Schnur mit einer Runningline verbindet, die genauso dick, glatt und steif bzw. weich wie die der WF-Schnur ist, wo liegt dann der Unterschied zwischen dem SK-System und der WF-Schnur und warum sollte sich das SK-System besser schießen lassen? Siehste ;) ... ein SK-System ist nur dadurch besser als eine WF-Schnur, weil man es perfekt an die Rute, die Bedingungen am Wasser und den eigenen Wurfstil anpassen kann. Und weil es billiger ist, wenn man die Köppe aus Mill-Ends selber bastelt :+++: ... trotzdem hat natürlich eine WF nach wie vor ihre Reize, einfach weil es schon sehr geile Taper-Gewichtskombinationen gibt, die man mit einem Eigenbau-SK eben nicht hinbekommt. Die Pounch ist z.B. so ein Kandidat, die hat mich an Deiner 6er Xi2 wirklich schwer begeistert :roll:
snoekbaars hat geschrieben:Man könnte auch die Schußleine auf 5-6 Meter Länge begrenzen, jetzt im speziellen Fall. Da passt dann auch viel mehr Backing drauf.
So richtig durchsteige ich Deine Idee nicht :-q: ... was soll das bringen? Als ob jemand extra für den Gegenwindangriff eine Rolle bzw. E-Spule mit mehr Backing und nur 5m Runningline bespult :+no:

@Mirko:
Ostsee-Silber hat geschrieben:Meine Running Line habe ich zudem zu Gunsten der Backingkapazität meiner Großkernrolle auf 20 Meter gekürzt, die vollen 30 Meter RL werfe ich sowieso niemals ;) was ich aber mit den verbliebenen 10 Metern nun mache, weiß ich noch nicht :lol:
Wieviel mehr Backing hast Du denn durch die fehlenden 10m RL auf die Rolle bekommen? Ich spare lieber etwas Backing (50m genügen imho völlig) und lasse dafür die ganze Runningline am Stück. Durch den Verschleiß der RL auf dem Stück hinter dem SK ("Abschußzone" ;) => wird rau, Coating bröselt ab, ...), muß die RL an diesen Stellen sowieso immer mal wieder gekürzt werden (meist so 2m am Stück). Wenn ich dann nach 5 Mal abschneiden bei 20m angekommen bin, kann ich die RL immer noch fischen, während Du schon bei 10m angekommen bist :p ... wenn die RL dann auf dem vorderen Ende generell etwas fertig ist, kann man sie auch umdrehen und nochmal 'ne Weile fischen - und wenn man sie nicht vorher schon gekürzt hat :grin:

Aus so kurzen RL-Resten kann man sich ganz gut Schnüre für den Bach basteln, also quasi Mini-SKs mit fest angespleißter RL (z.B. für 'ne 5er Rute die Spitze von 'ner 7er DT auf gut 9m (ca. 12g - je nach Rute etwas mehr oder weniger) abschneiden und 10-12m RL dranfriemeln) :+++:

Viele Grüße, Matthias
Zuletzt geändert von Mattes36 am 05.09.2007, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Hallo Matthias, mir ging es hierbei nicht um die Backingmenge, ich habe 200 Yards auf der Trommel :grin: allerdings möchte ich die auch haben, weil die Rolle auch mal zum Laxfischen mit der Einhand mitkommt.

Die 20 Meter RL waren für mich nur ein Indikator, wie weit ich werfe und ob ich mich verbessert habe, also nicht nur bei Wind.

Zu Beginn habe ich diese RL sogar jeden Meter markiert, alle 5 Meter in Rot, die 10 Meter dick in Schwarz. War so eine Spielerei, aber hat mir geholfen, die Distanz auch einschätzen zu lernen.

Vor ein paar Wochen am Casting Pool von Achim Stahl kam dann wieder die Erkenntnis, das man eigentlich doch weiter werfen kann, als man am Strand mit der großen See vor Augen denkt :D

Allerdings, falls Du so einen Millend übrig hast, kann auch schwimmend sein, das würde ich gerne mal probieren :wink:
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Mattes36
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Beitrag von Mattes36 »

Hi Mirko,
Ostsee-Silber hat geschrieben:Allerdings, falls Du so einen Millend übrig hast, kann auch schwimmend sein, das würde ich gerne mal probieren :wink:
na direkt übrig nicht, aber dem Superfliegenkostprobenverschicker gebe ich doch gerne was ab ;) ... ich habe letztens aus einem Nachlass 'ne Handvoll schwere DT's ganz günstig bekommen, wahrscheinlich Lachsschnüre?! Sag mir einfach, wie lang und wie schwer Dein SK sein soll und ich schaue mal, ob ich ein passendes Ende für Dich finde.

