Drillzeiten kurz halten: Wieviel Druck ist möglich?
Naja - eigentlich ist es ja nichts wirklich neues. Wenn ich mein Vorfach nach einem Hänger (so wie grad) reissen lassen will, halte ich die Rute in Schnurrichtung. Ich hätte gar nicht die Kraft aufgrund des Hebelarms, die Rute konstant oben zu halten, mal abgesehen vom Rutenbruch.
Interessant finde ich den Aspekt mit der durch Strömung gebogenen Schnur. Ich wüßte so auf Anhieb nicht, wie da das Kräfteparallelogramm aussieht. Aber die Schwerkraft spielt sicher mal keine Rolle.
Coole Sache - bei meinen Rotfedern im Fluss spielte es bisher keine Rolle ;-)
Eddy
Interessant finde ich den Aspekt mit der durch Strömung gebogenen Schnur. Ich wüßte so auf Anhieb nicht, wie da das Kräfteparallelogramm aussieht. Aber die Schwerkraft spielt sicher mal keine Rolle.
Coole Sache - bei meinen Rotfedern im Fluss spielte es bisher keine Rolle ;-)
Eddy
- Holger Seipold

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- Bernd Ziesche

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Jene Art des Drillens ist natürlich nicht neu. Allerdings wird sie hier bei uns sehr wenig praktiziert.
Vielmehr beobachte ich oft ein aus Angst, den Fisch zu verlieren, sehr zaghaftes Drillen mit deutlich nach oben gerichteter Rute.
Vielleicht lässt es ja der eine oder andere einmal auf einen Versuch ankommen
Eddy
Die Schwerkraft hat IMMER einen Einfluß. Ohne diese würden weder das Wasser noch der Fisch im Flußbett bleiben
Gruß
Bernd
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- tangathotty

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hey @ all im forum
naja, ich hoffe ich falle hier nicht unangenehm im forum auf.
*DAS war jetzt ein insider scherz*
und was seh ich, kaum bin ich mal einen tag lang nicht da, habt ihr so einen heiteren thread ins leben gerufen. wow.
also meine gedanken zum thema "drillen für fortgeschrittene" :
ja, die maximalen kräfte die man über eine im 90grad winkel gebogenen rute ausüben kann, sind erstanlich gering.
das stand auch vor einiger zeit mal im fisch und fang, wo sie alle sorten ruten von fliegen über karpfen bis hin zu
big game geschirr vermessen hatten. und 400gramm in klasse 4 kommt hin, das fette großkarpfen-takle bringt
2,5 kilo und erst bei big game sachen wird es ernster..
und Ingo: à propos "ziegelstein": so drillt doch kein mensch.....
da fragt man sich natürlich, warum man dann trotzdem an der 7`er rute ein `30er vorfach mit 8kilo bruchlast fischt,
wenn die rute aber nur schlappe 1,5 kilo "max bend" bringt ?
Mawill und Ulf haben es meiner ansicht nach ganz richtig geschrieben:
wenn man die rute nicht so steil hält kann man mehr zug auf die schnur ausüben, aber die rute federt eben auch weniger,
und das ist ja eben auch eine wichtige komponente, die wir im drill haben wollen, denn sonst würden wir ja alle bloß mit
kabeltrommeln ans wasser gehen.
und natürlich hat Berni recht: die ebenenverlagerung im drillen ist super, das ist eigentlich auch ein alter hut.
und so sollte man auch nicht drillen
und zu Berni`s statement:
sollst DU mal beizeiten die fachkompetente speerspitze der deutschen fliegenfischerei werden
also arbeiten wir mal dran Berni:
der ist schließlich keine wasserflasche du spaßvogel, bloß gut dass du das selbst einsiehst
daher liegt auch der denkfehler nicht bei Ingo, sondern bei dir Bernd:
die rückstellkraft einer gespannten! rute hat aber mal sehr wohl anteil an der ermüdung des fisches.
du kannst ja nicht nur die RST mit der "self loading energie" in den rutenhalter klemmen..
und Volker hat`s da ganz sauber erklärt..
aber spätestens beim "pump dorsch" auf dem kutter glaubt mir dort kein sportsfreund
die geschichte von der ebenenverlagerung im drill zum zwecke des schonenen releasens..
grüßung
Thorsten
ui wie putzig, ich hab meinen ruf hier jetzt weg...Ich ahne, der Thotty naht bereits
naja, ich hoffe ich falle hier nicht unangenehm im forum auf.
