
So langsam wurde es Zeit für den Rückweg.
unser Ziel war es bis hinter bis ungerfähr Sandhaug durchzumarschieren und irgendwo im Tiefland um den nordmannslagen zu übernachten.
Aber manchmal kommts dann halt doch anders
Ging schon gut los, der Plan war schnell Frühstücken, zusammenbauen und los.
Nur leider fällt beim Frühstück mein Blick auf den See, ich sehe mehrere steigende Fische und schnappe mir natürlich gleich die noch vom Vortag montierte Rute :grin: Wir erwischen jeder einige kleine Forellen.
Nicki versenkt seine Action Cam im See und holt sie nach wieder raus nachdem wir gepackt hatten. Bei der Begutachtung zuhause war dann ein Trupp dicker Forellen zu sehen der an der Kante entlangzog
Unser Plan war am Besso Fluss entlangzuwandern, gelegentlich zu fischen und die Mittagspause im unteren Bereich des Flusses zu verbringen.
Bereits am Auslauf des Flusses aus dem See waren aber Massen an Fischen am steigen. wir fingen jeder einige, waren aber leider alles kleine.

Weiter am Fluss entlang, hier herrscht eine enorme Fischaktivität im Glasklaren Wasser, die Fischerei ist einfach genial. Man kann die Fische auf Sicht anfischen, viele kommen auch hoch bis auf wenige zentimeter unter die Fliege, erkennen den Betrug und drehen wieder ab.
Wir fangen keine Riesen aber zumindest einige bis knapp unter 30cm sind dabei.
Auch Landschaftlich ist der Fluss ein Traum, warum lief das nicht die ganzen letzten Tage so gut



Die Fischerei mit schwerem Gepäck auf dem Rücken ist ziehmlich anstrengend trotzdem gucken wir kaum auf die uhr und die Zeit verfliegt.


Aus einem der glasklaren pools steigt plötzlich ein großer Schatten auf und schnappt sich meine Fliege, der Fisch hat locker 40cm.
ich setzte den Anschlag und mir segelt das tippet ohne Fliege entgegen. Vielleicht hätte ich dies nach dem letzten hänger doch wechseln sollen
Der Fisch lässt sich leider nciht mehr überreden, aber 50m weiter kommt wieder ein etwas kleinerer Schatten hoch, dreht aber wieder ab.
Bei den nächsten Würfen erwische ich immer nur kleine, nach einigen Fliegenwechseln kommt aber der große wieder hoch und nimmt.
Nach spannendem Drill in der Strömung kann ich eine schöne Forelle landen.

Weiter gehts, vorbei am Bessevatnet.



Wir entscheiden uns die Fischerei ist einfach zu gut um weiterzuziehen, es ist mittlerweile 17 uhr, viel schaffen wir eh nicht mehr.
Wir Suchen also einen Zeltplatz und geraten in einen leichten Streit, ich was Eignung des zeltplatzes betrifft. Nicki setzt sich (zum Glück) durch und wir verlegen das Zelt nochmal an einen besser geschützten Platz.
Gegen 18 uhr ist das Lager aufgebaut, wir stehen mit fertig montierten Ruten bereit um loszulegen. Nicki will seine Actioncam montieren und stellt fest das diese nicht da ist. nachdem das Gepäck durchsucht ist fällt ihm ein das er diese vor einigen Stunden abgelegt hat, zum Glück weiß er noch genau wo, Ca. 2km Flussaufwärts
Ich gehe also alleine zum fischen und Nicki holt seine Kamera.
Der Fluß geht hier durch eine Schlucht, der Fischbestand ist enorm, obwohl der Fluß direkt am Wanderweg liegt und auch die Hütte Besso nicht weit entfernt ist.
ich Fische mich watend durch die Schlucht Flussaufwärts, mehrmals komme ich allerdings nicht weiter, muss aus der Schlucht raus und an anderer Stelle wieder runterklettern.



Ich fange mehrere Forellen bis knapp über 30cm, bei sogut wie jedem Wurf steigen auch kleine Forellen nach der Fliege, nach einiger Zeit gelingt es mir recht gut bei den kleinen die Fliege wegzuziehen oder die Schnur locker zu lassen so das sie nicht hängen bleiben.
Gegen 19.30 ist Nicki dann auch endlich wieder da

Ich lasse ihm den Vortritt, auch bei ihm beißt es sehr gut, allerdings sind leider keine größeren Forellen mehr dabei.


Wir fischen bis zu einem Wasserfall, durch den feinen Nieselregen des Wasserfalls und die langsam fallenden Temperaturen sind wir dann irgendwann so durchgefroren das wir zusammenpacken.

Zufrieden bereiteten wir unser Abendessen zu und legten uns ins Zelt.
Dieser letzte Tag war fischereilich so wie wir uns die Vidda in usneren Träumen vorgestellt hatten.
Tag 10 Besso Fluss --> Trondsbu

Wir wachen auf weil das Zelt von Sturm und Regen durchgeschüttelt wird.
ich bin sehr froh das sich nicki am vortag bei der Platzwahl durchsetzen konnte, an meinem Platz hätten wir deutlich exponierter gestanden.
Wir Frühstücken, packen zusammen (bei dem Wetter leichter gesagt als getan) und marschieren los vorbei an Besso.

Es liegen immerhin deutlich über 20km Weg vor uns, zum Glück wenigstens komplett auf Wanderpfaden (wobei ich häufig das Gefühl hatte das es abseits der Wege bequemer ist als auf den stark ausgetretenen Pfaden).

Wir schleppen uns immer weiter vorran, das Wetter wird auch nicht wirklich besser und daher haben wir auch wenig Lust bei den aktuellen Bedingungen noch eine Nacht hier zu verbringen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir mit Schmerzen an Füßen, Knien Schultern Hüfte usw. unser Ziel Trondsbu und damit auch mein schönes, warmes, trockenes Auto :grin:



Also Sachen verstaut und auf geht es Richtung Rena.
Ich drehe den Zündschlüssel und es passiert ... nichts.
Tja sind wir nach der Entladung durch die kühlbox wohl nciht weit genug gefahren und die Batterie hat sich in den 10 Tagen entladen dachten wir uns. leider war auch keiner da um uns Starthilfe zu geben, irgendwann schafften wir es aber mit hilfe eines netten LKW fahrers den Wagen anzuschieben.
Und so machten wir uns dann zum späten Nachmittag hin mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf Richtung Rena.
Die Aussicht von der Mautstraße ist dann aber so gut das Nicki nochmal ein Foto machen muss:









