baltictrout hat geschrieben:Nachdem ich an meine 0.12 Fireline einen neuen knotenlosen Wirbel angetüdelt hab, da dauert es so ca. 50 - 80 Würfe, bis sich mein Köder, heute war es mein Liblingsspöket, mit einem leichten Knall in der Schnur verabschiedet und gen Horizont fliegt.
Moin Niels, ich würde Dir ebenfalls vorab eher zu durchgängig monofiler Schnur raten
Vielleicht eine Berkley Trilene SensiThin, die trägt als 25er 9,6 Kilo und falls auch Deine Wurfkraft zum Aufbröseln der Geflochtenen beigetragen hat, wäre Abhilfe durch die Dehnung der Monoschnur gefunden.
Mit dem Knotenloswirbel habe ich ganz ähnliche Erfahrungen mit Geflochtener gemacht, wenn da auch nur eine Lage eine andere überschneidet, ist ein Abriss vorbestellt. So ähnlich, als würdest Du eine Herzklappe mit wasserlöslicher Schnur vernähen
Weiterhin habe ich versucht, die Lagen des No-Knot mit Sekundenkleber zu sichern, dazu ein dünner Siliconschlauch als Schnurschutz, aber so richtig zufrieden war ich damit auch nicht. Das Geflecht vor dem Köder rauht einfach schneller auf als eine Monofile, was man auch nicht unbedingt fühlt und sieht. Oft merkt man eine Beschädigung zu spät, gerade an Muscheln hat die Geflochtene keine Chance. Eine Monofile kann man selbst im Dunkeln "erfühlen", nach ein paar Dorschen mit den Fingern drübergehen und Schwachstellen vor dem Köder werden spürbar.
Und gerade im Dunkeln knote ich lieber Monofil als eine saubere No-Knot-Verbindung.
Also entweder ganz sauber mit Geflochtener "nicht knoten" oder doch einen sicheren Knoten mit Monofiler am herkömmlichen Sovikwirbel?
Mein Drang zur Sicherheit spräche für eine Monofile, einen Wirbel mit geschlossenem Öhr und selbst bei einem Sovik kneife ich den Karabiner ab (der kann "ausleiern" und wird nach häufigem Köderwechsel irgendwann abknicken) und ziehe das Tönnchen direkt auf den Sprengring - nach dem Motto: keine Schwachstelle.
Immerhin lastet auf der Verbindung zum Köder während des Wurfes die größte Belastung, im Drill eine noch größere und längere und es wäre zu schade, einen Fisch deshalb zu verlieren. Oder einen Lieblingsköder.
