Vom Winde verweht

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
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quallunaq
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Vom Winde verweht

Beitrag von quallunaq »

Moin Moin zusammen,

nachdem ich meiner letzten Nullnummer (der dritten oder vierten in Folge) für die ich dem starken Wind zumindest eine Mitschuld gebe frage ich mich wie ihr das handhabt.

Bevor ich losfahre recherchiere ich natürlich im Windfinder und beim BSH Richtung und Stärke und gleich dass dann mit meinen Lieblingsspots ab. Bis 3 ist mit der Wind zum Werfen Latte - da such ich nach Welle, Temperatur und Bauch aus. 4 bis 5 sollte schon aus der zum Werfen richtigen Richtung kommen, Abdeckung ist aber auf jeden Fall erwünscht. So, und nun wie am Sonntag: Vorhersage 5, abnehmend 4 aus der richtigen Richtung plus Abdeckung von der Steilküste. Ab ins Auto! ;)
Im Wasser wate ich schneller aus der Abdeckung als mir lieb ist und kriege gute 6 zwar nicht auf die Wurfhand aber parallel zum Strand. Wurfweite Richtung Kante der Sandbank: Fehlanzeige. :evil:

Ohne Frage war das dramatische Licht, die türkise Ostsee gegen tiefschwarzen Himmel mit Forschungsschiff dazwischen den Weg wert aber bei meinen (Roll-) Wurfkünsten hat das mit Fliegenfischen eher wenig zu tun.
Wenn ich dann wieder im Auto sitze beschliesse ich ein um's andere mal in Zukunft die Spinnrute mit 28er Kupfer im Auto zu haben um gegen den Wind eine schärfere Waffe parat zu haben, aber wenn ich das nächste Mal losfahre und die Bedingungen sind auf der Kippe werde ich sicher wieder nur die 7er mit der OptiStream dabei haben weil ich mir einrede dass es schon klappen wird. Immerhin werden meine Rollwürfe besser ....

Habt ihr bei Wind
- schweres Gerät dabei?
- bleibt zuhause und tüddelt Mücken?
- werft das Pattegrisen problemlos gegen die Böe

Lasst mal hören.

Schönen Montagabend, Boris
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SIMPLE SHRIMP
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von SIMPLE SHRIMP »

quallunaq hat geschrieben: Im Wasser wate ich schneller aus der Abdeckung als mir lieb ist und kriege gute 6 zwar nicht auf die Wurfhand aber parallel zum Strand. Wurfweite Richtung Kante der Sandbank: Fehlanzeige. :evil:
.... aber bei meinen (Roll-) Wurfkünsten hat das mit Fliegenfischen eher wenig zu tun.
.... Immerhin werden meine Rollwürfe besser ....
- werft (ihr) das Pattegrisen problemlos gegen die Böe
Hallo Boris,

bei Wind im Rücken parallel zum Ufer und mit der "richtigen" Hand kann man doch normal werfen, warum Rollwürfe? Wahrscheinlich meinst Du aber auch Switchcasts und das müßte sich in solcher Situation auch machen lassen, außer Du hast versucht nach rückwärts gegen die Böe zu werfen.

Oder ich habe alles falsch verstanden! :q:

TL :wink:
Klaus
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ernstheit
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von ernstheit »

Moin Boris,
du bist immerhin los und hast es versucht, ich habe meinen hintern nicht hochbekommen sondern habe den nur breiter gesessen :oops
Auch wenn du deine Spinnrute anscheinend nicht mehr gerne benutzt gibt es da ein wenig Abhilfe. Bastell dir einfach deine Wobbler selber http://www.leidenschaft-meerforelle.de/ ... 50&t=14525.... damit macht dann auch das Spinnfischen wieder Spass und wenn du die erste MeFo auf den Bait hast Freust dich auch tierisch... Ich laufe im Moment meistens mit Spinn & Fliegenrute am Strand rum... falls der 16:20 Fisch mal weiter draussen steht :f:
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Sundvogel
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von Sundvogel »

Hi Boris,

ich mache das genauso wie du, allerdings suche ich mir bei so starken Windvorhersagen Bereiche heraus, wo ich auch mal ganz flott den Platz wechseln kann. Zudem freue ich mich dann darüber, dass ich keine Vollleine fische, sondern mal schnell und unkompliziert meine Keulenlänge und das Keulengewicht dem Wind anpassen kann.

