Effektives Fischen

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
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Toby
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Effektives Fischen

Beitrag von Toby »

Moin, mich würd mal interessieren wie uind wie lange (Std.) ihr das adbfischen von einen Strandabschnitt am sinnvollsten findet. Hab schon so ziemlich alles versucht (one step on cast, 3 Würfe 10 meter weiter, einen Fleck lange beschischt u.s.w.). Aber irgenwie ist da keine Methode bei die mein Vertrauen hat. Die Fische die ich bis jetzt bekommen habe, hatte ich alle nach max. 10 Würfen und frischen eintreffen am Strand. Aber wenn ich das so halte sitze ich mehr im Auto als das ich am Wasser stehe. Ich bin auf eure Methoden gespannt.
Gruß Toby
Mefokalle
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Beitrag von Mefokalle »

Normalerweise bewege ich mich lieber als stationär zu fischen, aber wenn ich einen Platz top finde oder ich weiß, dass an dieser Stelle eine besondere Strömung herrscht oder sie sich einfach vom Rest des Strandes abgrenzt, dann bleibe ich schon wesentlich länger als 10 Würfe, wobei ich eh immer mehr mache als 10 pro Stelle...
Gutes Thema und auch ich bin gespannt
Ein echter Rostocker wärmt sich am Eisblock!
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michael21
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Beitrag von michael21 »

rinn in die fluten, peitsche raus und meter machen im wasser. entweder TL oder lange schnutte. :grin: mal im ernst, mach dich nicht verrückt damit. mache es so wie du es gerade meinst und dann ist es richtig. du fängst doch und für viele von uns ist ein fisch viel am tag, selbst wenn wir ihn nur zum anfang bekommen.
zu viel natur gibt gallensteine!

gruss & petri

michael
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Dornhai
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Beitrag von Dornhai »

Wer die Augen offen hält und seine Umgebung beobachtet kann unter Umständen schon Fische ausmachen oder eine strukturreiche Bodenbeschaffenheit länger befischen ,sodaß sich der ersehnte Erfolg eher einstellt.
Aber nur die Fliege die im Wasser ist fängt.
Dem entsprechend wird auch Ausdauer belohnt ,es kommt auf die Kombination aus Beidem an,Gespür und Ausdauer.
Zuletzt geändert von Dornhai am 24.11.2009, 21:33, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Steffen
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janw
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Beitrag von janw »

Moin!!

Super Thema! :+++: :+++: Ich bin diesbezüglich sehr unsicher, tendenziell glaube ich, daß ich häufig zu bewegungsfaul bin.... ;)
LG Jan
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tim
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Beitrag von tim »

Hallo,

zu Anfang hab ich mich meistens an einer bestimmten Stelle ins Wasser gestellt und hab, damals noch den Blinker, gen Horizont geworfen. Auch mit der Fliege habe ich es Anfangs ähnlich gemacht. Erst ein Wochenende mit Bernd hat mir die Augen geöffnet. Seitdem mache ich im Wasser Meter. Nach jedem Wurf mache ich ein paar Schritte. Nur bei Fischkontakt werfe ich nochmal die "gleiche" Stelle an. Liegen Steine oder besonders interessanter Grund vor mir, dann werfe ich diese mehrfach an. Allerdings keine 100 Würfe, sondern maximal 10-15 Würfe. Hat bis dahin kein Fisch gebissen, dann gehe ich davon aus, dass dort kein Fisch ist. Ich mache das so, weil ich davon ausgehe, dass eine Mefo die Fliege nach 2-3 Würfen gesehen und attackiert haben müsste, wenn sie da ist. Beißwillig muss sie natürlich auch sein.

Gruß, Tim
Wenn der Rat gut ist, spielt es keine Rolle, wer ihn gegeben hat.
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sil
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Beitrag von sil »

Heysa!

Also am effektivsten würde ich sagen, wenn die Fliege so oft wie möglich im Wasser ist (und nicht so viel werfen) :D

Ich fische meistens ein Riff/Abschnitt durch, dann gibt es erstmal eine kleine Konzentrationspause auf 'nen netten Stein (evtl. ein Stück Schoko oder ein Apfel) am Strand. Dann fische ich den Abschnitt ein zweites Mal durch. Wenn nichts passiert, Stellenwechsel.

