Köderführung, wie ist´s richtig ?

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Spinnfischen ausdiskutiert werden.
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PeterS
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Köderführung, wie ist´s richtig ?

Beitrag von PeterS »

Hallo zusammen.
Ich hab da mal eine Frage bzgl. der Köderführung mit Blinker und Wobbler auf Meerforelle.
Ich angel nun schon seit Jahren ( recht erfolglos :cry: ) mit Blinker und Wobbler an der Küste auf Meerforelle. Wenn ich jedoch die Fangmeldungen einiger hier im Forum sehe, mache ich mir gedanken, was ich denn falsch mache ! Ich versuche Blinker und Wobbler immer recht langsam durchs Wasser zu führen. Hin und wieder lege ich kleine Stops ein ( um der nachjagenden MeFo die Chance zu geben den absinkenden/taumelnden Köder zu nehmen ) ABER irgendwie habe ich keinen Erfolg !!! :x
Wie ist es denn nur erfolgversprechender ? Weit hinaus und mit spead wieder reinholen ( hab ich mehrfach beobachtet ! ) oder langsam und sinnig wieder reinholen? Was bringt mir mehr Erfolg !
Ich dachte mir, bevor ich verzweifel frag, ich mal Euch Experten hier im Forum !
Vielen Dank schon mal vorab für Eure Antworten !
Peter
Nicht jeder Tag ist ein Fangtag, aber jeder Tag kann ein toller Angeltag sein ...
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Linus
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Beitrag von Linus »

Wie ist es denn nur erfolgversprechender ? Weit hinaus und mit spead wieder reinholen ( hab ich mehrfach beobachtet ! ) oder langsam und sinnig wieder reinholen? Was bringt mir mehr Erfolg !
Beides !
Ich probier eigentlich immer alles aus, um zu sehen, was besser funktioniert.

Aber tröste dich ...oft liegt es nicht an der Technik, sondern es sind einfach keine Fische da...da hilft nur diese zu suchen.
TL
Linus
franc555
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Beitrag von franc555 »

Moin Peter,

also mit der Köderführung ist das wohl wie mit allem beim Mefo-Angeln, etwas Variabilität und das so oft beschworene "Vertrauen" in sein Gerät und sein Tun sind als Basis nicht verkehrt. Es gibt eine Menge Theorien zur Geschwindigkeit und zum Führungsstil der Köder, jeder hat da so seine eigenen Vorlieben. Konsens ist aber insgesamt, dass man bei kaltem Wasser langsam führen und Reizfarben einsetzen sollte. Je wärmer das Wasser, desto agiler die Mefos: Also kann man dann auch entsprechend schneller führen und auch zunehmend auf natürliche Farben setzen. (Dazu gibt es hier reichlich Abhandlungen, siehe dazu Suchfunktion!)
Also, weiter probieren, es wird dann schon mal klappen! Und immer dran denken: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Gruß Frank :wink:
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Jelle
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Beitrag von Jelle »

Konsens ist aber insgesamt, dass man bei kaltem Wasser langsam führen und Reizfarben einsetzen sollte. Je wärmer das Wasser, desto agiler die Mefos: Also kann man dann auch entsprechend schneller führen und auch zunehmend auf natürliche Farben setzen. (Dazu gibt es hier reichlich Abhandlungen, siehe dazu Suchfunktion!)
wobei da wieder auch die ausnahmen die regel bestätigen :grin:

gerade beim kalten wasser können auch die schnell geführten köder ohne spinnstops schon mal die eine oder andere gewichtige überraschung bringen - habe es in den letzten jahren mehrfach beobachtet, dass die die eher zu einer langsamen führung tendieren bei kaltem wasser unterhalb der 2° mehr fische fangen dafür sind aber unverhältnissmäßig oft mal überspringer bei denen mit der schnelleren führung kleben geblieben!?! :wink:

ich probiere auch meist sehr viel in sachen führung durch bis sich die gewünschten ergebnisse einstellen allerdings kann sollte man die führung auch immer den ködern die man gerade fischt anpassen!!!
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HO!GER
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Beitrag von HO!GER »

