Mono-Vorfach bei Fireline - ja oder nein

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Spinnfischen ausdiskutiert werden.
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Treets
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Mono-Vorfach bei Fireline - ja oder nein

Beitrag von Treets »

Moin Kollegen!

Ich habe mir gestern eine neue Spinnrute gegönnt. Habe bis dato meine altgediente DEGA benutzt, die aber für das Angeln auf Meerforellen vom Rückrat her etwas unterdimensioniert war (schon beim Einkurbeln des Blinkres bog sie sich so sehr, dass andere Angler am Haken eine kapitale Forelle vermuteten ;) ).
Also habe ich gestern zu Knudsen in Kiel aufgemacht. Ich wurde sehr ausführlich beraten, habe diverse Ruten anfassen, biegen und hin- und herwedeln dürfen. Schließlich habe ich mich dann für eine Shimano Technium DF 300 MH (3,00 m/20 - 50 g Wurfgewicht) entschieden.
In dem Zuge habe ich dann noch mit dem netten Verkäufer eine Diskussion über das Thema Schnur geführt. Ich habe z. Zt. eine monofile Schnur auf der Rolle, aber immer wieder riet man mir zu einer geflochtenen. Ich habe dann kurzer Hand mal eine 12er Fireline auf die Rolle ziehen lassen.
Habe es heute am Wasser denn auch gleich mal ausprobiert: Die Wurfweite war merklich weiter als vorher. Somit denke ich, dass dies das Richtige war.
Nun aber zur eigentlichen Frage:
Fischt Ihr bei einer Fireline (oder generell bei geflochtener Schnur) mit einem Vorfach? Meine Idee war, dass ein Stück Mono-Vorfach den Anhieb und den Druck im Drill etwas abfedern könnte - und ich im Falle eines aussichtslosen Hängers quasi eine "Sollbruchstelle" eingebaut hätte.

Ist meine Idee jetzt vollkommen unsinnig - oder pflichtet Ihr mir bei?

Für Eure Antworten bedanke ich mich im Voraus :wink: !

Gruß
Malte
Gast

Re: Mono-Vorfach bei Fireline - ja oder nein

Beitrag von Gast »

Treets hat geschrieben:Moin Kollegen!
Nun aber zur eigentlichen Frage:
Fischt Ihr bei einer Fireline (oder generell bei geflochtener Schnur) mit einem Vorfach? Gruß Malte
Moin Malte,
klares Ja - ich fische grundsätzlich mit einem Fluocarbon-Vorfach ...
... ach ja, hier gibt's ja auch eine Suchfunktion im Forum ;)
- ahhh1
- ahhh2
Gruß
Micha ;) :wink:
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Moin Malte,

eine allgemeingültige Antwort gibt es da m.E. nicht.
Die Einen fischen mit Mono-Vorfach an der Geflochtenen, die Anderen ohne.
Beides geht!
Ich selbst fische ohne Mono-Vorfach!

Als ich vor Jahren auf Geflochtene umgestiegen bin hatte ich zuerst Bedenken, daß sich die Fische daran stören könnten.
Gefangen habe ich aber trotzdem nicht weniger als mit Mono-Schnur, eher war das Gegenteil der Fall. ;)

Und wegen der Sollbruchstelle: Keine Non-Knots verwenden sondern z.B. mittels doppeltem Chirurgen-Knoten eine Schlaufe machen und dort den Wirbel einziehen. Normalerweise reißt die Schnur dann am Knoten, wenn sie wirklich mal reißen sollte.

Thomas
:wink:
Gast

Beitrag von Gast »

Was die Dehnung angeht, sollte das bei ca. 70cm Mono nicht viel ausmachen. Über die Geschichte mit der Sichtbarkeit scheiden sich auch die Geister. Interessant finde ich ein Mono-Vorfach vor allem deswegen, weil bei längeren Spinnstops (mit Grundkontakt) oder hochreichenden Felsen, die Abriebfestigkeit des Monos deutlich höher liegt als bei geflochtener...

T.
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uwe vom immentun
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Beitrag von uwe vom immentun »

Hallo Malte,

ich fische die Geflochtene auch nur mit Monovorfach. Ich nehme dafür allerdings superweiches Material, daß läßt sich auf einem Meter, abhängig von der Schnurdicke so ca. fünf Zentimeter dehnen. Verbindung Monofil und Geflochtene mittels Pitzenbauerring. Bei viel Steinkontakt ab und zu prüfen und während eines Angeltages ggf. das Monofil tauschen.
Allerdings fische ich im Normalfall nur Monofil und habe die Geflochtene nur als Reserve dabei. Ich habe mich nie so richtig an dieses Material gewöhnen können. Beim Monofil greife ich allerdings zu Schnüren, die nur ganz wenig Reck haben und eine behandelte Oberfläche haben. Mit diesen Schnüren kann ich für mich persönlich keine großartigen Weitenunterschiede feststellen. Diese Schnüre fallen praktisch ohne Klänge von der Spule und haben so gut wie keine Neigung zur Perückenbildung.

