"knotenlose" Wirbel

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Spinnfischen ausdiskutiert werden.
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baltictrout
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"knotenlose" Wirbel

Beitrag von baltictrout »

Moin Moin,
nachdem ich es in den letzten Wochen öfter schaffe, mal ans Wasser zu kommen, taucht ein Ereignis regelmäßiger auf, das ich als leicht störend empfinde: :cry:

Nachdem ich an meine 0.12 Fireline einen neuen knotenlosen Wirbel angetüdelt hab, da dauert es so ca. 50 - 80 Würfe, bis sich mein Köder, heute war es mein Liblingsspöket, mit einem leichten Knall in der Schnur verabschiedet und gen Horizont fliegt.
Das Schnurende ist dann etwas faserig und farblos (bei dunkler Fireline).
Das empfinde ich als etwas nervig, ausserdem gehts auf Dauer ziemlich ins Geld. :evil:
Anfangs dachte ich ja noch, es läge an meinen Würfen (zu kraftvoll, Rute verkantet o.ä.)
Wer hat ähnliches erlebt? Wer kennt Abhilfe?
Mir fallen ad hoc 2 Möglichkeiten ein:
- einen oder zwei Meter Monofile vorweg
- ab und zu den Wirbel neu antüdeln, was ich auch ziemlich nervig finde.

Oder mache ich irgendetwas augenscheinlich verkehrt?

Danke schon mal,
viele Grüße,
Niels
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Fynn_sh
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Beitrag von Fynn_sh »

Ich tippe mal du sprichst von knotenlos Verbindern, oder?

Wenn ja, hört es sich für mich so an, als ob du zu viele Wicklungen um den No Knot machst.
Es dürfen sich keine Wicklungen überlappen, sonst schneidet sich die Schnur selber ein.

5-6 NEBENEINANDERLIEGENDE Wicklungen auf dem No Knot reichen i.d.R. aus und holen das Optimum an Tragkraft raus ;)
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
:ironie:
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Niels,

hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich dir rate, gleich auf komplett monofile Schnur umzusteigen. Ich habe die besseren Fangchancen über 3 Monate "wissenschaftlich" getestet. War jeden Tag mit geflochtener Schnur Fischen. Mein Kumpel mit Monofiler. Er hat ca. 80% mehr Fisch gefangen. Als ich dann auf Monofile gewechselt habe, fing ich dann die gleiche Menge an Mefos. So ganz blöd scheinen die Mefos also nicht zu sein :oops

Falls du weiter mit Geflochtener Fischen willst, kann ich dir nur empfehlen, zumindest die ersten Meter Monofile "vorzuschalten" :!:

In beiden Fällen, wirst du jedenfalls dein derzeitiges Problem los :wink:

Schönen Gruß, Dennis
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Tante Torge
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Re: "knotenlose" Wirbel

Beitrag von Tante Torge »

baltictrout hat geschrieben:Oder mache ich irgendetwas augenscheinlich verkehrt?
Ich schlage diese Variante vor. Ich weiß zwar nicht welche Knotlosverbinder du benutzt, ich jedenfalls habe absolut keine schlechten Erfahrung mit den Wirbeln, wie auch mit den "lütten Drähten" gemacht. meist verlor ich meine Blinker durch:

1. Hänger, Kraut ist härter als man denkt (zu 90%)
2. Hakenöhr am Blank, Leine vertüddelt, ziemlich kurz und schmerzloses knall und peng...(zu 7%)
3. wirklicher Verschleiß, wenn man nicht kontrolliert und aufpasst, selber schuld (2,99%)
4. Schwan, den Viechern ist das egal wie du was wie teuer angeknotet hast, die fliegen einfach weiter.. (0,01%)
"...und wenn du die Auflaufbremse an der Zweiendrigen Einhand nicht exakt auf 37Nm eingestellt hast, dann kann son 60er Umsteiger dir schonmal den Tag versauen...."
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baltictrout
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Beitrag von baltictrout »

