Hallo B. [symax],
ich stimme zu, dass sich Switchruten überwiegend, und über einen längeren Zeitraum sowieso, besser und müheloser zweihändig werfen lassen.
Weiter werfe ich aber weder ein- noch beidhändig, denn es ist bei diesen Längen um 12'' der Rute völlig egal ob an der Schnur gezogen wird, um eine stärkere Durchbiegung und höhere Schnurgeschwindigkeit zu erreichen, oder ob unten am Griff gezogen wird, um das Gleiche zu erreichen.
Ich wechsele häufig zwischen der Einhand- und der Zweihandtechnik, einhändig im Nahbereich, wenn sich dort Fische zeigen und überwiegend zweihändig beim Absuchen und Distanzwürfen, weil das weniger krampfig ist und erhebliche Vorteile mit sich bringt.
Bei Wind ist das Werfen mit längerem Gerät gefahrloser, die Fliege bleibt weiter entfernt vom Kopf, zweihändig braucht man nach der Aufnahme mit einem Luftrollwurf nur einen Zwischenwurf und die Fliege ist wieder draußen, und ein entscheidender Vorteil für mich ist, dass es mich mit einer solchen Rute in der Hand nicht kümmert woher der Wind weht, ich kann mit der Zweihand auch "links" werfen und zwar genau so weit. Nur wechsele ich dabei nicht die Hand, die die Rute hält - warum auch?
Auch beim Hecht- und Barschfischen mit größeren und beschwerten Fliegen benutze ich am liebsten "kurze Zweihänder", schon gar wenn ich im Boot sitze, dann macht es richtig Spaß.
Aber das ist alles Geschmacksache und jeder hat seine Gründe für die Wahl seines Gerätes.
Gruß, Klaus
P.S. Bei den Werfertreffen in Hamburg (pachtverein.de) waren einige mit solchen kurzen Zweihändern anwesend, da waren Vergleiche möglich.
Zweihand Switch - Ruten
- Bernd Ziesche

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Hallo Klaus
Wenn Du Deine Zweihandrute ("Switchrute") einmal einhändig mit Doppelzugtechnik und einmal beidhändig also ohne Doppelzugtechnik wirfst, werden Dir Videoaufnahmen zeigen, dass sich die Rute beim Werfen ohne Zugunterstützung per Schnurhand stärker biegt.
Dies liegt daran, dass Du die Rute mit a) der Trägheit der Masse von der Schnur und mit b) der Trägheit von der Rute selbst biegst / lädst.
Beim Einsatz von der Zugunterstützung entlastest Du die reine Rutenbeschleunigung über die Rutenhand um den Teil, welchen Du per Schnurhand addierst. Ergo bleibt die Ladung per Trägheit der Masse von der Schnur die gleiche, während der Anteil an Rutenbiegung über die Trägheit der Rute selbst reduziert wird. Videoaufnahmen und Fotos beweisen dies sehr eindrucksvoll. Die Grundlage ist, dass Du in beiden Fällen die gleiche Schnurmenge mit passender Geschwindigkeit bewegst, was ja im Normalfall der Fall ist.
Fazit: In Punkto entstehende Rutenbiegung ist es der Rute also nicht egal, ob einhändig oder zweihändig geworfen wird
.
Dass die Fliege weiter vom Kopf entfernt ist... hängt auch etwas von der Aktionskurve ab. Nicht selten sind die Switchruten sehr weich und die Rutenspitze wird deutlich ausgelenkt. Insofern müßte man auch hier sehr genau hinschauen, welche Ruten wir exakt vergleichen...
Oberhalb von 12 Fuß gebe ich Dir bei diesem Punkt pauschal Recht
.
Was mir schwerlich in den Sinn will, wie man eine Zweihandrute mit 11 Fuß oder mehr einhändig fischen - werfen, kann. Ich werfe nun recht viel. Aber das ist sehr sehr anstrengend. Der lange Hebel und das zumeist deutliche Schnur- und Rutengewicht erfordern viel Kraft...
Aus meiner Sicht überwiegen die rein technischen Vorteile der Einahnd im Vergleich meistens. Der Spaßfaktor am Zweihandwerfen ist natürlich nicht unerheblich und steht nicht zur Diskussion. :l:
Gruß
Bernd
Wenn Du Deine Zweihandrute ("Switchrute") einmal einhändig mit Doppelzugtechnik und einmal beidhändig also ohne Doppelzugtechnik wirfst, werden Dir Videoaufnahmen zeigen, dass sich die Rute beim Werfen ohne Zugunterstützung per Schnurhand stärker biegt.
