Mit der Trockenfliege auf Meerforelle
Mit der Trockenfliege auf Meerforelle
Hallo MeFo-Gemeinde,
folgende Frage würde ich gerne einmal zur Diskussion stellen:
Hat schon einmal jemand mit der Trockenfliege an der Küste auf Meerforellen geangelt? Angeblich soll es - zumindest wenn man diversen Büchern glaubt - im Spätsommer erfolgreich sein. Und zwar dann, wenn die Felder abgemäht und die Tierchen durch ablandigen Wind aufs Wasser geweht werden. Ich selbst habe solche Bedingungen noch nicht erlebt und stehe etwas ratlos vor dieser Herausforderung.
Mich würden insbesondere folgende Informationen interessieren:
1. Mit welchem Gerät zieht ihr los? 5/6er-Rute mit recht feinem Vorfach? (Ich denke, eine kleine Trockenfliege an einer 7er oder sogar 8er Rute sauber zu präsentieren ist nicht wirklich einfach).
2. Wartet ihr, bis sich Fische in dieser Gegend einstellen oder fischt ihr aufs "Geratewohl"?
3. Wie zieht ihr die Aufmerksamkeit der Forelle auf eure Fliege? Wird leicht mit der Rutenspitze gewippt oder wird eine gesichtete Forelle angeworfen und der Rest ergibt sich (oder auch nicht)?
Vielleicht kann von euch einfach einmal jemand ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.
Mir selbst ist diese Methode gänzlich unbekannt, gerne würde ich aber ein wenig mehr über diese Art des Fischens erfahren.
Gruß, Arnd
folgende Frage würde ich gerne einmal zur Diskussion stellen:
Hat schon einmal jemand mit der Trockenfliege an der Küste auf Meerforellen geangelt? Angeblich soll es - zumindest wenn man diversen Büchern glaubt - im Spätsommer erfolgreich sein. Und zwar dann, wenn die Felder abgemäht und die Tierchen durch ablandigen Wind aufs Wasser geweht werden. Ich selbst habe solche Bedingungen noch nicht erlebt und stehe etwas ratlos vor dieser Herausforderung.
Mich würden insbesondere folgende Informationen interessieren:
1. Mit welchem Gerät zieht ihr los? 5/6er-Rute mit recht feinem Vorfach? (Ich denke, eine kleine Trockenfliege an einer 7er oder sogar 8er Rute sauber zu präsentieren ist nicht wirklich einfach).
2. Wartet ihr, bis sich Fische in dieser Gegend einstellen oder fischt ihr aufs "Geratewohl"?
3. Wie zieht ihr die Aufmerksamkeit der Forelle auf eure Fliege? Wird leicht mit der Rutenspitze gewippt oder wird eine gesichtete Forelle angeworfen und der Rest ergibt sich (oder auch nicht)?
Vielleicht kann von euch einfach einmal jemand ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.
Mir selbst ist diese Methode gänzlich unbekannt, gerne würde ich aber ein wenig mehr über diese Art des Fischens erfahren.
Gruß, Arnd
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Hallo Arndt,
habe ich auch noch nicht gemacht. Jedoch schon eine MF gehabt, die den ganzen Magen voll Weissdornfliegen hatte. Der Busch wo die Tierchen saßen stand auf der "Steilküste". Ich denke es geht, wenn die MF nach der Flugnahrung steigen. Eine 10 er schwarze Hechelfliege müßte gehen, würde ich dann an 20er Spitze fischen. Ich denke jedoch, dass die MF auch andere Nahrung nehmen würde.
Viele Grüße
Fjorden
habe ich auch noch nicht gemacht. Jedoch schon eine MF gehabt, die den ganzen Magen voll Weissdornfliegen hatte. Der Busch wo die Tierchen saßen stand auf der "Steilküste". Ich denke es geht, wenn die MF nach der Flugnahrung steigen. Eine 10 er schwarze Hechelfliege müßte gehen, würde ich dann an 20er Spitze fischen. Ich denke jedoch, dass die MF auch andere Nahrung nehmen würde.
