besser Niedrigwasser oder besser Hochwasser

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
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Bernd Ziesche
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besser Niedrigwasser oder besser Hochwasser

Beitrag von Bernd Ziesche »

Hallo allen Merforellenanglern :wink: .

Unter welchen Bedingungen fischt ihr am liebsten (basierend auf der Erfahrung, dass dies erfolgreicher ist) auf die Küstenmeerforelle ?
Bei hohem Wasserstand oder bei niedrigem Wasserstand ?

Die meisten Küstenfischer, die ich kenne oder getroffen habe, bevorzugten sehr klar hohes Wasser an der Küste.

Ich selbst kann dies nicht bestätigen. Ich habe oft auch bei niedrigem Wasserstand gut gefangen.
Meiner Erfahrung nach gibt es Plätze, die fangen bei hohem Wasser oft gut und Plätze, die fangen bei niedrigem Wasser oft gut.
Und nicht wenig Plätze fangen aus meiner Sicht unter beiden Verhältnissen gut oder schlecht.

Mein Interesse gilt hier ganz besonders den Plätzen ausserhalb des Tideneinflusses !

Eure Meinungen ?

Gruß,
Bernd
www.first-cast.de
Fliegenfischerschule
Gast

Beitrag von Gast »

Moin Bernd,
wie so oft im Leben:

"Es kommt darauf an".

Wenn die Stelle bei Niedrigwasser ein Waten an viel tiefere Stellen erlaubt ist das m.E. nicht verkehrt.
z.B. : Dahme bei stark ablandigen Winden - dann kanst du immer noch sehr tiefe Stellen erreichen die vorher den BB oder Bootsfahrern vorbehalten waren.

Ansonsten mag ich persönlich lieber "dickes Wasser" und Wind von vorne - zumindest beim angeln ;)

Gruß Stephan :wink:
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Bernd,

bei meinen Spots habe ich beobachtet, dass ich an einigen Stellen überwiegend bei Hochwasser und bei anderen eher bei Niedrigwasser Mefos fange.

Da sehe ich aber auf jeden Fall einen Zusammenhang mit dem Wind. An Spots, die ohnehin gute Nahrungsangebote aufweisen, fange ich auch gut bei Niedrigwasser (ablandiger Wind). Vorteil: ich kann dann auch mal die Kanten abfischen. Hochwasser bewirkt hier nicht unbedingt, dass ich mehr fange.

Andere Spots, die über wenig Nahrungsangebot verfügen sind natürlich bei Hochwasser wesentlich attraktiver. Nahrung wird an die Küste getrieben.

Ich spreche hier natürlich zunächst einmal von meinem Home-Spot - der FleFö :wink:
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Wie ich Bernd einschätze, steckt hinter dieser Frage meer :-q:

Aber einfach mal eine Meinung, ich fische bevorzugt den hohen Wasserstand und den auflandigen Wind. Habe aber auch schon bei spiegelglatter klarer See gefangen, wenn keine Welle ging und der Wind Pause hatte.

Einen Sinn darin zu entdecken, blieb mir bisher verborgen. Der auflandige Wind in akzeptabler Geschwindigkeit für die Fliege und die damit verbundene Wasserbewegung waren mir bisher die wichtigsten Anzeichen, um einen Strand zu wählen.

Das Riff in Dahme, nicht das am Leuchtturm, war bisher fischig bei auf- und ablandigen Winden. Auflandig bedeutete oft Mefo, ablandig war besser für Dorsch.

Falls das Jemand liest, das Riff ist unmöglich zu finden :oops und vom Leuchtturm aus muss man über 800 Meter nach rechts laufen, an dieser unscheinbaren Bucht entlang.

An neuen Stränden würde ich auf den Wasserstand achten, würde Auflandig bevorzugen und nicht zu leicht zu bewatendes Gebiet.

Wenn dann das Wasser noch hoch steht und Trübung hat, käme eine Micky Finn ans Vorfach.

Und sag jetzt bitte nicht, ich mache Alles falsch :cry: :lol:
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Vossi
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Beitrag von Vossi »

Moin Bernd,

da sprichst Du was an :grin:

ganz klar abhängig vom Spot, den man zu befischen gedenkt.
Es gibt einige Stellen, an denen man mit allen Bedingungen gut leben kann ... dann wiederum sind einige Strände wie geschaffen, um bei flachem Wasser die Strömungsrinnen, in denen dann das Kleintierleben tobt zu beackern (wo im zeitigen Frühjahr der flache Küstenabschnitt mit den knietiefen Riffen bei Flachwasser wesentlich interessanter wird), oder weil man bei normalem, oder höherem Wasserstand gar nicht an diesem Abschnitt fischen kann.
Hoher Wasserstand und Welle ist eigentlich auch für mich immer wieder sehr interessant, da sich das Fressen dann teilweise vor den Füssen abspielt....
Aber genau so, oder so ähnlich hast Du Dich ja auch geäussert.....

