Vorfachtaper

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
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knoesel
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Beitrag von knoesel »

Die einfachste und billigste Lösung hatte ich schon mal beschrieben:
Schlagschnur.
Die gibt es auf Spulen mit 5 x 15 m, verjüngt von 60 auf 28 (oder so) und ich schneide mir aus der Mitte die passende Länge raus.
Die Spule kostet ca. 9 EUs für 5 gezogene Vorfächer. :-o :wink:
Wir können den Wind nicht ändern -
aber die Wurfmethode anpassen.
;)
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Gast

Beitrag von Gast »

Die günstigste Lösung sind IMHO Polyleader. Hält min. 1 Jahr und vorne musst Du nur noch etwas Tippet antüddeln. Das Ganze dann fest mit der Fliegenschnur verbunden, dann hast Du auch den Ärger mit dem Vertüddeln am Spitzenring nicht mehr...

T
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Mattes36
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Beitrag von Mattes36 »

Hi Tobsn,
TOBSN hat geschrieben:Das Ganze dann fest mit der Fliegenschnur verbunden ...
wie machst Du das mit einem Polyleader?

Gruß, Matthias
Gast

Beitrag von Gast »

Hinten an der dicksten Stelle abschneiden und dann beide Enden (Fliegenschnur - Polyleader) mit einem Geflechtschlauch verbinden. Abbinden, Aquasure drüber, fertig... Ist Jan's Verfahren, nicht dass ess heißt ich will mich hier mit fremden Lorbeeren schmücken.

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Ralph Hertling
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Beitrag von Ralph Hertling »

Ich nochmal!! ;-)

@mysis
Alles klar ... mach mal ... und viel Glück!!

@Müller
Hört sich gar nicht mal SO schlecht an. Das ist auf jeden Fall auch einen Versuch wert. Wenn man es gut werfen kann und tatsächlich die Fische nicht verscheucht ... werde es mal probieren, auch wenn ich "nur" 0,60er da habe. Naja ... ich fische ja auch nur ne 6er Leine. :-)

@Knoesel
Sorry ... aber den kannte ich noch nicht. Ich kenne mich da auch mit Schlagschnur nicht so aus. Kannst mal nen Tipp ... Fabrikat oder Link dazu geben?
Wäre echt schick.
Ich habe im Moment echt Lust auf Experimentieren!!!

@ThomasL.
Also ... das mit der Stren zum MeFoSeminar würde mich sehr freuen. ein paar Meter reichen ja um sich ein Testforfach davon knüpfen zu können und um sich ein Bild zu machen WIE geschmeidig sich das wirft und abrollt.
Vor allem das mit dem Geschmeidigwerden wenn nass macht mich neugierig. Bin sehr gespannt!!
Ich kenn' das inzwischen auch wieder mit dem Abwägen zwischen Sport und Fliegenfischen ... aktuell hab' ich aber Regeneration, heute noch. ;-)
Wenn ich denn mal an der Küste stehen sollte lasse ich sowieso alle paar Würfe das Vorfach durch die Fingerspitzen gleiten, insbesondere wenn es noch oder schon dunkel sein sollte.
Oft genug hört man, wenn das Vorfach mit Fliege vorzugsweise in der Luft an einem vorbei fliegt, auch ob sich da ein kleines Getüddel in der Leine breit macht.
Gerne strecke ich das Vorfachmonofil mit ein paar Zügen der bloßen Hand ein wenig wenn ich einen noch nicht zu gezogenen Knoten früh genug lösen konnte. "Normale" Vorfachglätter entwickeln mir zu viel unkontrollierbare Wärme.

@all
Vielsten Dank nochmal für die rege Beteiligung ... dadurch ist es bislang ein sehr informativer Fred geworden ... sehr schick!!

TL
Ralph
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Ralph,
z.B. Climax Surfline Taper 5x15 m von 0,48-0,28 .. habe ich bei ebay entdeckt, aber aus einem anderen Grund.

