Taugt meine Kombi für die Küste?

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
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Freund-DK
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Taugt meine Kombi für die Küste?

Beitrag von Freund-DK »

So moin erst mal,

wie ihr seht der este Eintrag nach meiner Vorstellung und dann direkt eine Frage. Tja so bin ich ;).

bin ein Neuling in der Fliegenwelt und war beim örtlichen Angelladen und hab dem netten Herrn erklärt was ich möchte. Und zwar:

Eine Fliegenrute zum Meerforellenangen aber sie sollte auch mal an einem Fluß (in meinem Fall war es die Sieg) funktionieren (was auch gut geklappt hat). Aber am Meer hatte ich dann doch so meine Probleme.


-> ach so ich wollte kein Vermögen ausgeben.


So nach dem üben am Fluss und ein paar schönen Forellchen ging es im Herbst nach Dänemark.

Da fingen die ersten leichten Probleme an und arteten aus bis zum absoluten Salat und zur Selbstzerstümmelung mit der Fliege.

Jetzt bekomme ich bei dem geringsten Wind Schweißausbrüche und greif zum Blech. (Wind ist immer da und deshalb ist sie bis jetzt nicht mehr zum Einsatz gekommen)



Und wie Ihr wißt -> DAS KANN ES DOCH NICHT SEIN BLECH IST KEINE ALTERNATIVE



Also da man euch ja hier jegliche Firmenbezeichnungen um die Ohren hauen kann (Respekt dafür) und ihr wisst wie der Stock, die Rolle, oder die Schnur aussieht und funktioniert, mein kleiner Hilferuf.

Also das bekam ich verkauft:

Ron Thomson Sandborn Fly 9Ft 6/7
Orvis Rocky Mountain Turbine III
Orvis WF-7-F DT in beige.

Ich befürchte die Schnur taugt einfach nicht als DT für die Küste, aber ihr seid die Fachwelt.

In diesem Sinne schonmal Danke

MfG Baddy (hatten wir uns ja drauf geeinigt)
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Dornhai
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Beitrag von Dornhai »

Hallo Freund DK!
Ich kenne zwar die Rute nicht und was sie bewältigen kann aber vieleicht besorgst Du Dir noch eine WF Schnur in Klasse 8.
Gruß Steffen
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Ralph Hertling
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Beitrag von Ralph Hertling »

Moin!

Wenn Du sagst, es wäre eine DT, dann ist es wohl eine DT, selbst wenn die Bezeichnung auch eine WF als naheliegend erscheinen läßt.
Eine DT ist sicher suboptimal für die Kyste bei Wind. Ich will nicht sagen dass es nicht geht, aber insebesondere als wohl auch Wurfneuling wirst Du damit eher nicht problemlos auf Weite kommen. Dafür wäre eine WF schon mal SEHR viel besser, grundsätzlich jetzt.

Was die Rute anbelangt kenne ich sie nicht, aber vermute, dass sie erschwerend nicht so wirklich wahnsinnig schnell ist. Das ist für den Bach kein Makel sondern eher nur persönliche Vorliebe oder nicht, aber an der Kyste sollte die Leine wirklich einfach höher zu beschleunigen sein damit sie "fliegen" kann. Es kann also sein dass Deine Rute ebenfalls suboptimal ist, muß aber nicht.

Trotzdem sind dies alles keine Gründe um mit diesem Gerät keine Meerforelle fangen zu können. Wenn man damit umzugehen weiß würde es sicher trotzdem gehen.
Und dies ist es worauf ich hinaus will:
Es ist am wahrscheinlichsten Deine Wurftechnik die Dich am meisten frustiert. Zumal der Wind manchmal oft aus der für den Wurfarm "falschen" Richtung weht.
Das kann man aber alles lernen. Da es, wie so oft, alleine am schwierigsten und langwierigsten ist sich hierbei zu entwickeln würde ich Dir professionelle Hilfe empfehlen, oder zumindest von Jemandem der es wirklich gut kann UND auch vermitteln kann!

