Zweihandrute für Ostsee

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
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fheizer
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Zweihandrute für Ostsee

Beitrag von fheizer »

Hallo,

ich weiss das dieses Thema durchaus kontrovers diskutiert werden kann. Das möchte ich grundsätzlich nicht. Mir geht darum einige Tipps zur Gerätewahl bzgl. einer Zweihandrute primär für den Ostseeeinsatz zu erhalten.
Wozu brauch ich so etwas?
  • um bei Wind auch "ordentlich" zu werfen (das haben wir bereits ausführlich diskutiert)
    weil ich noch keine Zweihandrute besitze
    weil ich sehr experimentierfreudig bin
    weil ich unbedingt den Unterhandwurf lernen möchte
    weil ich glaube damit unter bestimmtem Bedingungen mehr Erfolg zu haben
Rein wurftechnisch stelle ich mir Überkopf- und Unterhandwürfe vor. Als Schnur gehe ich momentan von einen schwimmenden SK aus, maximal intermediate, Sinker sind nicht angedacht.
Sehr interessiert bin ich an Tipps zur Länge und Aktion. Ausgehend von meinem jetzigen Kenntnisstand würde ich 12,6 Füsse wählen und eine flotte Aktion. Schusskopf um die 10m. Schnurklasse 8/9 also um die 30gr. SK Gewicht.
Als sekundäre Einsatzgebiete kommen dänische Auen und schwedische Flüsse in Betracht.
Meine finanzielle Schmerzgrenze bewegt sich so bei 400€ für die Rute, es darf gern preiswerter sein.
Da ich keine Erfahrungen im Zweihandbereich habe, ist natürlich auch das Probewerfen reines Roulette. Zumindest was die Aktion und Länge angeht.

Vielen Dank und beste Grüße

Jörg
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Ralph Hertling
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Beitrag von Ralph Hertling »

Moin Jörg!

Ich setze seit Anfang des Jahres mit großer Freude eine Z-Axis 8110-4 ein.
Was das Wurfgewicht damit anbelangt habe ich bei 18-19g Köpfen (sogar meine 17Grämmer waren nicht unwerfbar damit) begonnen, habe auch 21g SK gefischt und bin jetzt bei einem 23Grämmer angekommen. Der ist aber auch noch nicht GANZ optimal, denn er könnte gerne 1-1,5m länger sein.
Eine (alte) 9er PounchPro als Volleine habe ich auch einige Tage schön damit geworfen.
Damit bin ich nun von der Leine her leider etwas schwerer geworden als ich es wollte.
Deswegen werde ich, sobald ich es mir, wohl zum Frühjahr hin, leisten kann, die nächstleichtere Rute dieser Serie gönnen, die z-axis 7110-4.
Diese sollte dann (für mich) optimale 20-21g werfen.

Grundsätzlich kann ich, vor allem für die Kyste, nur zu diesem Weg raten.
Ich bin aus der Überlegung heraus dass ich die kostbaren Wochen des Jahres an der Kyste bei Wind nicht mit übermüdetem und schmerzendem Wurfarm(en) verbringen möchte dazu gekommen.

11 Fuß ist nicht zu sperrig als dass man nicht ganz normal seinen Schußkorb weiter benutzen könnte und lang genug um AUCH damit sehr passabel unterhand zu werfen. Unterhand geht mit längeren Ruten natürlich einfacher, mit ein wenig Übung allerdings auch damit.
Zudem kannst Du so'n Ding perfekt an dänischen Auen einsetzen, zumal diese Rutenserie ganz wunderbar leicht ist, zumindest für ihren zweihändigen Aufbau.
Leute die öfter an Auen in DK fischen als ich haben, nachdem ich sie ihnen mal in die Hand drückte, es spontan als sehr gut geeignet hierfür empfunden.

An der Kyste würde ich aber zu 95% überkopf damit agieren, zumal man unterhand immer einige Gramm schwerer gehen kann als überkopf.

Bei der Suche nach einer solchen Rute wurden mir auch oft die vergleichsweise neuen Orvis Helios SwitchRuten empfohlen.
Leider sind die für mich nur schwer zu bekommen, und zu werfen erst recht.

TFO-Switchruten haben ebenso einen guten Rut, wie auch die neuen Echos. Da ist mir vor Kurzem auch noch eine dazwischen gekommen.
Schöne Rute, hervorragendes PreisLeistungsVerhältnis.

