Liebe Kollegen,
Dankeschön! Das Griffempfinden auf den Nähten ist bei Rutenbauern immer Thema:
Manche verwenden deshalb Kontaktkleber der weicher bleibt, als z.B. mein 2K UhU Endfest den ich nutze. Was ich fest gestellt habe ist, dass je exakter gearbeitet wird, also die Nahtstellen genau aufeinander liegen, umso softer fühlt es sich an. Hier in diesem Fall ist es mir recht gut gelungen und der Griff liegt dermaßen anschmiegsam und samtig in der Hand, dass ist echt grandios. Manchmal im laufenden Betrieb nutzen sich Kork und Duplon leicht ab und die Nähte treten etwas hervor, dass dauert aber eine ganze Weile und dann schleift man es ganz fein kurz nach.
Man sollte in diesen Griffen nicht mit Fingernägeln drin rumbohren um sie zu testen, obwohl Druckstellen sich wieder regulieren, können dadurch bleibende Marken entstehen. Also keine "böswilligen" Tests!

Diese Materialmixe wie meiner jetzt, geben eine einmalige Optik und Haptik, auch Duplon ist nicht gleich Duplon und das sollte durch einen respektvollen Umgang gewürdigt werden. Dann sind es unvergleichliche Handschmeichler, die jeden Stangerutengriff alt aussehen lassen! Da gibt es ja mittlerweile auch schon Duplongriffe auf FF Ruten, aber das sind vor allen Kostenkiller wegen des teuren Korks und in der Regel schon optisch total gruselig. Duplon ist für Rutenbauern deshalb sehr reizvoll, weil es sich viel leichter als Holz, Birkenrinde etc. verarbeiten lässt, Farben und Muster sehr leicht ermöglicht und auch im Schleifen des Griffes sehr einfach ist. Ich habe diesen Griff in ca. 30 Minuten fertig geschliffen, mit Powerfeile und Schleifbrett mit Schleifvlies. Wenn sehr unterschiedliche Materialhärten zusammen kommen, also Holz und Duplon oder Holz und Kork, Plaste, dann vergehen mitunter einige Tage bei langen ZH Griffen bis ich sie fertig geschliffen habe.
LG,
Frank