Vorfacharten und-längen

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Bernd,
der Polyleader ist nicht schwimmend, sondern Hover, also slow slow intermediate. Natürlich kannst Du einen schwimmenden Schusskopf verwenden, dürfte auch ziemlich logisch sein. Das mit der Shea Butter ist
aber eine gute Alternative um die Sinkgeschwindigkeit kontrolliert zu minimieren. Das gesamte "Geschirr" liegt sehr homogen im Wasser, ohne
Berg- und Talfahrt.

Gruß
Henrik
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Hallo Henrik,
daß die Hover-Vorfächer schwimmen, hatte ich von der Verpackungsangabe "floating" abgeleitet. Hatte mich aber schon gewundert, wieso es ein Floating, ein Hover und ein Intermediate bei Airflow gibt... Danke der Info. Das ergibt mehr Sinn...
Den Slow Intermediate von Loop fische ich solange es ihn gibt (gab :-( ). Und ich mag den sehr gerne. Aber meiner Erfahrung nach darfste da nicht einmal eine Stulle am Wasser essen und ihn dann berühren, weil dann schwimmt er bereits :-). Zumindestens ist das bei meinen Slow Intermediates durchweg so. Ich habe statdessen einige Tropfen Spühlmittel in der Tasche, um ihn ggf. wieder zum ganz leichten Sinken zu bewegen.
Ich denke auch, Du kannst an den allermeisten Stellen eine stark beschwerte Fliege an diesem Schußkopf anbieten, weil er wirklich schwebt und nur ganz leicht unter die Oberfläche "sinkt".
Gruß,
Bernd
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Fliegenfischerschule
Gast

Beitrag von Gast »

Ohne einen neue "Thread" zu öffnen, möchte ich das Thema nochmal aufgreifen.
Da ich noch nicht lange mit der Fliegenpeitsche unterwegs bin (und auch noch keinen kenne der Erfahrung hat) ist das Thema "Vorfach" Neuland.
Vorweg muß ich sagen, das ich ausschließlich nur mit einer schimmenden WF Schnur und gekaufte (2,70m) Vorfächer angelte - völlig egal ob am Bach im Meer, mit Trocken, Nymphe oder Streamer. Ist das Vorfach durchs ständige Fliegenwechsel kürzer geworden, kam ein P-Ring dran und danach Stroft GTM Tippet oder FC.
Doch nun bin ich an dem Punkt angelangt, wo ich sage das es jetzt nicht "die Lösung" sein kann.

Ich weiß wirklich nicht welches/was für ein Vorfach ich zum Beispiel bei kleinen Fliegen wie Tangläufern nehmen soll, oder auch unbeschwerte Streamer (Mickey Finn) damit die Fliegen auch etwas einsinken.
Bei beschwerten streamern reicht doch eigentlich ein Rutenlanges nichtverjüngtes Monofilvorfach?


Oder ist das Thema Vorach beim Mefo-angeln einfach nur überbewertet?

Wäre für jeden Tip dankbar.
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Fliegendose
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Beitrag von Fliegendose »

Hallo Markus

Ein gutes Vorfach ist beim Fliegenfischen in den meisten Fällen wichtig um die Schnur im Wurf zu stabilisieren (wie bei einem Drachen der Schwanz) und die Fliege auf die richtige Tiefe zu bringen. Bei beschwerten oder großen Fliegen und wenn ich nicht tief fischen muß mache ich es wie Du. 9ft gezogenes Vorfach mit 26er bis 30er Spitze. Fliege drann und los geht es. Erscheint mir das Vorfach zu kurz knote ich halt noch etwas an.
Ich habe auch immer ein paar gezogene 3,50m lange Fluorocarbon Vorfächer dabei, falls das Wasser ruhig und klar ist oder ich Fische sehe und keine Bisse bekomme. Hat ab und an geholfen (glaube ich jedenfalls, denn das Gegenteil kann man ja nie beweisen, wenn man keinen Vergleich hat und die Scene noch einmal durchspielen kann....).