Sie sind alle bei 11 Fuß, nun mußt Du sie werfen, gefallen werden Dir leider viele.
;-)

Viel Spaß
und
TL
Ralph
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Fliegenjeck
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Beitrag von Fliegenjeck »

Hallöchen Jörg,
gerade wenns nicht zu teuer sein soll : Flex TEC.8/9 Zweihand für 50€ ! Topp verarbeitet,ga gibts nix zu meckern.Lifetime Guarantee !!!!Von der Aktion eher nicht ganz so hart aber auch kein Lämmerschwanz...Schont den Geldbeutel und Fische fängste damit auch....
Nur son Tipp...
MfG Nobby...
Ich bin ein (H)optimist. Diese glauben, das durch ein homebrew sich alles verbessert... :+grin:
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Arnd
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Beitrag von Arnd »

Hallo Jörg,

aus den gleichen Gründen habe ich mir Anfang des Jahres eine Scierra Fly Lite 11,8'; #7/8 zugelegt. Wenn ich mich recht entsinne, ist diese Rute für 19-21 gr. ausgelegt. Ich selbst werfe einen 10 mtr. SK mit 22 gr.
(VISION ACE).

Die Rute lädt gut auf und der SK schießt wirklich ohne Mühe sehr weit. Mit dem SK geht eigentlich beides (Unterhand- bzw. Überkopfwurf). Nehme ich leichtere SK, klappt es nicht so toll mit dem Unterhandwurf. Schwerere (23gr.) sind wiederum für Überkopfwürfe grenzwertig. Die Rute ist relativ sensibel, soll heissen schnell. Ich selbst musste mich erst an diese Aktion gewöhnen. Wahrscheinlich hat die Rute noch einiges mehr an Reserven, da ich jedoch nicht der "Wunderwerfer" bin, werde ich sicherlich noch nicht die Grenzen ausgetestet haben. Verarbeitung und Qualität sind als gut einzustufen. Wie oben schon erwähnt, ist aus meiner Sicht der einzige Nachteil, dass die Rute eben relativ sensibel ist und nicht zu jedem Wurfstil passt.

Die Rute entspricht jetzt nicht unbedingt den Vorgaben, die Du gemacht hast, deckt aber sicherlich einen Großteil des Bereiches ab, den Du als Ziel hast (MeFo-Angeln an der Küste, evtl. dänische Auen mit mittelgroßen Lachsen, evtl. Hecht).

Gruß, Arnd
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Hallo Jörg :wink:

die leichte Zweihandrute ist auch an der Küste immer eine gute Sache. :+++:
Ich selbst würde vielleicht mal nach gebrauchtem Gerät z.B. in Richtung Sage Ausschau halten. Es muss ja nicht immer eine neue Rute sein.

Ansonsten würde ich mir im Fachhandel 2 oder 3 Modelle ausleihen und vor Ort testen. Danach bist Du zumindest um einiges weiter.

Unterhandwürfe sind umso schwieriger, je tiefer Du im Wasser stehst. Kommen obendrein noch Wellen hinzu, wirds für viele Werfer beinahe hoffnungslos.
An der Küste sehe ich zu 99% Überkopfwürfe als mit Abstand am erfolgreichsten.
Wenn es einfach um den Spaß am Probieren und Werfen geht, muß man eben auch mal mit Abstrichen leben, was ja nicht bedeutet, dass man hier keinen Spaß mehr hat :+++: .

Beste Grüße
Bernd
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Fliegenfischerschule
Carsten62

Beitrag von Carsten62 »

Hallo Jörg, wenn du 11 Füße in betracht ziehst, dann schau dir doch das mal an. LPXe Switch
Hardi

Beitrag von Hardi »

Moin Jörg,
ich fische auch 2-Händer an der Ostseeküste.
Von einer Echo Switch in 10'4' Länge 2 Hand #4 von der Stange, über Eigenaufbauten Sage Z-Axis 6110-4 2-Hand bis zu einer Forecast Spey 11'6 in #6/7 ist alles dabei. Die Ruten sind alle unterschiedlich in der Aktion, der Schnelligkeit und auch unterschiedlich am Fisch.
Habe (nicht nur alleine) auch mit Skagit Schußköpfen experimentiert.
Die Wege für Skandi und Skagit sind unterschiedlich und genau so unterschiedlich sind auch die Ruten.
Werde demnächst mal einen Aufsatz über meine Erfahrungen einstellen, da hier doch diesbezüglich Interesse besteht.
Ich hoffe Du kannst nocht die kurze Zeit abwarten, ich freue mich auf den Erfahrungsaustausch.

Gruß Thomas
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fheizer
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Beitrag von fheizer »

Hallo,

freue mich riesig über eure Tipps. Da sind viele tolle Sachen dabei. Primär nehme ich erst einmal mit, dass ihr hauptsächlich Switchruten fischt und deutlich unter der von mir angedachten 8/9 Schnurklasse bleibt.
Den Aufsatz von Thomas warte ich noch ab und die LPXE Switch hab ich mir noch nicht angeschaut.
Ich werde mich erst einmal grundsätzlich dem Switchrutenthema widmen, damit hab ich mich noch gar nicht beschäftigt.

