Hundert bis Null, wann kommt der Biß?

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Spinnfischen ausdiskutiert werden.

Wann habt Ihr die meisten Kontakte auf Blinker & Co auf Mefos von der Küste?

Direkt nach dem Eintauchen (Plus 5 Kurbelumdrehungen)
13
17%
Auf "halber Strecke"
12
16%
Auf die letzten Meter
4
5%
Sowohl, als auch.......
47
62%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 76

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Angelmann
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Beitrag von Angelmann »

Moin!

Dank an alle, die mit gemacht / gestimmt haben :+++: Ich hatte das ja schon fast vergessen hier :oops

Warum habe ich die Frage gestellt:

Beim Fliegenfischen und beim Fischen mit Spiro gibts bei mir ne ganz klare Regelmäßigkeit: Ich habe auf jede Distanz gefangen. Also gehe ich davon aus, dass allein der Reiz der Fliege und deren Spiel die Fische betören. Und sonst nichts.

Bei Blinkern und Wobblern sieht meine persönliche Erfahrung ganz anders aus:

Geschätzt (ich führe nicht Buch) um 70 % der Fische stiegen nach dem Eintauchen ein :o und der Rest meistens kurz vor den Füßen. Also auf halber Strecke die mit Abstand wenigsten.

Diese Erfahrungen habe ich schon zu dem Beginn meiner Fischerei auf Mefos gemacht, vielleicht fische ich deswegen auch ein büschen anders....

Ich geh davon aus, dass zusätzliche Reize die Fangquote erhöhen. Das Eintauchen des Köders erzeugt neben den besonderen Druckwellen auch ne Luftblasensäule, aus der der vermeintliche Beutefisch flieht.....
Deswegen fische ich nicht nach Standard: So weit wie möglich werfen und kurbeln.........gerne auch fächerförmig ;) -Sorry, so sehe ich die meisten "Kollegen" an der Küste-. Bis zu den Augen ins Wasser, werfen bis nach DK oder Polen und kurbeln.......
Ich fische die Strecken eher punktuell, d.h. ich versuche, meinen Blinker so zu platzieren, dass er überall mal eintunkt, und eben nicht nur auf max. Reichweite. Wie oft habe ich Fische gefangen, an denen mein Köder schon ein paar mal vorbei geführt wurde (vermeintlich) und erst nach dem Wurf mit halber Distanz hat es Rums gemacht........Wie gesagt ist nur meine Theorie............

Die gefangenen Fische vor den Füßen bestärken noch meine Theorie: Ich gehe davon aus, dass diese dem Blinker schon ne Zeitlang folgten (Folgen heißt für mich, dass die Reize des Köders eben nicht ausreichten um den Fisch zum Beißen zu verführen) und erst kurz vorm Ufer heißt es für den Fisch: Sekt oder Selter`s.................Natürlich auch nur meine Theorie ;)

:wink: :wink:
___________________________________
TL......Frank.......Bild
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wobbler michi
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Beitrag von wobbler michi »

?Da kann ich dir und deiner Theorie nur recht geben!
Bin aber anders drauf gekommen,wenn ich immer voll durchziehe,
und dann einen kurzeren Wurf hatte( Wind , schlechte Ausführung,) :c
habe ich nach wenig Umdrehungen eine Meerforelle gefangen :+++: ,wo ich
vorher gerade mit mehr Anlauf,und gleichen Köder keinen Erfolg hatte.
Dann habe mal paar lustlose Wurfe gemacht,siehe da,Meerforelle am
Haken.
Gleiches gilt aber auch nach Köderwechsel,oft beim ersten Wurf der Biss ;) .
mehr oder anderer Reiz?
Gruß wobbler michi

Bedenke, nur ein Köder im Wasser fängt Fische
Gast

Beitrag von Gast »

Schön geschrieben Frankie! Genauso sieht es aus, würden die Fische nur in "Polen" stehen, könnten wir die Fliege wohl wieder einpacken. Deine Theorie läßt sich auch 1 zu 1 auf das Fliegenfischen anwenden :+++:
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HO!GER
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Beitrag von HO!GER »

@ angelmann

Das ist doch mal ne Theorie :+++: .
Und absolut sauber präsentiert und dazu logisch.

Auch wenn ich beim Spinnfischen eher Nachläufer zu verzeichnen
habe,bei meinen 7 Fliegentrutten wurde fast immer auf »Distanz«
gebissen.Ich dachte aber das liegt an meiner Reichweite...

Egal,schöner Thread...
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Vossi
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Beitrag von Vossi »

Angelmann hat geschrieben: Bis zu den Augen ins Wasser, werfen bis nach DK oder Polen und kurbeln.......
das lass jetzt aber nicht einen gewissen Herren lesen.....der verklagt Dich glatt, weil keiner mehr seine Mefokurse buchen will :grin:
Angelmann hat geschrieben:
und erst nach dem Wurf mit halber Distanz hat es Rums gemacht........
und da hake ich gerne mal ein.........
Die EIntauchtheorie finde ich klasse und ich denke auch nicht ganz unrichtig..........Deshalb lege ich auch nicht nur Spinnstops ein, sondern gebe dem Köder auch mal 'nen kräftigen Ruck in Verbindung mit ein paar fixen Kurbelumdrehungen.......und da rappelt es halt bei mir am meisten auf mittlerer Distanz.....Vielleicht ist es einfach das Ausbrechen des "Opfers", oder wie bei Dir das EIntauchen........Ein Schlüsselreiz, der zum zuschnappen reizt..... :wink: :wink:

War aber von den ganzen Antworten hier zum Teil echt aufschlussreich....sehr gute Idee gehabt Frank :+++:

:wink: :wink: :wink: :wink: :wink: [/b]
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Bild
Gast

Beitrag von Gast »

Das Thema ist zwar schon älter, aber ich gebe trotzdem mal meinen Senf dazu.

Neben allen anderen Varianten, habe ich im Frühjahr damit Erfolg gehabt, gezielt größere Sandflecken im Leogrund anzuwerfen und dann den Blinker bis zum Grund taumeln zu lassen.

Die Bisse kamen immer beim wieder anziehen und erstaunlicherweise waren es immer große Fische ü60. (Ist das groß? Für mich ja!)

Uli
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Fynn_sh
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Beitrag von Fynn_sh »

Egal ob das Thema älter ist, es ist auf jedne Fall sehr interessant :+++:

Die Technik von Uli habe ich auch schon von einigen gehört, allerdings eher bei Nachläufern. Also vor den Füßen nochmal aufn Grund mit dem Köder und dann beim Andrehen... ;)

Die Theorie von Frank hört sich für mich aber auch sehr schlüssig an!
Bin eigentlich auch so einer, der immer bis nach Polen oder DK wirft :oops
Das werde ich auf jeden Fall mal ändern und mal gucken ob sich was ändert ;) Wird gleich ausprobiert :oops
Bisher habe ich ca. 90% oder mehr Fische im Spinstop gefangen, liegt aber sicherlich an meiner sehr schnellen Führung und das ich hauptsächlich mitm Snaps fische.
Ein Snaps an gespannter Schnur absacken lassen...da würde ich als MeFo auch raufknallen :l:
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
:ironie:
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