Möchte ich tiefer runter oder fische unbeschwerte Fliegen, die nicht direkt an der Oberfläche laufen sollen, nehme ich 10ft Polyleader in clear intermediate. Damit bekommt man die Fliegen natürlich nicht richtig tief runter, aber 1-1,5m sind sicher gut zu erreichen. Tiefer habe ich an meinen Plätzen selten fischen müssen.
Das Vorfach stabilisiert die Schnur allerdings nicht nur beim Wurf, sondern sorgt auch für eine Kraftübertragung um die Fliege zu transportieren. Mit einem 3m langem Stück Monofil gleicher Stärke funktioniert dies nicht wirklich gut.

Gruß
Mario
Bug
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Beitrag von Bug »

Hallo,
ich mache es mir einfach: 1,5-2m 0,35 Fluocarbon, Ring und gleiche Länge 0,25 Stroft.
Das Fluocarbon ist recht schwer und zieht die 25er mit runter.
Gruß
Bug
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Hallo Markus, das Thema Vorfach ist vielleicht das Thema, dem ich beim Mefofischen am wenigsten Aufmerksamkeit schenke. Überbewertet würde ich es dennoch nicht nennen, denn die letzten Meter vor der Fliege tragen zur Präsentation bei und können je nach Materialauswahl erheblich zum Erfolg beitragen, oder eben nicht.

Lange habe ich auch einfach nur Monofil in zwei Stärken benutzt und dazu eine beschwerte Fliege, die das Vorfach gestreckt hat. Funktioniert, aber es gibt eine bessere Lösung. Mir hat es auch Niemand gezeigt und daher schildere ich nachfolgend nur meine Gedanken dazu, die Dir vielleicht eine Hilfe sein können.

In den meisten Fällen fische ich auch mit einer schwimmenden Schnur, entweder einer WF oder einem schwimmenden Schusskopf. Da beginne ich mal und mache die Entscheidung bereits vom Wetter abhängig.

Die Schwimmschnur bringt kaum einen Hänger, doch der Gedanke sollte von der Annehmlichkeit des Werfens bis hin zur Fliegenführung passen. Finde ich ruhiges Wetter vor und habe eine Stelle gewählt, wo das Wasser flach ist in Wurfweite, so bis 2 Meter, suche ich eine Fliege aus, die beschwert oder unbeschwert sein kann, je nach dem, was man imitieren möchte.

Der Tangläufer bekommt an der Schwimmschnur ein etwa 4,50 m langes Vorfach, welches ich zurechtknote aus verschiedenen Stärken Fluocarbon. Beginnend mit der Stärke 40 und als Spitze eine 22er. Da mache ich es mir ganz einfach und nehme je einen Meter 40er, 35er, 30er, 25er und dazu so knapp 60 cm 22er als Spitze.
Diese Kombination rollt halbwegs sauber ab und transportiert auch den nur leicht beschwerten Tangläufer vor die Fliegenschnur. Durch die Länge des Vorfachs habe ich eine Art kurze Sinktip, da das FC einsinkt.

Diese Vorfächer habe ich vorbereitet in der Weste und zwar variabel geknotet, das heißt ich nehme je einen Meter 40er, 35er und 30er Fluocarbon und verbinde sie, mache aber jeweils am Ende einen doppelten Schlaufenknoten. Mein Standardvorfach in drei Metern Länge, das ich je nach Bedingung oben und unten verlängern könnte.

Am oberen Ende schlaufe ich einen Meter 45er FC zusätzlich ein, wenn ich einen Meter mehr brauche und am unteren Ende schlaufe ich den Übergang und die Spitze ein, die ich passend zur Fliege aussuche.

Ein Satz am Rande, viele Knoten fangen auch viel Kraut, aber knotenlos verjüngte Vorfächer sind mir zu teuer.

So bekommt der Tangläufer also eine dünnere Spitze und wird mit dem Schlaufenknoten befestigt, damit er mehr zuppelt und hat am langem Vorfach auch die Möglichkeit, mal ganz dicht auf dem Grund zu hüpfen. Die Fliegenschnur ist weit hinter der Fliege und wirft entsprechend wenig Schatten auf die Fliege.