Gruß Uli
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Kystefisker
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von Kystefisker »

....... also ich gehe ja gerne erst bei +5bft. los, von Links kommende Fische ich schon mal bis Stärke 7, mit Wind von Rechts und der Anwesenheit von Fischen eben mit Beach Cast, das mache ich zur Not auch den ganzen Tag wenn es Erfolg bringt.

Hatte letzte Woche aber auch das "Pech" die ganze Woche den Wind aus der für mich "falschen" Richtung zu haben, ich hab zwar trotzdem diverse Stunden mit der Fliege gefischt und davon mehr Beach Cast als "Normal" geworfen aber da waren die Fische zum Großteil eh sehr Weit draußen.

Sollte der Wind schon als Heftig angekündigt werden nehme ich statt der 7er Z-Axis dann gerne meine 9er Scott mit'ner schwereren Schnur (300grain) oder eine RPLXi in #8, die ist noch'n büschen Strammer und geht für mich im Wind noch etwas besser.


Bleibt dann entweder die schönen Stunden am Wasser zu Genießen und als Nixfänger den Heimweg anzutreten oder eben die Spinnrute auszupacken, würde ohne zB. nie in Urlaub fahren und arum nicht eine Spinnflitze als Backup ins Auto legen wenn man eine hat.... ?

Ich gehe mal davon aus hast die Rechte als Rutenhand, der Wind kam auch aus dieser Richtung weil ja Parallel zum Strand oder Verstehe ich da auch was Falsch.... ?

Und bei Wind schwerere Fliegen benutze ich auch nicht, das macht das Werfen nur noch Schwieriger.... !

Fazit bis ich wegen Wind Zuhause bleibe muß das schon richtig Digge kommen, ich hab aber auch'n weiten Weg und "muß" los, hilft ja Nix aber meine schönsten Fische habe ich bei Wind und Wellen gefangen wo andere wohl nicht losgezogen wären.

Einfach Beach Cast üben oder die Spinnrute einpacken............... ;) "kf"
"....ja KI,......deine Mudder KI....!"
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NautiChris
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von NautiChris »

Ich sehe immer zu, dass ich den Wind auf die Wurfhand bekomme, bin Rechtshänder und der Wind muss von links kommen. Ist aber auch erst mein zweites Jahr jetzt mit der Fliegenrute, habe so auch schon meine ersten Meerforellen gefangen. Gegen den Wind werfe ich nur selten und wenn ja bei leisem Lüftchen. Bis 5ms langt mir meine 6er und bei mehr Wind greife ich zur 8er, denn aber jeweils mit der Intemediatschnur.
Wind, soll er doch kommen :+++:
Die Z Axis ist wie der Besen einer Hexe, erst wenn du richtig sitzt, kannst du mit ihm fliegen.
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quallunaq
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von quallunaq »

SIMPLE SHRIMP hat geschrieben:Oder ich habe alles falsch verstanden! :q:
Moin Klaus,

eigentlich nicht, der Wind war nur so stark dass ich die Fliege nicht mehr als ca. 45 Grad (relativ zum Küstenverlauf) nach vorne oder hinten bekommen habe. Die 5 - 8 Meter Leine in der Luft vorm schiessen sind mir einfach zur Seite weggeweht. Dann hab ich mich mit dem Rücken etwas in den Wind gedreht und eben versucht mit Rollwürfen etwas auf Distanz zu kommen. Rückschwung in den Wind war chancenlos und aber bis zur Kante der Sandbank fehlten eben noch ein paar Meter und ich stippte schon mit den Ellenbogen die ganze Zeit im Wasser.
ernstheit hat geschrieben:Bastel dir einfach deine Wobbler selber http://www.leidenschaft-meerforelle.de/ ... 50&t=14525.... damit macht dann auch das Spinnfischen wieder Spass und wenn du die erste MeFo auf den Bait hast Freust dich auch tierisch...
da hab ich auch schon reingeschmökert. Das sieht gut aus!