*DAS war jetzt ein insider scherz*
und was seh ich, kaum bin ich mal einen tag lang nicht da, habt ihr so einen heiteren thread ins leben gerufen. wow.
also meine gedanken zum thema "drillen für fortgeschrittene" :
ja, die maximalen kräfte die man über eine im 90grad winkel gebogenen rute ausüben kann, sind erstanlich gering.
das stand auch vor einiger zeit mal im fisch und fang, wo sie alle sorten ruten von fliegen über karpfen bis hin zu
big game geschirr vermessen hatten. und 400gramm in klasse 4 kommt hin, das fette großkarpfen-takle bringt
2,5 kilo und erst bei big game sachen wird es ernster..
und Ingo: à propos "ziegelstein": so drillt doch kein mensch.....
da fragt man sich natürlich, warum man dann trotzdem an der 7`er rute ein `30er vorfach mit 8kilo bruchlast fischt,
wenn die rute aber nur schlappe 1,5 kilo "max bend" bringt ?
Mawill und Ulf haben es meiner ansicht nach ganz richtig geschrieben:
wenn man die rute nicht so steil hält kann man mehr zug auf die schnur ausüben, aber die rute federt eben auch weniger,
und das ist ja eben auch eine wichtige komponente, die wir im drill haben wollen, denn sonst würden wir ja alle bloß mit
kabeltrommeln ans wasser gehen.
und natürlich hat Berni recht: die ebenenverlagerung im drillen ist super, das ist eigentlich auch ein alter hut.
und so sollte man auch nicht drillen
und zu Berni`s statement:
du schlingel.. aber klar nehmen wir das mal genau und bürsten deine posts gegen den strich. schließlichbitte nicht alles zu extrem wörtlich interpretieren, was ich schreibe
sollst DU mal beizeiten die fachkompetente speerspitze der deutschen fliegenfischerei werden
also arbeiten wir mal dran Berni:
na, es kommt schon ganz arg auf die fischart an, gell ?der Fisch selbst wechselt ohnehin ganz viel die Richtung und schlägt hin und her
erstens redet der fisch bei besagter kraft im drill auch massiv ein wörtchen mit,Die Kraft wird immer AUSSCHLIESSLICH von Dir ausgeübt.
der ist schließlich keine wasserflasche du spaßvogel, bloß gut dass du das selbst einsiehst
daher liegt auch der denkfehler nicht bei Ingo, sondern bei dir Bernd:
die rückstellkraft einer gespannten! rute hat aber mal sehr wohl anteil an der ermüdung des fisches.
du kannst ja nicht nur die RST mit der "self loading energie" in den rutenhalter klemmen..
und Volker hat`s da ganz sauber erklärt..
aber spätestens beim "pump dorsch" auf dem kutter glaubt mir dort kein sportsfreund
die geschichte von der ebenenverlagerung im drill zum zwecke des schonenen releasens..
grüßung
Thorsten
-- dry or die --
Räusper,tangathotty hat geschrieben: und Volker hat`s da ganz sauber erklärt..![]()
grüßung
Thorsten
danke der Ehre, aber habe ich leider nicht. Ich habe nur erklärt, das
die gegebene Erklärung mit der Flasche physikalisch nicht einem Fisch
vergleichbar ist. Den tatsächlichen Effekt bestreite ich aber nicht.
Ich glaub nur die Ursachen sind andere.
Was genau zu dem Ergebnis führt, weiß ich aber auch nicht.
Vermutungen:
Zug nach oben bringt den Fisch näher zur Oberfläche und löst mehr
Panik und eine andere Art von Fluchtverhalten aus, das mehr Kräfte
verbraucht.
Sprünge und Rollen an der Oberfläche bescheren Atemnot. Der Fisch
nimmt das aber evtl. in Kauf, weil er gelernt hat, dass er außerhalb des
Wasser heftigere Bewegungen machen kann, um sich zu befreien.