Gut, heute tut sich nix auf Tangläufer, also schlaufe ich die 25er und 22er ab, packe sie gerollt in die Weste für später und ziehe etwas mehr als einen Meter frische 25er auf, die ich einfach am unteren Vorfachende in die 30er einschlaufe.

Nun habe ich mein Vorfach wie zuvor aus je einem Meter 40er, 35er und 30er und als Spitze so etwa 1,20 m 25er FC, also insgesamt so 4,20 m. Hiermit möchte ich nun eine unbeschwerte Mickey Finn, wie Du schreibst, anbieten. Gute Wahl :grin:

An diesem Vorfach bekommt die Fliege nach dem Wurf zwei Sekunden zum Einsinken und wenn sie abgetaucht ist, sofern erkennbar je nach Deiner Wurfweite ;) , beginnen lange gleichmäßige Züge. Die unbeschwerte Mickey Finn wird sich nur kurz unter der Oberfläche bewegen, aber bevor ich die Vorfachlänge verändern würde, um sie tiefer zu bringen, nähme ich eher eine leicht beschwerte Fliege.

Oder als nächste Situation direkt zu einer beschwerten Fliege, vielleicht eine Wurmfliege mit Kopfperle? Kein Ding, einfach die Fliege wechseln, das Vorfach bleibt so und hat immer noch vier Meter. Die beschwerte Wurmfliege streckt es noch sauberer, sofern der Wurm nicht zu flusig ist und die Fliege sinkt zügig, sie jiggt. Das Vorfach lässt sie mit einer 4mm Kopfperle in etwa einem halben Meter lebhaft hüpfen und man kann sie auch mal tiefer sinken lassen.

Damit hast Du ein Vorfach, das variabel ist und unter normalen Strand- und Wetterbedingungen mehrere Möglichkeiten der Fliegenwahl und Präsentation abdeckt.

Mehr brauche ich eigentlich nicht für die Schwimmschnur, aber weitere Möglichkeiten hast Du zum Beispiel durch Polyleader oder Sinktip-Schnüre. Ich knote aber lieber.

Da Du die Mickey Finn nennst, bietet sich als Nächstes eine Intermediate oder leicht sinkende Schnur an. Wie ich da nach den Vorschlägen von Bernd Ziesche feststellen konnte, eignet sich eine langsam sinkende Schnur besser, um einen Streamer anzubieten. Gerade eine nur ganz leicht beschwerte Mickey Finn läuft „wie an der Leine“, sie fischt früher und länger, meine ich nach vielen eigenen Versuchen.

Finde ich nun den Strand mit Welle und etwas oder mehr Wind vor, wähle ich die Intermediate. Das Vorfach sieht wieder so aus: je einen Meter 40er, 35er, 30er und als Spitze eine 27er FC, da bei Welle manchmal neben größeren Fischen auch Kraut vorkommt. Etwas mehr Tragkraft und Sicherheit ist der Grund für mich, statt der 25er Spitze eine 27er zu nehmen.

Also Intermediate und ein vier Meter Vorfach aus Fluocarbon, fertig. Ausgehend von einer transparenten Intermediate, denn bei einer bunten Sinkschnur wäre mein Vorfach noch um den Meter 45er am oberen Vorfachende länger. Mindestens.

In der Weste habe ich dazu je eine kleine Spule FC in 22, 25, 27 und 30. Soll es am Abend noch auf Dorsch gehen, bleibt (an der Schwimmschnur) das Vorfach wie gehabt, also 40er, 35er, 30er und dazu entweder eine Spitze aus ebenfalls 30er oder 27er, je nach Bedingungen (Steine, Tang).

Die Lösung mit dem vorgefertigten Vorfach aus geknoteten FC-Stücken halte ich bis jetzt für die günstigste, einfachste und praktikabelste Lösung, es kann in beide Richtungen verlängert werden und deckt aus meiner Sicht alle Bedingungen am Strand ab. Das Kraut nervt zwar manchmal sehr, aber dafür könnte man ja mal verjüngte Vorfächer kaufen.