Meerforellenschnapper hat geschrieben:
hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich dir rate, gleich auf komplett monofile Schnur umzusteigen.
Falls du weiter mit Geflochtener Fischen willst, kann ich dir nur empfehlen, zumindest die ersten Meter Monofile "vorzuschalten" :!:

In beiden Fällen, wirst du jedenfalls dein derzeitiges Problem los :wink:

Schönen Gruß, Dennis
Hi Dennis,
natürlich bin ich Dir nicht böse :grin:
Bin grade dabei, die Monofile "vorzuschalten"!
Danke!
seatrout61
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Beitrag von seatrout61 »

Seitdem mir mal ein Blinker vor die Füße gefallen ist, weil die glatte Schnur rausgerutscht ist wickel ich die Schnur zweimal,
so das sie übereinander liegt und sich unter Zug selbst sichert. Nie wieder Probleme gehabt.
TL Seatrout61

Klassiker: Mörre Silda - Eitz - Eitz Fly - Hansen Flash - Hansen Fight - Snaps - Gladsax...und immer ne handbreit Wasser in der Watbüx...
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baltictrout
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Re: "knotenlose" Wirbel

Beitrag von baltictrout »

Tante Torge hat geschrieben:
baltictrout hat geschrieben:Oder mache ich irgendetwas augenscheinlich verkehrt?
Ich schlage diese Variante vor. Ich weiß zwar nicht welche Knotlosverbinder du benutzt, ich jedenfalls habe absolut keine schlechten Erfahrung mit den Wirbeln, wie auch mit den "lütten Drähten" gemacht. meist verlor ich meine Blinker durch:

1. Hänger, Kraut ist härter als man denkt (zu 90%)
2. Hakenöhr am Blank, Leine vertüddelt, ziemlich kurz und schmerzloses knall und peng...(zu 7%)
3. wirklicher Verschleiß, wenn man nicht kontrolliert und aufpasst, selber schuld (2,99%)
4. Schwan, den Viechern ist das egal wie du was wie teuer angeknotet hast, die fliegen einfach weiter.. (0,01%)
Äh, welche Variante?
ich hab schon drauf geachtet, die Wicklung akurat nebeneinander zu machen, bei sowas bist du als Mediziner gewissenhaft :lol:
Das mit dem Kraut glaube ich Dir sofort, da habe ich auch schon ab und an nen Köder verloren, allerdings nicht mehr in letzter Zeit. Da haben die Biester sich echt im Flug verabschiedet...
Danke Dir!
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Tante Torge
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Beitrag von Tante Torge »

was ich gerade überlesen habe,
Nachdem ich an meine 0.12 Fireline einen neuen knotenlosen Wirbel angetüdelt hab, da dauert es so ca. 50 - 80 Würfe, bis sich mein Köder, heute war es mein Liblingsspöket, mit einem leichten Knall in der Schnur verabschiedet und gen Horizont fliegt
Ist das immer so wenn du einen Wirbel anknüpfst?
Hast du deine Leine schon "eingeworfen"? Sie also sich selbst von der Rolle aufrollen lassen?
Wenn Sie dir aufgespult wird könnten sich durchaus Bereiche überschneiden und diese könnten dann wie eine zu fest eingestellte Bremse wirken Wurf --> Peng --> Ärgern
"...und wenn du die Auflaufbremse an der Zweiendrigen Einhand nicht exakt auf 37Nm eingestellt hast, dann kann son 60er Umsteiger dir schonmal den Tag versauen...."
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baltictrout
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Beitrag von baltictrout »

