Beratung Brandungsruten

Habt Ihr ein schönes Medium zum Thema Meeresangeln entdeckt und wollt diese Entdeckung Euren Sportsfreunden nicht vorenthalten - dann berichtet hier darüber!
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Mysis
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Beratung Brandungsruten

Beitrag von Mysis »

Hallo zusammen,
da wir in Zukunft wohl öfter mal Urlaub in den Niederlanden am Strand verbringen werden, habe ich mir gedacht, dass es durchaus Sinn macht, mal ins Brandungsangeln reinzuschnuppern.
Mit zwei guten Stationärrollen bin ich nun schon ausgestattet (ebay Kleinanzeigen) aber beim Thema Ruten und Dreibein bin ich nun noch nicht so recht weitergekommen.
Die Marken, die sich da auf dem Markt tummeln, sind für mich als Fliegenfischer total fremd und unabhängige Infos sind auch schwer zu finden.
Vielleicht geht jemand hier aus dem Forum auch dem Brandungsangeln nach und kann mir Empfehlungen geben und auf die Sprünge helfen.
Ich würde mich gerne für die zwei anzuschaffenden Ruten unter 250€ bewegen.
Natürlich wäre es gut, weniger Geld auszugeben, aber ich möchte auch gerne Etwas einigermaßen wertiges haben, woran ich auch mittelfristig Spaß habe.
Ich dachte an sowas um die 4,2m da ich mit 182cm mittelgroß bin.
Ins Auge gefallen sind mir die Yuki Saikou A3 Ruten, bei denen ich aber schon am preislichen Limit liege.
Kennt die jemand?
Zudem suche ich noch ein stabiles Dreibein, das aber nicht zu sperrig für den Transport im Urlaubsauto ist.
Ich freue mich auf euren Input.
Viele Grüße,
Stephan
The five is a chicks' rod.
Paul Arden.
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Jens aus Lütjenburg
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Re: Beratung Brandungsruten

Beitrag von Jens aus Lütjenburg »

Moin Stefan,

ich selber habe zwei Brandungsruten von Quantum Iron Distance Surf und die Hyper Cast XT in 4,20m. Die habe ich schon seit Jahren und bin sehr zufrieden damit. Die Rollen habe ich auch von Quantum und damit habe ich auch keine Probleme.
Mein Dreibein ist von Balzer, das ist nicht super stabil, aber es reicht. Ich beschweren es aber immer mit einem Sandsack. Packmass finde ich noch ok, passt aber nicht mehr in den Rutenrucksack.

LG
Jens
Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu. :s+3: :wink:
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Mysis
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Re: Beratung Brandungsruten

Beitrag von Mysis »

Hi Jens.
Vielen Dank für deinen Tipp.
Das dreibein werde ich mir mal genau ansehen.
Habe zu dem Teil schon öfter positives gelesen.
Die Ruten sind leider nicht mehr im Handel verfügbar.
Trotzdem vielen Dank und viele Grüße,
Stephan
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superfredi
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Re: Beratung Brandungsruten

Beitrag von superfredi »

Mal so als Hilfe zu der Info mit der Beschwerung - ich hab dafür einen Stoffbeutel mit Sand/Steine und mache den mit einem Gummi fest.
Meist am Boden aber manchmal auch hängend.
Oder gleich an den Eimer mit Wasser zum Händewaschen .
Ich habe mir damals noch zwei Grauvell Teknos Surf -Ruten in Bad Doberan gekauft und bin damit auch sehr zufrieden.
Petri Heil
Fred

Ps. - auf jeden Fall mit Deiner Größe 4,20m Ruten kaufen !
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sprottenfan
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Re: Beratung Brandungsruten

Beitrag von sprottenfan »

Moin, richtig schlechte Dreibeine kriegst du am Markt nicht mehr, Kauf einfach eines, was über 2,0m ausgezogen ist und alles muss fest , arretierbar und klapperfrei sein. Damit kannst du dann auch die Schnur über der Krautrutsche bei Wellengang halten. Das Dreibeinige ist fast noch wichtiger, als die Ruten, bei denen ist fast alles egal. Zur Not gehen auch erstmal 3,0 lbs Karpfenruten, falls dein Budget vom Dreibeinkauf komplett aufgefressen wird. ;) Gute Dreibeine sind halt sauteuer.
Meins ist 20 Jahre alt, deswegen rate ich dir zu keinem bestimmten.
Die Leber streikt, die Hose spannt,
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fly fish one
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Re: Beratung Brandungsruten