Aber egal ob günstig, geknotet oder knotenlos verjüngt, der Durchmesser der Vorfachstärken, die Färbung, der Lichtbrechungsfaktor, die Dehnung und die Steifheit der Schnur bilden neben dem Fliegenhaken die wichtigste Verbindung, die wir zum Fisch aufbauen möchten. Auf das Vorfach und speziell auf die Knoten wirken im Drill die größten Belastungen und daher sollte das Vorfach gut bedacht sein.

Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. :grin: :wink:
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

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Fynn_sh
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Beitrag von Fynn_sh »

Uiuiui Mirko :lol: :+++:

Ich besitze auch ein Vorfach :D

Mal ernsthaft, ich verbrauche so 2-3 konisch gezogene Vorfächer im Jahr. Meistens nehme ich 12ft Vorfächer, bei denen ich das "Tippet" abschneide und einen Pitzenbauerring anknote. Nun ist das Vorfach noch ungefähr 10ft lang, daran kommt ein 50cm - 1,50m langes 0,28er Fluorcarbon Tippet.
Außer dem Tippet ändere ich 3 Monate nix am Vorfach :p
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
:ironie:
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Moin Fynn, das klingt irgendwie :-q: einfacher :lol: :+++:

Ich habe zweimal konisch verjüngte Vorfächer gekauft und empfand die dann eher "komisch" verjüngt ;) denn neben dem recht kräftigen Teil des oberen Endes folgte eine zügige Verjüngung, die dann augenscheinlich über fast zwei Meter parallel so durchging. Hat mich nicht überzeugt und abgerollt sind die auch nicht so wirklich. Waren allerdings günstige vom Auktionshaus.

Bei einem unserer Forenpartner sah ich gerade die Vision Vorfächer dazu in 3,50 m, hat da Wer Erfahrung mit der Verjüngung? Gerade bei den kleinen Fliegen sollte so ein Vorfach auch gegen den Wind halbwegs abrollen, sonst knote ich lieber weiter :p :lol:
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Fynn_sh
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Beitrag von Fynn_sh »

Ostsee-Silber hat geschrieben: denn neben dem recht kräftigen Teil des oberen Endes folgte eine zügige Verjüngung, die dann augenscheinlich über fast zwei Meter parallel so durchging.
Mmh 2m parallel ist echt 'ne Menge...
Bei meinen Vorfächern ist das meistens so 1m - 1,20m, ist halt quasi das Tippet um vernünftig präsentieren zu können ;) Dieses Tippet schneide ich halt ab und ersetze es durch mein eigenes Tippet.
Klingt bischen komisch, aber ich glaub du weißt was ich meine ;)
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knoesel
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Beitrag von knoesel »

Folgende Faustformeln nutze ich

- Vorfachlänge gleich 1 bis 1,5 mal Rutenlänge
- Verjüngung nach dem Prinzip 50 - 30 - 20 (bzw. 60 - 20 - 20) gem. Tabelle (als Anhang)
- beginnend mit steifer 60er Mono, dann 40er und weicher 30er Spitze
- an die Spitze entweder Pizz-Ring oder einfache Schlaufe

Die so geknüpften Vorfächer werden (mit Fliege) im Garten zur Probe "aus der Hand" geworfen und ggf geringfügig (je nach verwendetem Mono-Material) korrigiert.

Am Wasser dann: Verlängerung zur Fliege mit 26er oder 28er Mono oder Fluo (30 bis 50 cm - je nach Größe/Gewicht der Fliege).
Am liebsten jedoch benutze ich gezogene Vorfächer, weil mir das Knüpfen lästig ist.:grin:
vergl.: http://www.hookhack.com/handtiedleaders.html :wink:
Dateianhänge
Vorfach-Längen u -Profile.pdf
(3.81 KiB) 265-mal heruntergeladen
Wir können den Wind nicht ändern -
aber die Wurfmethode anpassen.
;)
Petri-Heil ~~ Alleweil
Klaus aus Eckernförde
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Bernd Ziesche
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Beitrag von Bernd Ziesche »

Hallo Markus,
Du hast in Deinem Posting einige Situationen miteinander vermischt.