Viele Grüße
Fjorden
Hallo,
ob man so große Meerforellen fangen kann weiß ich nicht, aber kleinere schon, auch wenns mit konventionellen Mitteln sicherlich einfacher ist. Einfach mal ne Trockenfliege in dir Dose packen, auf sehr ruhige Bedingungen warten, am besten irgendwie am Fjord oder so. Und wenn dann die Mefos nah an der Oberfläche sind (Ring, kleiner Schwall) einfach mal anwerfen...
Viel Erfolg
Gruß
M
ob man so große Meerforellen fangen kann weiß ich nicht, aber kleinere schon, auch wenns mit konventionellen Mitteln sicherlich einfacher ist. Einfach mal ne Trockenfliege in dir Dose packen, auf sehr ruhige Bedingungen warten, am besten irgendwie am Fjord oder so. Und wenn dann die Mefos nah an der Oberfläche sind (Ring, kleiner Schwall) einfach mal anwerfen...
Viel Erfolg
Gruß
M
- Thomas090883
- Pääääng und wieder die Fliege in der Mütze

- Beiträge: 830
- Registriert: 17.11.2008, 19:11
- Wohnort: Nähe Hamburg
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Moin,
also ich denke..wirklich Sinn macht es nur, wenn man auch Meerforellen steigen sieht...blindlinks eine Trockenfliege in den Teich zu werfen ist eher unproduktiv.
Ich hab es auch schon erlebt, dass sich die Forellen Fluginsekten von der Wasseroberfläche schnappen...letztes Jahr waren es diese komischen "Ameisen" mit Flügeln..die waren ja zeitweise ne richtige Plage..und auch Marienkäfer konnte ich schon im Magen finden.
Wenn die Bedingungen für die Trockenfliege passen, würde ich auch eher zu einer 5-6er Rute greifen.
Große Fische wird man zu der Zeit wohl selten erwischen.
Ein Versuch ist es allemal wert.
Gruß Thomas
also ich denke..wirklich Sinn macht es nur, wenn man auch Meerforellen steigen sieht...blindlinks eine Trockenfliege in den Teich zu werfen ist eher unproduktiv.
Ich hab es auch schon erlebt, dass sich die Forellen Fluginsekten von der Wasseroberfläche schnappen...letztes Jahr waren es diese komischen "Ameisen" mit Flügeln..die waren ja zeitweise ne richtige Plage..und auch Marienkäfer konnte ich schon im Magen finden.
Wenn die Bedingungen für die Trockenfliege passen, würde ich auch eher zu einer 5-6er Rute greifen.
Große Fische wird man zu der Zeit wohl selten erwischen.
Ein Versuch ist es allemal wert.
Gruß Thomas
- Van de Koehn

- Beiträge: 33
- Registriert: 15.05.2011, 10:28
- Wohnort: Hamburg
Moin,
ich glaube das es zu der bestimmten Zeit (wie du gesagt hast, wenn die Felder gemäht werden) sehr gut mit Trockenfliege klappen könnte.
Ich habe zwar nicht viel Erfahrung, habe aber von meinem Cousin auch schon davon gehört. Probieren sollte man es aufjedenfall einmal.
Viele Grüße
Steffen
ich glaube das es zu der bestimmten Zeit (wie du gesagt hast, wenn die Felder gemäht werden) sehr gut mit Trockenfliege klappen könnte.
Ich habe zwar nicht viel Erfahrung, habe aber von meinem Cousin auch schon davon gehört. Probieren sollte man es aufjedenfall einmal.
Viele Grüße
Steffen
Beste Grüße
Steffen
Steffen
-
Ostsee-Silber
Hallo Arnd, zuerst einmal würde ich kaum gezielt das Gerät für den Einsatz der Trockenfliege abstimmen, es gibt solche Situationen häufiger, als man denken mag, doch man muss sie auch erkennen können.