Tante Torge hat geschrieben:was ich gerade überlesen habe,



Ist das immer so wenn du einen Wirbel anknüpfst?
Hast du deine Leine schon "eingeworfen"? Sie also sich selbst von der Rolle aufrollen lassen?
Wenn Sie dir aufgespult wird könnten sich durchaus Bereiche überschneiden und diese könnten dann wie eine zu fest eingestellte Bremse wirken Wurf --> Peng --> Ärgern
Naja, sie ist schon im Laden aufgespult worden, aber es passiert ja nicht bei den ersten Würfen, sondern nach N > 50, wobei N für die Anzahl der Würfe steht...
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Fliegendose
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Beitrag von Fliegendose »

Moin

Mal abgesehen von irgendwelchen Verbindungen oder Knoten habe ich mich damals sehr schnell von 12er Fireline verabschiedet. Damit habe ich auch sehr viele Köder verloren. Hänger ließen sich so gut wie nie lösen und auch die Verbindung zum vorgeschalteten Monofil ist oft gerissen. Ich habe dann auf eine Nummer Stärker gewechselt und fische mit 15er und einem vorgeschalteten Stück Mono. Vielleicht verliert man wenige Meter Wurfweite, aber die Schnur ist deutlich stabiler.....

Gruß
Mario
Ostsee-Silber

Re: "knotenlose" Wirbel

Beitrag von Ostsee-Silber »

baltictrout hat geschrieben:Nachdem ich an meine 0.12 Fireline einen neuen knotenlosen Wirbel angetüdelt hab, da dauert es so ca. 50 - 80 Würfe, bis sich mein Köder, heute war es mein Liblingsspöket, mit einem leichten Knall in der Schnur verabschiedet und gen Horizont fliegt.
Moin Niels, ich würde Dir ebenfalls vorab eher zu durchgängig monofiler Schnur raten ;)

Vielleicht eine Berkley Trilene SensiThin, die trägt als 25er 9,6 Kilo und falls auch Deine Wurfkraft zum Aufbröseln der Geflochtenen beigetragen hat, wäre Abhilfe durch die Dehnung der Monoschnur gefunden.

Mit dem Knotenloswirbel habe ich ganz ähnliche Erfahrungen mit Geflochtener gemacht, wenn da auch nur eine Lage eine andere überschneidet, ist ein Abriss vorbestellt. So ähnlich, als würdest Du eine Herzklappe mit wasserlöslicher Schnur vernähen :oops

Weiterhin habe ich versucht, die Lagen des No-Knot mit Sekundenkleber zu sichern, dazu ein dünner Siliconschlauch als Schnurschutz, aber so richtig zufrieden war ich damit auch nicht. Das Geflecht vor dem Köder rauht einfach schneller auf als eine Monofile, was man auch nicht unbedingt fühlt und sieht. Oft merkt man eine Beschädigung zu spät, gerade an Muscheln hat die Geflochtene keine Chance. Eine Monofile kann man selbst im Dunkeln "erfühlen", nach ein paar Dorschen mit den Fingern drübergehen und Schwachstellen vor dem Köder werden spürbar.

Und gerade im Dunkeln knote ich lieber Monofil als eine saubere No-Knot-Verbindung.

Also entweder ganz sauber mit Geflochtener "nicht knoten" oder doch einen sicheren Knoten mit Monofiler am herkömmlichen Sovikwirbel?

Mein Drang zur Sicherheit spräche für eine Monofile, einen Wirbel mit geschlossenem Öhr und selbst bei einem Sovik kneife ich den Karabiner ab (der kann "ausleiern" und wird nach häufigem Köderwechsel irgendwann abknicken) und ziehe das Tönnchen direkt auf den Sprengring - nach dem Motto: keine Schwachstelle.

Immerhin lastet auf der Verbindung zum Köder während des Wurfes die größte Belastung, im Drill eine noch größere und längere und es wäre zu schade, einen Fisch deshalb zu verlieren. Oder einen Lieblingsköder. :wink:
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Schweißsocke
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Beitrag von Schweißsocke »

Mir ist sowas noch nie passiert, obwohl ich seit vielen Jahren mit geflochtener Schnur und dann auch ausschließlich mit "No-Knot"-Verbindern fische. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine Fireline bei einem normalen Wurf reißt (außer vielleicht bei einem Snaps und ruckartigem Abstoppen des Wurfes). Selbst dann dürfte die Schnur nur dann reißen, wenn sie schon beschädigt ist.

