Moin Moin,
leider konnte ich mein Vorhaben, einen täglichen Live-Bericht von unserem Langeland-Urlaub im Forum zu posten nicht durchführen. Dies hatte zwei Gründe:
Einerseits war das gebuchte WLAN nicht funktionsfähig bis Dienstag morgens, andererseits hätte ich auch keine Zeit gefunden, denn es galt dieser Tagesablauf:
- Morgens von ca. 6-9 Uhr fischen
- Dann ausgiebiges Frühstück mit Anja
- Dann gemeinsame Unternehmungen
- Danach wieder Angeln so von 16-20:30 Uhr
Irgendwie hat mir dann doch abends die Lust gefehlt noch was zum zu Papier zu bringen…
Daher nun der Nachtrag in 3 Kapiteln:
Langeland auch ohne Mefo schön
Ohne Anja wäre ich von morgens bis abends nur im Wasser gestanden - egal ob bei den vorherrschenden 20 oder 25 Grad mit Sonnenschein und wolkenlosem Himmel - und hätte mindestens 1000 Würfe am Tag gemacht, was ja rein theoretisch eine Mefo bringen sollte.
Wenn man sich aber mal die Zeit nimmt, Langeland mit dem Fahrrad zu erkunden (von Lohals über die Westseite bis zum Schloss bei Tranekaer und dem Medizingarten – dann zurück über die Ostseite), oder mal ausgiebige Spaziergänge macht im Norden (Lohals Nordstrand) oder Süden (Bagenkop Hafen & Umgebung / Ristinge Vogelinsel) öffnet sich der Blick auch für die andere Seite der Schönheit dieser Insel.
Zu sehen sind aber auch immer mehr „TIL SALG“ Schilder. Man sieht sie direkt an den Hauptstraßen, aber auch auf unserer Fahrradtour in den sehr ländlichen Gebieten. Oft sind es Häuser in erbärmlichem Zustand: wir konnten mal während der Fahrradtour einen Blick in eine geöffnete Tür werfen, uralter Holzofen, ein Kühlschrank, als wäre er frisch vom Schrottplatz geholt, welliger Boden, Wasserboiler auch nicht mehr ganz neu…. Tja, die Jugend hält hier nichts mehr in dieser sehr landwirtschaftlich geprägten Gegend, wenn die ältere Generation mal ausstirbt.
Aber man sieht auch vereinzelt schöne reetgedeckte Perlen, manchmal direkt am Strand gelegen, wie bei Stoense Havenvej.
Ebenso gab es einen Ausflug nach Svendborg Innenstadt und Hafen. Dort sind schöne kleine und größere Segelschiffe zu betrachten.
Kulinarischer Genuß am Schloß Tranekaer
Zu empfehlen ist auf jeden Fall das Restaurant „Generalen“, direkt unterhalb des Schlosses in Tranekaer. Hatten wir auf unserer Fahrradtour entdeckt und sind abends wieder mit dem Auto hin.
Es handelt sich hier um einen umgebauten, ehemals feudalen und adeligen Pferdestall:
Davon zeugen die als Essnischen umgebauten Pferdeboxen, noch mit Tränke und Heukorb an der Wand und einer Abflussrinne direkt am Eingang der Nische.
Wir speisten in der Box von „UFFO“, das Namensschild prangte jedenfalls an der Wand unserer Essenische.
Es gab als Entree köstliche Hummersuppe mit wohlschmeckendem Gemüse, als Hauptgericht wurde Kabeljau mit Krabben und feinster Soße (Anja) und Schweinebäckchen mit Schweinekrustenfile (Moi) serviert, der Nachtisch mit hausgemachter Mousse au Chocolat an diversen Früchten war ebenso ein kulinarisches Highlight.
Der argentinische Cabernet Sauvignon dazu war der Hammer!
…und dann kam die Rechnung…aber lassen wir das….
Von kleinen und größeren Forellen und Verlusten
Tja, so früh im Jahr war ich noch nie auf Mefos, die Aussichten waren nicht optimal, viele Tage mit wolkenlosem blauem Himmel, immer wieder über 20 Grad bis zu 24 Grad, mehrere Tage hintereinander kaum Wind, dann mal wieder sehr starker Ostwind mit zu starkem Wellengang und zu starker Trübung, am letzten Tag – Freitag – dann auch mal optimaler Wind aus Südwest, sodass man die Spots der Westseite anfahren konnte, wie Paeregardsbugten, Dagelokke und Korsebolle.
Alles in allem gab es doch viel Fisch, jedoch sehr viele Kleine zwischen 20 und 30 cm, jeden Tag hatte ich mindestens 4 Fische am Band, am besten Tag 7 (Angelzeit morgend ca 2-3 Std. / Abends 3-4 Stunden).
Nachtangeln ist absolut nichts für mich, habe es mal eine Stunde probiert und dann sein gelassen….
Einen schönen jagenden Makrelenschwarm konnte ich in der Paeregardsbugten nachmittags ausmachen, jedoch so weit draußen, dass ich ihn wurfmäßig kaum erreichen konnte…eine Makrele hatte wohl doch den Sandaal Köder erspäht und zugegriffen, leider war es die Einzige….
Freitags regnete es Bindfäden, da war dann kein sonstiges Programm geplant, also konnte ich direkt nach dem Frühstück los, bis nachmittags um 15 Uhr, nass aber erfolgreich: an dem Tage gab es noch eine 45iger bei Dagelokke und eine 50iger bei Korsebolle.
Insgesamt konnte ich dann doch noch 4 Maßige zwischen 40 und 50 cm (2x Dagelokke / 1x Korsebolle / 1x Snore Ode) und eine Makrele mitnehmen, zusammen mit vielen Kleinen war es auch ein schöner und erfolgreicher Angelurlaub.
Dabei wurde auf unterschiedlichste Köder gebissen (Hugorman rot-schwarz / S-Sommet Sandaal grün-silber / Snurebassen Hering design)
Es gab aber auch einen Morgen am Leuchtturm bei Hou, an dem ich an mir zweifelte: dort habe ich innerhalb von 10 Minuten 4 meiner besten Köder verloren, jeweils beim Rauswerfen gegen den Wind hatte sich wohl die Schnur an der Rutenspitze so verhakt, das es einen Knall gab…und abgerissen waren sie..ist mir noch nie passiert….irgendwie war der Wurm drin....
Statistik
Habe noch ein paar Fotos angehängt und meine obligatorische Statistik
Die kleine Statistik zur Übersicht:
- Angeltage: 6
- Fisch maßig: 4
- Fisch untermaßig: 14
- Verloren: 2
- Nachläufer: einige
- Angefahrene Spots: Snode Ore / Korsebolle / Paeregardsbugten / Hou Fyr / Dagelokke