Tag 6 ?
Der zweite Tag an unserem Geheimsee. Leider hat sich das Wetter im Vergleich zum Vortag wieder deutlich verschlechtert, es ist kälter geworden,stark bewölkt mit gelegentlichen Regenschauern und vor allem war es bereits morgens ziehmlich windig.
Morgens Bannocks vorbereitet (die schmeckenbesser wenn man den Hefeteig etwas Zeit gibt) und ansonsten nur einen kleinen Snack gefuttert.
Dann erstmal 2 Stunden gefischt, allerdings komplett ohne Fischkontakt.
Zum Mittag gab es Bannock mit Forellentartar und Wasabi. Ist ansich schon lecker, mitten im Nirgendwo aber ein unfassbarer Genuss :grin:
Nach dem essen waren wir dann wieder am Bach und dem kleinen See unterhalb unterwegs, konnten hier aber nur vereinzelt kleine Forellen landen. Wieder am Hauptsee frischte der Wind immer weiter auf und der Wellengang nahm zu. Selbst mit unserer Meerforellenausrüstung wurde das fischen sehr beschwerlich und blieb vor allem bis auf einige Zupfer weiterhin erfolglos.
Irgendwann stand ich dann zum späten Nachmittag wieder auf "meiner" Insel, der Wind war mittlerweile wieder etwas abgeklungen (dürfte aber immernoch WS 4 gewesen sein). Die Frequenz der Anfasser bei mir nimmt deutlich zu, aber keine will hängen bleiben. Nikki hat dagegen garkeine Anfasser aber kann gleich den ersten Biss auch verwandeln.
Nach ca. 15 Anfassern bleibt bei mir dann auch endlich eine hängen und ist auch recht schnell gelandet, immerhin 30cm.
5 minuten später hallt dann mein Freudenschrei über den See, die Rute ist mächtig krumm und nach mehreren Fluchten ins tiefe Wasser vor dem Steinriff kann ich eine 44er Vidda Forelle mit top Kondition landen.
Nikki legt kurz danach mit einer minimal kleineren nach.
Abendbrot ist also gesichert.
Wir fischen noch bis Sonnenuntergang weiter, allerdings bis auf einige Anfasser ohne Erfolg.
Abends gibts dann gebratene Forelle auf Bannock und fürs Frühstück bereiten wir wieder Forellentartar vor.
Vor dem Schlafen beraten wir uns wie es morgen weitergehen soll, bleiben wir noch einen weiteren tag am See oder ziehen wir weiter.
nach einigem hin und her entschließen wir uns dies vom Wetter abhängig zu machen, bei schönem Wetter bleiben und bei schlechtem Wetter weiterziehen.
Tag 7 ?
Nächster Morgen, Blick aus dem Zelt, nicht mehr ganz so stark bewölkt, deutlich weniger Wind und hin und wieder sieht man sogar mal einen Sonnenstrahl. Wir sind immernoch unentschlossen, aber entscheiden uns zu bleiben.
zunächst ein paar Würfe von meiner Insel gemacht und einen Fisch verloren, danach nichts mehr.
Fischaktivität ist auf dem See keine zu sehen, da die letzten beiden Tage vormittags eh nicht viel lief entscheiden wir uns einen der Hügel in der Umgebung zu besteigen und zu schauen ob man dort eventuell genug empfang hat um eine Wettervorhersage für die nächsten tage zu bekommen.
Der Plan ging auf, und so konnten wir nicht nur den Wetterbericht abrufen( die kommenden Tage sollten in dieser Reihenfolge sein: durchwachsen, schön, richtig eklig) sondern uns auch zuhause melden und die schöne Aussicht über die Vidda genießen.
Alleine an den Seen und Bachläufen die man von hier oben sehen konnte hätten wir wahrscheinlich noch einen ganzen Monat fischen jeden Tag an neuen Gewässern fischen können
Wir stiegen den Hügel auf der anderen Seite wieder runter und machten uns auf den Weg zu einer Bucht die wir bis jetzt noch nciht befischt hatten. Der Wind schlief ein und auf dem See begann ein Schlupf kleiner schwarzer köcherfliegen.
Es dauerte nicht lange da waren dann auch die ersten Fische am buckeln und steigen.
Auf Trockenfliege und auch Emerger tat sich komischerweise nichts, als wir dann wieder zu unseren Woolys wechselten mit denen wir auch die Tage vorher erfolgreich waren war nikkis Rute recht schnell krumm und nur wenige Sekunden später auch meine.
Konnten beide unsere Fische landen und versorgen, Nikki hatte dann einige Minuten später noch eine weitere schöne Forelle und ich verlor eine große.
Danach frischte der Wind leider wieder auf und drehte, der Schlupf war vorbei und keine Fische mehr zu sehen.
Gegen 16 uhr entschieden wir uns dann langsam mal zu Frühstücken
Danach weiter gefischt, Nikki konnte noch eine ü40er landen und hat einige weitere Bisse versemmelt und Fische verloren, bei mir noch ein paar anfasser ansonsten nichts.
Abends die Fische zubereitet und schonmal alles für den Aufbruch am nächsten Tag vorbereitet.