Viele Grüße, Matthias
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Hallo Matthias, natürlich nicht umsonst ;)

Also noch mal kurz für mich, Mill Ends sind also eigentlich nur geschnittene SKs aus einer fetten DT?

Habe gerade mal ein paar meiner intermediate und sinkenden Köpfe durchgeworfen und kam zu überraschenden Ergebnissen. Grundlage war meine #7 Rute.

Grundsätzlich kann ich mich nicht genau auf eine bestimmte Länge festlegen, also ist meine Meinung mit dem sehr kurzen SK für Wind (und auch sonst) revidiert. Bernd wusste es immer :D

Ebenso ist das Gewicht auch nicht so entscheidend (oje, jetzt gibt’s ein Donnerwetter im Forum :oops ), denn die Rute wirft von 14 Gramm bis zu 19 Gramm problemlos, dieses problemlos rein gefühlsmäßig aus meiner Sicht.

Der erste für den Wind geschnittene Kopf hatte 10,50 m und brachte nur 15,50 Gramm auf die Waage. Damit war ich schon ganz zufrieden, bis ich gerade einen anderen Kopf warf, oder zwei.

Einmal ein Sinkkopf aus einer Wulff Triangle, die natürlich sehr dick ist, aber richtig an der Rute zerrt :x hier kam ich auf 11 Meter und 16,30 Gramm.

Der beste Kopf ist nun aber ein transparenter Sinker aus einer ehemaligen WF 10 Wet Cel, Gewicht 17,65 Gramm und 10,50 Meter.

Überraschend war aber auch eine Sinkschnur von Fenwick, die mit nur 14,30 Gramm bei 10 Metern Länge wirklich nett abschoss und dazu einen sehr geringen Durchmesser hat, also besser durch den Wind schneiden sollte, als die Wet Cel. Vielleicht heißt sie deshalb Aircutter :-q:

Also ich glaube, für den Wind dürfte ein 10 bis 11 Meter langer SK mit einem Gewicht zwischen 16 und 18 Gramm optimal sein (für mich). Damit liege ich ja sogar ungefähr in Eurer schönen Gewichts- und Längentabelle :wink:
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Vossi
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Beitrag von Vossi »

....och nöööö.....nun hat er tatsächlich was verschoben .......

Nochmal zum Schusskopf......


da ich kein "Liebhaber" von SK bin (nein Andreas - Du bist nicht gemeint), aber schon den ein oder anderen SK geworfen habe (Salmo mein Hase...Du bist dafür zu schwer), bin ich nach wie vor der Meinung, dass ein SK am besten bei ablandigem Wind, gerade noch bei seitlichen Winden (nicht unbedingt auf die Wurfhand) zu wedeln ist. Der Vorteil, den ein SK bei ablandigem Wind bietet ist meiner Meinung nach ganz einfach das zügige Handling.......Doppelzug und wech' damit.....bei Gegenwind geht das zwar immer noch, aber wie weiter oben schon geschrieben, streckt sich das Vorfach (auch mit beschwerter Fliege) nicht immer unbedingt ganz sauber. Wenn das Ganze dann nicht haargenau abgestimmt ist, dann ist Makrameé vorprogrammiert.......

Also Mirko :

wenn Du Schnüre zuviel hast, dann her damit....ich bastel gerne einen SK für den Bach ..... ansonsten nimm die Loop Optistream (wie gut, dass man in diesem Forum noch sowas sagen darf), oder die Bullet von Guideline.....und sicher gibt es da auch noch ein paar andere Empfehlungen.......

Gerne genommen wird auch der verlängerte Schusskopf.....

Bei Fragen dazu stehe ich jederzeit wenn ich online bin Rede und Antwort :grin: :wink: :wink: :wink:
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Linus
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Beitrag von Linus »

Vossi hat geschrieben:....och nöööö.....lass ma den Schiebehasen nicht schieben...gehört doch zum "drumherum" :grin:
normalerweise geb ich dir da recht, in dem Fall fand ich es aber unschön, wie der doch recht kreative Thread damit ins Aus geschoben wurde ... also schön weiterposten .. ;)
TL
Linus
Gast

Beitrag von Gast »

Hab ja nicht so die Ahnung vom Flifi,

denke aber bei 4-5 BFT. ist es egal, ob sich das Vorfach streckt.
Selbst wenn ich menden muß zählt doch jeder Meter.

Bei der Welle ist eine saubere Führung doch eher Glückssache.

Was jedoch fast jeder Mefoangler, der schon etwas länger dabei ist, erlebt hat, ist die Tatsache das die Trutten "ordentliche Brandung" nicht scheuen.

Daher ist m. E. die Aufgabe die:
Wie kann ich bei fiesen Winden meine Fliege soweit wie möglich Richtung Horizont schicken.