Grundsätzlich wandere ich, bleibe nur an einer Stelle, wenn sich dort die Mefos zeigen oder tummeln.

gruss

Sil
"..Laksedronning.."
Fjorden
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Beitrag von Fjorden »

Hallo,
ich mache es ganz unterschiedlich. Ein Riff befische ich meistens stationär, gehe max. 20 m, mache eine Pause und fische noch mal von vorne durch... dann gehe ich eh frühstücken..
Eine Sandbank mit vorgelagertem Leopardengrund und Steinen fische ich watend durch und werfe markante Punkte mehrmals an. .... und immer fange ich vom Ufer aus an, bevor ich reinwate!!!!!
Die meisten und größten Fische habe ich stationär gefangen und auch erst nach 2 Std. fischen. M.E. kommt es auf die Stellenkenntnis und die Erfahrung an und die differiert von Stelle zu Stelle.
Gruß
Fjorden
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Sebi
Hamburger Vollkernassi
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Beitrag von Sebi »

Ich denke das ist Jahres- bzw. Platzabhänig.
Im Frühjahr muss man die Fische finden, im Herbst ziehen die Forellen an der Küste entlang, ein "Hot-Spot"(zum Bleistift ein Riff) befischt man intensiver als eine kilometerlange Rinne.

In der Regel mache ich aber Strecke, mal mehr mal weniger, je nach Situation.
Gruß Sebi
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daniel
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Beitrag von daniel »

Moinsen,

prinzipiell schließe ich mich Fjorden's Ausführungen an. Ich mache es genauso. Wenn sich jedoch am Riff nach eine gewissen Zeit nichts tut fange ich auch an mich im Wasser zu bewegen.

Wichtig ist mir dabei, dass wenn ich bis zum Bauchnabel im Wasser stehe auch mal Richtung Ufer zu werfen. Ich habe das mal auf einer DVD von wide open gesehen und damals belächelt. Aber das bringt tatsächlich Punkte ;)

Ein weiterer Vorteil vom Laufen im Wasser ist natürlich das man nicht so schnell auskühlt :+++:
tight lines!

Daniel
marmoratalover
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Beitrag von marmoratalover »

Auch ich wechsele zwischen stationärem Fischen und "Metermachen" hin und her. Mittlerweile kenne ich einige Stellen in Dänemark, wo oft Fisch zu erwarten ist, diese werden intensiver und entspannter befischt, und wenn ich neue Reviere versuche kennenzulernen, wird "Strecke gemacht". Ich habe anfangs auch sehr oft nach menschlichen Maßstäben äußerst interessant anmutende Stellen lange ohne Erfolg befischt, am Ende ärgert man sich dann phasenweise schon über eine gewisse "zeitliche Vergeudung" (man hätte ja woanders noch schauen können). Auf der anderen Seite heißt Urlaub aber auch Entspannung und andauernd von einer Stelle zur nächsten zu hechten, artet dann doch recht schnell in Hektik und Stress aus, gerade wenn man "from dusk til dawn" fischt. So manch eine Mittagssonne hat mir im April/Oktober einen netten Sonnenstich verpaßt, der mich am nächsten Tag ziemlich außer Gefecht setzte. Deswegen eine gute Mischung zwischen "aktiv/passiv" je nach Stimmung/Motivation/Ausdauer hebt für mich eindeutig den Erholungsfaktor. Bin im Job schon genug oft auf der Flucht, im Urlaub tut das nicht Not, und die meisten von uns genießen ja auch die Natur/Ruhe/Stimmung vor Ort, welche in Augenblicken des Verharrens meist erst richtig wahrgenommen wird. Erstaunlicherweise orte ich in solchen Augenblicken auch eher mal eine Oberflächenaktion als während des Fischens. Letzendlich mische ich den Urlaub immer zwischen ruhigen, entspanntem Fischen an bekannten Gestaden und der aktiven Entdeckung von für mich noch unbekannten Stellen. Man schaue auf die Profis vor Ort, welche sehr oft nur wenige Spots in einem MeFo-Revier entspannt zu bestimmten Zeiten/Phasen befischen. Ich mache es bei mir zu Hause auf Zander nicht anders. Und wenn man nach etlichen Jahren auf einen entsprechenden Hot-Spot-Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, wird das Ganze umso entspannter und fängiger, es sei denn dass Wetter, andere (ähnliche) Umstände oder ein anderer Fischer vor einem haben den einen Hot-Spot zeitweise "außer Betrieb" gesetzt. Unsere anwohnenden Küstenprofis werden dies sicher, zumindest ansatzweise, bestätigen können.

TL & Petri allen noch fortwährenden Silberjägern
Chris
I´ve been looking for f... äh ...seatrout !!!
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bulldogfish
Lieber Fishkopp als aalglatt!
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Beitrag von bulldogfish »

Neuer, unbekannter Strand - abfischen auf ganzer Länge, nach und nach zeichnen sich die fischigen Stellen und Bereiche ab

Bekannter Strand - die fischigen Stellen abfischen, tut sich nix, ruhig mal die weniger fischigen Bereiche,tut sich immer noch nix - Feierabend.


P.S:: An neuen Stränden auch die sandigen Beeiche mit beharken, manchnmal kommt man ins Staunen :oops

TL Bull
alias Peter

Wat mut, dat mut!!!
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Hallo Toby, ich habe meine ersten wenig silbernen Jahre auch mehr im Auto gesesen als am Wasser gestanden.

Vertrauen baut sich auf, das dauert und man stellt immer neue Dinge fest, die man in seine Standortwahl einbezieht.

