Multifiler Bandsalat

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Spinnfischen ausdiskutiert werden.
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Hiker
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Multifiler Bandsalat

Beitrag von Hiker »

Moin!

Bei der ganzen Diskussion um die jeweiligen geflochtenen Schnüre würde mich mal eins ganz brennend interessieren:

Wie stecken eure Multifilen die gute alte Perrücke weck???

- Und bitte erzählt mir jetzt nicht, dass ihr durch das ganze Jahr kommt ohne eine Schnurschlaufe auf der Rolle, die euch dann den allseits beliebten "Atze Schröder im Nahformat" vor die Spule zaubert! -

Also folgender Fall --> Grade ausgeworfen und dabei ordentliche Perrücke erzeugt!

Was nun :?:


Geht ihr an Land und enttüddelt fleissig so wie ich?

Setzt ihr gleich das Messer an?

UND DANN DIE MASTERFRAGE:

Wie verkraften eure Multifilen das Enttüddeln? Geht das überhaupt noch wenn die Schlaufenzentern schon janz eng sind? :q:


Ich persönlich fische eine graue Stroft GTP in 6 kg auf meiner Stella 4000er (und das nicht mit Spinnern) und hatte dieses Jahr dennoch schon zweimal den Bandsalat. :cry:
Und ich passe beim Einholen immer auf, dass die Schnur straff gewickelt wird, also kein Durchhängen oder so. :roll:

Die GTP hat das ohne irgendwelche Beeinträchtigungen weggesteckt :l: , wie siehts mit anderen Multifilen aus?

Hier einmal die genannten Schnüre aus dem Thread " Welche Geflochtene???" :

- Fireline / XDS
- Fireline Crystal
- Spiderwire / Stealth
- STROFT GTP
- Power Pro

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf eure Erfahrungen!

Hiker :wink:
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Schweißsocke
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Re: Multifiler Bandsalat

Beitrag von Schweißsocke »

Hiker hat geschrieben: - Und bitte erzählt mir jetzt nicht, dass ihr durch das ganze Jahr kommt ohne eine Schnurschlaufe auf der Rolle, die euch dann den allseits beliebten "Atze Schröder im Nahformat" vor die Spule zaubert! -
Doch! :lol: :lol: :lol:

Nee, mal im Ernst, gerade bei frisch aufgespulter Schnur habe ich auch schon mal eine Perücke, die dann auch meistens so schön ist, dass sich die Frage nach dem Enttüdeln gar nicht stellt. Schnurknipser raus und ab dafür :cry:

Ich habe festgestellt, dass es wesentlich von der Rolle abhängt, genauer gesagt, von der Exaktheit der Schnurverlegung, ob es zur Perückenbildung kommt oder nicht. (Natürlich vorrausgesetzt, dass man die Schnur drallfrei aufgespult hat). Perücken können dann ja eigentlich nur entstehen, wenn sich die Schnur beim Auswerfen in einer darunter liegenden Schnurlage verhakt und diese als Schlaufe mitzieht. Bei den modernen Rollen, ich fische Daiwa Rollen sowohl mit Wormshaft (Luvias) als auch ohne (Certate, Exist) habe ich im Gegensatz zu früher (das war in meiner Shimano-Aera) auch bei sehr dünnen Schnüren kaum Probleme mit Perücken.
Gruß Arne

There's a fine line between fishing and just standing on the shore like an idiot. ~Steven Wright
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Peli
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Beitrag von Peli »

Habe auch diesselben Probleme, keine Angst :grin:,

Als Lösung wird der Spulenkopf meiner Rolle nach dem Neuaufspulen
erstmal in Wasser gebadet, bis die Schnur völlig naß ist, dann wird
im Trockenen - idealerweise irgendwo im Freien an einem Baum ange-
hängt - mindestens 200 m Schnur abgezogen (bei leichtester Bremse)
und dann wird ganz soft wieder aufgespult.

Bei Neuaufspulen mit Drall und dem ersten beherzten Wurf sind
die FETTESTEN Perücken vorprogrammiert.

Alternativ kann man auch am Wasser erstmal 10 m werfen, einholen,
20 m werfen, einholen ......usw. und erst nach dem zehnten oder fünf-
zehnten Wurf in die vollen Gehen.

Meint Peli,

der auch schon abknipsen mußte, weil er zu früh zu weit in die
Ferne geballert hat und danach deutlich weniger (teuere, AUA!)
Schnur auf der Rolle hatte.
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Hiker
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Beitrag von Hiker »

Jo, danke für die ersten Antworten! ;)

Was ich hier aber in den Vordergrund stellen möchte ist:

Wie verkraftet die Multifile so eine Perrücke, wenn man mal nicht abgeschnitten sondern enttüddelt hat?