Zug zur Seite "dirigiert" mehr als dass es "aufzwingt" so merkt der Fisch erst später was die Stunde geschlagen hat.
...
Volker
Sushi wird völlig überbewertet!
-
Acipenser
Moin zusammen
Ich hab da noch ne Frage. Wie ich das verstanden habe soll der Fisch schnell aus dem Wasser. a)Soll er nun noch gute Kondition haben, oder b)soll er müde sein? Im Fall von b) würde ich mich fragen, warum man seine teure Rolle nicht nutzt und die Bremse so einstellt das der Fisch gegen sich selber Druck ausübt.
Gruß Günter
Ich hab da noch ne Frage. Wie ich das verstanden habe soll der Fisch schnell aus dem Wasser. a)Soll er nun noch gute Kondition haben, oder b)soll er müde sein? Im Fall von b) würde ich mich fragen, warum man seine teure Rolle nicht nutzt und die Bremse so einstellt das der Fisch gegen sich selber Druck ausübt.
Gruß Günter
uijuijui, fantastisch, das ist ja fast mathematisch genaues Drillen.
Ich muss nachdenken.
Kann ich das auch auf der Wiese üben?
Und noch diese Frage:
"Zitat: Da kann es nicht sein das eine 70er Meerforelle mal 50 Meter Schnur nimmt. Stefan"
Wieviel Schnur sollte man den Fisch denn nehmen lassen?? Sollte man langsam, aber sicher ausbremsen, wenn der Fisch u.E. zu viel Schnur bei der Flucht nimmt?
Petri Dank im Voraus
Hanne
Ich muss nachdenken.
Kann ich das auch auf der Wiese üben?
Und noch diese Frage:
"Zitat: Da kann es nicht sein das eine 70er Meerforelle mal 50 Meter Schnur nimmt. Stefan"
Wieviel Schnur sollte man den Fisch denn nehmen lassen?? Sollte man langsam, aber sicher ausbremsen, wenn der Fisch u.E. zu viel Schnur bei der Flucht nimmt?
Petri Dank im Voraus
Hanne
Tight Lines
Hanne
Hanne
Trutte mit viel Kraft
@ ALL
Moin Leuts, (denke mal absolut aktuelle Erfahrungen aus dem Spinnfischerbereich sind auch angebracht?!?)
"Zitat: Da kann es nicht sein das eine 70er Meerforelle mal 50 Meter Schnur nimmt. Stefan"
Also 50 Meter halte ich seit gestern für möglich.
Bin kein Schnacker, aber 35 m hatte mir der Fisch gestern bestimmt von der Rolle gezogen.
Hatte gestern eine 69er in Topkondition auf voller Wurfdistanz. Ich drille nie lang. Doch bei diesem Fisch ging es nicht anders, 25 Minuten. Nicht, weil ich zu drömelig bin eine 69er an Land zu drehen, nein. Der Fisch hatte meinen Blinker im Maul und die Springerfliege in der Schwanzwurzel. Da mein Vorfach rund 1 m lang ist, habe ich den Fisch rein über die Schwanzwurzel gedrillt!!!
Mit keiner anderen Hakposition kann ein Fisch mehr Kraft entwickeln.
Natürlich dachte ich zwischenzeitlich an Lachs oder die ersehnte 90er...
Man war da ne Kraft hinter. Meine Lesath war heillos überfordert. Ich schaute oft auf den fehlenden Leitring.
Nun zum Thema. Da ich extrem viel Zeit hatte, wie in keinem Drill zuvor und den Fisch partout nicht ran bekommen hatte, versuchte ich folgende Drillpositionen:
1. Rute senkrecht-> Erfolg?-> Rute bog sich durch, nicht genügend Druck, Fisch zog Schnur von der Rolle, Super Abfederung von Schlägen.