An Ecken mit Süßwassereinstrom kann man solchen Situationen am Häufigsten begegnen, da muss man dann fast ebenso wie am Bach reagieren und etwas Entomologie betreiben. Wer regelmäßig an Auen und Bächen auf Meerforellen fischt, wird um eine Trockenfliege kaum herum kommen, am Strand entscheiden neben dem Wetter besonders der Uferbewuchs und die Windrichtung, ein Waldrand oder natürlich gerade jetzt die angrenzenden Rapsfelder und auch der Weißdorn.
Es gibt wie auch im Süßwasser einige Höhepunkte im Jahr an der Küste, die ich leider viel zu oft versäume, da passiert es wie beim Schwärmen der Borstenwürmer, dass die Meerforellen an vielen Plätzen bei meist ablandigem Wind selektiv die kleinen Trockenfliegen einschlürfen und entgegen einiger anderer Stimmen verscheucht man diese Fische meist mit dem Präsentieren einer großen Fliege oder, im Optimalfalle, die Fische ignorieren die „falsche“ Fliege, bleiben weiter am Platz und schlürfen weiterhin die kleinen Insekten ein. Im sehr ruhigen Flachwasser umherziehende Fische lassen sich manchmal schön auf Sicht mit einer Trockenen befischen und auch fangen, wenn auch solche Traumsituationen sehr selten sind.
Viele Insekten an „angesüssten“ Küstenplätzen schwärmen nur an einem bestimmten Tag und auch nur für kurze Zeit. Die Meerforellen müssen dies erst einmal bemerken und sich dann auch verraten, damit wir eine solche Situation bemerken können.
Kurzum, gezielt mit Trockenfliegengerät ans Wasser zu gehen, macht selten Sinn, es sei denn, man erkennt eine solche Situation beispielsweise beim Blick vor dem Fischen von der Steilküste. Ich habe seit ein paar Jahren generell rund ums Jahr Trockenfliegen dabei und dazu drei Vorfächer, die aus schwimmender Stroft selbstgeknotet sind, 4 Meter lang mit 18er Spitze und noch eine kleine Spule 16er, um eventuell schnell das Vorfach verlängern zu können. Dieses Vorfach kommt schlichtweg an den Schusskopf und auch wenn das wie mit Kanonen auf Spatzen klingt, es hat schon oft geklappt und mir zu bisher 72 Einträgen ins Fangbuch mit den kleinen Trockenfliegen verholfen, nicht selten auch gerade wegen der Reichweite des Schusskopfes. Dabei waren Fische, die sogar Wespen im Magen hatten und sofort wurden ein paar BVB-Fliegen gebunden, die aber noch nicht punkten konnten, aber „haben“ ist ja auch gut.
Neben den eingangs genannten Bereichen an der Küste mit Süßwassereinstrom kann man die Bedingungen für eine Trockenfliege besonders auch an geschützten Bereichen finden, deren Ufer mit Schilf bewachsen sind. Uns allen dürfte wohl die Genner Bucht ein Begriff sein, sie süßt zur Schutzzone hin immer weiter aus, so dass es dort sogar Libellenlarven gibt. Köcherfliegenlarven habe ich dort auch schon entdeckt, aber erst zwei Stück. Weiterhin bietet der Wald eine Vielzahl von weiteren Insekten, Mücken, Käfer, Motten, Falter, Wespen und eine Reihe mehr.
Das Problem ist es, nun die Situation zu erkennen, die richtige Fliege zu finden, diese gezielt einzusetzen und zu präsentieren und mit etwas Glück fängt man seine Meerforelle auf Trockenfliege, das ist Fliegenfischen pur am großen Wasser. Nebenbei bemerkt klappen auch manchmal kleine Nymphen wie eine Pheasant Tail, aber da muss schon so Einiges passen.
