Ich habe da mal wieder eine wohl durch und durch südelbische Fragestellung.
Bei einem unserer Forenpartner kann man ja einige edelste Produkte erstehen.
Unter anderem Seidenschnüre.
Wenn man dann mal so ein wenig ans Stöbern kommt gerät man unweigerlich auf das Angebot an feinsten Seidenschnüren.
Man ist erst versucht dies als etwas anachronistische Liebhaberei zu klassifizieren.
Aber wenn man sich konkret die Vor- und Nachteile einer solchen Leine mal für die Praxis der Meerforellenfischens (und des Fliegenfischens überhaupt) vor Augen führt kann ich mir vorstellen dass der Eine oder Andere die Hauptnachteile, nämlich einen höheren Pflegeaufwand in Kauf zu nehmen bereit wäre.
Ein wenig weiteres Stöbern fördert sogar WF-Seidenschnüre (Phoenix) zu Tage.
Die Dinger sind ja nicht billig, aber mit ein wenig Pflege soll so ne Leine durchaus 15-20 Jahre halten können. Also preiswert.
Zudem soll eine solche Leine gaaaannz wunderbar langsam absinken, sofern sie ungefettet gefischt wird. Ideal also für die Küste. Und bei Bedarf fettet man mit minimalem Aufand genau soviel der Leine wie man es gerade braucht. Universeller geht es wohl kaum.
Zudem ist die Farbe eine solche mit ausgesprochen geringer Scheuchwirkung und wahrscheinlich sogar beliebig einzufärben so dass man z.B. Seetangfarbe nehmen könnte.
Sie ist dünner im Durchmesser und schneidet ideal durch Wind.
Was zu klären wäre ist, ob Salzwasser eine solche Leine nicht evtl. schnell zerstören würde (mikroskopisch kleine, scharfkantige Salzkristalle).
Müßig zu fragen ob es ein Küstenpraktiker schon mal mit so was probiert hat, oder, Jürgen? Wär' doch standesgemäß für die Grasrute.
Also ... was haltet ihr davon?
TL
Ralph







Gruß Sven