Meine Lösung für Dich:
1. KÜSTENwurfkurs;
2. passendere Leine;
3. Schnurkorb erwerben, wenn nicht schon geschehen;
4. schnelle salzwassertaugliche Kystenrute in Klasse 7 und 9 Fuß.

Alles was ich vergessen habe zu sagen werden die anderen Jungs und Mädels hier im Forum sicher noch dazu schreiben. :-)
TL
Ralph
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janw
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Beitrag von janw »

Hallo Freund DK,

ich denke auch, daß das Problem wahrscheinlich an der DT-Schnur liegt. Eine WF (weight forward)- Schnur ist bei den windigen Verhältnissen an der Küste einfach besser zu handhaben. Wobei Du schauen mußt, welche Schnur und vorallem auch in welcher Schnurklasse, zu Deiner Rute passt. Dem Tip von Dornhai (sorry) mit der Schnurklasse 8, würde ich so pauschal nicht folgen. Unter Umständen wird Deine Rute damit überlastet.
Wichtig zu wissen und immer wieder heiss diskutiert bei der Schnurfage ist nämlich, daß es zwar so etwas wie eine offizielle Klassifizierung hierfür gibt (AFTMA), die Hersteller aber meist erheblich davon abweichen - warum auch immer.
Suche Dir einen (kompetenten) Händler und lass Dich beraten und versuche die Gelegenheit zu finden, die Schnur auf Deiner Rute vorm Kauf auszuprobieren.

:wink:
LG Jan
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SIMPLE SHRIMP
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Re: Taugt meine Kombi für die Küste?

Beitrag von SIMPLE SHRIMP »

Baddy hat geschrieben:Also das bekam ich verkauft:

Ron Thomson Sandborn Fly 9Ft 6/7
Orvis Rocky Mountain Turbine III
Orvis WF-7-F DT in beige.

Ich befürchte die Schnur taugt einfach nicht als DT für die Küste, aber ihr seid die Fachwelt.
Hallo Baddy,

Ralph hat das Wesentliche schon gesagt und sollte es wirklich eine DT-Schnur sein, müsste sie vom Gewicht her zu gebrauchen sein. Man kann zwei Schussköpfe daraus machen, einen so um 10 Meter lang mit dem Idealgewicht für die Küste und die längere Restseite als Longbellykopf für den Bach. Brauchst dann noch eine gute Runningline.

Gruß
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Freund-DK
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Beitrag von Freund-DK »

Danke für die schnellen und ausführlichen Antworten. Es ist definitiv eine DT hab wohl beim Copy&Paste`n was verrafft.

Ich denke der Tipp mit dem zerschneiden ist ´ne gute Idee.

Was wäre denn eine gute Runningline.

Sobald ich richtig im Norden angekommen bin werde ich mich auf die Suche nach einem Küsten-Wurf-Kurs machen.

Oder vielleicht finden sich ja hier auch Leute mit dennen man mal losziehen kann.

Bis dahin vertrau ich auf die alte Regel des Anfängerglücks :+f: oder nimm die Blechschleuder.

also Besten Dank soweit.
barschfliege
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Beitrag von barschfliege »

Hallo,
ich finde grundsätzlich gegen eine Combo der Klasse 6 oder 7 ist nichts einzuwenden. Und ob die Rute jetzt schnell oder mittelschnell ist, ist sicher auch nicht die alles entscheidende Frage. Auch mit einer mittelschnellen Rute der Klasse 6 kann man Meerforellenfliegen in mehr als 20 m Entfernung sauber ablegen. Wenn Du dich mit der Rute wohl fühlst, wird allerhöchsten kräftiger Wind schwierig. Ich kenne auch Leute, die eine 5er Rute mit 6er Schnur fischen, die können aber sehr sauber werfen.
Mach Dir nicht zu sehr einen Kopf, probiers halt aus.
Gruß,
Martin
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Fliegenjeck
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Beitrag von Fliegenjeck »