Zu Beginn meiner Versuche mit den Trockenfliegen, ich hatte schon erlebt, wie Aik zum Beispiel mit einer kleinen geflügelten Ameise gefangen hatte oder Kystefisker mit einer trockenfliegenartigen Fliege sogar Meeräschen, oder dieses eine mal, als zwei erfahrene Fischer einen Trupp Meerforellen mit Garnelen erfolglos beharkten und nur meine kleine Trockenfliege dazwischen fing, beim ersten Wurf, suchte ich nach einem Muster, welches viele Insekten imitieren könnte und einfach bei schlürfenden Forellen ins Schema passen könnte.
Etwas Werbung am Rande, aber die machen auch einfach klasse Fliegen, wer kaufen möchte, schaut mal nach Gilchrist in der Bucht. Ich hoffe, das ist ok, denn einige Fliegen davon haben so einige meiner Meerforellen auf dem Konto. Und Trockenfliegen binde ich nicht so gerne.
Die optimalen Fliegen für viele Situationen sind die Black Gnat und Griffith Gnat, weiterhin haben bei mir schon Midges gefangen und auch Eintagsfliegen. Dazu kommt zur Rapsblüte der Rapskäfer, blüht der Weißdorn ist die Bibio häufig im Wasser, im Juli und August kommen oft große Käfer aus Waldgebieten aufs Wasser, die geflügelten Ameisen zum Hochzeitstag sind nicht zu unterschätzen und ansonsten einfach mal die Augen aufhalten, was beim Waten so an Insekten vorbei schwimmt.
Anbei noch zwei meiner Muster, an denen „Schuppen kleben“ und ein Blick in die Fliegengalerie unter „sonstige Fliegen“ lohnt sich auch. Robust genug für kleine Trockenfliegen im Salzwasser empfinde ich den Kamasan B 170 in # 10 (Landinsekten, Käfer), 12 + 14 für die Black Gnat und als 16er für kleine Rapskäferchen, ist aber alles nur meine Meinung.
An Ecken mit Süßwassereinstrom kann man solchen Situationen am Häufigsten begegnen, da muss man dann fast ebenso wie am Bach reagieren und etwas Entomologie betreiben. Wer regelmäßig an Auen und Bächen auf Meerforellen fischt, wird um eine Trockenfliege kaum herum kommen, am Strand entscheiden neben dem Wetter besonders der Uferbewuchs und die Windrichtung, ein Waldrand oder natürlich gerade jetzt die angrenzenden Rapsfelder und auch der Weißdorn.
Es gibt wie auch im Süßwasser einige Höhepunkte im Jahr an der Küste, die ich leider viel zu oft versäume, da passiert es wie beim Schwärmen der Borstenwürmer, dass die Meerforellen an vielen Plätzen bei meist ablandigem Wind selektiv die kleinen Trockenfliegen einschlürfen und entgegen einiger anderer Stimmen verscheucht man diese Fische meist mit dem Präsentieren einer großen Fliege oder, im Optimalfalle, die Fische ignorieren die „falsche“ Fliege, bleiben weiter am Platz und schlürfen weiterhin die kleinen Insekten ein. Im sehr ruhigen Flachwasser umherziehende Fische lassen sich manchmal schön auf Sicht mit einer Trockenen befischen und auch fangen, wenn auch solche Traumsituationen sehr selten sind.
Viele Insekten an „angesüssten“ Küstenplätzen schwärmen nur an einem bestimmten Tag und auch nur für kurze Zeit. Die Meerforellen müssen dies erst einmal bemerken und sich dann auch verraten, damit wir eine solche Situation bemerken können.