Zu den Ratschlägen mit monofiler Schnur zu fischen: Das ist sicherlich Geschmackssache, ich habe mit geflochtener Schnur sehr gute Erfahrungen gemacht, fische aber auch hin und wieder mal mit Mono. In einem hängerträchtigen Revier kann das aber ganz schön ins Geld gehen. Aber diese Ratschläge erinnern mich so ein wenig an das Fliegenfischerforum:
Wenn dort jemand um eine Meinung nach einer bestimmten Rolle fragt, kommt bestimmt spätestens im dritten oder vierten Posting der schlaue Rat "...die Rolle kenne ich zwar nicht, aber kauf dir lieber eine Danielsson...". Vielen Dank, genau das wollte der Fragesteller wahrscheinlich hören.
Ähnlich ist es hier, es wurde nach einem konkreten Problem gefragt, aber auf etwa ganz anderes geantwortet.
:x

Um das Problem beurteilen zu können, müsstest du mal ein Bild reinstellen, wie du den Wirbel befestigst. Möglicherweise ist einfach nur der verwendete Verbinder zu dick für die Schnur, dann verrutschen die Wicklungen und es kommt zu den oben schon beschriebenen Folgen.
Gruß Arne

There's a fine line between fishing and just standing on the shore like an idiot. ~Steven Wright
Ostsee-Silber

Re: "knotenlose" Wirbel

Beitrag von Ostsee-Silber »

Moin Arne, das hier waren aber Erfahrungen, die sich direkt auf das Problem bezogen...
Theoretiker hat geschrieben:Weiterhin habe ich versucht, die Lagen des No-Knot mit Sekundenkleber zu sichern, dazu ein dünner Siliconschlauch als Schnurschutz, aber so richtig zufrieden war ich damit auch nicht. Das Geflecht vor dem Köder rauht einfach schneller auf als eine Monofile, was man auch nicht unbedingt fühlt und sieht. Oft merkt man eine Beschädigung zu spät, gerade an Muscheln hat die Geflochtene keine Chance. Eine Monofile kann man selbst im Dunkeln "erfühlen", nach ein paar Dorschen mit den Fingern drübergehen und Schwachstellen vor dem Köder werden spürbar.

Und gerade im Dunkeln knote ich lieber Monofil als eine saubere No-Knot-Verbindung.
..ein kleines Abwägen und selbstverständlich nur meine Meinung. :D

Und eine Danielsson würde ich immer wieder kaufen :oops :wink:
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Schweißsocke
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Beitrag von Schweißsocke »

Mirko, das meinte ich doch gar nicht :wink:

Aus dem ersten Beitrag geht nicht hervor, ob Niels Knotenlosverbinder und Wirbel oder ein Wirbel mit "intgriertem" Verbinder verwendet hat. Letztere funktionieren nämlich nicht richtig, weil die Schnur hier zu Beginn nicht durch einen Haken, sondern eine zweite Öse gefädelt werden muss. An den Drahtwicklungen dieser Öse scheuert sich die Schnur mit der Zeit auf, da liegt ein Konstruktionsfehler vor. :evil:

Exori vertreibt so etwas, ich stelle mal einen Link zum Produkt ein, da kann man die scharfen Enden der Drahtwicklung gut erkennen
http://www.exori.de/main.php?menu=1&sub ... 9&omod=261
Gruß Arne

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meyfisch
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ähh...

Beitrag von meyfisch »

vielleicht bin ich unwissend, wenn ich zeit meines lebens bisher immer schöne knoten gemacht habe, aber was ist der vorteil einer knotenlosen verbindung?

gr

mf
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