Eines der Lieblings Urlaubs- und Angelländer der Deutschen. Neben den dänischen Küsten sind Auen und Flüsse die Hauptanziehung von Spin- und Fliegenfischern. Lest hier, was man in Dänemark erleben kann.
Jo, wir sind nun drei Rentner und hattten eine Woche auf die schöne Insel Avanakö geplant (Fünen).
igentlich sollte es am Freitag diese Woche starten, aber eine defekte Fähre hat uns einen Strich durch die Reise gemacht, denn diese muß für 5-7 Tage in die Werft wegen Reperaturarbeiten. Nun verschiebt sich die Tour und eine Woche, kein Problem, wir sind ja flexibel.
Untergebracht sind wir im Landhotel. Hört sich zuersteinmal teuer an, ist es aber nicht. Früher war es mal ein Gutshofen, das zu eine Pension imgebaut wurde.
Es gibt zwar keinen Sternekoch, aber die Chefin "Bente" wir uns gut bekochen. Gegessen wird im Salong am offenen Kamin. Gefischt wird rund um die Insel, wir könnten aber gratis mit der Fähre auch die Insel Lyö übersetzen, um es dort zu probieren. Gefangenen Fische, bzw. falls wir welche fangen etc. können vor Ort eingefroren werden, mehrere Kühltruhen stehen bereit; auch ein Trockenraum für unsere nassen Wathosen.
Na denn viel Spaß euch Rentner
Ist ja eine kleine schnuckelige überschaubare Insel
War mal für eine Nacht mit einem Segler dort.
Berichte mal was ging.
Gruß Christoph
Teil II.: Hallöle alle,
bin zurück von der Insel Avanakö und es hat uns sehr gefallen. Die Überfahrt mit der Fähre war schon ein bisschen langweilig; zuerst gings nach Lyö und im Anschluß nach Avanakö (übrigens eine ganz tolle Insel). Unser dritte Mann sprang einen Tag vor der Fahrt ohne Begründung ab, k.A. warum, somit fuhren wir zu Zweit.
Zuerst in die Unterkunft, wo uns einen heisser Pott Kaff mit selbstgebackenen Keksen erwartete. Dann bekamen wir unsere Zimmer und danach inspezierten wir die Insel. Der Wind war eiskalt aus NNW mit Böenen. Das Wasser glasklar und die Plätze sahen sehr interessant aus - ein Platz besser als der andere. Nachdem ich die Wassertemp. gemessen hatte ging meine Motivation den Bach runter, d.h. das bei einer Wassertemp. von 3.8 ~ 4.2 C Grad nicht viel erwarten kann, d.h. das die Fische draußen in der Tiefe bei den Heringen waren, die Aussichten eine gute MeFo zu fangen war sehr gering. Die Bauern betreiben ökologische Rinderzucht, also keine Gülle, keine Drenagerohre die in die Ostsee abfließen, auch keine Schweinezucht oder sonstige Mastbetriebe. Die Vogelwelt war für ende März schon ziemlich umfangreich; auf den naturbelassenen Koppeln u. Salzwiesen sah man Galloways und die urigen schottischen Highland Rinder, Fasane an jeder Ecke und auf den Salzwiesen Schwärme an Graugänsen, auch ein paar Kibitze konnte ich entdecken.
Gegen 18:30h gabs Essen mit tollen Gerichten und morgens ab 07:00h ein umfangreiches Frühstück; danach ab zum fischen. Nachdem wir alles versuchten, einen ordentlich Fisch zu fangen entschlossen wir uns, am letzten Tag die Insel besser zuerkunden, Fischen darf man rundum (es gibt keine Privatwege), das Naturschutzgebiet umfast das Brutgebiet der Vögel (betreten verboten zwischen dem 01.03. - 15.07.) . Zuerst die Karten studiert und die interessantesten Stellen abgefahren. Fand einen Platz, wo das Tiefenwasser direkt an einer Landzunge fließt, die richtig vielversprechend aussieht. Nachdem wir eine Abzweigung nahmen und einen leicht ausgefahrenen Wirtschaftsweg fuhren, standen wir vor einem Schild (Hier endet die Durchfahrt) - wir fragten aber sicherheitshalber nach; und ja - wir durften, vorausgesetzt man hat ein geländegängiges Fahrzeug und so fuhren wir direkt ans Wasser. Mannohmann, was für ein toller Platz, bester Platz für milde Sommernächte mit der Fliege. Wir haben dann weitere interessante Plätze gefunden, es gibt aber so ... viele Möglichkeiten, daß man nicht genau weiß, wo man anfangen soll.
