Hallo krautzi,
glückwunsch zu Deiner geplanten Tour Strib/Middelfart und dann auch noch für 2 Wochen

:grin:
Zu einer Zeit, als der Spritpreis noch erschwinglich war bin ich 2 mind. 2x pro Woche dort gewesen undzwar 2 1/2 Jahre lang, tagsüber, im Sommer nachts, bei Regen, Sturm, Schneetreiben etc., d.h. das ich die Plätze dort oben richtig gut kenne und so manche Sternstunde erlebte, aber auch so einige Nullnummern einstecken musste. Früher hatte man vom Parkplatz, mal von den paar Sommerhäusern abgesehen faßt freie Sicht aufs Wasser, doch dann haben die einen mehrstöckigen Legobauklotz etwa 100m vom Strand hingestellt.
2 ~ 3 Tage vor und nach Voll- & Neumond (Vollmond Freitag, 25. Dezember 2015) treten dort höhere Strömungsgeschwindigkeiten auf; d.h. im Extremfall bis zu 9 Ktn Strömungsgeschwindigkeit, was nicht ganz ohne ist, was unabhängig vom auflaufenen oder ablaufenen Wasser ist. Was Du hierbei berücksichtigen musst, ist in diesem Fall nicht weiter als bis zur Taille ins Wasser zu gehen. Du stehtst hier auf einer Mischung von Kies und Sand und die Strömung zieht Dir den Untergrund unter den Sohlen weg, sodaß Du mit der Zeit immer tiefer im Wasser stehst, was dann passiert kannst Du Dir denken, oder?
Die besten Ergebnisse wurden an häufigsten bei ablandigem Wind erzielt, sollte dort oben aber der Wind wechseln, besteht die Möglichkeit, das viel Dreck und loses Kraut im Wasser schwimmt. Alle 6 Std. kann die Strömung wechseln, passiert das, ruhig weiterfischen, sollte sie aber einschlafen, dann geh aus dem Wasser und leg eine 1/2 stündige Pause ein, weil dann kaum etwas beisst. Die besten Köder waren schwere Blinker, besser kleine Pilker von 20 ~ 35 gr., je nach Strömung. Ist der Wind stürmisch auflandig, solltest Du Dir einen anderen Platz suchen.
Falls Du Lust auf Dorsche & Köhler hast, dann fahre nach Middelfart an den Hafenanleger, hier beissen die Dorsche richtig gut und besonders ab der Abenddämmerung bis rein in die frühen morgenstunden, die Fische werden durch das Licht der Laternen angezogen und kommen nachts ganz dicht bis an den Holz-Kai. Falls Du dicke gedrungende Fische an der Oberfläche und der Kaimauer siehst und hier Karpfen vermutest?, nein es sind Seehasen, die vom Licht angezogen werden, die sind im Winter auf Laichwanderung.
Solltest Du von Strib die Nase voll oder mit Deinem Fangergebnis unzufrieden sein, dann wäre ein Besuch auf der Insel Æbelø im Norden eine besondere Bereichung. Windstille und niedriger Wasserstand sind die besten Vorsetzungen für einen Tag auf der Insel. Rechts von Bogense (Lindøgaard Naturcamping) aus geht ein Watweg direkt zur Insel, der durch Stangen gekennzeichnet ist, wenn auch spärlich. Nimm nur leichtes Gepäck mit, denn Du gehst 4 km durch knöcheltiefes Wasser (je nach Wasserstand), dann noch 4 KM durch losen Sand (Damm). sicherheitshalber nehme bitte einen Kompass u. 2 Taschenlampen (2 falls eine ausfällt) mit, damit Du im Notfall auch wieder zurück findest.
Schaue unbedingt auf die Uhr bevor Du losgehst und merke Dir die Zeit - wie lange Du gebraucht hast - gehe auch wieder rechtzeitig im Hellen zurück, man kann sich dort in der Dunkelheit leicht verlaufen, das passiert, wenn man zu Fischgeil ist :grin: . Du darfst die Insel im Uferbereich umrunden, kreuz & quer rumlaufen wird nicht gern gesehen, da die Insel Privat ist. Ohne den Damm mitzuzählen hast Du 4 km feinstes MeFo-Revier, die besten Köder sind Wobbler/Blinker von 12 ~ 16 gr. in den Farben Sil/Blau, Sil/Grün oder Rot/Schwarz. Die besten Fangplätze sind auf der rechten Seite der Insel bis hoch zur Nordspitze am Leuchtturm.
Dann mal viel Spaß und Erfolg auf Fünen.