Beitrag von fly fish one »

Ja Brandungsfischen rulz! p: Wenn überhaupt noch was anderes als FF erlaubt sein darf, dann Brandungsrutenballern! ;) Ich habe mir letztes Jahr eine alte DAM 3,80 m über ebä geschossen, Glasfasermix, Preis um die 20,- Euro und dann neu aufgebaut. Nebenher eine neue Spro 4,20 m für um die 120 ,- Euro (Korrektur: Unter 100 Euro) und ebenfalls alles gestrippt und neu aufgebaut. Dreibein irgend wann mal für rund 20 Euro. So sehen sie heute aus:

Bild

Und so mit Dreibein, dass ich noch etwas verbessert habe und so auch schon Sturmnächte überstand:
Bild

Buchenleisten, Abwasserrohrstopfen, ein paar Schrauben und Kabelbinder.

Ich glaube man kann da so gut wie alles und auch günstig und auch gebraucht kaufen. Ich denke ein paar halbwegs vernünftige Rollen sind wichtig, die mit dem schmalen Rand zum Weitwerfen. Und wenn man sich noch nie, so wie ich vorher, mit dem Thema vor allen der ganzen Geschirre beschäftigt hat, ist das beinahe die größere Hürde. Aber dies Gefrickel um das aufzuriggen ist einfach auch Teil des ganzen Spaßes und die Krönung sind die bissigen Würmer! Für die Konfiguration gibt es aber genug Quellen im www, dass ist gar kein Problem und dann muss man sich bei einem Händler halt durch das ganze Material wühlen. Ist aber nötig, denn ich glaube einfach Blei und Haken ohne irgend was, kommt der Wurm nicht im Wasser an und es gibt zusätzlich tüddel. Die Geschwindigkeit und Weiten sind schon beachtlich. Ich als Jugendlicher früherer 20 Gramm WG Flußaalangler und reinschlenzen, war jedenfalls schwer begeistert vom Ballern! :x

LG,
Frank

Und einen habe ich noch: Sie haben natürlich auch Namen, in Blau ist Colani und in Orange ist Luigi, also Luigi & Colani! Noch was: Luigi schafft 200 Gramm, was für Dich sicher uninteressant ist, aber es gibt da so "Handschuhe" oder Fingerlinge um den die Leine klemmenden Finger im Wurf zu schonen und das macht sowas von Sinn wenn man wirklich richtig kräftig ballert! Ich habe ein- zweimal ohne geworfen.... :evil:
Lachsheini, Lachslehrling, Fliegenfischer, lange Leinen an langen Ruten - neigt zu Extremen jeglicher Art
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Mysis
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Re: Beratung Brandungsruten

Beitrag von Mysis »

Hallo zusammen,
vielen Dank für die vielen Tipps.
Die Grauvell Teknos Surf sind leider aktuell wohl auch nicht mehr verfügbar.
Dann werde ich mal mein Hauptaugenmerk auf das Dreibein legen.
Zu den aktuell verfügbaren Ruten werde ich mal einen küstennahen Händler kontaktieren und Ebay Kleinanzeigen im Auge behalten.
Ich werde berichten, was es geworden ist.
Viele Grüße,
Stephan
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Salmonking
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Re: Beratung Brandungsruten

Beitrag von Salmonking »

Moin Stefan,

also mit den A3 ruten machst du nichts falsch. Ich selber fische die A11 und bin sehr zufrieden. Beim Dreibein gibt es doch große Unterschiede. Diese Balzer Dinger sind zwar kompakt, aber taugen in meinen Augen nichts, da sie zu flatterig sind. Wenn du in den Norden kommst, solltest du dich an https://www.angelsport-wattenbek.de/wenden. Tim hat eine Menge Ahnung und führt auch das komplette Yuki Programm. Außerdem hat er das stabilste Dreiben was ich kenne. Über die Rollen solltest du dir auch vorher Gedanken machen, da Sie ein wichtiger Aspekt in der Gerätezusammenstellung sind.
In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare.