Grüsse Boris
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Roksan
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von Roksan »

Hallo Boris,

das wichtigste ist: nicht entmutigen lassen und weiter kämpfen :+++:
Mit der Zeit wirfst Du besser und kommst gegen den Wind und bei stärkerem Wind viel besser klar, lass die Spinnrute zu Hause !

Bei Gegenwind hilft es sich seitlich leicht eindrehen um dann leicht schräg mit- oder gegen den Wind zu werfen. Als Rechtshänder bei Gegenwind leicht nach rechts drehen, damit der Wind dann nicht mehr frontal sondern von links vorne kommt.

Bei viel Wind wirft sich ein kurzer, schwerer Schusskopf angenehmer und ich habe für sehr viel Wind so einen immer in der Jacke (Vorfach kürzen kann zusätzlich helfen).

Die Fische können bei auflandigem Wind auch sehr nah unter Land sein, ich habe schon Fische gefangen obwohl ich nur "zwei-drei" Züge strippen konnte.

dran glauben - kämpfen - durchhalten :zsch:


Viele Grüsse Alex :wink:

p.s. bei viel Wind brauchst Du auch eine viel höhere Schnurgeschwindigkeit, ich erreiche die dann besser wenn ich nicht bis zum Ellenbogen im Wasser stehe und werfe dann auch weiter.
Beschwerte Fliegen haben für mich auch bei Wind einen Vorteil, ich bekomme das Vorfach besser gestreckt, aber jeder so wie es für ihn am besten ist.
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quallunaq
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von quallunaq »

Danke, Danke. Ich bleib sicher dran - das schwere Fliegen und lange Vorfächer nicht gut in den Wind wollen belegen meine empirischen Studien mittlerweile auch :grin:

Mit meiner 7er VXP ist bei mir das obere Ende erreicht was die "Big Guns" angeht und Mit Schussköpfen habe ich bisher gar keine Erfahrung. Zischen die wirklich so irre los?

Oh bitte nicht schon wieder mit neuem Equipment liebäugeln :oops obwohl ich bei (viel) Wind gerne losziehe. Ich mag's wenn's kachelt

@ Alex: Vielleicht wäre ich am WE am besten zu euch in die "Abdeckung" auf den Sportplatz gekommen! :wink:

Tight Lines Boris
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quallunaq
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von quallunaq »

Kystefisker hat geschrieben: ... Einfach Beach Cast üben oder die Spinnrute einpacken............... ;) "kf"
In's Auto kommt sie auf alle Fälle. Eine Ausrede weniger :roll:

Beach Cast muss ich dann wohl mal recherchieren - der sagt mir in derTat bislang noch nix :q:

Danke euch, Boris
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von Sundvogel »

Beachcast heißt, dass du in Richtung Strand verlängerst und rückwärts schießen lässt. Wenn der Wind auf der Wurfhand steht, dann kann man so annähernd genauso weit werfen wie sonst auch.
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Roksan
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von Roksan »

quallunaq hat geschrieben:Danke, Danke. Ich bleib sicher dran - das schwere Fliegen und lange Vorfächer nicht gut in den Wind wollen belegen meine empirischen Studien mittlerweile auch :grin:

Mit meiner 7er VXP ist bei mir das obere Ende erreicht was die "Big Guns" angeht und Mit Schussköpfen habe ich bisher gar keine Erfahrung. Zischen die wirklich so irre los?