Sehen die dann aus wie ein geknicktes Stahlvorfach, treten Schwachstellen auf?

Von der Stroft kenne ich es nicht, habe aber bisher noch nix anderes gefischt!

Grüsse, Hiker :wink:
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nordfan
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Beitrag von nordfan »

Moin tosomen,

mit der Stroft habe ich bisher nicht gefischt.
Aber ich kenne die Spiderwire und Fireline.

Ich fische mit zwei unterschiedlichen Rollen, die eigentlich eine
ganz gute Schnurverlegung haben.

Mit der Daiwa Caldia, bespult mit Fireline, gibt es Kein Perückenproblem.
Vorausgesetzt, die Schnur wurde anfangs vernünftig "eingeworfen". :--+:

Die Spiderwire bescherte mir auf beiden Rollen feinstes Makramee. :cry:
Sie ist aber auch nicht so versiegelt wie die Fireline.
Und dann, dann kannst du nur noch abschneiden. Die aufgepulten Stellen
waren so rauh und produzierten immer nur neue Knoten und Schlaufen und soon Zeug. :x

Bei mir ist Fireline aufgespult und gut ist. :+++:

Gruß
Nordfan :wink:
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Tante Torge
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Beitrag von Tante Torge »

Hiker hat geschrieben:Wie verkraftet die Multifile so eine Perrücke, wenn man mal nicht abgeschnitten sondern enttüddelt hat?
Also bei der Crystal 0,15 muß ich sagen das sich ein enttüddeln nicht lohnt. Ich schneide inzwischen ab.
Oft genug ist es mir vorgekommen das ein fast entüddeltes Band bei der letzten Schlaufe gerissen ist oder der Köder mitsamt 30-40m Schnur gehn Himmel flog.
Papabär und Salmonking wurden Zeuge so eines Zwischenfalls, als Sie meinen Stripper mitsamt ca. 20-25m Leine als Hänger hatten.
"...und wenn du die Auflaufbremse an der Zweiendrigen Einhand nicht exakt auf 37Nm eingestellt hast, dann kann son 60er Umsteiger dir schonmal den Tag versauen...."
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Nordlicht
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Beitrag von Nordlicht »

Moin ... meine Erfahrung mit FL Smoke und Crystal ist ebenfalls, dass sich ein Enttüdeln meist nicht lohnt :cry: Wenn ich mit Schmackes auswerfe, ist die (zum Glück extrem seltene ...) Perücke meist schon so festgezogen, dass die Schnur leidet - meist kann ich sie mit der Hand durchreissen :o Bevor ich deswegen die Trutte meines Lebens verliere, schneide ich lieber ab, zumal die Perücken wenn überhaupt eher auf den ersten Metern auftreten ...

Petri :+++:
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Salmonking
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Beitrag von Salmonking »

Moin,

mal abgesehen davon, kann man den Teil der Schur in dem sich die Perücke bildet getrost abschneiden, denn der ist eh zu viel auf der Rolle.

Dieser Teil der zu viel auf der Rolle ist, wird beim Auswurf vom unteren ablaufenden Teil mitgerissen und vertüddelt somit.

Dieses kann auch passieren wenn der Rotor der Rolle die Schnur in der Mitte der Spule bauchig aufspult

Weniger ist oft Mehr :+++:
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Beitrag von Tante Torge »

Salmonking hat geschrieben:Moin,

ich glaub die Frage bezog sich auf monofile Schnüre
Nö,
tat Sie nich... denn
Hiker hat geschrieben: Die GTP hat das ohne irgendwelche Beeinträchtigungen weggesteckt , wie siehts mit anderen Multifilen aus?

Hier einmal die genannten Schnüre aus dem Thread " Welche Geflochtene???" :

- Fireline / XDS
- Fireline Crystal
- Spiderwire / Stealth
- STROFT GTP
- Power Pro
"...und wenn du die Auflaufbremse an der Zweiendrigen Einhand nicht exakt auf 37Nm eingestellt hast, dann kann son 60er Umsteiger dir schonmal den Tag versauen...."
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Beitrag von Salmonking »

Edit hat gesagt ich hab mich verlesen :p
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Tante Torge
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Beitrag von Tante Torge »

Edit hat mich aber vorher angerufen und gesagt das du dich verschrieben hast doppelt :p

back to topic...
"...und wenn du die Auflaufbremse an der Zweiendrigen Einhand nicht exakt auf 37Nm eingestellt hast, dann kann son 60er Umsteiger dir schonmal den Tag versauen...."
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Hiker
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Beitrag von Hiker »

Da fällt mir ein...! :oops

Ich könnte ja mal meine Erfahrungen etwas detailierter wiedergeben.
Wo ich hier davon lese, das manche Schnur so eng verknüddelt war, das man sie nur noch durchknipsen konnte.