Der Torsten, eventuell kennst Du ihn, ist aktiver Casting Sportler und hat in diesem Zusammenhang doch die eine oder andere innovative Idee, was das Üben auf der Wiese unterhaltsamer gestaltet. Aktuell sind es 20 m Schußköpfe .... um solche „Dinger“ zu werfen braucht es eine saubere Rutenführung und optimale Zugunterstützung. Er hat sich aus einer 9er DT intermediate (so ein „Mill End“) etwas gebastelt, meiner einer aus einer alten 5er DT.

Casting Sportler verwenden ja ausgesprochen dünne monofile Schußschnüre ... knoten/spleißen aber ein Stück so ca. 5 m dickeres Monofil direkt an den Schußkopf ... das nennt sich wohl „Handleine“, hinten dran die 20er oder 25er ? durchaus vergleichbar mit einer Schlagschnur ...

Ich habe bei meinem „Ding“ direkt 35er Stren in die Seele gezogen ... Nachteil ... ist diese vor dem Spitzenring bricht der Wurf ein wenig zusammen .. da die Kraftübertragung von dem sehr dünnen Monofil zum dicken Schußkopf eher schlecht ist, zumal da irgendwie 20 m plus Vorfach in der Luft unterwegs sind. Diese Climax Surfline Taper würde sicherlich eine prima Handschnur abgeben, ja ist vielleicht sogar sinnvoll zu fischen?? ... wenn ich z.B. die Lawson Crosswater Runningline (mein Favorit) in der sehr geschmeidigen 20 lbs Variante verwenden würde. Den Knoten (Blood Knoten) zwischen Handschnur und Running Line dann meinethalben mit Loon Knot Sense überziehen .... das sollte gut durchgehen ...

Viele Grüße Thomas
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knoesel
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Beitrag von knoesel »

@ snoekbaars:
Meine Spulen kommen von CORMORAN: "Taper Tip" Schlagschnüre
0,30 - 0,60 mm (5 x 15 m) :wink:
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Müller
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Beitrag von Müller »

hatte letzt auch die idee mit den schlagschnüren. nu frage ich mich aber, ob die ganze geschichte auf 3 metern deutlich jünger wird. ich mein nur, weil die ganze geschichte ja 15 meter lang ist. wenn ich die teile aufspule, merke ich da in der mitte auf 3 metern keine deutliche verjüngung :q:

mich interessieren eh nur die 3 meter vom dicken ende, wo man denn so polyleadermäßig nen pitzenring ranballert und nur die spitzen austauschen braucht.
wer babyrobben kloppt, der fi..t auch kinder!!!
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Guten Morgen allen hier.

Hatten wir dies Thema nicht schon einmal vor geraumer Zeit ? :oops 8) :grin: Hier wäre vielleicht ein Moderator gefragt :wink: .

Erstaunlich finde ich es, wie man eine komplette Saison mit nur einem einzigen Vorfach fischen kann. Bei mir wäre das ausgeschlossen. Das wäre weit vorher am Verschleiss oder einigen Knoten zu Grunde gegangen :grin: .

Es ist sicher entscheidend, welche Fliegen man fischt. Bei meinen (beschwerten) Fliegen lassen sich die Vorfächer nicht mehr abrollen. Die Fliegen werden beschleunigt und ziehen am Ende des Wurfes das Vorfach lang. Da greift manch schöne Bilderbuchtheorie nicht mehr ...

Ich glaube auch nicht, dass ein Fluocarbonvorfach bei schnellem Einstrippen eine beschwerte Fliege weiter nach unten bringt , als dies an einem Standard-Monofilament der Fall ist.
Ansonsten geh ich mit Müller konform, was die Scheu der Fische anbelangt.

Natürlich gibt es Randsituationen, in denen mir ein Fluovorfach z.B. eine kleine (unbeschwerte) Mysis an der Schwimmschnur bei langsamer Führung optimal unter die Oberfläche bringt.