Daher empfinde ich diese Denksportaufgabe mehr als gerechtfertigt.

Ich fische dann mit der Basstaper von Lee Wulf aber ein optimaler Sk für meine XP wäre von Vorteil.
Nur welchen ???

Gruß Stephan

P.S. : meine Meinung
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Vossi
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Beitrag von Vossi »

smölfen hat geschrieben:Hab ja nicht so die Ahnung vom Flifi,
:lol: :lol: :lol:

das habe ich aber schon ganz anders gehört........ :lol: :lol:



aber mal im Ernst....ist doch schon nicht ganz unwichtig, ob das Vorfach sich streckt oder nicht.....so'n Gewurschtel bildet Knoten, Knoten neigen dazu die Tragkraft einer monofilen Schnur um X Prozent zu vermindern......geht ausgerechnet jetzt eine Ü70 ans Band (von mir aus im Spülsaum - hatte ich im Februar bei Bft. 6 auflandig....also keine Ü70, aber drei U 50 ;) ), ist die Gefahr des Schnurbruchs erheblich höher, als bei intakten Vorfächern.....


aber nur rein theoretisch....weil ich hab' auch nicht deeeen Durchblick....

Mal sehen, was die Profis dazu sagen :wink:
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Gast

Beitrag von Gast »

Vossi hat geschrieben:
smölfen hat geschrieben:Hab ja nicht so die Ahnung vom Flifi,
:lol: :lol: :lol:

das habe ich aber schon ganz anders gehört........ :lol: :lol:



aber mal im Ernst....ist doch schon nicht ganz unwichtig, ob das Vorfach sich streckt oder nicht.....so'n Gewurschtel bildet Knoten, Knoten neigen dazu die Tragkraft einer monofilen Schnur um X Prozent zu vermindern......geht ausgerechnet jetzt eine Ü70 ans Band (von mir aus im Spülsaum - hatte ich im Februar bei Bft. 6 auflandig....also keine Ü70, aber drei U 50 ;) ), ist die Gefahr des Schnurbruchs erheblich höher, als bei intakten Vorfächern.....


aber nur rein theoretisch....weil ich hab' auch nicht deeeen Durchblick....

Mal sehen, was die Profis dazu sagen :wink:
Jaa, nee is klar ...

aber ich hab bei so schei.. Winden fast !! nie Knoten.

Problem ist eher, das die Fly da landet, wo auch dat ende der Flyline nen Kringel ( bei 5-6 Bft. :lol: :lol: :lol: ) macht.

Ich mach dann immer einen auf "Charles Menden" ;) :lol: , du kennst ihn von heimischen Gewässern ( Barnitz ;) ) und das funtzt.

Meistens :o ;)

Bis bald Smølfen :wink:

P.S. : Ansonsten hast du Recht - jeder Knoten schwächt dat Getackle.
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Vossi
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Beitrag von Vossi »

jetzt rede ich nicht mehr mit Dir....Charles Menden....etwa deeer Charles Menden....der in einer Woche 278 Meerforellen dahin gemeuchelt hat :o

Stephan.......so geht das nicht mehr weiter.......

wir müssen am Wasser üben...vielleicht können wir ja die ultimative Kombo zusammenstellen und Mirko sein Gebastel ersparen ;)
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Gast

Beitrag von Gast »

Vossi hat geschrieben:jetzt rede ich nicht mehr mit Dir....Charles Menden....etwa deeer Charles Menden....der in einer Woche 278 Meerforellen dahin gemeuchelt hat :o

Stephan.......so geht das nicht mehr weiter.......

wir müssen am Wasser üben...vielleicht können wir ja die ultimative Kombo zusammenstellen und Mirko sein Gebastel ersparen ;)
DABEI !!! :l: :+++:

- wird eh "verschoben" ;) :wink: ***nix wird da verschoben ...linus ;) ***

C.M. :lol:
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CDC-Dun
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Beitrag von CDC-Dun »

Hei Vossi,

versuch es mal mit einer 0,35 Vorfachspitze oder stärker, da kommt es auf einem oder zwei Knoten mehr oder weniger nicht an, und die Forellen die fressen, stören sich dann eh nicht am Vorfach und eine mit einem Schlaufenknoten angeknotet Fliege läuft immer noch gut.
Ich bin sowie so der Meinung man sollte meist nicht unter 0,30 er Fische, das aber auch erst seit 3 Jahren, weil wenn ich mal einen Fisch von 8 bis 10 Kilo dran hab, soll die Chance für eine Landung doch zumindest bei 50/50 liegen.
Nicht das ihr denkt das passiert mir regelmäßig aber einen Fisch dieser Größe hatte ich schon mal in Wurfweite, ca 8 m von mir und 3 m vom Ufer.

Grüsse

Stefan
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