Was ist monofile Schnur oder: Wer fischt sie noch / wieder

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Spinnfischen ausdiskutiert werden.
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Hanni
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Was ist monofile Schnur oder: Wer fischt sie noch / wieder

Beitrag von Hanni »

Hallo oder moin,

als ich letztens auf Fehmarn war (danke noch mal für die sehr kurzfristig verfügbaren Tipps), ist mir aufgefallen, dass keiner außer mir ganz modern mir Mono unterwegs war, sondern alle noch das altbekannte Geflecht fischten. :-q:
Die Jungs waren wohl nicht auf dem Laufenden. :spass:

Kann mir jemand sagen, warum das so ist und ob es hier überhaupt noch Monofischer gibt? Gefischt wurde übrigens ausschließlich 0,10er Fireline in drei verschiedenen Farben - keine anderen Geflochtene (auf Nachfrage).

Dann hätte ich mal die Frage an Mono Fischende, welcher Durchmesser (echter Durchmesser oder Tragkraft z.B. 0,25er ca. 5,5 Kg, keinesfalls 6 Kg.) aus Erfahrung erforderlich ist, um Köder bis max. 25 g. voll werfen zu können?

Danke vorab!
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Ammaluschi
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Beitrag von Ammaluschi »

Ich bin einer von den ganz Altmodischen, die noch nicht einmal ein monofiles Vorfach fischen.
Aber ich denke, ich werds jetzt einfach machen und eine Mono aufziehen. Es kann so nicht weitergehen, ich möchte mir auch mal wieder neue Blinker oder Wobbler kaufen, denn mit dem Geflecht verlier ich keinen Köder mehr. Selbst 5Kilo-Steine ziehe ich damit über den Meeresgrund.
Es stinkt mir einfach, immer an den vollen Regalen vorbeigehen zu müssen und mir nichts kaufen zu müssen, da meine Dosen voll sind.

Ach so, die Frage:

Habe mal ganz früher mit einer 0,25er gefischt ( gab noch nichts schlechteres :p )und hatte eigentlich bei jedem Fischgang Köderverluste.
Der durchschnittliche Fangerfolg allerdings war bei der Monofischerei der gleiche ( es sei denn, die Fische standen janz weit draußen :roll: )
Gruß Lutz :wink: :wink:

Der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres.
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Hi Hanni, ist das ernst gemeint?

Falls ja, mein Mono hat einen 27er Durchmesser (tatsächlich) mit 7,2 Kilo Tragkraft. Egal ob an der Spinnrolle oder als Spitze für die Fliege.

Fluorocarbon natürlich und nur wer wissend ist um die Scheuch- und/oder Reizwirkung einer dunklen (geflochtenen) Schnur wird wissen, warum der Fisch gebissen hat.

Ein Fliegenvorfach endet sehr selten in einer geflochtenen Spitze aus sichtbarem xy-Material, eine Spinnrolle war seit ihrer Erfindung mit monofiler Leine bespult und alles Nachfolgende ist Marketing. Die Argumente Dehnungsarmut und Direkterkontakt sind zwar Gründe, aber eher unwichtig an der Küste und auch risikoreich beim weichen Maul der Meerforelle. Meine Meinung.

Eine 10er Fireline ist dicker als angegeben und wer mich täuschen möchte, dem verweigere ich den Kauf ;)

Ausserdem sind die Mefos meist so nah am Ufer zu erwischen, das die meisten Spinnfischer an der 100 Meter Marke kratzen oder gar weiter werfen, aber dabei mehrere Fische verscheuchen.

Zudem ist ein Mensch nur in der Lage, eine Last von maximal 9 Kilogramm über eine Angelrute zu heben. Warum sollte ein Fisch eine solche physikalische Masse bewirken können? Ein 20 lbs-Backing übersteigt dies schon auf den Punkt, warum also sollte ein Angler, der Erfolg haben möchte, überhaupt eine Geflochtene fischen?

Eine Monoschnur dehnt sich, gibt mehr Sicherheit im Drill, ist weniger sichtbar, passt ebenso wie eine zu dünn angegebene Geflochtene auf die Rolle und lässt den Köder besser wirken.

Monofil ist günstiger als Geflochtene und einfach besser :oops
Karstein

Beitrag von Karstein »

Ich fische ausschließlich Mono beim Spinnfischen - ob auf Mefo an der Ostsee, beim Fjordspinnfischen in Norwegen oder beim Spinnfischen auf Lachs.

Für die ersten beiden Fälle hab ich mich auf 0,22mm Stroft (vorher Vanish) eingeschossen, mit dieser fliegt z.B. ein Snaps ordentlich weit und runde 6kg Tragkraft sind mir vollkommen ausreichend. ;)
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fischi58
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Beitrag von fischi58 »

Hi.

Spinnfischen auf Meerforelle findet bei mir mit Mono und mit FluorCarbon Vorfach statt. Ich kann nicht feststellen, dass ich dadurch irgendwelche Nachteile beim Fischen habe.

Schleppangeln und Spinnfischen in Schweden nur mit Mono. Beim Spinnfischen auf Barsch benutze ich neuerdings auch ein FluorCarbon Vorfach.

Sollte ich allerdings demnächst mal wieder zum Hochseeangeln fahren, wird mit geflochtener gefischt. Da ist es wirklich so, dass der Kontakt zum Fisch, wenn dann noch ein Dorsch da ist, und zum Köder einfach besser ist.

Ich habe mich jedenfalls an die jeweilige Schnur gewöhnt und komme damit klar.