Hallöchen Freund DK,
den Wurfkurs würde ich schon vorher buchen,denn wenn du einmal da oben bist bekommst du vielleicht keinen mehr oder es gibt unter Umständen keinen !
Bevor du weiteres Geld aus der bekannten Öffnung wirfst,würde ich mir mal einen ausgucken der in deiner Gegend wohnt und der die Combo mal unter die Lupe nimmt,das dürfte wahrscheinlich eher zum Erfolg führen als jetzt loszulaufen und das nächste Geldgrab zu suchen.
Eigentlich gibt es nur wenige Gründe warum es nicht funktioniert:
Falsche Schnur zur Rute oder falsche Technik....Vielleicht noch Vorfach zu lang/ Kurz, Fliege zu schwer ....
Mfg Nobby...
Ich bin ein (H)optimist. Diese glauben, das durch ein homebrew sich alles verbessert... :+grin:
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laverda
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Beitrag von laverda »

Hi Freund-DK,
bei einer 6/7 Rute min 8er WF vielleicht sogar 9er.
Eine 6/7er hat um die 18gr Schussgewicht, das Gewicht einer 10m Keule einer 8er beträgt um die 15gr, die einer 9er um 18gr.
Ich fische eine Rute mit knapp 15gr Schussgewicht (eigentlich 5er) mit einer 8er mit 9m Keule. Die ging die letzten Wochen in DK auch bei Wind richtig gut.
Eine WF ist doch nichts anderes als ein "fester" Schusskopf und da heißt es ja auch immer wieder 1-2Klassen höher als angebliche "Rutenklasse".
Ruten werfen eben Masse und nicht Klasse.

Gruß vom platten Niederrhein
Fliegenruten werfen Masse...............nicht Klasse
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Polar-Magnus
Eigentlich war ich's nicht...
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Beitrag von Polar-Magnus »

Hallo laverda,

ich fürchte an dieser Stelle bin ich nicht ganz Deiner Meinung.

Auf alle Fälle halte ich es für kritisch, einem Anfänger für einen vorhandene Rute, auf der
#6/7 steht ungeworfen eine WF9 Schnur zu empfehlen :-no: .

Das man Ruten vllt. besser mit Wurfgewichten denn mit Klassen kennzeichnen sollte ist hinreichend diskutiert worden.
Ich würde von einer echten 7er aber ungefähr ideale Keulengewichte im Bereich 16/17 Gramm (evtl. 18g) erwarten.
Eine 9er WF dürfte hoch wahrscheinlich ein Keulengewicht jenseits der 20g haben und da wird es dann
doch etwas eng mit der 6/7er, zumahl man solche Keulengewichte an der Ostsee ja nicht sehr häufig benötigt ;) .

Gruß,

Ingo :wink:
Ein Fliegenfischer ist manchmal glücklich, aber nie wunschlos.

Du bestimmst das Ziel, du bestimmst den Weg und du bestimmst die Regeln. Es ist dein Spiel, dein Leben.
Zitat von gonefishing aus seinem sagenhaften Patagonien Reisebericht.
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H.v.d.3Larsen
Im Süden vom echten Norden!
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Beitrag von H.v.d.3Larsen »

Hi Baddy,

was Ralph Hertling schreibt passt schon!:+++:

Die Rolle ist ok.
Die Rute ist ok. (Wenn es die Ron Thomsen ist die ein guter Freund von mir fischt!)


Als Schnur würd ich eine passende WF wählen!

Müßte aber erst ausprobiert werden! (Als Kombi testen!)

Als Anfänger würde ich nicht mit einem Schußkopf anfangen!

Erst länger mit einer WF fischen und wenn alles passt, dann kann man ein Schußkopf nehmen!

Daher lass dir das Werfen von einem ehr gutem Fliegenfischer oder in einem Kurs beibringen!

Dann hast du auch Freude beim Werfen! ( Auch wenn mal eine steife Briese weht!)
Gruß
Lars H.

