Warum nicht ohne Widerhaken???
- Achim Stahl
- Fusselschmeißer

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Warum nicht ohne Widerhaken???
Hallo,
ich möchte gerne Mirco's Anregung aus einem anderen aktuellen Thread aufgreifen und hier, wo ich finde, dass es thematisch besser hinpasst, zur Diskussion stellen.
Auch ich bin der Meinung, man sollte sich überlegen, ob man in der Schonzeit nicht einfach die Widerhaken andrückt und auf Drillinge und Doppelhaken verzichtet. -Wenn man schon zum Fischen geht.
Ich fische schon seit vielen Jahren fast an allen Gewässern ohne Widerhaken und verliere dabei nicht wirklich mehr Fische.
Nur an der Küste und beim Lachsfischen war ich da bisher ziemlich inkonsequent und habe die Widerhaken meistens stehen gelassen.
Bei genauer Betrachtung ist das jedoch nicht nötig: Ich verliere Fische wenn ich den Widerhaken stehen lasse und genau so, wenn ich ihn andrücke. Ich habe sogar schon die Erfahrung gemacht, dass ich manchen Fisch nur deshalb bekommen habe, weil die widerhakenlose Fliege besser in das Fischmaul eindringen konnte.
Auf der anderen Seite weiß jeder, der das mal am eigenen Leib erfahren hat, dass es beim Hakenlösen einen sehr großen Unterschied macht, ob da ein Widerhaken ist oder nicht. Das gilt für den Streamer im Nacken des Anglers ebenso, wie im Schlund der untermaßigen oder gefärbten Meerforelle.
Einen Fisch, den ich zurücksetzen will, kann ich wesentlich schonender vom Haken befreien und eine Fliege in meinen eigenen Körperteilen ist dann nicht zwingend ein Grund für einen Arztbesuch.
Ich finde den Aspekt des sich-selbst-hakens durchaus auch erwähnenswert. Nachdem ich mir mal einen Hechtstreamer durch meine Wachsjacke und mehrere Schichten Vlies und Unterhemden getackert habe, ist mir bewusst, wie häßlich das mit Widerhaken enden kann.
Ich möchte jetzt aus dem Widerhaken-andrücken keine Religion machen. Wie gesagt, auch ich habe ihn bisher bei Weitem nicht immer an der Küste angedrückt. Aber wenn ich kleine Dorsche oder untermaßige oder braune Forellen antreffe, greife ich immer öfter zu meiner Widerhakenzange. Und jetzt in der Schonzeit werde ich das grundsätzlich machen.
Es würde mich mal interessieren, was ihr davon haltet, und welche Erfahrungen ihr mit widerhakenlosen Fliegen bisher gemacht habt.
Viele Grüße
Achim
ich möchte gerne Mirco's Anregung aus einem anderen aktuellen Thread aufgreifen und hier, wo ich finde, dass es thematisch besser hinpasst, zur Diskussion stellen.
Auch ich bin der Meinung, man sollte sich überlegen, ob man in der Schonzeit nicht einfach die Widerhaken andrückt und auf Drillinge und Doppelhaken verzichtet. -Wenn man schon zum Fischen geht.
Ich fische schon seit vielen Jahren fast an allen Gewässern ohne Widerhaken und verliere dabei nicht wirklich mehr Fische.
Nur an der Küste und beim Lachsfischen war ich da bisher ziemlich inkonsequent und habe die Widerhaken meistens stehen gelassen.
Bei genauer Betrachtung ist das jedoch nicht nötig: Ich verliere Fische wenn ich den Widerhaken stehen lasse und genau so, wenn ich ihn andrücke. Ich habe sogar schon die Erfahrung gemacht, dass ich manchen Fisch nur deshalb bekommen habe, weil die widerhakenlose Fliege besser in das Fischmaul eindringen konnte.
Auf der anderen Seite weiß jeder, der das mal am eigenen Leib erfahren hat, dass es beim Hakenlösen einen sehr großen Unterschied macht, ob da ein Widerhaken ist oder nicht. Das gilt für den Streamer im Nacken des Anglers ebenso, wie im Schlund der untermaßigen oder gefärbten Meerforelle.
