Gewicht des Tapers GuideLine Tricast Float #8, 10,50 Meter ?

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
Hardi

Beitrag von Hardi »

Vossi, immerhin kommt noch das Wort "....stil" in Bezug auf meine werferischen (nicht-)Fähigkeiten vor .... Danke dafür! :lol:

Bernd, danke nochmal für die Erklährung. Bin auch übebrascht wie groß der Schritt, eine Klasse höher, in ein und der selben "extrem" steifen und schnellen Rutenserie sein kann. Kommt mir in diesem Fall aber entgegen. Ein Modell aus dieser Serie in Klasse 5 fische ich ja auch schon mit Begeisterung.

Gruß Thomas
MichaelSt.
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Beitrag von MichaelSt. »

Tach Leute,

ich denke mal, die AFTMA-Diskussion wird es immer geben.
Vor allem: Was ist denn nun der Standart?
Einige Rutenhersteller könnten zumindest schon mit ihren
Grammangaben dem Käufer einen wesentlichen Anhaltspunkt geben.
Scierra tut's schon, meine leichte ZH von Snowbee hat's auch draufgedruckt.

Gerade bei den Zweihandruten schlagen z.B. unsere amerikanischen
Freunde voll über die Stränge (an 8/9er-Ami-Stöcken werden teilweise
10/11 "Europa-Köpfe" gefischt, an 6/7er Ruten 450 Grain Skagit-Köpfe etc).

Wie können solche Abweichungen entstehen?

Wer darauf eine Antwort hat, gerne zu mir damit.


Ein im Wald stehender
Michael
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Fyggi
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Beitrag von Fyggi »

@ Bernd
Der Designer hat in beiden Fällen einen guten Job gemacht. Der letzte Kunde hätte im Katalog lesen sollen, dass die eine Rute für "Profis" und absoltes Distanzwerfen gedacht ist.
Das sehe ich nicht ganz so :oops denn genau darin liegt doch das Problem (mal von AFTMA abgesehen, eigenes Thema, aber ähnlich): wenn ich eine 6er Rute kaufe, soll es eine 6er Rute sein! Und den Begriff 6er Rute mache ich am "optimalen", maximalen (gesamte Keule) Wurfgewicht fest.

Als wir das erste Mal blauäugig eine 5er TCR mit einer 5er Cortland 444SL bestückten, haben wir uns nur gewundert, warum wir das Ding nicht aufladen konnten.

Nachfolgend habe ich auf einer engl./amerk. Seite einen Bericht über 5er Ruten gelesen (muß mal schauen, ob ich den noch finde). Dort hat man die Ruten nach der CommenCent (heißt so, glaube ich) Methode versucht zu vergleichen. Wie auch immer, Fazit war, dass hier z.B. die 5er TCR mindestens einer 6-7er Rute entsprechen soll.

Was macht das für einen Sinn? Wenn auf Shootouts eine 5er Rute vorgeschrieben ist und alle die TCR nehmen, weil sich damit grössere (schwere) Schnurmengen in der Luft halten lassen (weil sie eben KEINE 5er ist, mag das ja in Ordung sein.
Aber im Sinn einer Möglichkeit des Vergleichens ist das nicht! Und wenn man dann noch AFTMA nimmt......

Wenn die Werbung bzw. der Designer bei gleicher Klasse die verschiedenen Taper hervorhebt (parabolisch, progressiv oder wie auch immer) muss das doch reichen, den Charakter der Ruten zu beschreiben :q:
Jemand möchte in einem kleinen Bach auf durchschnittlich 8 bis 10m Distanz präsentieren. Der Rutendesigner baut ihm eine Rute der Klasse 6

Dann soll er eine 4er nehmen... :oops


Meint Mark
Hardi

Beitrag von Hardi »

@Fyggi,
schau doch mal nach den "Werten" der DanCraft FT905-4 und FT905-6 auf der Seite nach. :o Das war mir aber vorher bekannt (auch auf Grund der Angaben, auf einer sich auf CommonCents beziehenden Internetseite), und die Ruten wurden dementsprechend auch eine Klasse niedriger aufgebaut. ;)

Habe gestern am späten Nachmittag nochmal eine Anfrage an Guide Line geschickt, über das Gewicht der 10,50 Meter langen Taper der Guide Line Schnüre Tricast Float in #7 und #8.
Heute morgen war die prompte Antwort in der E-mail :+++:

Die Tricast wf Float #7 wird mit 18 gr und die 8# mit 20gr von Guideline angegeben.