__________________________________________
Das Meer ist kein Forellenpuff, daher achte auf nachhaltige Fischerei!
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laverda
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Beitrag von laverda »

Hi Polar Magnus,
tja, das alte Problem mit den Schnurbezeichnungen. Du erwartest genau wie ich, dass die Ruite um die 17/18gr Schussgewicht braucht. Schussgewicht ist in etwa Keulengewicht bei der WF. Gemäß Klasseneinteilung hat eine 8er Schnur um die 14/15 gr auf 9,14m. Gehen wir von einer gut 9m langen Keule aus, haben wir eben genau diese etwa 15gr. Ist die Keule etwas länger und nehmen wir das Taper dazu max 17gr auf rund 11 m.
Ergo passt das zur 6/7er Rute. Überlastet ist die damit garantiert nicht und die Schnur schießt und zieht deutlicher spürbar.

Gerade für etwas ungeübtere Werfer ist eine schwerere Schnur besser zu händeln. (Ich spreche aus leidvoller Erfahrung) Ob eine 9er passt, muss man austesten, die 8er geht auf alle Fälle. Wie gesagt ich werfe meine "5/6er" mit einer 8er Schnur (die hat aber auch ein nettes Rückgrat).
Einzige wirklich Unbekannte ist die Rute selbst. Ich habe bei meinen Messungen z.B. in der "Klasse" 5/6 von der schnellen "3er" bis zur lahmen "8er" alles gefunden.

Ist noch gar nicht lange her, da gabs einen halbwegs stimmigen Beitrag zu Ruten und Schnurklassen in der "Fliegenfischen". (ich meine, es war die vorletzte Ausgabe)

Auf alle Fälle sollte DK-Freund ein paar Schnüre werfen und keine Angst davor haben, auch schwerere Schnüre zu testen. Nicht einfach 7er Schnur kaufen, weil 7 auf der Rute steht!!!! Oft gehen andere viel besser.

Gruß vom platten Niederrhein
Fliegenruten werfen Masse...............nicht Klasse
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SIMPLE SHRIMP
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Beitrag von SIMPLE SHRIMP »

H.v.d.3Larsen hat geschrieben:Als Schnur würd ich eine passende WF wählen! ----- Müßte aber erst ausprobiert werden! (Als Kombi testen!)

Als Anfänger würde ich nicht mit einem Schußkopf anfangen! ----- Erst länger mit einer WF fischen und wenn alles passt, dann kann man ein Schußkopf nehmen!
Hallo Lars und Baddy,

aus den vorausgehenden Posts kann man erahnen wie schwierig es sein und wie teuer es werden kann, bis man die passende Schnur gefunden hat. Deshalb bleibe ich bei der Empfehlung, die 7er DT Schnur, die schon gekauft ist, auf Verwendungsmöglichkeit zu testen.

Man probiert beim Werfen aus, ob es bei dieser Schnur eine Länge gibt mit der die Rute gut arbeitet. Dann hätte man schon mal einen Anhalt für ein passendes Wurfgewicht. Wenn man sicher ist, dass die Länge außerhalb des Spitzenrings sich gut werfen lässt, würde ich von der DT dieses Stück abschneiden und es als Schusskopf verwenden, eventuell mit einer festangespleissten Runningline. (> Stumpfspleissen) Solche Leine wäre einer WF-Schnur nicht unähnlich, hätte den Vorteil des passenden Gewichts und ist meiner Meinung nach möglicherweise die billigere Lösung, es sei denn die vorhandene DT läßt sich verkaufen oder tauschen.

Als Anmerkung: Ich sehe bis auf das Reartaper keine Unterschiede zwischen WF-Leinen und Schussköpfen und habe auf den Rollen für Anfänger alle Leinenmodelle und alle lernen problemlos damit umzugehen.

