Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Unsere Meere Leben und verändern sich zyklisch und azyklisch und folgen ihren eigenen Gesetzen, die teils global, teils regional bestimmt sind. Viele Größen und Einflüsse ändern sich und nehmen wiederum Einfluss auf unsere silbernen Freunde. Welche dieses sind und wie sie wirken kann hier erörtert werden.
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Maqua
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Maqua »

Hallo Jan, alle von dir aufgezählten "Aktionen" seitens der Landwirtschaft beobachte ich hier auch und noch einige mehr.
Lebensmittelvernichtung war mir immer schon ein Dorn im Auge, angesichts einer drohenden Hungerkatastrophe in Teilen der Welt, finde ich es geradezu pervers Ernten zu vernichten.
Gleichzeitig wird ja jetzt von der Landwirtschaft gefordert, dem Naturschutz zugestandene Flächen für die Produktion zurück zu gewinnen, mit dem Argument der drohenden Hungersnot.
Wenn ich mich nicht verhört habe, haben sie damit sogar Erfolg.
Mir tun die wenigen Landwirte, die verantwortlich mit ihrem (unserem?) Land umgehen, leid.
Sie kämpfen einen aussichtslosen Kampf gegen den eigenen Verband.
Was die Ostsee betrifft, fühle ich mich nur noch als machtloser Beobachter des Untergangs.
Gruss Manni :wink:





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SIMPLE SHRIMP
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von SIMPLE SHRIMP »

Maqua hat geschrieben: 25.07.2022, 07:08
Was die Ostsee betrifft, fühle ich mich nur noch als machtloser Beobachter des Untergangs.
.
Da befindest Du Dich in großer Gesellschaft.

Dieses Thema 'Todeszonen Ostsee' hatten wir hier schon öfter, es ist nicht neu: 'Der Ostsee geht die Luft aus'. Zahlreiche Fischsterben infolge lokaler 'Wasserumwälzung' sind dokumentiert, die meisten 'Katastrophen' laufen im Verborgenen ab und machen sich erst langfristig durch fehlende Lebensvielfalt bemerkbar. Die Auswirkungen der weiterhin zunehmenden 'Verschmutzung' werden durch die steigende 'Erwärmung' des Ostseewassers befördert. Diesem wachsenden Problem der Ostsee mit 'Tiefenwasserbelüftungen' begegnen zu wollen, ist aber bei dieser Wassermasse als utopisch einzuordnen.

Wir bleiben 'hilflose' Beobachter.

TL
Klaus
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Martin 1960
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Martin 1960 »

Moin in die Runde.
SIMPLE SHRIMP hat geschrieben: 25.07.2022, 09:49 ist aber bei dieser Wassermasse als utopisch einzuordnen.
Naja, so und so.

Wer weiß schon welche Fläche man mit einer Anlage mit Sauerstoff anreichern kann?, und wieviel Wasserstoff das ergibt?

Soetwas nennt sich dann Pilotanlage, mit der dann die Effizienz und die Technik entwickelt/erprobt wird.

Wer überhaupt nicht beginnt hat von vornherein verloren.
Mit freundlichen Grüssen Martin.

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
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Fliegenjeck
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Fliegenjeck »

Hallöchen Allerseits,
lasst uns Nordstream 2 zu Ende bauen um damit die Ostsee mit Sauerstoff zu begasen :x :x :x
MfG Nobby... :-q:
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Fliegenjens
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Fliegenjens »

Fliegenjeck hat geschrieben: 27.07.2022, 13:38 Hallöchen Allerseits,
lasst uns Nordstream 2 zu Ende bauen um damit die Ostsee mit Sauerstoff zu begasen :x :x :x
MfG Nobby... :-q:
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Fliegenjeck »

Hallöchen Jens,
wenn ma's drauf hat... :-++:
MfG Nobby :--+:
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Martin 1960
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Martin 1960 »

Moin in die Runde.

Ja genau
Fliegenjeck hat geschrieben: 28.07.2022, 18:04 wenn ma's drauf hat
:-++:
Zuletzt geändert von Martin 1960 am 31.07.2022, 05:50, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Grüssen Martin.

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Rollo
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Rollo »

Moin in die Runde, ich finde Humor auch grundsätzlich gut. Aber nur wenn er angebracht ist. Gruß Rollo :wink:
Früher war mehr Lametta!
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Martin 1960
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Martin 1960 »

Moin.
Martin 1960 hat geschrieben: 27.07.2022, 10:58 Wer überhaupt nicht beginnt hat, von vornherein verloren.
Mit freundlichen Grüssen Martin.