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Re: Beratung Brandungsruten

Beitrag von Kühlungsborn »

Moin Stephan,
bei meinen Einstieg in die Brandungsangellei hat mir 2016 diese Webseite geholfen, Da gibt es viele Tips, vom Angeln bis zur Equipment: https://www.doctor-catch.com/de/meeresa ... geln-tipps

Ich persönlich fische mit der
    Shimano Nexave 425 BX Tabular - mit stärkerer Spitze für weite Würfe
      Yuki Saiko A4 4,2 m und der
        Dega Conquest PPX 420

        Die letzten beiden haben eine feinere Spitze gut für Plattfisch - Bisserkennung
        Alls 3 Ruten sind zwar keine Billiggeräte sind aber noch bezahlbar (lagen alle 3 2016 leicht über 100 €).

        Viel Spaß beim Brandungsangeln

        Gruß Klaus
        Wo ist nur der Fisch geblieben :q: die Hoffnung stirbt zuletzt :+++:
        fly fish one
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        Re: Beratung Brandungsruten

        Beitrag von fly fish one »

        Liebe Kollegen,

        ich kenne ja Eure Ruten nicht, aber WG von und über 200 Gramm und Bisserkennung widersprechen sich in meinen Augen doch?! Deshalb schalten findige Kollegen billige Teleskopstippruten in das System ein. Ich hatte mal einen Link zu Dr. Catch die das vorstellten. Mir persönlich ist das seinerzeit zuviel Aufriss gewesen um es anzugehen, dürfte aber sehr gut funktionieren. Und ja, ein Dreibein muss sicher stehen, da hat der Kollege o.g. Recht und mein Billigdreibein hätte ohne meine Verbesserungen sicher nicht überlebt. Wenn man nicht frickeln will oder kann, sollte man davon die Finger lassen. So ist es allerdings sehr leicht, leicht verstaubar und ausreichend stabil für stürmische Nächte.

        Wer die Andacht hat alte Ruten wieder aufzubauen, kann sich sehr hochwertige Beringungen anbringen, bis hin zu Titan z.B. Was ich aber nicht ausgeführt habe, weil diese Fischerei doch nur nebenher läuft. So wurden es normale, aber dem oft Verbauten trotzdem überlegene Fuji Alconite und jeweils ein Klappring. Auch die Größen sind wichtig, wie ich von Kollegen lernen musste, weil sonst Kraut ein Thema wird. Als Rollen habe ich 2 Daiwa Crosscast Surf für je ca. 110,- Euro. Ich habe lange gesucht und verglichen, was Anzahl Lager, Welle, Gehäuse, Spule und deren Rand, Schnurröllchen und Einholgeschwindigkeit betrifft. Sie sind ein sehr gelungener Mix aus Plaste, Druckguss, Edelstahl und Alu und haben mich nicht enttäuscht. Die Salzwassertauglichkeit sollte man aber nicht zu wörtlich nehmen, aber völlig gedichte Spinnrollen mit allen Lagern inklusive dürften dagegen sehr teuer werden. Ich behandle meine Rollen sehr schonend, vermeide jeglichen Wasserkontakt beim Fischen (außer was über die feuchte Schnur kommt und überhaupt kein Problem ist) und auch dem Sande fern gehalten. Da die Rollen ja extrem hoch sitzen, die Ruten meist im Ständer stehen und ich sie nie in den Sand lege, ist das alles kein Thema.

        Das Thema Karpfenruten als Brandungsruten ist sicher auch einmal zu betrachten (wie der Kollege oben auch schon sprach), wenn nicht unbedingt 200 Gramm geworfen werden müssen, sondern vielleicht auch 100 Gramm oder leicht darunter als Maximum reichen würden, denn ich schätze z.B. die Bisserkennung deutlich sensibler ein. Für mich ist das ein Projekt für das ich noch keine Zeit hatte, aber sehr gut funktionieren dürfte bei moderaten WG.