Dies liegt daran, dass Du die Rute mit a) der Trägheit der Masse von der Schnur und mit b) der Trägheit von der Rute selbst biegst / lädst.
Beim Einsatz von der Zugunterstützung entlastest Du die reine Rutenbeschleunigung über die Rutenhand um den Teil, welchen Du per Schnurhand addierst. Ergo bleibt die Ladung per Trägheit der Masse von der Schnur die gleiche, während der Anteil an Rutenbiegung über die Trägheit der Rute selbst reduziert wird. Videoaufnahmen und Fotos beweisen dies sehr eindrucksvoll. Die Grundlage ist, dass Du in beiden Fällen die gleiche Schnurmenge mit passender Geschwindigkeit bewegst, was ja im Normalfall der Fall ist.
Fazit: In Punkto entstehende Rutenbiegung ist es der Rute also nicht egal, ob einhändig oder zweihändig geworfen wird
Dass die Fliege weiter vom Kopf entfernt ist... hängt auch etwas von der Aktionskurve ab. Nicht selten sind die Switchruten sehr weich und die Rutenspitze wird deutlich ausgelenkt. Insofern müßte man auch hier sehr genau hinschauen, welche Ruten wir exakt vergleichen...
Oberhalb von 12 Fuß gebe ich Dir bei diesem Punkt pauschal Recht
Was mir schwerlich in den Sinn will, wie man eine Zweihandrute mit 11 Fuß oder mehr einhändig fischen - werfen, kann. Ich werfe nun recht viel. Aber das ist sehr sehr anstrengend. Der lange Hebel und das zumeist deutliche Schnur- und Rutengewicht erfordern viel Kraft...
Aus meiner Sicht überwiegen die rein technischen Vorteile der Einahnd im Vergleich meistens. Der Spaßfaktor am Zweihandwerfen ist natürlich nicht unerheblich und steht nicht zur Diskussion. :l:
Gruß
Bernd
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Hallo Bernd,
danke für Deine Einlassungen. Die Rutenbelastung betreffend glaube ich Dir alles was Du anführst. Aus diesem Grund habe ich bisher auch nur Zweihandruten beim Werfen durchgebrochen, bei meinem Wurfstil meist in der Mitte, die Einhandfliegenruten haben dagegen manchmal den Drill nicht überstanden.
"Weiche" Zweihandruten mit bis ins Handteil durchgehender Aktionskurve eignen sich nicht wirklich für Distanzwürfe, ich benutze solche an der Küste auch nicht. Aber ich besitze z.B. eine Sage 12' #5, mit der ich sehr gern auch einhändig fische, wie auch mit einer Loop 11'2'' #6/7, beide mit 16 - 18 g Wurfgewicht und das an Bach und See.
Meine "Küstenruten" haben sich an das beidhändige Überkopfwerfen gewöhnt, eine Hand benutze ich nur wenn Fische direkt vor mir auftauchen, und diese Momente erlebe ich leider zu selten und zu kurzzeitig um davon zu ermüden.
Ich denke, der Trend zu kurzen Zweihand oder Switchruten wird noch zunehmen, schon weil viele sonst schon alles haben und immer neugieriger werden.
Gruß, Klaus
P.S. Einige haben Dich bei den letzten Treffen vermißt, am Wetter kann es nicht gelegen haben, das war wieder prima. Wenn ich mal Zeit habe, mache ich ein neues Album fertig, dann kannst Du Dir ansehen was Du verpasst hast. L.G.
danke für Deine Einlassungen. Die Rutenbelastung betreffend glaube ich Dir alles was Du anführst. Aus diesem Grund habe ich bisher auch nur Zweihandruten beim Werfen durchgebrochen, bei meinem Wurfstil meist in der Mitte, die Einhandfliegenruten haben dagegen manchmal den Drill nicht überstanden.
"Weiche" Zweihandruten mit bis ins Handteil durchgehender Aktionskurve eignen sich nicht wirklich für Distanzwürfe, ich benutze solche an der Küste auch nicht. Aber ich besitze z.B. eine Sage 12' #5, mit der ich sehr gern auch einhändig fische, wie auch mit einer Loop 11'2'' #6/7, beide mit 16 - 18 g Wurfgewicht und das an Bach und See.
Meine "Küstenruten" haben sich an das beidhändige Überkopfwerfen gewöhnt, eine Hand benutze ich nur wenn Fische direkt vor mir auftauchen, und diese Momente erlebe ich leider zu selten und zu kurzzeitig um davon zu ermüden.