2. Rute im 90Gradwinkel seitlich zum Fisch, Bremse normal eingestellt, also parallel auf dem Wasser-> Erfolg?-> Ähnlich wie in 1. jedoch besseres Bewusstsein darüber wann der Fisch wieviel Kraft einsetzt (gut für Bremsdosierung)
3. Rute im 30 Gradwinkel zum Fisch, Bremse sehr hart eingestellt, Erfolg?`-> gutes Handling, sehr viel Druck, jedoch nicht selten vom Fisch überrascht worden, weil spät reagiert (noch zu schwach ausgeprägtes Kraftbewusstsein von meiner Seite)
4. Rute Winkel 0 zum Fisch, Bremse hart eingestellt, Erfolg? -> Rein über die Rolle gedrillt, null Handling zum Fisch, keine reaktiven Möglichkeiten durchführbar, keine Rutenfederung als Puffer-Schnur und Rollenbremse singen ihr Lied.
Fazit:
Früher habe ich immer rein seitlich gedrillt, dies hat sich nun etwas verschoben. Der Winkel zum Fisch wird in Zukunft kleiner sein. Dort hatte ich zwar leichte Handlingsprobleme und konnte immer etwas verzögert reagiern, jedoch hatte ich dort auch eine Menge Druck, der den Fisch müde gemacht hat. Der Drcuk kann aber nur Bestand haben mit einer stärkeren Bremseinstellung.
Punkt 4: Puh, das ist echt hart rein über die Schnur/Rollenachse zu drillen und man bekommt es schon mit der Angst zutun- Ist nicht mein Ding-> zu Hauruck, wobei der Ruck auch nach hinten losgehen kann...
Gruß Philip
Moin Leuts, (denke mal absolut aktuelle Erfahrungen aus dem Spinnfischerbereich sind auch angebracht?!?)
"Zitat: Da kann es nicht sein das eine 70er Meerforelle mal 50 Meter Schnur nimmt. Stefan"
Also 50 Meter halte ich seit gestern für möglich.
Bin kein Schnacker, aber 35 m hatte mir der Fisch gestern bestimmt von der Rolle gezogen.
Hatte gestern eine 69er in Topkondition auf voller Wurfdistanz. Ich drille nie lang. Doch bei diesem Fisch ging es nicht anders, 25 Minuten. Nicht, weil ich zu drömelig bin eine 69er an Land zu drehen, nein. Der Fisch hatte meinen Blinker im Maul und die Springerfliege in der Schwanzwurzel. Da mein Vorfach rund 1 m lang ist, habe ich den Fisch rein über die Schwanzwurzel gedrillt!!!
Mit keiner anderen Hakposition kann ein Fisch mehr Kraft entwickeln.
Natürlich dachte ich zwischenzeitlich an Lachs oder die ersehnte 90er...
Man war da ne Kraft hinter. Meine Lesath war heillos überfordert. Ich schaute oft auf den fehlenden Leitring.
Nun zum Thema. Da ich extrem viel Zeit hatte, wie in keinem Drill zuvor und den Fisch partout nicht ran bekommen hatte, versuchte ich folgende Drillpositionen:
1. Rute senkrecht-> Erfolg?-> Rute bog sich durch, nicht genügend Druck, Fisch zog Schnur von der Rolle, Super Abfederung von Schlägen.
2. Rute im 90Gradwinkel seitlich zum Fisch, Bremse normal eingestellt, also parallel auf dem Wasser-> Erfolg?-> Ähnlich wie in 1. jedoch besseres Bewusstsein darüber wann der Fisch wieviel Kraft einsetzt (gut für Bremsdosierung)
3. Rute im 30 Gradwinkel zum Fisch, Bremse sehr hart eingestellt, Erfolg?`-> gutes Handling, sehr viel Druck, jedoch nicht selten vom Fisch überrascht worden, weil spät reagiert (noch zu schwach ausgeprägtes Kraftbewusstsein von meiner Seite)
4. Rute Winkel 0 zum Fisch, Bremse hart eingestellt, Erfolg? -> Rein über die Rolle gedrillt, null Handling zum Fisch, keine reaktiven Möglichkeiten durchführbar, keine Rutenfederung als Puffer-Schnur und Rollenbremse singen ihr Lied.
