Hallo Speedflocke
Hoppla, das sind aus meiner Sicht sehr kuriose Tipps.
Nehmen wir einen Schußkopf von 11m Länge + ein Vorfach von 4m Länge + 2m Schussleine. Das ergibt 17m Gesamtlänge vor der Rutenspitze.
Beim Stopp vorne befindet sich die Rutenspitze ca. 2m vor dem Körper.
Wenn sich nun die Fliege auf Höhe des Körpers befindet, so ist das Vorfachende (Übergang zum Schusskopf) 2m vor der Rutenspitze. Auf der gleichen Entfernung befindet sich auch der Übergang Schusskopf zu Schussleine.
1 Meter Schusskopf rechnen wir für die reine Schlaufenfront. Bleiben 10m geteilt durch 2 = 5m Schusskopf für die Ober- und Unterschnur der Schlaufe zu dem Zeitpunkt, wenn Du die Schnur loslassen möchtest.
5m des Schusskopfes (vom dicken Ende) sind also bereits gestoppt.
Die andere Hälfte des Schusskopfes (Oberschnur in der Schlaufe), welche noch in Bewegung ist, wird zwar abrollen, aber die Unterschnur nicht mehr erneut beschleunigen.
Das wird nicht funktionieren.
Ebenfalls halte ich es für kontraproduktiv, die Rutenspitze während der Beschleunigung (während des Wurfes) zur inneren Seite heraus zu führen.
Im Gegenteil, man sollte die Rutenspitze möglichst entlang einer geraden Linie beschleunigen und im Moment der höchsten Beschleunigung sollte man die Schnur zum Schiessen frei geben.
Dein vorangegangenes Wurfproblem hat eine oder vermutlich mehrere andere Ursachen, die zu beheben wären, damit der Wurf sauber klappt. Wenn der Wurf klappt, bezweifle ich mal frech, dass Deine Einschätzung über den Zeitpunkt der Schnurfreigabe auch nur annähernd zutrifft.
Beste Grüße
Bernd
p.s. Nicht wenige Profis versuchen die Schnur (gefühlt) minimal vor dem Stopp loszulassen, um mehr Distanz zu erreichen.