Vermutlich liegt es bei dir nicht an der (mangelnden) Technik sondern eher
am Vorhandensein der Fische.Beobachte immer den Blinker auf den letzten Metern,gelegentlich gibt es Verfolger die folgen aber nicht zupacken.
Ausserdem läuft jeder Köder unterschiedlich tief und den Köder würde ich im oberen Drittel der Wassertiefe führen und immer wieder hochurbeln danach mal absacken lassen.Ausserdem wenn du an einem Fleck verweilst immer Fächerförmig fischen auch der Bereich links und rechts von dir kann interessant sein nicht nur bei maximaler Weite stehen Fische ;) .
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Truttenflüsterer
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Re: Köderführung, wie ist´s richtig ?

Beitrag von Truttenflüsterer »

PeterS hat geschrieben: Ich versuche Blinker und Wobbler immer recht langsam durchs Wasser zu führen. Hin und wieder lege ich kleine Stops ein ( um der nachjagenden MeFo die Chance zu geben den absinkenden/taumelnden Köder zu nehmen )
Moin Peter,
du brauchst dir keine Sorgen zu machen, dass die Trutten dein Blech und Plastik nicht einholen können; so schnell kannst du gar nicht kurbeln. Der Spinnstop soll einen in den Sand flüchtenden Tobiasfisch imitieren. Dieser Trick verführt häufiger Nachläufer dazu, den Köder doch noch zu nehmen. Bzgl. der Geschwindigkeit gilt zwar im Winter langsamer, sonst schnell, ich habe jedoch mit langsamer Köderführung kaum Erfolg gehabt. Und zu schnell geht fast nicht. Die Mefos haben so auch weniger Zeit, sich den Köder anzuschauen.

Gruß
Ralf
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PeterS
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Beitrag von PeterS »

Hallo zusammen.

Ich sehe schon, es gibt keine "Regel" für die richtige Köderführung, sondern eher kleiner Zusammenhänge mit der Jahreszeit...
Ich fasse mal kurz zusammen:
1. So ganz falsch mach ich das eigentlich nicht.
Im kalten Wasser eher langsam führen, stops sind nicht zwingend immer von nutzen.. ;)
2. Ruhig auch mal mit etwas mehr Geschwindigkeit durchs Wasser ziehen, aber nicht zu schnell werden ... :!:
Fächerförmig fische ich schon, das macht der geübte Spinnfischer aus dem Flussbereich eh immer ! ;)
3. Ausnahmen bestätigen die Regel. -;)

Ich danke Euch schon mal für die Antworten, ich denke, ich werde beim nächsten Tripp mal etwas mehr Geschwindigkeit in die Schnur bringen, ohne zu schnell zu werden.

Danke :+++:
Gruß :wink:
Peter
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Fynn_sh
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Beitrag von Fynn_sh »

Moin

oh ja, mein Thema :lol:
Durfte mir schon oft anhören, dass ich meinen Köder viel zu schnell führe und so gar nix fangen könnte... :grin: ;)

Ich führe meine Köder (bevorzugt Snaps) gerne richtig schnell mit so vielen Spinnstops wie möglich ;)
...und ich fange nicht unbedingt weniger Fische als meine "Mitangler" ;) Mal hab ich mehr, mal die Jungs mit der langsamen Führung.

Eines habe ich aber festgestellt, ich hatte schon ewig keinen Biss mehr beim Kurbeln. 99% der Bisse kommen im Spinstop, dafür dann aber umso heftiger...
Soll heißen: Ich glaube zu meinen, weniger Fehlbisse zu haben als bei langsamer Führung.
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
:ironie:
Gast

Beitrag von Gast »

Fynn_sh hat geschrieben:Moin

oh ja, mein Thema :lol:
Durfte mir schon oft anhören, dass ich meinen Köder viel zu schnell führe und so gar nix fangen könnte... :grin: ;)

Ich führe meine Köder (bevorzugt Snaps) gerne richtig schnell mit so vielen Spinnstops wie möglich ;)
...und ich fange nicht unbedingt weniger Fische als meine "Mitangler" ;) Mal hab ich mehr, mal die Jungs mit der langsamen Führung.