Oh bitte nicht schon wieder mit neuem Equipment liebäugeln :oops obwohl ich bei (viel) Wind gerne losziehe. Ich mag's wenn's kachelt

@ Alex: Vielleicht wäre ich am WE am besten zu euch in die "Abdeckung" auf den Sportplatz gekommen! :wink:

Tight Lines Boris
Hey Boris,

eine WF mit schwerer kurzer Keule und dünner Runningline (im Vergleich zu der die Du sonst fischt) hilft genauso.
Ein Schusskopf ist vereinfacht gesagt lediglich die Keule einer WF, wenn ich den SK mit einer Runningline fest verbinde (z.B. schweissen) habe ich im Prinzip eine WF.
Schussköpfe kann ich schneller wechseln als eine WF (da ich nur den Kopf und nicht eine ganze Schnur wechseln muss) und ein SK benötigt in der Jacke kaum Platz im Verhältnis zu einer E-Spule.

Wenn Du am WE wieder eine "Abdeckung" brauchst... findest Du uns wieder auf dem Sportplatz ! ;)

Gruss Alex
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quallunaq
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von quallunaq »

Sundvogel hat geschrieben:Beachcast heißt, dass du in Richtung Strand verlängerst und rückwärts schießen lässt. Wenn der Wind auf der Wurfhand steht, dann kann man so annähernd genauso weit werfen wie sonst auch.
... Und dann mit der ganzen Leine noch den Vorschwung? Sorry wenn ich doof frage!

Ich glaub ich muss zum Sportplatz :grin:

Grüsse Boris
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Sundvogel
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von Sundvogel »

quallunaq hat geschrieben:
Sundvogel hat geschrieben:Beachcast heißt, dass du in Richtung Strand verlängerst und rückwärts schießen lässt. Wenn der Wind auf der Wurfhand steht, dann kann man so annähernd genauso weit werfen wie sonst auch.
... Und dann mit der ganzen Leine noch den Vorschwung? Sorry wenn ich doof frage!

Ich glaub ich muss zum Sportplatz :grin:

Grüsse Boris
Klar mit der ganzen Leine. Bei weniger Wind mit einem längeren Kopf bei stärkerem eben kürzer. Bei starkem Wind seitlich von hinten auf die Wurfhand finde ich Beach Casten eigentlich ganz gut, weil ich dann meine Schnur im Gegenwind sehe und besser korrigieren kann.

Sportplatz ist immer gut.
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Roksan
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Re: Vom Winde verweht

Beitrag von Roksan »

quallunaq hat geschrieben:
Sundvogel hat geschrieben:Beachcast heißt, dass du in Richtung Strand verlängerst und rückwärts schießen lässt. Wenn der Wind auf der Wurfhand steht, dann kann man so annähernd genauso weit werfen wie sonst auch.
... Und dann mit der ganzen Leine noch den Vorschwung? Sorry wenn ich doof frage!

Ich glaub ich muss zum Sportplatz :grin:

Grüsse Boris
:+++: :+++: :+++:

Das Hauptgewicht einer Fliegenschnur liegt in der Keule, diese geht nahtlos in die Runningline über. Die Keule transportiert unsere Fliege und zieht nach dem "schiessen" lassen Runningline hinterher. Die gesamte Keule sollte daher "aus" der Rute sein, der Teil vom Ende der Keule bis zum Spitzenring ist der sogenannte Überhang. Ist der Überhang zu gross kann die "Schnur" (Keule + Überhang) nicht mehr sauber in der Luft geführt werden. Dies ist vom eigenen Wurfvermögen abhängig, gute Technik erlaubt einen grösseren Überhang.

Der Schusskopf ist im Prinzip die Keule und sollte daher ebenfalls komplett aus der Rute sein. Verwende ich einen Schusskopf in Verbindung mit einer sehr dünnen RL (z.B. Mono) ist es viel schwieriger einen Überhang in der Luft zu führen weil die dünne RL viel weniger Masse / Gegengewicht zum SK hat.

Grüsse Alex

p.s. befindet sich noch ein Teil der Keule oder des SK in der Rute "schiesst" es nicht, da zuviel Gewicht noch "in" der Rute ist
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