Fazit:
Früher habe ich immer rein seitlich gedrillt, dies hat sich nun etwas verschoben. Der Winkel zum Fisch wird in Zukunft kleiner sein. Dort hatte ich zwar leichte Handlingsprobleme und konnte immer etwas verzögert reagiern, jedoch hatte ich dort auch eine Menge Druck, der den Fisch müde gemacht hat. Der Drcuk kann aber nur Bestand haben mit einer stärkeren Bremseinstellung.
Punkt 4: Puh, das ist echt hart rein über die Schnur/Rollenachse zu drillen und man bekommt es schon mit der Angst zutun- Ist nicht mein Ding-> zu Hauruck, wobei der Ruck auch nach hinten losgehen kann...
Gruß Philip
There's a fine line between fishing and just standing on the shore like an idiot.
+++Neustrutta+++
+++Neustrutta+++
Hi,
interessante Diskussion!
Ich predige das meinen Kumpels ja schon ewig: die Rute richtig krumm machen im Drill, dann puffert die auch eine Richtungsänderung des Fisches weg, hält die Schnur auf Spannung und damit den Haken im Maul
... man sieht es wirklich oft, daß die Rute im Drill kaum gebogen ist -> Richtungsänderung des Fisches -> Rute gerade -> Schnur schlaff -> Haken raus
Das auf die Seite legen der Rute ist mir geläufig, aber bisher nur um immer schön gegen die Schwimmrichtung des Fisches zu wirken und um Sprünge zu verhindern. Daß so auch deutlich mehr Druck ausgeübt werden kann, war mir neu ... das mit der Schwerkraft leuchtet mir nicht so recht ein (beim Ast-Beispiel schon, aber ist der Fisch im Wasser durch seine Schwimmblase (sofern er eine hat) nicht "schwerelos"?).
Gruß, Matthias
interessante Diskussion!
Ich predige das meinen Kumpels ja schon ewig: die Rute richtig krumm machen im Drill, dann puffert die auch eine Richtungsänderung des Fisches weg, hält die Schnur auf Spannung und damit den Haken im Maul
Das auf die Seite legen der Rute ist mir geläufig, aber bisher nur um immer schön gegen die Schwimmrichtung des Fisches zu wirken und um Sprünge zu verhindern. Daß so auch deutlich mehr Druck ausgeübt werden kann, war mir neu ... das mit der Schwerkraft leuchtet mir nicht so recht ein (beim Ast-Beispiel schon, aber ist der Fisch im Wasser durch seine Schwimmblase (sofern er eine hat) nicht "schwerelos"?).
Gruß, Matthias
Raubfisch-Dezernat Berlin/Brandenburg
-
Karstein
Gerade beim Lesen von Matthias´ Beitrag eingefallen:
in Norwegen drillen wir ja Pollack, Seelachs und Heilbutt auch immer mit senkrechter Rute. Gut, die Wassertiefen sind unwesentlich höher als am Ostseestrand, und die üblichen Tatverdächtigen gehen eher stramm auf Tiefe neben dem Boot.
Aber wenn ein guter Heilbutt mal eben 50-100m (sehr schnell) abmarschiert auf 20-30m Wassertiefe, würde das dann den Drill kontrollierbarer machen, wenn die Rute seitlich geführt wird? Ich habe solche Rutenführung in diesen Situationen zumindest noch nie gesehen.
Grübelnden Gruß
Karsten
in Norwegen drillen wir ja Pollack, Seelachs und Heilbutt auch immer mit senkrechter Rute. Gut, die Wassertiefen sind unwesentlich höher als am Ostseestrand, und die üblichen Tatverdächtigen gehen eher stramm auf Tiefe neben dem Boot.
Aber wenn ein guter Heilbutt mal eben 50-100m (sehr schnell) abmarschiert auf 20-30m Wassertiefe, würde das dann den Drill kontrollierbarer machen, wenn die Rute seitlich geführt wird? Ich habe solche Rutenführung in diesen Situationen zumindest noch nie gesehen.
