zum späten Nachmittag, machten wir uns von der Hardangervidda (http://www.leidenschaft-meerforelle.de/ ... 92&t=22754) aus auf den Weg zum Fluss Rena.
Wir dachten eigentlich die probleme mit der Autobatterie hätten sich erledigt, bei einer Rast nach 2 Stunden fahrt stellten wir aber leider fest das das Auto nicht wieder anspringen wollte.
Zum Glück war der parkplatz leicht abschüssig so das wir es aber auch hier schafften mein Auto wieder anzuschieben.
Die fahrt Richtung Rena dauerte aber deutlich länger als erwartet, strömender Regen, Nebel und gelegentlich Schafherden die ohne Vorwarnung auf die Straße liefen machten das vorankommen nicht unbedingt einfacher.
Es stellte sich so langsam heraus das wir wohl erst gegen Mitternacht ankommen würden, viel zu spät um noch einen Campingplatz zu finden und bei dem strömenden Regen wollten wir auch nicht das Zelt aufstellen.
Da wir beide totmüde waren parkten wir schlussendlich auf einem abschüssigen Rastplatz und schliefen im Auto.
Tag 11 Rena
Morgens wieder das Auto anschieben und erstmal zur nächsten Werkstatt die Batterie wechseln lassen.
Nachdem das erledigt war versuchten wir aus dem wirrwarr an Angellizenzen für den Fluss schlau zu werden.
Als wir da so halbwegs durchgeblickt hatten beschlossen wir uns vor dem kauf erstmal umzusehen, dank des starken Regens war der Fluss nähmlich auch deutlich angestiegen und eingetrübt.
Im oberen Bereich der Strecke sah es zum Glück halbwegs fischbar aus.
Wir fuhren auf einen Campingplatz, bzw. eher Stellplätze die früher zum Campingplatz gehörten und ich wollte schon die Karte holen und loslegen, Nicki wollte sich aber noch einen weiteren Spot ansehen.
Auf dem Weg passierte es dann, ein Stein auf dem Weg war etwas zu hoch und erwischte die Ölwanne
Tja wir saßen also erstmal fest und verbrachten den Tag damit mit diversen Werkstätten zu telefonieren und auf den Abschleppwagen zu warten. zumindest saßen wir direkt am Fluß fest und bauten hier schonmal unser zelt auf und entluden das Auto.
Die Lust zu fischen hielt sich eher in Grenzen, da wir aber eh nichts anderes zu tun hatten besorgten wir uns schonmal die Lizenz am Campingplatz.
Am Fluß war dann auch kaum Fischaktivität zu sehen, nur hin und wieder stieg mal ein Fisch, meistens aber am anderen Ufer.
Wir konnten aber einige große Steinfliegen beobachten die grade schlüpften.

Nicki montierte irgendwann die Rute und machte ein paar Erfolglose Würfe, danach probierte ich es auch kurz und konnte gleich beim 2. oder 3. Wurf eine 45er Äsche zum Biss überreden und auch erfolgreich landen.
Leider hat Nicki der grade mit seiner Freundin telefonierte das Foto komplett versaut
Gegen 19 uhr kam dann endlich der Abschleppwagen.

Der Fahrer, selbst ebenfalls Fliegenfischer, stellte sofort fest das wir ein Auto brauchen wenn wir noch 2 tage hier fischen wollen.
Zum Glück hatte er die lösung, einen alten Merdedes den er uns für 25€ + Volltanken überlassen wollte.
Wir willigten natürlich sofort ein und so fuhr nicki mit ihm los nd ich montierte meine Rute um zumindest den abendsprung noch zu fischen.
Ich konnte noch 3 Äschen und 2 Forellen landen, die Äschen alle 40cm+
Die Fische bissen alle direkt am Gewässerrand unter Büschen und waren extrem selektiv, ich musste jedesmal die halbe Fliegenbox durchprobieren bis das Richtige Muster gefunden war.
Als es zum Fischen langsam zu dunkel wurde tauchte dann auch Nicki mit dem Auto endlich wieder auf.
Tag 12+ 13 Rena
Die letzten beiden Tage fasse ich mal zusammen.
Wir machten uns auf den Weg zur anderen Flusseite, da dort am vortag ja etwas mehr Fischaktivität gesehen hatten.
ich suchte mir einige sehr große Foam Steinfliegen aus meiner Box für die ich von nicki zunächst einen mitleidigen Blick kassierte.
Am Fluß angekommen war dann auch kaum Fischaktivität zu sehen, ich entschloss mich also eine der großen Steinfliegen zu fischen, nach dem Motto da lohnt es sich für die Fische zumindest an die oberfläche zu kommen.
Der Plan ging überraschen schnell auf und ich konnte die nächste 45er Äsche landen.


nach dem 2. Fisch wechselte auch Nicki auf eine Foam Steinfliege und wir erwischten jede Menge tolle Fische (und versemmelten nochmal mindestens genausoviele Bisse). Die anderen Fischer die wir auf der gegenüberliegenden Flusseite bei unserem Camp sehen konnten schienen dagegen komplett erfolglos zu sein, einer zückte nach dem 5 oder 6. Fisch bei uns erstmal sein Handy, wahrscheinlich um zu schauen wie man an unseren Spot kommt :grin:
Für den Rest lass ich einfach Fotos sprechen nur soviel, die 50cm Marke konnten wir leider nicht knacken, hatten aber immerhin mehrere Äschen von 48cm, wobei wir noch deutlich größere Fische sehen konnten.












Wie man sieht hat der Fluss einen super Fischbestand. Wir fanden die Fischerei im Vergleich zur Vidda aber recht eintönig, der Fluss hat, zumindest in den bereichen die wir gesehen haben, sehr wenig Struktur. Im Prinzip hat man immer vor sich eine schnell abfallende Kante und hinter sich Bäume, kann also nie richtig werfen sondern ist auf Rollwürfe angewiesen.