Gruß Thomas.
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Mattes36
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Beitrag von Mattes36 »

Moin Thomas,
Hardi hat geschrieben:Die Ttricast wf Float #7 wird mit 18 gr und die 8# mit 20gr von Guideline angegeben.
das ist ja heftig :o ... für "normale" Ruten ist das meiner Meinung nach zu schwer für die jeweilige Rutenklasse (+2g). Für richtig schnelle und spitzenbetonte Ruten wie Deine FT mag das ja funktionieren, da paßt dann eine 6er Schnur auch zur 6er Rute ;)

Du kannst Dir ja mal den Spaß machen und die Werte für Keulengewicht und -länge in meine Tabelle eintragen. Die Rutenempfehlung die hinten rauspurzelt (basierend auf meinen Erfahrungen), liegt um eine Klasse höher, als die AFTMA-Angabe des Herstellers für die Schnüre. Da kommt man schon ins grübeln :-q:

Viele Grüße, Matthias
Hardi

Beitrag von Hardi »

Moin Matthias,
ich sehe es so, dass die Tricast als "Schußkopf" ausgelegt ist, in desem Fall nur durchgehend - ohne Schlaufe.
Gruß Thomas
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Fyggi
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Beitrag von Fyggi »

Hai Hardi,

dann kannst du also bestätigen, dass die von dir genannten Blanks eigentlich "falsch" klassifiziert waren!? Falsch im Sinn, dass die Schnur zur ausgewiesenen klasse definitiv zu leicht gewesen wäre?

Hier noch einmal der Link:

http://www.superbob.org/CC_Data.htm


Mark

(der sich den Kopf nicht nur über mögliche Spitzfindigkeiten zerbricht, sondern auch tatsächlich fischen geht... :grin: )
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Mattes36
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Beitrag von Mattes36 »

Hallo Thomas,
Hardi hat geschrieben:ich sehe es so, dass die Tricast als "Schußkopf" ausgelegt ist, in desem Fall nur durchgehend - ohne Schlaufe.
das spielt doch keine Rolle ... es ist egal, ob man das Gewicht der gesamten Keule einer WF oder das eines SKs betrachtet.

Die meisten Schnüre haben inzwischen ja kaum noch etwas mit der AFTMA-Klassifizierung zu tun und orientieren sich gewichtsmäßig an Schußköpfen und damit 1-2 AFTMA-Klassen nach oben. So wiegt z.B. die Keule meine 8er Loop MultiLine 18g, was eigentlich einer #10 entspricht. Mit einer 8er Rute funktioniert das auch wunderbar, sogar die rel. moderate 893er Loop YellowLine steckt das locker weg. Aber meine #7/8er HM2 Saltwater (opt. WG lt. Scierra 15,5g), die im Gegensatz zur YellowLine eine recht straffe Aktion hat, war mit dieser Schnur spürbar überlastet.

Und Du möchtest die 18g Deiner 6er FT zumuten? Na ich weiß ja nicht ... wenn das paßt, dann ist das keine 6er, sondern eher eine 8er Rute ;)

Viele Grüße, Matthias
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Fyggi
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Beitrag von Fyggi »

Hai Matthias,
wenn das paßt, dann ist das keine 6er, sondern eher eine 8er Rute
schau dir die Liste mal an, dann weißt du warum ;)


Mark
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Fyggi hat geschrieben:@ Bernd
Der Designer hat in beiden Fällen einen guten Job gemacht. Der letzte Kunde hätte im Katalog lesen sollen, dass die eine Rute für "Profis" und absoltes Distanzwerfen gedacht ist.
Das sehe ich nicht ganz so :oops denn genau darin liegt doch das Problem (mal von AFTMA abgesehen, eigenes Thema, aber ähnlich): wenn ich eine 6er Rute kaufe, soll es eine 6er Rute sein! Und den Begriff 6er Rute mache ich am "optimalen", maximalen (gesamte Keule) Wurfgewicht fest.

Als wir das erste Mal blauäugig eine 5er TCR mit einer 5er Cortland 444SL bestückten, haben wir uns nur gewundert, warum wir das Ding nicht aufladen konnten.

Was macht das für einen Sinn? Wenn auf Shootouts eine 5er Rute vorgeschrieben ist und alle die TCR nehmen, weil sich damit grössere (schwere) Schnurmengen in der Luft halten lassen (weil sie eben KEINE 5er ist, mag das ja in Ordung sein.
Aber im Sinn einer Möglichkeit des Vergleichens ist das nicht! Und wenn man dann noch AFTMA nimmt......