Eines habe ich aber festgestellt, ich hatte schon ewig keinen Biss mehr beim Kurbeln. 99% der Bisse kommen im Spinstop, dafür dann aber umso heftiger...
Soll heißen: Ich glaube zu meinen, weniger Fehlbisse zu haben als bei langsamer Führung.

:+++:


und am besten so unregelmäßig wie geht führen!!! erstrecht, wenn die zicken mal wieder nen schlechten tag haben (dreh, dreh, stop, dreh, stop, dreh,dreh,dreh,dreh, langer stop,....) :+++: .
Gast

Beitrag von Gast »

André hat geschrieben:...und am besten so unregelmäßig wie geht führen!!! erstrecht, wenn die zicken mal wieder nen schlechten tag haben (dreh, dreh, stop, dreh, stop, dreh,dreh,dreh,dreh, langer stop,....) :+++: .
Yes! Das werde auch ich mir mal hinter die Löffel schreiben! Guter Tipp, André, Danke! :+++: :wink:
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Müller
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Beitrag von Müller »

am besten ist es, wenn du dir vorstellst, wie der köder gerade aus der sicht einer mefo aussieht.

welcher beutefisch dödelt denn immer in gleicher geschwindigkeit durchs wasser :?:

ich hab schon viele bisse gehabt, wenn ich mich voll drauf konzentriert habe, den blinker möglichst natürlich und attraktiv durchs wasser zu drehen. ausserdem sollte man versuchen, den köder und dessen bewegungen zu fühlen.


......aber am besten ist es, wenn man einfach eine rausnimmt, und nicht soviel nachdenkt :lol:
wer babyrobben kloppt, der fi..t auch kinder!!!
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Troka
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Beitrag von Troka »

Müller hat geschrieben:am besten ist es, wenn du dir vorstellst, wie der köder gerade aus der sicht einer mefo aussieht
Das finde ich trifft den Kern der Sache.
Möglichst variantenreich mit viel Gefühl für den jeweiligen Köder führen, dass bringt den Fisch vielleicht eher dazu zuzubeissen :+++:

Die schnelle einförmige Einnudelei funzt allerdings manchmal auch :-no:


:wink: Jürgen
:wink: Jürgen

Manchmal kommt es besser, als man denkt!
Gnilftz

Beitrag von Gnilftz »

Müller hat geschrieben: ......aber am besten ist es, wenn man einfach eine rausnimmt, und nicht soviel nachdenkt :lol:
Den Satz finde ich eigentlich am Besten. :lol:
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PeterS
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Beitrag von PeterS »

[quote="Müller"]am besten ist es, wenn du dir vorstellst, wie der köder gerade aus der sicht einer mefo aussieht.

Hey das kenn ich, musste ich beim Geburtsvorbereitungskurs meiner Frau auch machen.... :lol: Fühlen sie wie das das Kind sich bewegt... Nö hab ich nicht :roll:

Ich werde beim nächsten Tripp einfach mal versuchen, wie eine Meerforelle zu fühlen :lol:

Aber trotzdem danke für den Tip, ich glaube, ich weiss wie du es meinst :+++:
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Fynn_sh
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Beitrag von Fynn_sh »

Nochmal zum "Nicht zu schnell führen"....

Kann man einen Köder zu schnell für eine Meerforelle anbieten? Wer es schonmal gesehen hat, wie eine Forelle direkt vor den Füßen auf den Köder schießt, ohne das man sie vorher wahrgenommen hat..... ;)
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