Kurzum, gezielt mit Trockenfliegengerät ans Wasser zu gehen, macht selten Sinn, es sei denn, man erkennt eine solche Situation beispielsweise beim Blick vor dem Fischen von der Steilküste. Ich habe seit ein paar Jahren generell rund ums Jahr Trockenfliegen dabei und dazu drei Vorfächer, die aus schwimmender Stroft selbstgeknotet sind, 4 Meter lang mit 18er Spitze und noch eine kleine Spule 16er, um eventuell schnell das Vorfach verlängern zu können. Dieses Vorfach kommt schlichtweg an den Schusskopf und auch wenn das wie mit Kanonen auf Spatzen klingt, es hat schon oft geklappt und mir zu bisher 72 Einträgen ins Fangbuch mit den kleinen Trockenfliegen verholfen, nicht selten auch gerade wegen der Reichweite des Schusskopfes. Dabei waren Fische, die sogar Wespen im Magen hatten und sofort wurden ein paar BVB-Fliegen gebunden, die aber noch nicht punkten konnten, aber „haben“ ist ja auch gut.
Neben den eingangs genannten Bereichen an der Küste mit Süßwassereinstrom kann man die Bedingungen für eine Trockenfliege besonders auch an geschützten Bereichen finden, deren Ufer mit Schilf bewachsen sind. Uns allen dürfte wohl die Genner Bucht ein Begriff sein, sie süßt zur Schutzzone hin immer weiter aus, so dass es dort sogar Libellenlarven gibt. Köcherfliegenlarven habe ich dort auch schon entdeckt, aber erst zwei Stück. Weiterhin bietet der Wald eine Vielzahl von weiteren Insekten, Mücken, Käfer, Motten, Falter, Wespen und eine Reihe mehr.
Das Problem ist es, nun die Situation zu erkennen, die richtige Fliege zu finden, diese gezielt einzusetzen und zu präsentieren und mit etwas Glück fängt man seine Meerforelle auf Trockenfliege, das ist Fliegenfischen pur am großen Wasser. Nebenbei bemerkt klappen auch manchmal kleine Nymphen wie eine Pheasant Tail, aber da muss schon so Einiges passen.
Zu Beginn meiner Versuche mit den Trockenfliegen, ich hatte schon erlebt, wie Aik zum Beispiel mit einer kleinen geflügelten Ameise gefangen hatte oder Kystefisker mit einer trockenfliegenartigen Fliege sogar Meeräschen, oder dieses eine mal, als zwei erfahrene Fischer einen Trupp Meerforellen mit Garnelen erfolglos beharkten und nur meine kleine Trockenfliege dazwischen fing, beim ersten Wurf, suchte ich nach einem Muster, welches viele Insekten imitieren könnte und einfach bei schlürfenden Forellen ins Schema passen könnte.
Etwas Werbung am Rande, aber die machen auch einfach klasse Fliegen, wer kaufen möchte, schaut mal nach Gilchrist in der Bucht. Ich hoffe, das ist ok, denn einige Fliegen davon haben so einige meiner Meerforellen auf dem Konto. Und Trockenfliegen binde ich nicht so gerne.
Die optimalen Fliegen für viele Situationen sind die Black Gnat und Griffith Gnat, weiterhin haben bei mir schon Midges gefangen und auch Eintagsfliegen. Dazu kommt zur Rapsblüte der Rapskäfer, blüht der Weißdorn ist die Bibio häufig im Wasser, im Juli und August kommen oft große Käfer aus Waldgebieten aufs Wasser, die geflügelten Ameisen zum Hochzeitstag sind nicht zu unterschätzen und ansonsten einfach mal die Augen aufhalten, was beim Waten so an Insekten vorbei schwimmt.
Anbei noch zwei meiner Muster, an denen „Schuppen kleben“ und ein Blick in die Fliegengalerie unter „sonstige Fliegen“ lohnt sich auch. Robust genug für kleine Trockenfliegen im Salzwasser empfinde ich den Kamasan B 170 in # 10 (Landinsekten, Käfer), 12 + 14 für die Black Gnat und als 16er für kleine Rapskäferchen, ist aber alles nur meine Meinung.
- Ralph Hertling
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Außer Garnelen ging da auch alles andere überhaupt gar nicht, nullkommanullgarnix!!!!!!!!!!!! Ich hatte die gesamte Box durch und die Fische buckelten weiter in der Morgensonne. Aber keine der Zicken hat sich für unsere "großen" Fliegen interessiert.Ostsee-Silber hat geschrieben: ......................., oder dieses eine mal, als zwei erfahrene Fischer einen Trupp Meerforellen mit Garnelen erfolglos beharkten und....................