Einen Fisch, den ich zurücksetzen will, kann ich wesentlich schonender vom Haken befreien und eine Fliege in meinen eigenen Körperteilen ist dann nicht zwingend ein Grund für einen Arztbesuch.
Ich finde den Aspekt des sich-selbst-hakens durchaus auch erwähnenswert. Nachdem ich mir mal einen Hechtstreamer durch meine Wachsjacke und mehrere Schichten Vlies und Unterhemden getackert habe, ist mir bewusst, wie häßlich das mit Widerhaken enden kann.
Ich möchte jetzt aus dem Widerhaken-andrücken keine Religion machen. Wie gesagt, auch ich habe ihn bisher bei Weitem nicht immer an der Küste angedrückt. Aber wenn ich kleine Dorsche oder untermaßige oder braune Forellen antreffe, greife ich immer öfter zu meiner Widerhakenzange. Und jetzt in der Schonzeit werde ich das grundsätzlich machen.
Es würde mich mal interessieren, was ihr davon haltet, und welche Erfahrungen ihr mit widerhakenlosen Fliegen bisher gemacht habt.
Viele Grüße
Achim
Am Bach mit vielen Kleinforellen ist das ja gang und gebe, klar hab ich da eher mal nen Fisch verloren, aber das war ja Wurst.
Im Meer hab ich das bisher nicht praktiziert, hatte bisher auch zum Glück nie Probleme beim Hakenlösen der Fliege, aber ich werds auch mal probieren....
Bei dem jetzt editierten Fangbericht von der Belly-Tour kam mir der gleiche Gedanke.....das so ein Drilling einfach verdammt viel Schaden anrichtet und man sich selbst überlegen muss, ob man in der Schonzeit nicht generell auch als Spinnfischer nicht auch auf Einzelhaken zurückgreift.
Ich denke es muss sich zumindest jeder für sich darüber Gedanken machen, ich für meinen Teil fühle mich da beim Fliegenfischen in der Schonzeit deutlich wohler, als ich es vorher getan habe, halte mich dabei aber auch nicht für einen besseren Menschen oder Angler......nur mal so am Rande.
LG
Cojote
Im Meer hab ich das bisher nicht praktiziert, hatte bisher auch zum Glück nie Probleme beim Hakenlösen der Fliege, aber ich werds auch mal probieren....
Bei dem jetzt editierten Fangbericht von der Belly-Tour kam mir der gleiche Gedanke.....das so ein Drilling einfach verdammt viel Schaden anrichtet und man sich selbst überlegen muss, ob man in der Schonzeit nicht generell auch als Spinnfischer nicht auch auf Einzelhaken zurückgreift.
Ich denke es muss sich zumindest jeder für sich darüber Gedanken machen, ich für meinen Teil fühle mich da beim Fliegenfischen in der Schonzeit deutlich wohler, als ich es vorher getan habe, halte mich dabei aber auch nicht für einen besseren Menschen oder Angler......nur mal so am Rande.
LG
Cojote
" Die Rückkehr des Mefi-Ritters "
Beim Spinnfischen benutze ich seit Jahren nur noch Einzelhaken mit zwei kleinen Sprengringen.
Funktioniert super und ist viel besser zu lösen (auch für die eigenen Finger!).
Beim Fliegenfischen habe ich bisher die Haken so belassen und hatte auch nie Mühe, die Haken schonend aus dem Fisch zu lösen.
Ist aber sicher eine Überlegung wert.
Gruß
Daniel
Funktioniert super und ist viel besser zu lösen (auch für die eigenen Finger!).
Beim Fliegenfischen habe ich bisher die Haken so belassen und hatte auch nie Mühe, die Haken schonend aus dem Fisch zu lösen.
Ist aber sicher eine Überlegung wert.
Gruß
Daniel
Tempora mutantur, nos et mutamur in illis


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Gast
- balticflyfisher

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Ich fische schon seit viele viele jahre ohne - auch auf Lachs(sollten wir grundsätzlich nur als C&R befischen!!!), MeFos, Hecht, Pollock, Dorsch etc. Vielleicht habe ich der eine oder andere Kapitale dadurch verloren wer weisst, aber da ich zu 95% C&R betreibe ist es eigentlich eh egal....