Meint Mark
Hallo Mark :wink:

Du hast es eigentlich ganz richtig beschrieben.
Du verwendest z.B. eine MED Fliegenschnur von 3M. Die hat eine extrem lange Keule. >20m ! Sie ist dafür gemacht, um eine sehr lange Leine in der Luft zu führen, und damit eine gute Basis für Distanzwürfe zu liefern.
Wenn Du diese Fliegenschnur in der Klasse 5 verwendest, läd sich die TCR Rute in Klasse 5 mit Sicherheit sehr gut auf, sobald die Keule ausserhalb der Rute ist. Und diese Kombination passt auch gut. Genau deshalb verwenden sie alle "Distanz(shootout)junkies" so gerne :p ...
Sage hat aber auch bereits im ersten Katalog diese Rute entsprechend beschrieben.

Wenn Du jetzt eine Kurzkeulenschnur in Klasse 5 verwendest, hast Du natürlich viel weniger Gewicht an der Rute, wenn Du mit der Keulenlänge arbeitest.
Aber dafür war diese Rute auch nicht direkt gedacht.

Wenn Du die Rute aber eben vielfach verwenden möchtest, so nimmst Du halt einen 6er Schußkopf und schon passt es wieder.

Ich hatte ja schon einmal hier geschrieben, dass es für das allgemeine Verständnis meiner Meinung nach leichter wäre, wenn auf dem 6er Schusskopf dann ein ähnliches Gewicht stehen würde, als wie es das für die >20m Keule der MED der Fall wäre. Wenn beide Gewichte dann mit der Wurfgewichtsangabe der TCR passen würden, wäre alles klar. Jedenfalls beinahe :grin: .

Die 5er TCR Rute IST ganz sicher eine 5er Rute.
Wenn ich Dir jetzt eine Rute designen würde, mit der Du eine 4er Fliegenschnur auf Distanzen von 8m in Deinem Bach präsentieren möchtest, so würde diese Rute schon bei 3 - 5m Flugschnur ausserhalb der Rute ein gutes Gefühl vermitteln.
Dass Du dann aber mit dieser Rute keine 4er MED Schnur komplett in der Luft halten könntest, ist auch klar. Würdest Du dann sagen, es ist eine 3er Rute :-) ?

Nochmal: Die Klasse ist immer in Verbindung mit dem gedachten Anwendungsbereich zu betrachten.
Die Schnurklassen werden zunächst an den Flugschnüren festgelegt ! Die Ruten werden dann passend für die Schnüre und den gedachten Anwendungsbereich designed. Wobei der Rutendesigner natürlich immer im Hinterkopf hat, dass der Käufer auch andere Anwendungsbereiche in Erwägung ziehen könnte. Soll heissen eine kleine Gradwanderung bleibt nie ganz aus bei der passenden Beschriftung und Beschreibung.
Aber das wäre auch bei Gewichtsangaben noch der Fall.

By the way ich möchte beinahe wetten, dass ich an der TCR Rute Klasse 5 auch eine Klasse 5 Cortland 44er verwenden würde.
Ich bin mir sehr sicher, dass ich keine 6er Schnur verwenden würde. Auch, wenn das noch gerade möglich wäre zu werfen.
Und für das Fischen auf kurze Distanzen würde ich die 5er TCR eh nicht verwenden. Genau dann wäre zweifellos eine 6er Cortland besser. Nur dann präsentierst Du auch die schwere Schnur ;-).

Komplexes Thema 8)

Gruss,
Bernd
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Fyggi
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Beitrag von Fyggi »

Hai Bernd,

komplex, aber immer wieder interessant (zumindest für einige :grin: )
Wenn Du diese Fliegenschnur (MED) in der Klasse 5 verwendest, läd sich die TCR Rute in Klasse 5 mit Sicherheit sehr gut auf, sobald die Keule ausserhalb der Rute ist.

Code: Alles auswählen

Wenn Du jetzt eine Kurzkeulenschnur in Klasse 5 verwendest, hast Du natürlich viel weniger Gewicht an der Rute, wenn Du mit der Keulenlänge arbeitest. 
Fragen über Fragen: warum? Ausgehend von Schnüren der Klasse 5 dürfte sich dieser große Gewichtsunterschied doch garnicht ergeben?
Würdest Du dann sagen, es ist eine 3er Rute :-) ?
Wie auch ich schon des Öfteren schrieb, halte ich absolut nichts von AFTMA. Deshalb wäre eine 3er Rute für mich eine Rute, die UNABHÄNGIG von der Länge, eine Keule von ca. 9 Gramm transportieren würde. Und für meine Vorlieben (z.B. 6-8 Meter Bach) würde ich entweder die bevorzugte Keulenlänge oder eine andere Schnurklasse wählen.