Der Binneländer hat die ganze Szene vom Ufer aus beobachtet, Vorfach gewechselt und gefragt ob er zwischen uns fischen darf. Na klar, sind ja Kumpels....
Und dann und zuppelt dieser Binnenländer zwischen uns beiden Frustrierten zwei schöne Forellen raus!
Seitdem hab ich immer ein paar Trockene in der Box!
TL Bull
alias Peter
Wat mut, dat mut!!!
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Re: Mit der Trockenfliege auf Meerforelle
Hallo Arnd,Arnd hat geschrieben: ..... folgende Frage würde ich gerne einmal zur Diskussion stellen:
Hat schon einmal jemand mit der Trockenfliege an der Küste auf Meerforellen geangelt.
Mich würden insbesondere folgende Informationen interessieren:
1. Mit welchem Gerät zieht ihr los? 5/6er-Rute mit recht feinem Vorfach? (Ich denke, eine kleine Trockenfliege an einer 7er oder sogar 8er Rute sauber zu präsentieren ist nicht wirklich einfach).
2. Wartet ihr, bis sich Fische in dieser Gegend einstellen oder fischt ihr aufs "Geratewohl"?
3. Wie zieht ihr die Aufmerksamkeit der Forelle auf eure Fliege? Wird leicht mit der Rutenspitze gewippt oder wird eine gesichtete Forelle angeworfen und der Rest ergibt sich (oder auch nicht)?
klar nehmen auch Meerforellen an der Oberfläche treibende Insekten als Nahrung auf, manchmal bei Massenangebot schlagen sie sich den Bauch damit voll. Im Frühjahr gibt es, wie auch wieder in diesem Jahr, an manchen Stränden große Mengen auf's Wasser gewehte oder beim Kopulieren abgestürzte Märzfliegen, auch viele Wiesenschnaken und Käfer habe ich treiben sehen. Nur Fische waren nicht vor Ort, deshalb blieben auch die Imitationen in der Dose.
Zu 1. Das Gerät wechsele ich nicht, z.Z. benutze ich eine 3,55 m lange Zweihand mit etwa 22 g Wurfgewicht mit einem Schusskopf aus 10er Schwimmschnur und verwende bei kleinen Fliegenmustern 21er Tippets statt der sonst angeknüpften 25er Spitze.
Zu 2. Ich fische mit dem Futter, von dem ich annehme, dass die Fische daran interessiert sind, also am häufigsten mit Shrimpnachbildungen oder speziell im Frühjahr zur Paarungszeit mit Tangläufern und wechsele wenn ich bemerke, dass sie hinter etwas her sind. In diesem Jahr habe ich nur 3 Meerforellen gefangen, alle drei mit Stichlingnachbildungen, weil sie diese gejagt haben und gefangene diese auch in den Bäuchen hatten. An die Srimps gingen nur zwei untermassige Mefos, Hornfische und zwei Schollen.
Zu 3. Meine "Trockenen" sinken wie die toten Insekten in die Oberfläche, ich halte nur die Schnur gestreckt um Kontakt zu haben und ziehe sie nach und nach langsam ein Stück ein, wie bei der Fischerei in Stillgewässern, genauso wie man auch Tangläufer fischt.
Hier wurde schon eine ganze Menge an Erfahrungen gepostet, kleine dunkle Fliegenmuster sollte man im Frühjahr für solche Stunden immer dabei haben, auch in Schnaken- oder Bienengröße.
Grüße an alle Vorposter mit der Hoffnung auf schnell wachsende Meerforellen (Einjährige waren häufig zu sehen) und bessere Fänge im nächsten Jahr.
Klaus
P.S. @Mirko: Ob die glänzenden etwa 5-6 mm großen Käfer wirklich Rapskäfer sind, weiß ich nicht, diese sind normal nur 2-3 mm groß.