Vielen Dank für eure netten Anworten und mehr davon

Jörg
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SIMPLE SHRIMP
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Beitrag von SIMPLE SHRIMP »

Moin Jörg,

alle Vorposter haben gute und brauchbare aber auch z.T. individuelle Tipps gegeben, für mich am treffendsten zusammen zufassen sind:

An der Ostsee angele ich fast nur mit Überkopfwürfen und überwiegend im Zweihandstil, nur manchmal sind auch Einhandwürfe angebracht wenn Fische im Nahbereich auftauchen. Ich benutze einen Schusskorb und habe dabei mit dem Handling einer 12 Fuss langen Rute weder beim Einstrippen noch beim Werfen irgendwelche Probleme.

Für's Überkopfwerfen benutze ich ältere, für die meisten Situationen 10,5 Meter lange Schussköpfe aus abgeschnittenen schwimmenden DT-Leinen mit normal kurzer Verjüngung plus Vorfach etwa in Rutenlänge, weil sich diese bei allen Bedingungen gut werfen lassen. Wegen des vorteilhaften geringeren Rutengewichtes und des zeitweiligen Einhandgebrauchs verwende ich am liebsten Ruten, die bei Wurfgewichten von 20-22 Gramm optimal arbeiten, bei 11' Ruten bevorzuge ich Wurfgewichte von 18-20 Gramm. Unterhandwürfe übe ich an der Küste fast nie dafür aber wegen unterschiedlicher Windrichtungen sehr häufig das Werfen auf beiden Seiten.

Gruß, Klaus
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Fliegenjeck
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Beitrag von Fliegenjeck »

Hallöchen Allerseits,
immer lasst ihr mich dumm sterben!!!!
Was ist eine Switchrute????? :q:
MfG Nobby...
Ich bin ein (H)optimist. Diese glauben, das durch ein homebrew sich alles verbessert... :+grin:
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piscator
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Beitrag von piscator »

Hi Nobby, ich will das mal ganz plakativ erklären:
eine Switchrute ist typisch 10-11 ft lang und nix halbes und nix ganzes. Switchen kannst du von einhändigem Betrieb zu zweihändigem und beides macht dich gleichermaßen wahnsinnig. Für einhändigen Betrieb brauchst du 4 Monate Muckibude oder 2 Monate auf dem Bau -- und ein Tennisarm ist frei Haus. Zweihändig lässt sich so ein Stecken auch werfen, die Wurfhand greift dabei den Blank oberhalb des Griffes, da dieser natürlich etwas kurz ist, weil ja sonst die Einhandrute effektiv nur 9ft lang wäre. Es gibt auch welche, da steckt man so ein Beate Uhse Teil in den Rollenhalter und verlängert damit den Griff, aber dann wirds auch nicht wirklich besser.



Es gibt schöne leichte Zweihänder um 12ft, die sich sicherlich an der Küste schön fischen lassen und die man durch alle Wurfvarianten bewegen kann.
Was es nicht gibt sind die eierlegenden ....... und deshalb sind Switchruten
meiner Meinung nach ein Marketing Gag --- Jürgen der hofft nicht massakriert zu werden
Petri Heil, J.
brauch keine Gewalt, nimm einfach 'ne längere Rute
http://www.baltic-cane.de/
Hardi

Beitrag von Hardi »

Ich gehe konform Jürgen.
Das Switchen (umschalten, wechseln) zwischen Einhand- und Zweihandwerfen bezeichnet der Name einer Switchrute. Der obere Griff ist zum Zweihandwerfen zu kurz, der untere auch. Ich halte daher von den gekauften 11 Fuß "Switchruten" auch nicht allzu viel. Deshalb habe ich mir meine Ruten geich als Zweihandruten aufgebaut (Ausnahme die Echo Switch #4).
Mit den kurzen Skagit-köpfen und einem abgewandelten Wurf (kein Unterhand) ist auch gut mit der kurzen 11 Zweihandrute zu switchen (Wasserwurf). ;)
Beim Unterhandwurf würde ich auch eine Rutenlänge 11'6''/12' für die Küste bevorzugen.
Gruß Thomas
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Ralph Hertling
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Beitrag von Ralph Hertling »

Moin! :wink:

Also, ich kann Jürgen und Thomas nur zustimmen was den Namen der Switchruten betrifft. Da kommt der Name halt her.