Was nützt mir eine 3er Rute, die eine 3er Schnur X bei 6 Meter gut präsentiert, also sich aufläd, aber unter der gesamten Keule (für den etwas weiteren Wurf...) einknickt?

Mich würde einmal das Gewicht der MED -sprich Keule- (kenne ich noch nicht, Nachfolger der XXD?) interessieren!

Wir sind uns doch bestimmt einig, das eine Rute einen Punkt hat, wo sie ein bestimmtes WG optimal transportiert= z.B. komplette Keule der MED an der TCR für Weitwürfe.

Wenn nun die Kurzkeule zu leicht sein soll und ich einen 6er SK nehmen soll, dürfte dieser meiner Erfahrung nach um die 14,5 Gramm wiegen (bei angenommenen 9,15 Metern).

Schrumpfe ich jetzt (theoretisch...) die Länge deiner gesamten MED-Keule auf 9,15 Meter ein, müßte sie nach deiner Argumentation ebenfalls bei diesen 14,5 Gramm liegen (weil 6er Kurzkeule empfohlen).

Und eine 5er Rute, die optimal 14,5 Gramm wirft, ist für mich eine 6er Rute und keine 5er Rute (die ca. 12 Gramm wirft) :oops

Meint Mark
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Ich sehe das so:

An der Flugschnur werden 9,15m vermessen und gewogen. Ergeben sich 10,4 Gramm hätten wir eine Klasse 6.

Der Rutenhersteller , welcher jetzt eine zu dieser Art Schnur passende Rute designen möchte, weiss dass die Keule aber gar nicht 9,15m lang ist, sondern dass sie 22m beträgt.
Er möchte aber eine Rute bauen, mit der man diese Keulenlänge gut dirigieren kann.

Also wird die Rute deutliche Kraftreserven haben. Und auch , wenn Klasse 6 drauf stehen wird, dürfte die Rute bei vielen Werfern mit einer anderen Flugschnur der Klasse 6 (bei der die Keule nur 9m lang ist) unterfordert sein.

Würde man jetzt aber die Gewichtsangaben verwenden, so würde mir das besser gefallen. Dennoch wird dann bald der erste kommen und feststellen, dass er ja zwei Schnüre passend zur Rute gekauft hat, welche aber "oh Wunder" ganz unterschiedliche Durchmesser auf den ersten Metern haben :-).

Aber noch zu Deiner Frage... man darf natürlich nicht ganz vergessen, dass bei einer längeren Keule auch höhere Schnurgeschwindigkeiten zum tragen kommen, wenn man 22m Schnur in der Luft hält. Diese ziehen natürlich auch gleich mal stärker an der Rute ;).

Wir sind uns einig AFTMA ist nicht mehr zeitgemäss bei der heutigen Vielfalt an unterschiedlich getaperten Flugschnüren !

Ich wäre für das Gewichtsangabensystem mit Ampelphasen für die Ruten. Grün = optimaler Bereich. Gelb = noch ok. Rot = Grenzbereich
Und dann bei den Schnüren die Gewichte a der Keulenlänge und b mit Abstufung im Metertakt.

Cheers,
Bernd
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knoesel
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Beitrag von knoesel »

Ich stimme den letzten beiden Absätzen von Bernd voll zu und würde dies ebenfalls begrüssen.
Zum Thema noch ein interessanter Link:
:arrow:
wie das die US Rutentüftler sehen - die unterscheiden schon zwischen 30 und 90 Füssen Schnurläng bzw. Gewicht und gestalten die blanks entsprechend (wenn ich das richtig verstehe) :wink:
Wir können den Wind nicht ändern -
aber die Wurfmethode anpassen.
;)
Petri-Heil ~~ Alleweil
Klaus aus Eckernförde
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Fyggi
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Beitrag von Fyggi »

Hai Bernd
deutliche Kraftreserven
deutet m.E. schon wieder auf eine höhere klassifizierung hin :oops

An der Flugschnur werden 9,15m vermessen und gewogen
Das AFTMA nicht mehr zeitgemäß ist, darin sind sich ja anscheinend immer mehr einig :+++:
Und auch , wenn Klasse 6 drauf stehen wird, dürfte die Rute bei vielen Werfern mit einer anderen Flugschnur der Klasse 6 unterfordert sein
Wenn eine 6er Rute bei vielen Werfern mit einer 6er Schnur unterfordert ist, ist sie dann wirklich eine 6er Rute oder ist sie nicht viel eher eine 7er Rute?