Gruß fischi
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han hugo
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Beitrag von han hugo »

moin,

altbewährtes has seine daseinsberechtigung - so das mono. aber sollte man neuem gegenüber aufgeschlossen sein und nicht in nostalgie verfallen - meine meinung!
nachdem ich meine erste geflochtene gefischt hatte (übrigens eine fireline) und sie mit mono verglichen habe, pro und kontras gegenüber gestellt, war für mich klar, daß die vorteile eindeutig überwiegen. so bin ich schließlich bei der power pro gelandet, welche zur zeit mein eindeutiger favorit ist.

nebenbei bemerkt halte ich persönlich den vermeintlichen vorteil von mono in bezug auf dehnung und kein "ausschlitzen" des fisches im drill heutzutage nicht mehr für haltbar.
mit einer rolle, die eine gut funktionierende bremse ohne anlaufwiderstand hat, ist das problem mit der dehnungsfreiheit der geflochtenen und dem einhergehenden "ausschlitzen" des hakens im weichen fischmaul kein wirkliches, sondern eher eine einstellungssache der rollenbremse
:wink:
wer fängt hat recht!
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meyfisch
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mmh...

Beitrag von meyfisch »

vielleicht ist es eine glaubensdiskussion.

ich fische stroft in 0,22 und 0,25 und mir ist bisher nicht wirklich klar geworden, warum ich das eventuell ändern sollte.

mir gefällt einfach diese art des "weichen, gefühlvollen" fischens.

gr

mf
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Shorty
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Beitrag von Shorty »

Vor meine Fliegenfischer "Karierre" habe ich mit Geflochtener an der Spinne angefangen. Hat nicht lange gedauert, weil ich es zum einen angenehmer finde mit Mono zu fischen, weil ich kein Bock mehr hatte ständig ein Vorfach aus Mono anzutüddeln, es keine wirklichen Nachteile in dere Fischerei gibt, es viel billiger ist...
Gruß Shorty
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Müller
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Beitrag von Müller »

es viel billiger ist...
:+++:
......besonders wenn man hänger damit hat :oops
wer babyrobben kloppt, der fi..t auch kinder!!!
Gast

Beitrag von Gast »

Ammaluschi hat geschrieben: Habe mal ganz früher mit einer 0,25er gefischt ( gab noch nichts schlechteres :p )und hatte eigentlich bei jedem Fischgang Köderverluste.
Der durchschnittliche Fangerfolg allerdings war bei der Monofischerei der gleiche ( es sei denn, die Fische standen janz weit draußen :roll: )
Ne echte(alte) Küstenseele. :+++: :grin:

In nur zwei Sätzen wurde alles gesagt.

Gruß,Heiko. :wink:
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Hanni
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Beitrag von Hanni »

Heiko hat geschrieben:
Ammaluschi hat geschrieben: Habe mal ganz früher mit einer 0,25er gefischt ( gab noch nichts schlechteres :p )und hatte eigentlich bei jedem Fischgang Köderverluste.
Der durchschnittliche Fangerfolg allerdings war bei der Monofischerei der gleiche ( es sei denn, die Fische standen janz weit draußen :roll: )
Ne echte(alte) Küstenseele. :+++: :grin:

In nur zwei Sätzen wurde alles gesagt.

Gruß,Heiko. :wink:

Okay, aber mit einem Monovorfach relativiert sich das dann wieder mit den Verlusten -> Verluste wie bei mono pur.
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Hanni
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Beitrag von Hanni »

Ostsee-Silber hat geschrieben:Hi Hanni, ist das ernst gemeint?

Ja, war es.
Natürlich beinhaltet mein Beitrag auch etwas Ironie (Mono = modern)
Sorry wegen der Verwirrung.
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Hanni
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Beitrag von Hanni »

Müller hat geschrieben:
es viel billiger ist...
Ne gute Mono kostet inzwischen fast so viel wie Fireline, oder?
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Hanni
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Re: mmh...

Beitrag von Hanni »

meyfisch hat geschrieben:vielleicht ist es eine glaubensdiskussion.

ich fische stroft in 0,22 und 0,25 und mir ist bisher nicht wirklich klar geworden, warum ich das eventuell ändern sollte.

mir gefällt einfach diese art des "weichen, gefühlvollen" fischens.

gr

mf

Wieviel Gramm lassen sich denn mit der 0,22er (real 0,23) noch werfen?

Ich habe mit einem Messgerät festgestellt, dass selbst Stroft im Durchmesser geschwindelt ist.
Die Stroft ist in jedem Durchmesser 5% dicker als angegeben, was aber wenig Abweichung im Vergleich zu anderen Anbietern bedeutet.
Ich besaß schon 0,20er Schnüre, die real 0,255 Durchmesser hatten.
Es gibt aber auch Außnahmen.
Z.B. habe ich hier eine Schnur von meinem Gerätehändler (Eigenmarke), wo sich egal in welchem Durchmesser (0,20, 0,25, 0,30) mit einem Gerät, welches auf 1/100 mm. genau misst keine Abweichung feststellen lässt.

Es ist also möglich exakt zu produzieren.
5% Abweichung sind natürlich kein Problem.
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uwe vom immentun
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Beitrag von uwe vom immentun »

Hallo Hanni,

auch in bin nach einem Ausflug zu den Geflochtenen wieder bei monofiler Schnur gelandet. Die Entscheidung ist eigentlich höchst subjektiv, ich komme mit monofiler Schnur einfach besser zurecht. Allerdings fische ich Schnüre, die weing Reck und ein sogenanntes "No-Memory" haben in den Dicken 0,25 bis 0,28 mm.

Liebe Grüße

Uwe.
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