Ich habe mittlerweile auf drei Spulen die Stroft GTP. Jeweils a 200m eingekauft. (8kg gelb, 6kg grau, 4 kg grau)

Mein Gott... bei nem Meterpreis von 0,25,- schon der Hammer. :cry:

Aber ich wurde nicht einmal enttäuscht. Ich musste NOCH NIE ne Perrücke kappen. Das liegt aber auch an meiner schier endlosen Geduld (och, auch mal über ne halbe Stunde) und an der Tatsache, das die Stroft so weich ist, das man sie mit Hilfe einer Nadel (immer in der Fliegendose dabei!) oder notfalls Hakenspitze immer wieder an den Knotenpunkten lockern kann. Selbst wenn man dabei ins Geflecht sticht schliesst sich die Stelle wieder vollständig. :l:

Weiterhin gibts bei Stroft keine unrealistischen Durchmesserangaben!!!
Nix mit 0,10 bis 0,17 mm oder so... nur Kg-Angaben!

Bei dem Preis ist das denke ich aber auch das erwartete Soll - denn rechnet mal was 20m Schnurkappen bedeutet!!! :cry:

ach ja @ Schweißsocke: Ich hatte meine Perrücken auch relativ kurz nach dem Aufspulen... - ich würde mal sagen das alte Lied mit dem Drall :evil: !


Soweit so jut, Hiker!
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Kystefisker
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Beitrag von Kystefisker »

...gegen Drall beim Aufspulen hilft es wenn man die Schnurspule auf'nem Stift o. Ähnlichem von jemandem Festhalten läßt und die Schnur dann auf die Rolle spult.

Wenn ich (was sehr selten vorkommt und dann meist wenn richtig Wind geht und ich nicht auf kleine Schlaufen beim Schließen des Bügels nach einem Wurf achte....!) bei der Spiderwire Stealth einen Kuddel hab dann kann man diesen meist sehr einfach wieder lösen und die Schnur trägt dabei keinen Schaden davon.
Dieses kann auch passieren wenn der Rotor der Rolle die Schnur in der Mitte der Spule bauchig aufspult
Was mir schon bei anderen öfter aufgefallen ist, die Kollegen bekommen überdurchschnittlich viele Kutzeln weil die Schnurverlegung (die man bei den meisten, neueren Rollenmodellen mit Distanzscheiben beieinflussen kann...) nicht zu Geflochtenen paßt.

Sie ist aber auch nicht so versiegelt wie die Fireline.
....die Versiegelung, die von 12.00 bis Mittag's hält, gerade im Salzwasser.... :oops

Fische nur noch SW und die funzt auch nach'm Entknoten noch.... :!:

"kf"
"....ja KI,......deine Mudder KI....!"
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han hugo
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Beitrag von han hugo »

@hiker zunächst einmal gut zu wissen, daß man sich selbst mit teuersten und bestem getäckel keine perückenfreiheit erkaufen kann.

die üblichen perücken nach neuem aufspulen der schnur gab´s bei mir auch des öfteren, bis die schnur "eingeangelt" war. alle geflochtenen haben das enttüdeln ohne tragverluste überstanden - selbst bei den perücken, bei denen ich die geduld verloren habe und nur noch an den enden mit blanker gewalt gezogen habe. in 50% der fälle löste sich dann der enstandene Knoten noch.

bei den verschiedenen produkten, herstellern konnte ich keine wesentlichen unterschiede feststellen (bezogen auf "knickfestigkeit"). und ich habe viele geflochtene ausprobiert (bis auf die stroft gtp, dafür bin ich dann wohl doch zu geizig :c )

ps: ich habe mir angewöhnt, den köder vor dem auftreffen auf die wasseroberfläche abzubremsen und vorm aufspulen spannung auf die schnur zu geben, indem ich die schnur noch mit dem finger halte und die rute nach hinten senke. damit konnte ich die perückenanzahl wesentlich minimieren.
wer fängt hat recht!
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Mattes36
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Beitrag von Mattes36 »

Hallo Hiker,

mal ehrlich: mit der Hemmingwy Monotec Futura hatte ich noch keine Perücke :+no: ... bei Fireline schon eher mal, aber auch sehr selten und nicht wirklich problematisch (meist nur ein paar Schlaufen und gut zu enttüddeln).

Ich fische mit Geflochtener aber nur sehr selten an der Küste ... das ist vielleicht noch etwas anderes bez. der Schnurbelastung beim Auswerfen, als das Hecht-, Zander- und Barschspinnen?!

Viele Grüße, Matthias
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