Liebe Grüße aus dem Oldenburger Münsterland

Uwe.
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Mefosüchti
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Beitrag von Mefosüchti »

moinsen , fische seid jahren mit fireline und vorfach , würde auch nie wieder anders fischen !!! fische das ganze 1m bis 1,20 und auch kein fluoCarbon sonder ne 30-35er quadron wobei ich mit 35 -40er noch n springer 40 cm über den wirbel knote ! hat sich allerbest bewährt ,,, auch bei hängern reist es wenn es reis nur im vorfach und dir reissen nich gleich etliche meters fireline ab :grin: und dämpfen tut es auch :+++: :wink: ;)
Wenn Chuck norris ins wasser geht wird er nicht nass , sondern das wasser wird zu Chuck norris

Gruss Stefan
loope
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Beitrag von loope »

hi malte
ich habe früher ohne mono gefischt und jetzt nur noch mit fluo
habe seit dem mehr gefangen kann aber auch nur zufall sein
ich glaube das es bei klarem wasser und wenig welle
schon sinn macht ,mein vorfach ist ca 1,5-2m lang
gruss volker :wink:
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Fynn_sh
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Beitrag von Fynn_sh »

TOBSN hat geschrieben:Was die Dehnung angeht, sollte das bei ca. 70cm Mono nicht viel ausmachen. Über die Geschichte mit der Sichtbarkeit scheiden sich auch die Geister. Interessant finde ich ein Mono-Vorfach vor allem deswegen, weil bei längeren Spinnstops (mit Grundkontakt) oder hochreichenden Felsen, die Abriebfestigkeit des Monos deutlich höher liegt als bei geflochtener...

T.
Unterschreibe ich so!

Wenn überhaupt, dann nur der Abriebsfestigkeit wegen...
Aber zu 99% fische ich Geflochtene pur.
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
:ironie:
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sonarkollektiv
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Beitrag von sonarkollektiv »

keine fireline...
sorry passt nich zum thema aber ich finde statt geflecht sollte eine mono auf die rolle...;)

wenn geflochtene, dann sind 4 meter mono davor nur sinnig!
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~JoJo~
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Beitrag von ~JoJo~ »

:wink: Ich fische auch mit Fluocarbonvorfach. Macht meiner Meinung vor allem Sinn, wenn man mit Wobbler und Springerfliege angelt.

Allerdings 2m :o Vorfach (Spiro)? Wie willste dann noch auswerfen? Also länge sollte m.E. max. 1m sein.
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Alex
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Beitrag von Alex »

Fische auch Fireline und habe nun mal ein halbes Jahr lang ca. einen Meter Monofil davor geschaltet. Konnte kaum einen Unterschied feststellen.

O.K. schon etwas abriebfester, falls man mal zwischen den Setinen hängen bleibt. Ich hatte auch das gefühl, dass es sich etwas flauschiger anfühlt, wenn der Fisch beim keschern tobt, aber alles nicht der Rede wert.

Mit oder ohne mach für mich im Moment keinen erwähnenswerten Unterschied. Nun fische mal so und mal so - je nach Lust und Laune.
Der Glaube ist wohl der wesentlichste Aspekt. ;)
Gruß & Petri ALEX

Diejenigen, die gerade darüber jammern,
dass nichts beißt, mögen dies bitte leise tun,
um nicht diejenigen zu stören, die gerade fangen.
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Ammaluschi
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Beitrag von Ammaluschi »

Fireline mit ohne 8)
Fang nicht mehr aber auch nicht weniger. Hab aber seitdem so gut wie kein Blech mehr vergeigt. Lediglich auf BH mit viel Felsen macht für mich Mono als Vorfach Sinn. Und das mit der Dehnung halte ich für Quatsch. Mit Multifiler kann ich deutlich leichter fischen und gleiche so, bei wesentlich spannenderem Drill die fehlende Dehnung durch eine leichtere Rute aus :l:
Von einer Scheuchwirkung weiß ich nichts :grin:
Gruß Lutz :wink: :wink:

Der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres.
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Der_Malte
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Beitrag von Der_Malte »

Ich fisch die Fireline auch mit Monovorfach (ca. 1m) verbunden mit No-Knot.
Ob ich ohne, mehr oder weniger fange, weiß ich nicht. Ich tue es einfach nicht.
Mit Monovorfach hab ich aber weitweniger Köderverluste.