Wir werden die Tour im Sommer nachholen, dann aber ggf. mit mehr Fisch, leider konnte wir nur kleine MeFos fangen die im Anschluß ohne Foto weiterschwimmen durften. Avanakö sieht uns auf jeden Fall wieder, aber bei milderem Wetter. Übrigens bekamen wir schon am ersten Tag einen Inselpass überreicht, ein kleines Büchlein mit Kartenmaterial & Infos über alle Inseln in Dänemark.
Zuletzt geändert von IdEfIx am 07.04.2026, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
Danke Rudi für die Berichterstattung
Wir lieben auch die fynische Inselwelt, wo man teilweise den Eindruck hat , daß die Zeit stehengeblieben ist.
Die richtige hyggelige Mischung um sich zu erden
wir waren zeitgleich eine Woche auf dem Festland gegenüber der Insel. Die Bedingungen waren tatsächlich alles andere als optimistisch, kalte Luft, straffer Wind, kaltes Wasser um die 4 Grad, NULL Futter im Wasser auszumachen.
So ist es kein Wunder, dass wir 3 Schneidertage hatten. Letztlich sind wir viel im Süden hin- und hergefahren, haben viele erfolglose Spinnangler getroffen und konnten am Ende zu zweit 12 Mefos von 37 cm bis 52 cm (fly only) einnetzen.
Die entnommenen Fische hatten Stichlinge und recht große Garnelen im Magen.
Ein Höhepunkt war auch ein Tag auf der Insel Avanakö, die wir zunächst im Osten befischten. Da sahen wir einige kreisende und bucklende Mefo-Trupps .... aber weit, weit draußen, ca. 100 m vom Ufer entfernt. Unerreichbar. Bis auf einen Kurzdrill hatten wir keinen Kontakt an diesem Inseltag.
Wirklich eine tolle hyggelige Insel mit viel Möglichkeiten zum Fischen, sieht mich definitv wieder!
Teil III.: Noch ein paar Dinge von Avanakö, die erwähnenswert sind:
Die Fähre fährt zwischen Lyö/Avanakö oder umgekehrt. Wenn man auf einer Insel ist und lieber zur anderen wechseln will, um dort zu fischen und später wieder zurück möchte, kostet es nichts,ist es gratis. Avanakö hat zz. 11 schulpflichtige Kinder, die jeden Tag aufs Festland müssen und die Fähre benutzen. Kleinkinder etc. fahren nur in Begleitung von Erwachsenen. Lyö hat auf der nördlichen Seite tiefes Wasser und starke Strömung, wogegen die südliche Seite Steilküste hat und einen sandigen Leopardengrund. Beide Inseln sind von den Strömungungen geprägt, die westl. Seite hat flache Ausläufer und die öst. Seite tiefes strömungsreiches Wasser. Im Sommer, wenn das Ostseewasser bei und zu warm wird, ist das Wasser um Lyö/Avanakö westlich kühler und u.U. interessanter zum fischen, das nur mal zur Info.
Manchmal finden auf den Insel Events statt, Gründonnerstag war Räuchertag, d.h. vers. Fischarten gabs frisch geräuchert, umd Ostern war allgem GRILLEN angesagt, neben Würtchen gabs aus Steaks vom Gallowrind etc.; dies wird dann per Plakaten angekündigt und Jeder ist willkommen.
Beide Insel haben einen Campingplatz, vom Sturm Oktober 2023 war alles weggeschwemmt, auch die Häfen hatten stark gelitten, wobei alles neu aufgebaut wurde. Beide Campingplätze ist derzeit nur eine Koppel, obs dort auch eine Sanatäre Anlage gibt, ist mir nicht bekannt, man muß dort vorher anrufen. In Avanakö gibt es eine Hafenanlage und auch einen Stellplatz für Wohnmobile mit einer neu angelegten Sanitären Anlage, besser man ruft auch dort vorher an.
Danke für Deine Berichterstattung. Ob ich als Pottler es noch jemals mal auf eine der Inseln schaffe
Muss mich wohl mal zu einem Wellnes WE bei Achim anmelden Aber immer schön zu lesen
Danke für den Bericht! Ich war letzes Jahr im Spätsommer auf Lyö - der Campingplatz liegt ziemlich hoch in der Nähe des Ortes und war daher von der Flut nicht betroffen. Schöner Blick, aber zum Angeln brauchts das Fahrrad! Anrufen ist immer eine gute Idee, in der Nebensaison kam die Besitzerin nur bei der Ankunft vorbei.
Gruß, Andreas
Kaum macht man es richtig, funktioniert der Plan auch!
Den "Räuchermann" haben wir übrigens auch getroffen, beim Fliegenfischen! Er bestätigte all die komplizierten Bedingungen und meinte, vor 4 Wochen war alles noch unter Eis. Netter Kerl!