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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Fliegenjeck »

Rollo hat geschrieben: 29.07.2022, 17:59 Moin in die Runde, ich finde Humor auch grundsätzlich gut. Aber nur wenn er angebracht ist. Gruß Rollo :wink:
Hallöchen Allerseits,
@Rollo : Galgenhumor ! Der Kopf ist in der Schlinge, der Stand äußerst wackelig !
Wie sagten die Bremer Stadtmusikanten: Etwas besseres als den Tod finden wir überall. Ich glaube das auch dieser Spruch bald veraltet ist., nicht mehr up to date :roll:
Die Stelle auf diesem Planeten (noch) zu finden, wird langsam schwierig...
MfG Nobby... :zsch:
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SIMPLE SHRIMP
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von SIMPLE SHRIMP »

Martin 1960 hat geschrieben: 27.07.2022, 10:58
SIMPLE SHRIMP hat geschrieben: 25.07.2022, 09:49 ist aber bei dieser Wassermasse als utopisch einzuordnen.
Wer weiß schon welche Fläche man mit einer Anlage mit Sauerstoff anreichern kann?, und wieviel Wasserstoff das ergibt?

Soetwas nennt sich dann Pilotanlage, mit der dann die Effizienz und die Technik entwickelt/erprobt wird.

Wer überhaupt nicht beginnt hat von vornherein verloren.
Martin 1960 hat geschrieben: 29.07.2022, 18:13
Martin 1960 hat geschrieben: 27.07.2022, 10:58 Wer überhaupt nicht beginnt hat, von vornherein verloren.
.
Tiefenwasserbelüftungsanlagen sind wirklich nichts Neues, man kann und sollte sogar, um eine Vorstellung zu erhalten, die Erfahrungen aus schon gegebenen Beispielen (Pilotanlagen) nehmen, z.B. der Bleilochtalsperre mit einer Fläche von 9,2 Quadtratkilometern in die zehn (10) schon ganz schön gewaltige Anlagen 28 Meter tief hineinragen und die Wassermasse (Volumen) dieses Sees dem Inhalt der Ostsee mit über 400 000 km² Fläche und erheblich mehr Tiefe gegenüberstellen.
Quizfrage: Wie viele Anlagen bräuchte man etwa, wenn nur die Flächen in Korrelation gesetzt werden?
.
Belüftungsanlage für Bleilochstausee.jpg
Belüftungsanlage für Bleilochstausee.jpg (112.16 KiB) 132 mal betrachtet
Bundesarchiv hat geschrieben:Belüftungsanlage für Bleilochstausee
ADN-ZB Liebers-19.6.78 Bez. Gera: Kosmischen Flugkörpern ähneln diese Anlagen, die für die Belüftung des Tiefenwasser des Bleilochstausees bei Saalburg bestimmt sind. Die 10 dieser rund 20 Tonnen schweren Aggregate, die nahezu vollständig aus glasfaserverstärktem Kunstharz bestehen, wurden bisher auf der größten Talsperre der DDR ausgesetzt. Die Saugrohre der Anlagen reichen 28 Meter tief in das Wasser und fördern täglich rund 9000 Kubikmeter sauerstoffarmes, sulfidhaltiges Wasser aus den tiefen Schichten nach oben. Mit Sauerstoff angereicherrt wird das Wasser dann in die gefährdeten Zonen zurückgedrückt. (siehe auch T0619-14 u. 15N) Nach bisher dreijährigem Einsatz der Anlagen konnte die Sulfitbildung bereits erheblich verringert und das Selbstreinigungsvermögen des Wasser wesentlich verbessert werden.
.
Ich bleibe bei meiner Einschätzung. :-(

Klaus
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Martin 1960
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Re: Ostsee Sauerstoffmangel & neue Todeszone im Sept./Okt. 2020

Beitrag von Martin 1960 »

Moin Klaus.

Dank für die Fotos und das Beispiel.

Tja, think big. Ganz schöne Oschis
Zeigt aber auch, es gibt Techniken für dieses Problem.
Aus 28m Tiefe absaugen ist schon effizient.

Die gesamte Ostsee wird es wohl nie werden aber ausgewählte Flächen/Fjorde könnte damit schon "unterstützt" werden.
Die Eutrophierung der Ostsee ist ja gerade 0-5 sm vom Ufer am schlimmsten.

Ich kann mich an eine Anlage/einen Betrieb in Frankreich erinnern.
Die erzeugen Wasserstoff als Treibstoff für Pilotprojekt-Busse (ÖPNV) und Firmen die Fahrzeuge mit Wasserstoff betreiben.
Ein kommerzieller Betrieb!
Mit Windkraft und Meerwasser, das eben entsalzt und gereinigt wird, bevor es zur Elektrolyse gelangt.
Aus Kostengründen stehen die Windkraftanlagen "onshore".
Auf dem Gelände sind boxen in den die Wasserstoffspeicher mit Wasserstoff befüllt werden.
Benutzt werden dafür 20' ft Container in die Speicher und Technik verbaut sind.
Somit ist der Transport zum Kunden relativ problemlos.
Die Betriebe/Kunden tauschen nur die betankten Wasserstoffspeicher (20' ft Container) mit ihren leeren Wasserstoffspeicher (20' ft Container) aus.

Fliegenjeck hat geschrieben: 31.07.2022, 08:20 Galgenhumor ! Der Kopf ist in der Schlinge, der Stand äußerst wackelig !
Wir alle stehen im Moment genau so da. RICHTIG :?:
Mit freundlichen Grüssen Martin.

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