Ich denke, der Trend zu kurzen Zweihand oder Switchruten wird noch zunehmen, schon weil viele sonst schon alles haben und immer neugieriger werden.
Gruß, Klaus
P.S. Einige haben Dich bei den letzten Treffen vermißt, am Wetter kann es nicht gelegen haben, das war wieder prima. Wenn ich mal Zeit habe, mache ich ein neues Album fertig, dann kannst Du Dir ansehen was Du verpasst hast. L.G.
- Bernd Ziesche

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Hallo Klaus
,
Dann sind wir in den meisten Punkten auf einem Nenner
.
Ich denke auch, wenn man schon eine passende Einhandrute besitzt, muss bei manchen von uns einfach nochmal eine "Magicswitchrute" zusätzlich in den Schrank :grin: .
Mir ist auch absolut klar, wie, wo und mit welchen Vor(- und Nach)teilen Du Deine leichten Zweihandruten erfolgreich einsetzt. Der Name Switch suggeriert eben nur, dass man einfach mal die Art des Werfens wechseln kann, und dies sehe ich nur sehr kurzfristig (eben wie Du es beschreibst) als Möglichkeit.
An der Küste bin ich überzeugt, dass auch weiterhin zu 90% die Einhandruten das Bild dominieren werden. Zweihandruten sehe ich da von jeher vergleichsweise selten...
Ich glaube nicht, dass sich dies sehr verändern wird, denn leichte Zweihandruten gibt es ja nun schon lange.
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass der amerikanische (Groß-)Markt den Schritt Richtung "richtiger" Zweihandrute nicht in einem gehen möchte. Man kommt ja sehr vom Einhandfischen. Und nun gibt es mehr und mehr Zweihandfans. Ein kleiner Schritt in der ersten Stufe auf eine leichte Zweihandrute scheint leichter zu fallen.
Ich selbst würde zum Steelheadfischen eine 13-15 Fuß Zweihandrute (je nach Flußgröße) oder eine 9er Einhandrute nehmen. Auch hier würde ich mich mit sehr leichten und kurzen Zweihandruten nicht wohl fühlen.
Warten wir mal ab, was in 5 Jahren da drüben angesagt sein wird. :grin:
Auf alle Fälle wird es was neues sein
.
Gruß
Bernd
Dann sind wir in den meisten Punkten auf einem Nenner
Ich denke auch, wenn man schon eine passende Einhandrute besitzt, muss bei manchen von uns einfach nochmal eine "Magicswitchrute" zusätzlich in den Schrank :grin: .
Mir ist auch absolut klar, wie, wo und mit welchen Vor(- und Nach)teilen Du Deine leichten Zweihandruten erfolgreich einsetzt. Der Name Switch suggeriert eben nur, dass man einfach mal die Art des Werfens wechseln kann, und dies sehe ich nur sehr kurzfristig (eben wie Du es beschreibst) als Möglichkeit.
An der Küste bin ich überzeugt, dass auch weiterhin zu 90% die Einhandruten das Bild dominieren werden. Zweihandruten sehe ich da von jeher vergleichsweise selten...
Ich glaube nicht, dass sich dies sehr verändern wird, denn leichte Zweihandruten gibt es ja nun schon lange.
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass der amerikanische (Groß-)Markt den Schritt Richtung "richtiger" Zweihandrute nicht in einem gehen möchte. Man kommt ja sehr vom Einhandfischen. Und nun gibt es mehr und mehr Zweihandfans. Ein kleiner Schritt in der ersten Stufe auf eine leichte Zweihandrute scheint leichter zu fallen.
Ich selbst würde zum Steelheadfischen eine 13-15 Fuß Zweihandrute (je nach Flußgröße) oder eine 9er Einhandrute nehmen. Auch hier würde ich mich mit sehr leichten und kurzen Zweihandruten nicht wohl fühlen.
Warten wir mal ab, was in 5 Jahren da drüben angesagt sein wird. :grin:
Auf alle Fälle wird es was neues sein
Gruß
Bernd
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Moin Fliegenwerfer,
ich habe beim Aufräumen meiner Notizen Hinweise auf einige interessante Bildbeiträge zur Switchrutendiskussion gefunden.
Switch Rod
Switch Rod Overview
Switch Rod Casting Techniques
Im letzteren Video wird auch schön vorgeführt, wie leicht es aussieht, wenn mit solchen kurzen ZweihandRuten am Stillwasser (Küste) gefischt wird.
Gruß, Klaus
ich habe beim Aufräumen meiner Notizen Hinweise auf einige interessante Bildbeiträge zur Switchrutendiskussion gefunden.