Zusammengefasst : eigentlich sind alle Bedingungen in Abhängigkeit von Jahreszeit, Wassertemperatur und (meiner Meinung nach ganz wichtig) Strömungsverhältnissen gut und fängig.......

es kommt halt drauf an
;)
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Angelmann
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Re: besser Niedrigwasser oder besser Hochwasser

Beitrag von Angelmann »

Bernd Ziesche hat geschrieben: Ich habe oft auch bei niedrigem Wasserstand gut gefangen.
Meiner Erfahrung nach gibt es Plätze, die fangen bei hohem Wasser oft gut und Plätze, die fangen bei niedrigem Wasser oft gut.
Und nicht wenig Plätze fangen aus meiner Sicht unter beiden Verhältnissen gut oder schlecht.
Dito :grin:

Ansonsten: Ablaufendes Wasser geht gut. Extremes Hochwasser ist doof.... :wink:
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Jelle
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Beitrag von Jelle »

viele meiner lieblingsstellen werden nervig zu befischen bei hohem wasser wegen des wenig rückraumes :cry:

zum glück kann man dann ja noch ausweichen auf andere plätze oder die flossen anschnallen :grin:

hoch oder niedrig ist mir meist nicht so wichtig aber wenn fällt oder steigt strömt es und das finde ich immer noch am besten :!:
Gnilftz

Beitrag von Gnilftz »

Jelle hat geschrieben:viele meiner lieblingsstellen werden nervig zu befischen bei hohem wasser wegen des wenig rückraumes :cry:
Für mich sind dat dann die Momente für die 2Hand, da ich mit dem Teil vernünftig switchen kann. Mit der Einhand habe ich da Defizite... :oops ;)

Ansonsten muss man sich halt an die Gegebenheiten anpassen und so fischen, wie Vossi schreibt.
Vossi hat geschrieben: ganz klar abhängig vom Spot, den man zu befischen gedenkt.
Es gibt einige Stellen, an denen man mit allen Bedingungen gut leben kann ... dann wiederum sind einige Strände wie geschaffen, um bei flachem Wasser die Strömungsrinnen, in denen dann das Kleintierleben tobt zu beackern (wo im zeitigen Frühjahr der flache Küstenabschnitt mit den knietiefen Riffen bei Flachwasser wesentlich interessanter wird), oder weil man bei normalem, oder höherem Wasserstand gar nicht an diesem Abschnitt fischen kann.
Greetz
Heiko :wink:
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piscator
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Beitrag von piscator »

Moin,
interessantes Thema -- ich bevorzuge ganz klar Niedrigwasser. Dann sind die Einfallschneisen viel besser definiert -- mehr Fisch auf kleinerem Raum.
TL, Juergen
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wobbler michi
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Beitrag von wobbler michi »

Ich fische auch lieber bei auflandigen Winden und hohen Wasserstand,
Habe aber auch Stellen , wo ich bei niedrig Wasser in die Nähe der Strömungskante waten kann und dann sind das meine Topstellen :+++:
Gruß wobbler michi

Bedenke, nur ein Köder im Wasser fängt Fische
Gast

Beitrag von Gast »

Moin Bernd,
leicht auflandiger Wind,damit auch meist schon etwas höheres Wasser und eine erkennbare Trübungslinie in Reichweite der Fliege..

Diese Gegebenheiten liebe ich. :l:

Aber wir fischen und fangen ebenso bei niedrigen Wasserständen und daher lege ich grösseren Wert auf unberührte Strandabschnitte,abseits aller Angeltouristen.

Gruß,Heiko. :wink:
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Achim Stahl
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Beitrag von Achim Stahl »

Moin Bernd,

ich stehe auf stark ablandigen Wind, extremes Niedrigwasser und dann raus auf die Sandbank vor der Rinne unter Land. Am besten an eine Stelle, an der dieSandbank unterbrochen ist und die ganze nahrungsreiche Suppe aus der Rinne nach draußen fließt. Geiler geht es gar nicht, sieben Windstärken von links hinten, pflastern bis zum Horizont und fast immer reichlich Fisch :-f: .

Falls jemand wissen will, wo diese Stellen sind, gebe ich sie hiermit öffentlich bekannt:


Westliche Ostsee! :grin: :grin: :grin:


Viele Grüße :wink:

Achim
Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Fischlein her.

www.serious-flyfishing.de
Bernd K.
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Beitrag von Bernd K. »

@Achim!

Du meinst Eckernförder Bucht! :wink:

Gruß
Bernd
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cojote
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Beitrag von cojote »

Er meint Weissenhaus :insider:

Cojote
" Die Rückkehr des Mefi-Ritters "
Gast

Beitrag von Gast »

hmm... also gefangen habe ich schon bei beiden bedingungen...

was ich aber bevorzuge ist auflaufendes wasser, zum beispiel nach extremem niedrigwasser, denn:

-es entsteht eine gewisse trübung.....ich habe bisher bei gakeiner trübung nur mäßigen erfolg gehabt......

-durch die strömung kommt leben in´s wasser

-meerforellen werden durch die bewegung aktiv und bekommen appetit




schönen tag noch :wink:
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