Sie liegen zwischen den normalen Konventionen, das stimmt auch noch, aber speziell für mich in einer Weise dass mir aus ihren Eigenschaften nur Vorteile für das zweihändige Überkopfwerfen an der Küste erwachsen.
Ich habe das Bewegen der Zweihand bei Scholz und Mortensen gelernt.
Daher, weil ich weder den oberen Griff ganz oben greifen muss, noch weil ich den Griff oben wie unten fast nur mit Daumen und Zeigefinger locker führe, ist die technische Umsetzung der Griffe bei meinen Switchruten von sage und echo für mich von Vorteil.

Selbst wenn ich sie an der Küste so gut wie nie so einsetze, so habe ich in den letzten Wochen und Monaten viel unterhand damit geworfen und geübt. Deswegen kann ich nicht bestätigen dass man damit (mit den Switchruten die ich besitze) nicht alle Wurfvarianten ausführen könnte wie mit einer längeren Zweihandrute mit längeren Griffen.

Wenn man einen Platz initiativ befischt kann man sehr schön den ersten Fächer einhand werfen um eventuell nah stehende Fische anzusprechen um dann, wenn man eingewatet ist, beidhändig auf volle Wurfweite zu gehen.

12 Fuß wären mir persönlich für diesen speziellen Einsatzbereich zu lang. 11 Fuß halte ich für optimal.

Es mag sein dass alles was Jürgen und Thomas zu diesen Ruten für andere Einsatzbereiche sagen zutrifft, es ist aber nicht allgemeingültig, denn für mich und für diesen von mir beschriebenen Einsatzbereich halte ich meine Ruten für ideal.

Gerne habe ich aber für Gelegenheiten mit wenig Wind und wirklich kleinen und leichten Meerforellenfliegen auch noch meine leichte 6er Einhandrute mit der guten alten Pounch dabei.
;)
TL
Ralph
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piscator
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Beitrag von piscator »

Hi Ralph,
generell kannst du mit jeder Rute alle Wurfvarianten ausführen, aber eben nicht optimal. Alle Wasserwürfe gehen auch mit Einhandruten -- auch mit meinen kleinen Gespließten. So kann man natürlich mit den Switchruten Wasserwürfe und Überkopf werfen -- das kann Vossi sogar mit ner richtigen Zweihand (Einhand Überkopf), aber nur 3mal, dann ist er fertig. Mit der Switchrute von 11ft einhand/überkopf ist für mich nach 5 Würfen Schluss, dann bin ich tot :grin:

Um Spaß zu haben mit Wasserwürfen, brauchts meines Erachtens schon eine echte kleine Zweihand (die von Hardi muss ich unbedingt mal werfen). Ich hab ja so eine kleine gerade aufgebaut (Winston 12'3" #7/8 ) die geht ab ;) nimmt aber 30+ Gramm und entspricht damit einer #12 Einhand und ist für unsere Küstenangelei sicher schon zu schwer.
Jürgen
Petri Heil, J.
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Ralph Hertling
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Beitrag von Ralph Hertling »

Jürgen,
piscator hat geschrieben:Mit der Switchrute von 11ft einhand/überkopf ist für mich nach 5 Würfen Schluss, dann bin ich tot :grin:
Meine z-axis (Sage nennt sie "Crossover-Rute") wiegt 145 Gramm. Das ist für eine Einhand natürlich nicht wenig, zumal mit einem 11 Fuß Hebel, klar.
Oft möchte ich so auch nicht werfen müssen, brauche ich ja aber auch nicht.
5 Mal reicht für den Fächer beim Einsteigen, und mir dann auch.
Natürlich ist es Humbug und reine MarketingSchreierei dass man selbst eine so leichte Switchrute den ganzen Tag problemlos einhand werfen könnte.

Für mich sind es ultraleichte (vom Gewicht her) und sehr kurze Zweihandruten, nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe übrigens gehört dass die Jungs an der ostamerikanischen Striperküste solche Ruten zunehmend gerne watend vom Ufer fischen.
piscator hat geschrieben:Ich hab ja so eine kleine gerade aufgebaut (Winston 12'3" #7/8 ) die geht ab ;) nimmt aber 30+ Gramm und entspricht damit einer #12 Einhand und ist für unsere Küstenangelei sicher schon zu schwer.
Ja, und genau darum geht es mir.
Ich möchte im Frühjahr große und schwere Fliegen fischen und WERFEN können, auch wenn es mal gut (Ost-)Wind hat. Dafür brauche ich 20-21 Gramm im SK, vielleicht sogar auch mal die 23 Gramm die ich aktuell auf der 8110-4 habe. Mehr als 30 Gramm sind einfach overkill. Bis 25 Gramm halte ich noch für vertretbar, aber mit 21 ist man als Standard gut unterwegs.

Und mit zwei Händen werfe ich die ganze Urlaubswoche bei starkem Wind immer aus der gleichen Richtung duch ohne nennenswerte Ermüdungserscheinung, dem Unterhandzug sei Dank.
TL
Ralph
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