Gruß
Klaus
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Barramundi
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Beitrag von Barramundi »

laverda hat geschrieben:Hi Polar Magnus,
tja, das alte Problem mit den Schnurbezeichnungen. Du erwartest genau wie ich, dass die Ruite um die 17/18gr Schussgewicht braucht. Schussgewicht ist in etwa Keulengewicht bei der WF. Gemäß Klasseneinteilung hat eine 8er Schnur um die 14/15 gr auf 9,14m. Gehen wir von einer gut 9m langen Keule aus, haben wir eben genau diese etwa 15gr. Ist die Keule etwas länger und nehmen wir das Taper dazu max 17gr auf rund 11 m.
Ergo passt das zur 6/7er Rute. Überlastet ist die damit garantiert nicht und die Schnur schießt und zieht deutlicher spürbar.
Also entweder versteh ich das falsch, oder da liegt ein Denkfehler vor. Richtig ist das angegebene Schnurgewicht laut Aftma. Falsch ist, dass eine 9m lange achter Keule 15g hat. Wenn es eine Kurzkeule ist (und das ist bei 9m der Fall), dann kann man davon ausgehen, dass die ca. 18g hat. Oder die Keule ist "normal" lang, dann hat sie ebenfalls ca. 17-18g, allerdings auf etwa 10,5 m verteilt. Oder es ist eine Longbelly, dann hat sie ebenfalls ca 18g, aber auf noch mehr Länge verteilt. Wenn ich also eine "normale" 8er WF nehme und sie nach 9m abschneide, um einen Schusskopf draus zu basteln, dann passt wahrscheinlich das Gewicht, allerdings hab ich dann eben auch nicht die ganze Keule verwendet.
Ich würde auch eher dazu tendieren, eine 7er WF-Schnur mit ca. 16/17g zu nehmen und sie als Vollschnur zu verwenden.
Wenn man sich allerdings Fehlkäufe ersparen will, dann hilft nur eine Händler, bei dem man verschiedene Schnüre auf der Rute werfen kann, da es immer möglich ist, dass die 6/7er Rute eigentlich eine 8er ist. Natürlich kannst Du auch die DT erstmal an der Küste probieren. Damit macht man sich aber bei ein wenig mehr Wind eher das Leben schwer, zumal die meisten DT-Schnüre eher ein längeres Fronttaper haben und somit größere Fliegen bei Wind eher mäßig transportieren.

Gruß

Florian
Water is the origin of life. Thus it is the most important element on earth. Lets take care.
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laverda
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Beitrag von laverda »

Hi Barramudi,
eine 8er WF hat laut Klasseneinteilung um die 14gr auf 9m EGAL wie lang die Keule (oder Front-Taper) ist. Das ist eben der große Knackpunkt dieser antiquarischen "Klassengesellschaft". Ab 9,14m könnte ich eine 0,25mm Monofile oder einen Ankertampen drantüddeln, es bleibt bei ein und derselben Schnurklasse.
Daher weiß man nie genau, welche Masse die gesamte Keule hat, sofern die länger als 9m ist. Eine Schnur mit 18gr auf den ersten ~9m entspricht einer 10er !!!!!! Schnur.
Wenn also ~10m Schnur meine normale Länge sind (9m Keule + Fronttaper), die ich in der Luft halte und bei der ich die Schnur schießen lasse, brauche ich bei einer Rute mit 17gr (üblicherweise als 6/7er bezeichnet) tatsächlichem Schussgewicht min eine 8er WF Schnur.
Bei einer 7er Schnur brauchst du rund 13m, um die 18gr zu erreichen und warum mühseelig 13m Schnur in der Luft halten, bevor man schießen lässt, zumal an der windigen See als etwas ungeübter bei 13m nix mehr schießt.
Falls jermand etwas mehr über die Grundlagen dazu und zur Bestimmung von Ruten (Aktion und Schussgewicht) erfahren möchte, empfehle ich die Homepage von Theo Matschewski (Solitip.de) mit seiner Rutendatenbank in EXCEL und auch auf meiner (flyran.de) ist aus physikalisch-technischer Sicht einiges recht ausführlich zusammengestellt (Downloads MS-WORD und MS-EXCEL Dateien).

Gruß vom platten Niederrhein
Zuletzt geändert von laverda am 30.08.2010, 14:08, insgesamt 2-mal geändert.
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