Switch Rod
Switch Rod Overview
Switch Rod Casting Techniques
Im letzteren Video wird auch schön vorgeführt, wie leicht es aussieht, wenn mit solchen kurzen ZweihandRuten am Stillwasser (Küste) gefischt wird.
Gruß, Klaus
-
IKS-BOJ
Hallo!
Ich habe immer schon nach einer leichten Zweihand für die Rapfenjagd gesucht... leider hatte ich nie die passende gefunden.
Bei Go-fishing konnte ich dann eine Zpey Switch-Rute testen und war voll begeistert. Das Werfen macht einfach jede Menge Spaß und ich bin ohne Anstrengung fast so weit gekommen wie mit der Einhand.
Beim Forumspartner in HH habe ich mir dann die Zpey in 11 ft. Klasse 5 geholt - bei leichtem Wind an der Küste meine neue Lieblingsrute. Sie war noch fischbar bei Bedingungen an denen sonst meine 5er Axis in 10 ft. in die Knie gegangen ist.
Nun habe ich mir auch die 7er in 11 ft. bestellt ( es ist ja bald Weihnachten) und freue mich schon wie ein Schneekönig sie im Januar auf Bornholm zu testen.
Ich kann jedem emphelen mal so eine Rute Probe zu werfen ( grad für Leute die den Doppelzug nicht so gut beherrschen). Es macht wie gesagt wahnsinnig Spass und man braucht nicht lange um sich einzuwerfen..
Alex
Ich habe immer schon nach einer leichten Zweihand für die Rapfenjagd gesucht... leider hatte ich nie die passende gefunden.
Bei Go-fishing konnte ich dann eine Zpey Switch-Rute testen und war voll begeistert. Das Werfen macht einfach jede Menge Spaß und ich bin ohne Anstrengung fast so weit gekommen wie mit der Einhand.
Beim Forumspartner in HH habe ich mir dann die Zpey in 11 ft. Klasse 5 geholt - bei leichtem Wind an der Küste meine neue Lieblingsrute. Sie war noch fischbar bei Bedingungen an denen sonst meine 5er Axis in 10 ft. in die Knie gegangen ist.
Nun habe ich mir auch die 7er in 11 ft. bestellt ( es ist ja bald Weihnachten) und freue mich schon wie ein Schneekönig sie im Januar auf Bornholm zu testen.
Ich kann jedem emphelen mal so eine Rute Probe zu werfen ( grad für Leute die den Doppelzug nicht so gut beherrschen). Es macht wie gesagt wahnsinnig Spass und man braucht nicht lange um sich einzuwerfen..
Alex
Hallo,
für die Sommerfischerei auf Lachs fische ich seit zwei Jahren die
Gloomis Native Run GLX Single Spey 11ft #7. Ich finde diesen Rutentyp für die wechselnden Anforderungen an kleinen wie auch großen Flüssen ideal. Ohne Rückraum "switchen" ein Traum! Bei freiem Rückraum ist auch mehrstündiges Werfen mit Doppelzug für mich nicht ermüdend.
Zusätzlich habe ich die Möglichkeit im " Scandy Style" zweihängig zu werfen, was mir als eingefleischtem Einhandwerfer den Einstieg in die Welt der Zweihandfischer erleichtert hat.
Gruß Manu
für die Sommerfischerei auf Lachs fische ich seit zwei Jahren die
Gloomis Native Run GLX Single Spey 11ft #7. Ich finde diesen Rutentyp für die wechselnden Anforderungen an kleinen wie auch großen Flüssen ideal. Ohne Rückraum "switchen" ein Traum! Bei freiem Rückraum ist auch mehrstündiges Werfen mit Doppelzug für mich nicht ermüdend.
Zusätzlich habe ich die Möglichkeit im " Scandy Style" zweihängig zu werfen, was mir als eingefleischtem Einhandwerfer den Einstieg in die Welt der Zweihandfischer erleichtert hat.
Gruß Manu
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Karstein
Die hat Tanja seit diesem Jahr auch in 11' und #8 im Einsatz, ist schon ein interessantes Rütchen. Sehr gewöhnungsbedürftig mit der zweiten Hand am Butt, allerdings auch zwischendurch von ihr mal einhändig mit Rückschwüngen ohne größere Probleme zu werfen. Die Weiten wie bei einer Zweihand schafft sie allerdings mit der Native Run noch nicht.Manu hat geschrieben:für die Sommerfischerei auf Lachs fische ich seit zwei Jahren die
Gloomis Native Run GLX Single Spey 11ft #7.
Gruß
Karsten