.... aber was erzähle ich da, C&R ist in D verboten
.... aber was erzähle ich da, C&R ist in D verboten
... stui 
-
Gast
also,
wenn ich manchmal so sehe, wie sich die haken in die mäuler hineingraben, dann spiele ich schon immer öfter mit dem gedanken, die widerhaken auch anzudrücken. erstrecht, nachdem ich es schon 2 mal am eigene leib erfahren durfte, wie schei** die dinger wieder rausgehen
und wenn ich mir vorstelle: ein prachtstück von einer braunen, voller laich, haut sich die fliege (oder gar den blinker
) bis zum hmhmloch rein
....ist mir zum glück noch nicht passiert...
ich werde wohl selbst noch mehr erfahrung sammeln müssen, doch ich denke, dass ich wohl in nächster zeit zum widerhakenlosen fischen übertreten werde, einfach um den fischen gegenüber respekt zu zeigen und ihnen eine größere chance (nebensache: auszusteigen
) auf ein leben nach dem abhaken zu geben :l: 
wenn ich manchmal so sehe, wie sich die haken in die mäuler hineingraben, dann spiele ich schon immer öfter mit dem gedanken, die widerhaken auch anzudrücken. erstrecht, nachdem ich es schon 2 mal am eigene leib erfahren durfte, wie schei** die dinger wieder rausgehen
und wenn ich mir vorstelle: ein prachtstück von einer braunen, voller laich, haut sich die fliege (oder gar den blinker
ich werde wohl selbst noch mehr erfahrung sammeln müssen, doch ich denke, dass ich wohl in nächster zeit zum widerhakenlosen fischen übertreten werde, einfach um den fischen gegenüber respekt zu zeigen und ihnen eine größere chance (nebensache: auszusteigen
Also ich fische tatsächlich überwiegend mit Widerhaken. Ich habe eigentlich keine Ahnung warum.
Beim Fliegenfischen wollte ich sie eigentlich Anfangs andrücken, weil ich mich selbst schützen wollte. Irgendwie habe ich dass dann aber meistens nicht getan, denn meine Fische ließen sich eigentlich alle leicht vom Haken befreien und ich werfe zwar noch grottenschlecht, aber kann die Flugbahn der Fliege schon so gut bestimmen, dass ich nicht im Weg stehe.
Beim Spinnfischen vergesse ich es immer vorher und wenn ich einen Fisch völlig zugenagelt habe, den ich eigentlich releasen würde, dann Ärgere ich mich eine ganze Woche darüber, dass ich die Widerhaken nicht angedrückt habe. Manchmal drücke ich sie dann nicht ganz, aber immethin etwas ran, um einen Kompromiss zu schaffen, aber nach dem nächsten Hakenwechsel geht das Spiel von vorne los. Da bin ich echt ne Lusche!
Ich wollte aber schon immer einmal Einzelhaken beim Spinnfischen konsequent testen. Das werde ich mir mal für die aktuelle Saison (eigentlich ist ja immer Saison) vornehmen.
Habs bisher tatsächlich dann und wann nur sporadisch mal versucht! 
Beim Fliegenfischen wollte ich sie eigentlich Anfangs andrücken, weil ich mich selbst schützen wollte. Irgendwie habe ich dass dann aber meistens nicht getan, denn meine Fische ließen sich eigentlich alle leicht vom Haken befreien und ich werfe zwar noch grottenschlecht, aber kann die Flugbahn der Fliege schon so gut bestimmen, dass ich nicht im Weg stehe.
Beim Spinnfischen vergesse ich es immer vorher und wenn ich einen Fisch völlig zugenagelt habe, den ich eigentlich releasen würde, dann Ärgere ich mich eine ganze Woche darüber, dass ich die Widerhaken nicht angedrückt habe. Manchmal drücke ich sie dann nicht ganz, aber immethin etwas ran, um einen Kompromiss zu schaffen, aber nach dem nächsten Hakenwechsel geht das Spiel von vorne los. Da bin ich echt ne Lusche!
Ich wollte aber schon immer einmal Einzelhaken beim Spinnfischen konsequent testen. Das werde ich mir mal für die aktuelle Saison (eigentlich ist ja immer Saison) vornehmen.
Gruß & Petri ALEX
Diejenigen, die gerade darüber jammern,
dass nichts beißt, mögen dies bitte leise tun,
um nicht diejenigen zu stören, die gerade fangen.
