Ihr habt da wirklich sehr interessant diskutiert

und ich würde gerne weiter lesen :l:
Seit ich meine erste Fliegenrute hatte, faszinierte mich die Zweihand. Ich hatte keine Ahnung vom Werfen und eigentlich auch nicht, wofür ich die brauchen könnte.
An Lachse dachte ich noch nicht, an so verrückte Sachen wie einen Wels mit der Fliege zu fangen auch nicht, aber was mir gefiel, war der Griff der Zweihand
Dieser längere Kork, in Gedenken an meine geliebten Spinnruten, die neue Fliegenrute hatte nur so einen kurzen Griff und so einen komischen Knauf hintendran, wofür soll der sein?
Nach einiger Zeit gelang mir der "große Wurf", die erste Zweihand kam von England per Zusteller. Ausgepackt, angeschaut, nee, nicht gewedelt, erstmal die Rolle dran und genossen. Tagelang.
Irgendwann kam ich auch auf die Idee, mal eine Schnur für die Rute zu besorgen

also draufgezogen und erste Wurfversuche. Wie das ging mit der Schnur, auch vorher mit der Einhand, wußte ich nicht, hatte es nie zuvor gesehen und niemand zeigte es mir.
So stand ich dann mit meinem kleinen Nobelrütchen am Strand, zupfte vorsichtig die Leine aus der St. John, schwang die Rute zurück und vor. Ich freute mich über jeden Meter und irgendwann waren es bestimmt 10 Meter. Von Schussköpfen hatte ich ebenfalls nicht gehört.
Ein weiterer Fehler war, die Schnur nach jedem Wurf wieder einzukurbeln

anstatt mit den Fingern zu zupfen. So zog ich also nach jedem Einholen die Schnur erneut von der Rolle und wedelte fleissig weiter.
Ein netter Däne schaute kurz zu und murmelte mir dann etwas verdruckst zu: ist schlechtes Wetter heute...
Erst etwa ein Jahr später erbarmte sich ein Kollege und erklärte mir, wie das eigentlich gehen soll. Ich hatte über ein Jahr gewedelt wie der Dorfseppel
Mit anderen Worten, ich wäre froh gewesen, mich vorher mit den Dingen theoretisch auseinander gesetzt haben zu können, doch es war so wie es war. Nun lernte ich und fragte, sobald ich Jemanden traf.
Wie ich Matthias kenne, ist da eine ernsthafte Überlegung im Gange
Ach ja, das Ende der Geschichte, meine kleine Zweihand, es war übrigens eine kurze 3,20 m Zweihand # 8, aber Ultralight, zerlegte ich Anfang des Jahres und trauere heute noch um das Stöckchen.
Mit dieser Rute kam ich wunderbar klar und ich nutzte die Einhand fast gar nicht mehr. Nicht, weil ich weiter werfen konnte, sondern einfach nur, weil mir die Optik des Rütchens besser gefiel :grin: und diese kleine Zweihand einhändig und beidhändig geworfen werden konnte!
Vor ein paar Tagen hatte ich eine # 6 Z-Axis in der Hand, 12 Füsse und sowas von leicht mit herrlicher Aktion, da kam ich wieder ins Grübeln.
Dennoch fische ich im Moment die Einhand, obwohl mir der Griff nicht gefällt

und werfen kann ich beide noch nicht
Ingo Dege hat geschrieben:Wir sehen uns - glaube ich - in Kappeln zum Bindetreffen. Da können wir das mal "live" ausprobieren....
Bitte nach den Bindevorhaben

, am Sonntag ist dann "Zweihandkontest"