        Überhaupt das WG sollte man doch vielleicht mal überlegen ob 250 Gramm wirklich nötig sind. Ich bin kein erfahrener Brandungsangler, eher so Blindfisch, aber wo auf der Welt hat man dermaßen Strömung? Bretagne weiß ich, da stand ich schon mit den Füssen drin und in den Shops lagen 250 Gramm Krallenbleie. In einer sehr stürmischen Nacht auf Korsika bin ich auf 200 und 170 Gramm (die jeweiligen Maximalgewichte) rauf gegangen, weil ich das Gefühl hatte, dass die bis dahin montierten 140 Gramm leicht das Wandern anfingen (davor bei ruhigem Wetter haben 100 - 120 Gramm stets gereicht). Mit 170 respektive 200 Gramm war dann endgültig Ruhe. Oder braucht Ihr das um auf besondere Weiten zu kommen? Das Werfen empfand ich als sehr spaßig, aber gar nicht so einfach um wirklich weit zu kommen - dafür habe ich aber auch keinen Ehrgeiz um das besonders zu üben.

        LG,
        Frank
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        Re: Beratung Brandungsruten

        Beitrag von superfredi »

        Also ich fische mit o,35´Mono und 4,20m Ruten -bis 250Gramm Wurfgewicht - die Bisserkennung ist kein Problem wenn die Ruten richtig (steil) stehen. :+++:
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        Re: Beratung Brandungsruten

        Beitrag von superfredi »

        Ps. Ich hab meißt 170gr NoppenBleie oder in Tropfenform (Weitwurfbleie) drann .Selten 150gr - bei sehr ruhigem Wetter.
        Nur bei richtig sarkem Wellengang kommen Krallenbleie zum Einsatz..
        Meist reichen die Noppenbleie.
        Der Fisch soll sich beim Brandungsangeln ja eigentlich auch selbst haken.
        Vorfächer sind aber ein extra Thema.....
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        Re: Beratung Brandungsruten

        Beitrag von Mysis »

        Hui,
        da kam ja noch mal eine Menge Input.
        Vielen Dank dafür.
        Ich denke, dass mit Gewichten unter 150g an der Nordsee (Zeeland und Inseln) kein Blumentopf zu gewinnen ist.
        Für das Dreibein habe ich schon einen Plan.
        Ich habe eine sehr gute mechanische Werkstatt mit Maschinenpark auf der Arbeit und ein paar der Kollegen sind nicht ausgelastet und warten nur auf Aufgaben.
        Da werde ich mir das "Gelenkteil" fräsen lassen und mit ein paar Alurohren sollte dann ein stabiles, haltbares Dreibein entstehen.
        Mit Rollen bin ich schon eingedeckt.
        Bei ebay Kleinanzeigen habe ich zwei neuwertige 2 Shimano ultegra ci4 xta14000 gekauft.
        Ich denke, dass es nun entweder auf etwas gebrauchtes oder Yuki (A3, 4 oder 5) hinauslaufen wird.
        Ein Umbau von gebrauchten Ruten kommt aber bei mir nicht in Frage. Da habe ich nicht mehr die Zeit für.
        Bei Wattenbek habe ich schon Keulenschnüre und viel Kleinzeug bestellt.
        Sollten es ein neue Yuki werden, werde ich Tim dann noch mal kontaktieren.
        Viele Grüße,
        Stephan
        The five is a chicks' rod.
        Paul Arden.
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        Re: Beratung Brandungsruten

        Beitrag von sprottenfan »

        Moin, echte 100-120 g sollten die Ruten auf jedem Fall „können“ und die haben auch bei Windstärke 3-5 Bft gut gereicht. Wenn’s wirklich kachelte, waren die 180- 220 g nur nötig, um das ganze noch am Platz zu halten- nicht, um wirklich weit zu werfen, was damit mM. vom körperlichen her, sowieso schon zur Herausforderung wurde. Da gelangen recht selten Würfe die über die 110 m hinausgingen. Egal, der Spaß war ja im Vordergrund und wenn dann noch die Butt bissen…
        Die Leber streikt, die Hose spannt,
        heute geht es nicht an den Strand
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