Ich beschränke mich hier auf das Meerforellenfischen an der Küste.
Es gibt verschiedene Situationen.
Die Vorfächer könnten wie folgt aussehen:

1. Fischen mit dem Tangläufer an der Schwimmschnur.
Das Vorfach halte ich hierbei etwas länger. Ca. 4 - 5m. Die Spitze liegt zwischen 0,20 und 0,23mm. Ich fange mit 0,40er an und binde dann in ca. Meterlängen auf die Spitze runter. Beispiel: 0,40/0,35/0,30/0,25/0,22 je 0,9m.

2. Fischen mit dem beschwerten Streamer an der Schwimmschnur.
Ich wähle eine Vorfachlänge von ca. 4 - 4,5m. Spitzendurchmesser 0,25mm. Ich beginne mit 0,40mm und binde in ca. Meterschritten runter. Für die 0,25mm wähle ich meistens ein etwas längeres Stück.

In den meisten Situationen fische ich eine langsam sinkende (intermediate) Schnur.
Die Schwimmschnur habe ich selten im Einsatz. Weiterhin sind die meisten meiner Fliegen beschwert.

Eine Mickey Finn (unbeschwert) am Vorfach in Rutenlänge hinter der Schwimmschnur würde ich vermeiden. Die Fliege läuft mir dann zu flach.
Meiner Erfahrung nach bringt das zu viele Fehlbisse und nicht gut gehakte Fische.

An der Intermediate oder langsam sinkenden Schnur reicht ein Vorfach in ca. Rutenlänge aus. Standard wäre für mich: 0,40/0,30/0,25 je ca. 1m

Je länger man das Vorfach gestaltet, umso knotenanfälliger wird es.

Gruß
Bernd
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Beitrag von Achim Stahl »

Moin,

zum Thema "Vorfächer" hier ein kleiner Veranstaltungstipp:

Beim nächsten Fliegenfischerstammtisch in Revensdorf, am Freitag, den 28. März, zeigt Arnfried Pooker wie man verzwirnte Vorfächer selbst herstellen kann.

Die Teile sind wirklich astrein, und wenn man weiß wie es geht, ist es auch keine Hexerei, die Vorfächer selbst zu machen.

Zum Stammtisch sind, wie immer, alle Interessierten herzlich eingeladen.


Viele Grüße!

Achim
Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Fischlein her.

www.serious-flyfishing.de
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ALSTERBOJE
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Beitrag von ALSTERBOJE »

@ Bernd!

Ich hab' mir mal Deine Vorfachbeispiele mit der Stroft GTM, in leicht abgewandelter Form, (.... beginnent mit 0,45/110 cm -40/90 cm, -35/70 cm -30/50 cm dann Pitzelring -25/50 cm) zu Herzen genommen und mit dem "Chirurgen" auf 3,70 Meter nachgeknotet und geworfen ..... excellent! :+++:
Die Schnur ist hervorragend, keine Kringeleffekte und im "menschlichen" Vergleich zu Poly, oder sogar FC, weniger sichtig!!


Gruß, Helge ;)
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Ace
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Beitrag von Ace »

Ich mache mir meine verdrallten Vorfächer selber. Für 1,5m verdralltes Vorfach brauche ich 6m 0,30ér Monofil, einen Haken zum Aufhängen in 2,80 bis 3 Meter Höhe und einen schweren Dubbingtwister oder besser ein Grundblei mit 2 Drahtösen zum einhängen der Schnur. Vorn drann knüpfe ich einen guten Meter Monofil und die Fliege.
Fluocarbon verwende ich garnicht.

Solch ein Vorfach habe ich in wenigen Minuten hergestellt, es rollt hervorragend ab und nebenbei kostet es fast nichts. Ich benutze es auch für die Trockenfischerei.

Ich bin von Natur aus Minimalist und habe selten viel Zeit mich auf meine Angeltrips vorzubereiten. Deshalb mache ich aus so einer einfachen Sache wie einem Vorfach keine Wissenschaft ;)
TL Mathias
... life simply ...
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