Ich würde sagen probier aus was dir lieber ist. Mit, oder ohne

Gruß
Der_Malte
Gruß Malte

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Rocky Coast
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Beitrag von Rocky Coast »

Hallo Malte,

zum Thema über Sinn und Unsinn eines Mono- oder Fluocarbonvorfachs bei Geflochtener zum Spinnfischen gibt es die verschiedensten Meinungen.

Ich fische durchgehend Geflochtene. Wo könnte der Vorteil für ein Monovorfach liegen?

Sichtigkeit: Selbstverständlich ist ein Monovorfach weniger sichtig als geflochtene Schnur, reflektiert oder bricht aber Sonnenstrahlen, wodurch die Trutten eher abgeschreckt werden könnten.
Kann mich an die Aussage eines Angelgeräteherstellers erinnern, der nach Versuchen an Regenbogenforellen in Teichen eine Scheuchwirkung durch transparente Spirolinos feststellte und daraufhin sämtliche Spirolinos der neuen Produktion in grün und schwarz herstellte. :grin:
Klingt paradox, aber diese bewußt sichtigen Teile hatten in langen Testreihen die eindeutig besten Fangergebnisse gebracht :!:
Liegt vielleicht daran, dass selbst die isolierten Zuchrefos Farben wie Schwarz, Grün und Braun aus ihrem gewohnten Umfeld kennen.

Vor Jahren fischte ich an einem kleinen Fluss in der Nähe auf die zickigen Bafos nur mit Mono. Als mein Angelfreund auch dem Verein beitrat fischte er bei seiner Bachforellenprenmiere mit grüner 10er Whiplash, die tatsächlich einen realen Durchmesser von knappen 0,30 mm. haben dürfte. Ich blieb mit meiner 22er Mono fischlos, er fing mit dem gleichen Spinner an seinem grünem Tau eine für dieses Gewässer kapitale 40 cm. Bachforelle mir direkt vor der Nase weg. Seit damals spinnen wir dort nur noch mit Geflochtener und haben damit keine nachteiligen Erfahrungen gemacht.


Dehnung: Spricht im Drill natürlich für die Mono, dürfte sich aber erst bei einer Länge von mehreren Metern positiv bemerkbar machen. Das Monovorfach bzw. der Verbindungsknoten schwächt aber die Tragkraft, und ein Anschlag auf Distanz kann eher verpuffen.
Fische im Nahbereich eine eher weiche Spinnrute mit Geflochtener, die gut federnde Rute gleicht den Nachteil der Geflochtenen beim Drill dann gut aus.

Abriebfestigkeit: Spricht für Mono. Wenn man aber wirklich Stellen mit sehr scharfkantigen Hindernissen verlustfrei befischen will ist die Mono dann auch relativ schnell über. Dann kann man noch eher eine super abriebfeste Spezialschnur wie die Mach 2 von JP in einem dünnen Durchmesser vorschalten, die meist problemlos scharfe Steine und sogar Muscheln überlebt.

Tragkraft und Wurfweite: Sprechen eindeutig für Geflochtene!

Man kann sowohl mit Mono pur, Geflochtener pur als auch mit Geflochtener und Mono- oder Fluocarbonvorfach seine Fische fangen, wie die Fangmeldungen hier im Forum ja beweisen. Ist irgendwo alles eine Frage des Geschmacks, der am Gewässer vorliegenden Verhältnisse und der persönlichen Erfahrungen. Da ich meine bisher seltenen Mefos tatsächlich weit draußen fing bleibe ich bei Geflochtener pur ! :+++:
Armin
trutanator

Monovorfach bei geflochtener Schnur

Beitrag von trutanator »

High,

ich habe die erste Zeit nur ohne Vorfach geangelt und mir dann aber in DK das angeln mit Fluo " abgeguckt ".
In den Bereichen in DK wo ich überwiegend angele ist das Wasser wirklich meistens extrem sichtig, von daher erscheint mir ein Vorteil logisch - ohne dass ich diesen bisher bewußt wahrgenommen habe.
Allerdings fische ich auch erst seit ca. 2 Jahren konsequent auf MeFos und habe von daher noch nicht sooooviel Erfahrungswerte wie langjährige Sportkameraden.
Aber solange es mich nicht stört werde ich weiter mit Vorfach fischen - Springer setze ich nur temporär ein, da z.B. gewisse Küstenwobbler (http://www.leidenschaft-meerforelle.de/ ... &start=405
) mit Springer nicht richtig fliegen !
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