Diejenigen, die gerade darüber jammern,
dass nichts beißt, mögen dies bitte leise tun,
um nicht diejenigen zu stören, die gerade fangen.
-
Gast
Eh André...André hat geschrieben:ich werde wohl selbst noch mehr erfahrung sammeln müssen, doch ich denke, dass ich wohl in nächster zeit zum widerhakenlosen fischen übertreten werde, einfach um den fischen gegenüber respekt zu zeigen und ihnen eine größere chance (nebensache: auszusteigen![]()
) auf ein leben nach dem abhaken zu geben :l:
fein geschrieben,...musste ich mal sagen, Herr Jungangler No.1..vllt auch 2
- Rolf Renell

- Beiträge: 43
- Registriert: 04.04.2006, 17:17
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Ich glaube das es sich die Waage hält ,wer im zwiespalt ist sollte mit Schonhaken fischen,oder solche Muster mit Hemmungshaken wie z.B. Knapek oder ähnl. Haken benutzen.
Den Hinweis von Achim halte ich am Wichtigsten und kann das nur unterstreichen,ein Schonhaken dringt im Normalfall tiefer und schneller ein als sein Kontrahent , bei diesem muss erst der Widerstand des abstehenden Widerhakens überwunden werden.
Meist ist man ja völlig überrascht und perplex im richtigen Moment ,Schnurspannung,Anschlagen,Schnurhandmotorik zusammenzubringen,gerade in der Herbstfischerei.
Beste Grüsse,
Rolf
Den Hinweis von Achim halte ich am Wichtigsten und kann das nur unterstreichen,ein Schonhaken dringt im Normalfall tiefer und schneller ein als sein Kontrahent , bei diesem muss erst der Widerstand des abstehenden Widerhakens überwunden werden.
Meist ist man ja völlig überrascht und perplex im richtigen Moment ,Schnurspannung,Anschlagen,Schnurhandmotorik zusammenzubringen,gerade in der Herbstfischerei.
Beste Grüsse,
Rolf
Es gibt immer einen letzten Wurf
-
MichaelSt.

- Beiträge: 120
- Registriert: 16.04.2007, 11:22
- Wohnort: BOH
An meiner Hausstrecke habe ich eine Stelle mit massig Raubfischen - Barsche und Hechte satt. Es sind teilweise wirklich schöne Exeplare dabei, ich weiss aber auch um die kleineren Kerlchen. Und so ein zweijähriges Hechtlein oder ein 20er Bärschlien möchte ich nicht verangeln (die Gesellen sind schon kleine Fresssäcke).
Aber an Stellen am Rhein wo fast nur gute Zander beißen, so what - der Fisch kommt dann eh in die Pfanne.
Ansonsten: Widerhaken angeklemmt!
Aber an Stellen am Rhein wo fast nur gute Zander beißen, so what - der Fisch kommt dann eh in die Pfanne.
Ansonsten: Widerhaken angeklemmt!
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Gast
moin sil,sil hat geschrieben:Andrè!
Wieso?mehr erfahrung sammeln müssen
Ich fische seit Beginn an widerhakenlos...!![]()
sil
damit meine ich, dass ich von anfang an MIT widerhaken fische und nur in sehr seltenen fällen den widerhaken angedrückt habe. daher habe ich kaum erfahrungen, was das drillen von fischen anbelangt, die ohne widerhaken gehakt sind
ich werde jetzt nämlich nicht bei all meinen fliegen die widerhaken andrücken, sondern erstmal ausprobieren, um LANGSAM zu einem widerhakenlosen fischen über zu gehen
- balticflyfisher

- Beiträge: 473
- Registriert: 11.10.2005, 13:11
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Gast
jep, da hast du vollkommen rechtbalticflyfisher hat geschrieben:So What! Und ganz ehrlich durch evtl. verlorene Fische lernst Du am schnellsten damit umzugehen![]()
![]()
balticflyfisher hat geschrieben:Spring - fische ohne![]()
ok, jede fliege, die mir jetzt an´s vorfach kommt, der werde ich den widerhaken entfernen....mag warscheinlich im ersten moment überwindung kosten, aber im nachhinein...