Grübelnden Gruß
Karsten
Selbe Erfahrung habe ich auch gemacht.Fische zwar erst die 2. Saison erfolgreich auf Mefos aber das habe ich auch zu spüren bekommen.Erste Saison hatte ich mit vielen Aussteigern zu kämpfen.Dachte es liegt evt. an der zu harten Rute Drillfehlern oder einfach nur Pech.Diese Saison drille ich härter und zack habe fast jeden Fisch gelandet und erst einen Aussteiger gehabt.Also druck ist bei Mefos wohl sehr wichtig.Bei anderen Fischen habe ich immer vorsichtiger gedrillt und das mit Erfolg.Bei Mefos läuft das wohl etwas anders musste ich mich auch erst dran gewöhnen.Mattes36 hat geschrieben:Hi,
interessante Diskussion!
Ich predige das meinen Kumpels ja schon ewig: die Rute richtig krumm machen im Drill, dann puffert die auch eine Richtungsänderung des Fisches weg, hält die Schnur auf Spannung und damit den Haken im Maul... man sieht es wirklich oft, daß die Rute im Drill kaum gebogen ist -> Richtungsänderung des Fisches -> Rute gerade -> Schnur schlaff -> Haken raus
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Das auf die Seite legen der Rute ist mir geläufig, aber bisher nur um immer schön gegen die Schwimmrichtung des Fisches zu wirken und um Sprünge zu verhindern. Daß so auch deutlich mehr Druck ausgeübt werden kann, war mir neu ... das mit der Schwerkraft leuchtet mir nicht so recht ein (beim Ast-Beispiel schon, aber ist der Fisch im Wasser durch seine Schwimmblase (sofern er eine hat) nicht "schwerelos"?).
Gruß, Matthias
Gruß Olli
Hi Olli,
... ich sehe da auch keine Fischart-bedingten Unterschiede, durch die das Prinzip (Rute krummer -> Schnur straffer -> Haken sitzt sicherer) mehr oder weniger wirksam sein sollte, oder?!
Selbst bei Barschen, die ja zum Aussteigen neigen sollen, habe ich mit meiner konsequenten Drill-Art erstaunlich wenig Probleme.
Gruß, Matthias
ich habe auch bei anderen Fischarten die gleiche Erfahrung gemacht und bin mit richtig krummer Rute bisher immer ganz gut gefahrenOlli hat geschrieben:Bei anderen Fischen habe ich immer vorsichtiger gedrillt und das mit Erfolg.Bei Mefos läuft das wohl etwas anders musste ich mich auch erst dran gewöhnen.
Selbst bei Barschen, die ja zum Aussteigen neigen sollen, habe ich mit meiner konsequenten Drill-Art erstaunlich wenig Probleme.
Gruß, Matthias
Raubfisch-Dezernat Berlin/Brandenburg
Hallo,
ist ja ein heisser Thread hier. Ich glaube die Physik ist hinreichend geklärt. Aber ich sehe insbesondere bei Mefos das Problem beim Keschern oder landen allgemein. Ich drille eigentlich immer recht hart, habe aber sehr oft Aussteiger beim Keschern bzw. Beachen. Wenn die Biester noch richtig Power haben und dich sehen ist das ein echtes Problem in meinen Augen.
Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass beim Landen der hohe Druck des Drills nicht bis zum letzen Moment durchgehalten werden kann, weil man muss den Fisch ja landen. Wenn der Fisch als essbar während des Drill verifiziert wird, kann man ihn sehr gut bei entsprechenden Gegebenheiten auch mit viel Druck Beachen, dass is ne sichere Sache, aber mit nem Kescher oder im BellyBoat sieht das schon anders aus.
Gruß Jörg
ist ja ein heisser Thread hier. Ich glaube die Physik ist hinreichend geklärt. Aber ich sehe insbesondere bei Mefos das Problem beim Keschern oder landen allgemein. Ich drille eigentlich immer recht hart, habe aber sehr oft Aussteiger beim Keschern bzw. Beachen. Wenn die Biester noch richtig Power haben und dich sehen ist das ein echtes Problem in meinen Augen.
Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass beim Landen der hohe Druck des Drills nicht bis zum letzen Moment durchgehalten werden kann, weil man muss den Fisch ja landen. Wenn der Fisch als essbar während des Drill verifiziert wird, kann man ihn sehr gut bei entsprechenden Gegebenheiten auch mit viel Druck Beachen, dass is ne sichere Sache, aber mit nem Kescher oder im BellyBoat sieht das schon anders aus.