Nachts sollte man oft anders fischen als tagsüber, da gibts diesen Ausdruck "Reiher". Man sucht sich eine schöne Stelle aus und wartet, weil man sicher ist anhand der Indizien (Nahrungsangebot, Wind, Strömung, Wassertrübung etc.), hier kommt Fisch zum Futtern.

Über das Jahr gesehen ist es zumeist die Nahrung, die die Stelle für mich bestimmt. Das ist fast ein zweites Hobby geworden, so unterschiedlich und überraschend waren oft die Mageninhalte der Forellen. Man kann auf den Aufenthaltsort einer Forelle schliessen, indem man den Mageninhalt betrachtet. Stammt die Nahrung nicht von meinem Standort, muß der Fisch woanders gefressen haben und man sucht das Umfeld ab.

Nun folgt die Struktur des Strandes, fast immer stehen die Kollegen am Riff bis zur Brust im Wasser, während die Forellen hinter den Jungs kleine Tangläufer naschen. Oder man steht nachts gerade mal bis zum Bauch im Wasser und plötzlich klatscht es hinter einem, wo der Spülsaum liegt.

Einen unbekannten Strand am Tage würde ich auch so befischen, wie schon geschrieben, werfen, ein paar Schritte, werfen, auf Unterschiede achten, werfen, Schritte...kommt ein Fisch, mal sehen, wie groß er ist. Aha, Grönländer, gut, davon gibts hier garantiert mehrere.

Je nach Jahreszeit zeigt uns der Wind schon deutlich, wo es Fisch gibt. Die Welle knallt über die Sandbank, spült Sandaale und junge Plattfische frei und die Forellen stehen und patroullieren in der Wanne davor, um leichte Beute zu machen. Also guten Standort zum Wind erwaten und den Reiher machen. So für eine Stunde etwa, dann mal weiter sehen.

An anderen Plätzen finden sich immer wieder Fische ein, aber oft nur ein bis zweimal am Tag. Das entscheidet man vorher, es ist gemütliches Fischen an einem bekannten Platz und es heißt einfach warten.

An dem Beissverhalten der Fische sieht man außerdem, wie sie gelaunt sind. Stehen schon viele Angler weit im Wasser, nächsten Strand suchen.

Oft ist das Suchen an einem neuen Strand die beste Wahl, ich mache das gerne auch mal mit zwei Fliegen, um zwei Farben gleichzeitig zu probieren. Hat man Kontakte, eine Fliege ab und gemütlich fischen.

Für ein ganz entspanntes Fischen fahre ich aber liebend gerne an mein kleines Riff, wo fast nie Jemand steht oder gar vor mir gefischt hat, da heißt es dann einfach warten und hoffen.
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André
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Beitrag von André »

HI zusammen,
ich mache kaum Strecke - ich mache wenn nur erstmal Strecke am Strand und gucke, wo ich evtl. Erfolg haben könnte.

Wenn ich mich für eine Stelle entschieden habe, befische ich diese erstmal vom Land aus. Erst wenn ich den kompletten vorderen Bereich abgefischt habe, gehe ich ein wenig ins Wasser. Für mich ist es wichtig, möglichst wenig Schritte zu machen. Da jeder Schritt die MeFo verjagen kann. So bleibe ich dann lieber 1-2 Stunden an einer Stelle und hoffe auf Fisch ;)

Ein Beispiel:
Ich war an einer Stelle, wo Süßwasser direkt ins Meer fließt (kein Bach, wo es die Möglichkeit gäbe, dass Fische aufsteigen können) trotzdem wimmelte es von Fliegen auf dem Wasser um den Bereich, wo das Süßwasser ins Meer fließt. Ich sah sehr viel Bewegung im Wasser...

So versuchte ich vom Land aus zu werfen, geling mir aber nicht, da kaum platz nach hinten war, LEIDER :(. So entschloss ich mich ins Wasser zu gehen und schwups waren alle Fische weg... selbst nach einer Stunde kamen die nicht zurück.. Und ich bin echt vorsichtig reingegangen..

Naja... was ich eigentlich nur sagen wollte, nicht sofort ins Wasser gehen ( sofern möglich) und möglichst wenig rumlaufen.

Gruß André
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Predatoryfish
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Beitrag von Predatoryfish »

Moin,

ich mache beides, in der Regel beginne ich mit Strecke, genau so wie beschrieben, werfen, zwei Schritte usw.. Hab ich einen besonders schönen Stein oder etwas anderes gefunden, was mich zu einem längeren Aufenthalt einlädt, dann bleibe ich auch mal einige Stunden nur an einer Stelle.

Was ich bisher noch nicht gemacht habe, bewusst mit dem Auto verschiedene Stellen abzufahren, also eine Stunde fischen und wenn nichts passiert, dann zügig zur nächsten Stelle weiterfahren.

Gruß Leif
Wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will.....
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