Mit einem Metallring mitten im Vorfach kann ich mich nicht anfreunden.
Auch, wenn das funktioniert.

Ich knote mein Vorfach an den meisten Tagen wie folgt:
0,40mm 1m , 0,35mm 1m , 0,30mm 1m und 0,25mm 1,2 - 1,5m.
Über 0,40mm ist mir zu dick.

Einem "Neuling" im Fliegenfischen würde ich zu einem Vorfach in Rutenlänge raten ! z.B. 0,35mm 1m , 0,30mm 1m und 0,25mm 1m
4m (oder längere) Vorfächer führen doch schneller zu Knoten ...

Wenn ich eine sehr kleine und leichte Fliege fische (eine die das Abrollen des Vorfaches gestattet) verwende ich die Ritz-Formel: 60% Kraftübertragungsteil, 20% Verjüngung und 20% Spitze

Gruss,
Bernd
www.first-cast.de
Fliegenfischerschule
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knoesel
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Beitrag von knoesel »

Zu den Schlagschnüren muss ich hinzufügen, dass ich diese (auf ca. 5m zurechtgeschnitten) lediglich für die Zweihand nutze.

Ansonsten ist mein Richtwert für die Einghand: 1,5 x Rutenlänge.
Die Spitze richtet sich nach Größe und Gewicht der Fliege: bei schweren = 50cm, bei leichten ca. 80cm plus.

Das Thema hatten wir schon mal (Zustimmung zu Bernd) und die Ritz-Formel habe ich auch für das Schnippeln von Schussköpfen aus DT-Schnüren ausprobiert. Ziemlich aufwändig, aber funktioniert.
:wink:
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Ralph Hertling
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Re: Vorfachtaper

Beitrag von Ralph Hertling »

Moin zusammen!

@bernd + Knoesel
Klar hatten wir das Thema Vorfach schon öfter.
Aber in meiner Initiativmail zu diesem Thread hatte ich eine Frage zu einem ganz speziellen Gesichtspunkt gestellt.
snoekbaars hat geschrieben:Dieser klassschen Knüpfungsweise gegenüber fragte ich mich doch schon des öfteren warum man nicht über die gesamte Vorfachlänge in generell gleich langen Stücken tapert.
...
In diesem, meinem Falle würde ich jetzt bei 0,50er beginnend bis 0,30er runter tapern. 50er-45er-40er-35er-30er. Macht also 3,20 Meter geteilt durch 5 ergibt 64 cm für jedes Einzelsegment.
...
... hat man dann nicht ein noch viel harmonischer und gleichmäßiger abrollendes Vorfach?!?
Wenn nein ... warum nicht???
...
... speziell beim Meerforellefischen vielleicht nicht ganz so bedeutsam ist, wie smooth ein Vorfach abrollt und dass ...
...
Zudem fische ich ja auch sonst mit der Fliege, wenn ich Gelegenheit dazu finde.

Was haltet ihr davon?!?
Ich habe (auch vorher schon) ein wenig im Board gesucht und ganz viele sehr konstruktive Threads zum Thema Vorfach und Teilung desselben gefunden. Aber auf gleichmäßige Teilung war in dem was ich auch soeben alles gelesen hatte bislang nicht eingegangen worden.

Dieser Gesichtspunkt interessierte mich aber nun besonders.
Eventuell hat das ja vorher jemand sogar so schon mal ausprobiert.
Hätte ja sein können.

Ich werde übrigens auch mal probieren wie es ist, wenn man mit kurzen Stücken höheren Durchmessers in der Butt-Sektion beginnend die Segmete der Teilung bis zum Tippet VERLÄNGERT ... um einen bestimmten Prozentsatz.
Möglicher Weise verbessert dies den Kraftfluß ganz besonders (ähnlich der Verjüngung einer Fliegenschnur zur Spitze hin).

Bis später
Ralph
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