Gruß Jörg
Also Unterschiede sehe ich da schon.Angel neben Mefos noch sehr aktiv auf Karpfen mit Selbsthakmontage und Boilies.Wenn ich da zu hart drille habe ich Ausschlitzer ohne ende.Wenn der Haken bei ner Mefo richtig sitzt dann wird man denke ich auch mit dem härtesten Drillstil kaum den Haken zum Ausschlitzen bringen ausser er sitzt halt an einer ungünstigen Stelle oder liege ich da falsch?Weil das Maul der Mefo ist ja schon ziemlich hart.Beim Karpfen dagegen ist es ja doch eher "Fleischiger" und der Haken schlitzt gerne mal aus ausser er sitzt gut im Maulwinkel oder der Ober und Unterlippe.Sitzt er aber tiefer "rutscht" der Haken gerne mal im Fleisch kennt ja sicher jeder der mal auf Karpfen geangelt hat.Bei Karpfen habe ich zumindest mehr Erfolg wenn ich vorsichtiger Drille und die Bremse nicht zu hart eingestellt habe.Mattes36 hat geschrieben:Hi Olli,
ich habe auch bei anderen Fischarten die gleiche Erfahrung gemacht und bin mit richtig krummer Rute bisher immer ganz gut gefahrenOlli hat geschrieben:Bei anderen Fischen habe ich immer vorsichtiger gedrillt und das mit Erfolg.Bei Mefos läuft das wohl etwas anders musste ich mich auch erst dran gewöhnen.... ich sehe da auch keine Fischart-bedingten Unterschiede, durch die das Prinzip (Rute krummer -> Schnur straffer -> Haken sitzt sicherer) mehr oder weniger wirksam sein sollte, oder?!
Selbst bei Barschen, die ja zum Aussteigen neigen sollen, habe ich mit meiner konsequenten Drill-Art erstaunlich wenig Probleme.
Gruß, Matthias
Also Ich mache da schon Unterschiede bei verschiedenen Fischarten.Klar spiel ich nun nicht mit dem Karpfen oder so rum und führe in Gassi die Rute ist schon krumm aber bei Mefos habe ich Bremse echt gut dicht und gehe etwas "härter" ran bisher mit guten Erfolgen.Ein guter Fisch kann natürlich Schnur nehmen aber bevor die Rolle diese freigibt ist Rute schon richtig krumm.
Zuletzt geändert von Olli am 23.03.2010, 01:02, insgesamt 6-mal geändert.
Gruß Olli
In der Endphase habe ich auch viele Fische verloren.Seit dem probier ich sie auch kurz vorm Kescher kompromisslos hart ranzunehmen und so schnell wie es geht in den Kescher.Habe zuerst auch den Fehler gemacht und zuviel rumgespielt und dabei zu wenig Druck ausgeübt und zack ab ist sie.Habe aber wie gesagt auch erst die 2. Saison auf Mefos Erfolg aber das hartes drillen mehr Fische in Kescher bringt habe ich auch festgestellt.fheizer hat geschrieben:Hallo,
ist ja ein heisser Thread hier. Ich glaube die Physik ist hinreichend geklärt. Aber ich sehe insbesondere bei Mefos das Problem beim Keschern oder landen allgemein. Ich drille eigentlich immer recht hart, habe aber sehr oft Aussteiger beim Keschern bzw. Beachen. Wenn die Biester noch richtig Power haben und dich sehen ist das ein echtes Problem in meinen Augen.
Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass beim Landen der hohe Druck des Drills nicht bis zum letzen Moment durchgehalten werden kann, weil man muss den Fisch ja landen. Wenn der Fisch als essbar während des Drill verifiziert wird, kann man ihn sehr gut bei entsprechenden Gegebenheiten auch mit viel Druck Beachen, dass is ne sichere Sache, aber mit nem Kescher oder im BellyBoat sieht das schon anders aus.
Gruß Jörg
Gruß Olli




