Hallo Klaus, da spricht die Erfahrung.
Ich gehöre allerdings auch zu den "Umwicklern" von monofilen Schnurseelen und das bereute ich bisher nicht.
Die Schlaufen mache ich etwa einen Zentimeter groß, knicke das Mono um und drücke die letzten Millimeter des Endstückes mit einer Flachzange etwas platt, ähnlich wie am Kiel von Garnelenaugen. Das Endstück des Monos endet nach dem Knicken exakt am Beginn des Coatings, da kann einfach nix mehr rutschen.
Dann folgt mit Uni-Mono eine erste Grundwicklung, welche nun mit Sekundenkleber getränkt wird. Die spätere "harte Stelle" durch den Kleber beträgt gerade mal 3-4 mm und macht sich im Wurf selten bemerkbar.
Auf etwa 5 mm folgt nun eine zweite sehr stramme Fadenwicklung, wieder mit Uni-Mono und diese erhält wieder einen ganz kleinen Tropfen Sekundenkleber und wird danach mit Aquasure versiegelt, etwas auf das Coating und ganz dünn an der Schlaufe, um die Mono-Seele etwas mehr zu schützen. Das Wechseln mit der geflochtenen Schlaufe der Running Line fällt so auch leichter.
Nach dem Trocknen unterziehe ich meine Schlaufen einem Zugtest bis 9 Kilo mittels einer Federwaage, der Kopf bleibt dabei etwa eine halbe Stunde unter Last eingespannt. Haben die Schlaufen dies geschafft, dürfen sie in die Weste und bislang gab es keinen Schnurbruch.
