Mein Fliegenfischerjahr 2025

Unsere Auen, Flüsse und Seen haben von Flensburg bis in die Alpen so viel zu bieten, dass sie immer einen Besuch wert sind. Hier steht Gefangenes, Erlebtes und Beigesterndes von Touren durch das Binnenland.
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trutta1
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Mein Fliegenfischerjahr 2025

Beitrag von trutta1 »

Die Hoffnung auf ein annähernd gutes Jahr wie 2024 wurden durch den milden Winter 24/25 noch gestärkt.
Also startete mein 2. Jahr im noch relativ neuen Verein unter guten Vorsätzen. Als Dankbarkeit für die Aufnahme, wollte ich mich auch für den Verein einbringen. Da mehrere Vereinsmitglieder das Fliegenfischen für eine teure und schwierig zu erlernende Angelart hielten, erklärte ich mich bereit, einen kompletten Kurs, in Theorie und Praxis zu leiten.
Dies wurde wirklich reichlich angenommen. Was theoretisch kein Problem war, wurde bei der praktischen Umsetzung schon nicht mehr so einfach.
Wichtig war aber das Interesse für das Fliegenfischen zu wecken und genau dies war mehr als erfolgreich!
Aber auch das Fischen im heimischen Bach war sehr erfolgreich. So ziemlich zu Beginn der Saison befischte ich einen unbekannten Bereich.
Sehr interessante Struktur und sehr viel Holz im Bach. Da war so eine sehr interessante Stelle, wo einfach mein Shrimpstreamer hin musste.
Und dann kam der Einschlag! Und was war das denn, Biss und...????
Der Fisch stand und bewegte sich erst mal gar nicht! Dann schwamm er auf mich zu um dann wieder zu wenden und ca. 4-5 m stromab sich ganz ruhig in die Strömung zu stellen.
Den Fisch hatte ich noch nicht gesehen und niemals an eine Bachforelle gedacht!
Also mal sehen was das ist!
Ausgestattet mit 0,25- er Vorfach muss das doch gehen!
Also hart rangenommen kam der Fisch sogar mit um kurz vor mir hochzukommen.
WAS FÜR EINE BACHFORELLE!
Wenn wir ein gesichertes Aufsteigen von Meer-oder Seeforellen hätten, würde ich hier eine geschätze Größe nennen.
Auf jeden Fall war sie sehr groß und machte, nachdem sie den Ernst der Lage erkannte, eine nicht zu haltend Flucht ins Holz.
Dort drehte sie sich wie ein Krokodil um die eigene Achse und endledigte sich so den bartlosen Haken.
Völlig frustriert fuhr ich an den Oberlauf des Bachs. Dort war das Wasser glasklar und eigentlich wird es da immer sehr schwer.
Aber ich hatte mal wieder sehr viel Glück!
Ein wunderschöner 55- er Rogner, schlank und ganz sicher abgelaicht, entschädigte doch etwas den Verlust des Giganten.
Natürlich würde der große Rogner zurückgesetzt.
Gegen Ende April war unser Dänemark - Urlaub gebucht. Ich hatte einigen Vereinsmitgliedern das Meerforellenfischen schmackhaft gemacht.
Natürlich fängt jeder gern eine Meerforelle.
Aber mittlerweile freue ich mich mehr über erfolgreiches Fischen meiner Freunde, als eigene Fänge.
Aber wie das so ist, knallt bei mir schon am ersten Tag der Fisch der Woche, auf die Fliege.
Glatt 70 cm hatte ich auch schon länger nicht im Drill.
Viele Meerforellen folgten noch, nur die Größe ließ doch zu wünschen übrig.
Immer wieder sorgten Hornhechte für reichlich Action an den Fliegenruten.
Zurück in Deutschland war die Situation an den Bächen schon im Mai grenzwertig.
So wenig Wasser hatten wir lange nicht mehr!
Einige gute Bachforellen konnte ich noch fangen, bevor ich das Fischen wegen Niedrigwasser einstellte.
Dann ging es wie seit Jahren nach Österreich.
Auch dort war es nicht einfach, denn wenn bei uns zu wenig Wasser im Bach war, gab es dort davon reichlich! Eigentlich zu viel.
Ich könnte mich relativ gut darauf einstellen und schon am ersten Tag zwei richtig gute Bachforellen um 50 cm überlisten.
Auch die weiteren Tage waren sehr erfolgreich.
Wieder zu Hause, hatte sich der Zustand am heimischen Bach immer noch nicht verbessert.
Erst Anfang September wurde es besser.
Am Oberlauf ging dennoch nichts, da der Wasserstand wieder mal innerhalb 12 Stunden um 10cm gefallen war.
Also mal etwas weiter unten im Mittellauf versuchen. Da war auch der Wasserstand etwas besser.
An einem alten Wehr wollte ich es versuchen.
Bereits beim 2. oder 3. Wurf gab es einen Einschlag. Nach mehreren Minuten konnte ich eine gut 65cm Bachforelle im Kescher unterbringen. Das ganze wurde die ganze Zeit von 2 Fahrradfahrern mit vielen Bildern festgehalten. Diese hatten das Schauspiel von Anfang an mitbekommen und reichlich Bilder geschossen.
Auch diesen großen Bachforellenmilchner gab ich dem Bach zurück, damit er als wichtiger Laichfisch seine Gene weitergeben kann.
Kurze Zeit später, wurde ich mit einer sehr schönen 46- er Bachforelle entschädigt, die ich zum Essen einlud.
Obwohl es in unserem Bach einen sehr guten Bachforellenbestand gibt, ist der Hechtbestand ein nicht zu unterschätzendes Problem für die Bachforellen. Deshalb fische ich ab Oktober aktiv auf Hecht und konnte auch einige fangen.
Der größte war mit 76cm zwar kein Riese, wird aber in dieser Größe für Bachforellen um 30cm schon zum Problem.
Auch 2025 war ein fantastisches Jahr, mit vielen schönen Momenten.
Für 2026 sind schon viele Highlights gebucht.
Dänemark und Österreich sind wie immer dabei. Und natürlich der heimatliche Bach, der immer mehr Geheimnisse preisgibt.
Ich freue mich auf die Saison 2026!
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TL, der andere Frank.
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superfredi
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Re: Mein Fliegenfischerjahr 2025

Beitrag von superfredi »

:+++: :+++: :+++:
Na denn man Petri Heil für 2026! :wink:
Stephen
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Re: Mein Fliegenfischerjahr 2025

Beitrag von Stephen »

na,
da oute ich mich doch mal als neidknirscher.😇

gruß & petri,
stephen
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han hugo
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Re: Mein Fliegenfischerjahr 2025

Beitrag von han hugo »

Danke <-3 :+++:
wer fängt hat recht!
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speedflocke
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Re: Mein Fliegenfischerjahr 2025

Beitrag von speedflocke »

Nice :lol: :lol:
Deutschland - Siegerland - scha la la la la
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