Alex, Holger und ich waren Anfang Juli Richtung Finnmark aufgebrochen.
Auf der sehr laaangen Autofahrt (30 Stunden von Hamburg, wenn man durchfährt) kamen uns erste Zweifel, ob sich ein solch langer Anfahrtsweg lohnen würde.
Ich fasse mich kurz:
Wir haben den (sehr verlockenden) Gedanken, an der Gaula zu stoppen, und kurz "einzutunken" ... verworfen und sind in einem Rutsch durchgefahren.
Unsere Ziele waren in fallender Priorität:
1. Ein Lachs für jeden von uns.
2. Bachforellen zu fangen.
3. Arktische Saiblinge zu fangen.
4. Die Fjordfischerei zu testen.
Fangen wir von hinten an und ziehen ein kurzes prägnantes Resumee:
4. Die Kamchatkakrabbe hat weite Teile des Fjords dort oben abgegrasst (den Grund kahl gefressen). Somit fehlen wichtige Nahrungsgrundlagen für Futterfische. Und am Ende sind die Seelachse und co., welche einst üppig in jener Region vorhanden waren, erheblich nach draußen in die Außenbezirke gezogen. Mit dieser für uns neuen Information (von mehren Einheimischen vor Ort erhalten) entschieden wir umgehend, es gar nicht erst zu versuchen bzw. keine Zeit zu verschwenden.
3. Wir wussten, dass wir zu früh dran waren, um in den Flüssen gezielt auf jene Wandersalmoniden fischen zu können. Die Option, uns auf einer geheimen Insel absetzen zu lassen, wo es arktische Saiblinge zu unser gewählten Reisezeit bereits gab, wäre sehr kostenintensiv gewesen, und war eine Art letzte Möglichkeit, wenn alles andere floppen würde.
Dennoch hatten wir Glück, und ich konnte einen arktischen Saibling fangen. Somit haben wir denn zumindestens einen gesehen. Einen zweiten verlor Holger im Drill.
2. Das Wort "Geheimtipp" (in Punkto Bachforellen) mussten wir aus guten Gründen nach den zwei Wochen aus unserem Wortschatz streichen. Denn jeder Geheimtipp, den wir erhielten hatte ausser einer extremen Anreise per Fussmarsch! (fast) keine Fänge zur Folge.
Gut, bei dem ganz großen Ge - PIEP! (sorry die Nachwirkungen hier), waren wir (wie sich hinterher herauskristallisierte) ewig weit marschiert, um dann unterhalb eines Wasserfalles zu fischen und nicht zu wissen, dass das Auenland oberhalb des WFs begann
1. Unser klares Primärziel !
Um es auf den Punkt zu bringen:
Lachsangeln kann die größte Scheisse auf der Welt sein (und das war es phasenweise!), und ebenso kann es (oft unerwartet) urplötzlich zu einem der (für mich) größten Dinge auf dieser Welt avancieren.
Wir hörten ständig von der tollen LETZTEN Saison, dem sicherlich besseren NÄCHSTEN Jahr usw. ... Eigentlich wie meistens beim Lachsangeln ...
Doch zum Ende hin - wir haben nicht aufgegeben, kam die heiss erhoffte Wende !
Und, wenn der Lachs beisst, ist ALLES (Gerede von vorher) egal !!!
Und das war es am Ende:
Wir werden ganz sicher wieder kommen.
Die Reise war klasse, darüber waren wir uns am Ende (der Schlacht) einig :l: :grin: 8)
Lassen wir einige Bilder sprechen ...
Beste Grüsse
Bernd
Mehr Details und alle Bilder unter:
http://www.first-cast.de/Textdateien/Er ... k2009.html
p.s. Natürlich durfte die Meerforelle bei uns Mefoexperten ebenfalls nicht ganz fehlen