Ich komme von dem Gefühl nicht los, dass SAGE mit der 5er TCR lediglich eine 6er Rute runterklassifiziert hat, um damit einen "Dampfhammer" in der 5 er Klasse zu bringen :q: die ja nunmal auf dem Castingsektor eine wichtige Rolle spielt.
Würde man jetzt aber die Gewichtsangaben verwenden, so würde mir das besser gefallen
Da sind wir absolut einer Meinung :wink:

Dennoch wird dann bald der erste kommen und feststellen, dass er ja zwei Schnüre passend zur Rute gekauft hat, welche aber "oh Wunder" ganz unterschiedliche Durchmesser auf den ersten Metern haben
Liegt aber am Umdenkensprozess mit der Feststellung: wenn 2 unterschiedlich lange Keulen das gleiche Gewicht haben, muß die kürzere Keule bei meist paralleler Ausführung auf den ersten Metern zwangsläufig dicker sein, eigentlich relativ einfach :oops
man darf natürlich nicht ganz vergessen, dass bei einer längeren Keule auch höhere Schnurgeschwindigkeiten zum tragen kommen, wenn man 22m Schnur in der Luft hält. Diese ziehen natürlich auch gleich mal stärker an der Rute zwinkern
OK, das habe ich in meine Überlegungen tatsächlich so noch nicht mit einbezogen :+++:

Wir sind uns einig AFTMA ist nicht mehr zeitgemäss bei der heutigen Vielfalt an unterschiedlich getaperten Flugschnüren !
Das sind wir absolut :wink:
Ich wäre für das Gewichtsangabensystem mit Ampelphasen für die Ruten. Grün = optimaler Bereich. Gelb = noch ok. Rot = Grenzbereich
Und dann bei den Schnüren die Gewichte a der Keulenlänge und b mit Abstufung im Metertakt.
Genau das: wenn wir soweit wären würden wir Fliegenfischer einiges an Teuronen Probiergeld sparen!!! Auch mit der Einteilung erkläre ich mich absolut einverstanden!!!

Mark
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Mattes36
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Beitrag von Mattes36 »

Hi Mark,

ich glaube, ich weiß, worauf Bernd hinaus will: eine 5er TCR ist per Definition eine 5er Rute, da sie eine Schnur wirft, die durch ihr Gewicht auf den ersten 9,14m nach AFTMA ca. 9g wiegt und damit eben eine 5er Schnur ist.

Dabei spielt es gar keine Rolle, ob die Keule nun 10, 14 oder 18m lang ist, denn das AFTMA-System trifft darüber keine Aussage. In der Praxis ist die AFTMA-Information somit aber kaum etwas wert, denn um eine 5er Schnur mit 18m langer Keule optimal werfen zu können, muß die Rute eben nicht auf 9g optimiert sein, sondern auf 18g.

Das heißt - und da sind wir uns ja einig - um eine Rute bez. des Wurfgewichtes wirklich einstufen zu können, kommt man um die Angabe eines absoluten Gewichtes gar nicht herum. Gut gefällt mir auch die Idee von Bernd, einen Bereich über einen optimalen Wert bis zur Toleranzgrenze zu definieren.

Folglich müßten natürlich auch die Schnurhersteller die Keulengewichte in g angeben. Damit würde sich die Suche nach der richigen Schnur für die jeweilige Situation deutlich vereinfachen, z.B.:

- opt. WG der Rute für meinen Wurfstil = 14g
- Fischen im Nahbereich: kurze Keule mit 14g = schnelles Aufladen
- Fischen auf große Entfernungen: lange Keule mit 14g = viel Schnur in der Luft halten

Und zum Glück sind wir ja nicht auf Fertigschnüre angewiesen ;)

@Klaus: Das 90ft. Gewicht ist das dreifache des 30ft. Gewichtes (eigentlich klar bei einer DT), aber wie verwenden die Rutenbauer diese Information? Eine Rute kann beide Gewichte nicht optimal werfen, d.h. es muß eine Entscheidung für das 30ft. oder 90ft. Gewicht getroffen oder eben ein Kompromiss bez. des optimalen WGs gefunden werden, oder?!

Viele Grüße, Matthias
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