-
Ostsee-Silber
Hallo Klaus, ich weiß es nicht genau und ein so kleiner Rapskäfer ist ziemlich schwierig zu imitieren, Tipps sind willkommen. Die Meeräschen stehen da manchmal so richtig drauf, ignorieren aber gern zu große Muster und ein 22er Häkchen wird eine 5 Kilo Multe kaum halten können, ich experimentiere noch mit dem "Rapskäfer am Haar".
Kleine dunkle Käfer gibt es ja unglaublich viele, anbei zwei Bilder einer Käferart, die am letzten Wochenende an der Flensburger Förde extrem häufig zu sehen war. Diese Tierchen waren etwa 1 cm lang und somit schon gut zu binden, nur die Gattung konnte ich noch nicht bestimmen, ist aber auch nicht wirklich wichtig.
Eine knubbelige Käferimitation aus Foam und Pfauengras mit ein paar Beinchen aus CDC oder schwarzem Reh ist für die wenigen Chancen schnell gebunden.
Kennt Jemand eventuell ein Buch über Insekten an der Küste oder sowas?
Kleine dunkle Käfer gibt es ja unglaublich viele, anbei zwei Bilder einer Käferart, die am letzten Wochenende an der Flensburger Förde extrem häufig zu sehen war. Diese Tierchen waren etwa 1 cm lang und somit schon gut zu binden, nur die Gattung konnte ich noch nicht bestimmen, ist aber auch nicht wirklich wichtig.
Eine knubbelige Käferimitation aus Foam und Pfauengras mit ein paar Beinchen aus CDC oder schwarzem Reh ist für die wenigen Chancen schnell gebunden.
Kennt Jemand eventuell ein Buch über Insekten an der Küste oder sowas?
Erst einmal besten Dank für die Infos. Es klingt alles sehr interessant und hilft enorm weiter. Ich sehe zumindest klarer und werde zukünftig sicherlich auch einige Trockenfliegen in der Box mitführen. Allein das Präsentieren einer Trockenfliege an einem 8er Schusskopf wird mein werferisches Können wohl überfordern. Immerhin habe ich jetzt einen plausiblen Grund auch noch die 6er Einhand mitzunehmen.
Gruß, Arnd
Gruß, Arnd
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also..
wahrscheinlich war es "dummenglück" vor drei jahren auf aerö im sommerurlaub, denn eigentlich wollte ich nur in der abenddämmerung auf einem stein stehen und etwas vor mich hin wedeln.
gleichwohl haben sich binnen kurzer zeit 2 endvierziger auf meine an der intermediate gefischte red tag gestürzt. beide hatten den magen bis an den rand mit gelb-schwarz gestreiften schwebfliegen gefüllt.
aber das war es dann auch schon für den urlaub. vielleicht war es einfach nur der momentane appetit auf etwas abwechslung.
gr
mf
gleichwohl haben sich binnen kurzer zeit 2 endvierziger auf meine an der intermediate gefischte red tag gestürzt. beide hatten den magen bis an den rand mit gelb-schwarz gestreiften schwebfliegen gefüllt.
aber das war es dann auch schon für den urlaub. vielleicht war es einfach nur der momentane appetit auf etwas abwechslung.
gr
mf
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- Registriert: 01.05.2009, 21:53
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Moin Arnd,Arnd hat geschrieben: Allein das Präsentieren einer Trockenfliege an einem 8er Schusskopf wird mein werferisches Können wohl überfordern. Immerhin habe ich jetzt einen plausiblen Grund auch noch die 6er Einhand mitzunehmen.![]()
das Argument und die daraus resultierende Schlussfolgerung erschließt sich mir nicht ganz. Bei mir ist die Präsentation weitgehend vom verwendeten Vorfach abhängig und nicht davon ob es eine 5er, 6er, 7er oder 8er Leine ist. Ich habe geschrieben, dass ich meine Schussköpfe für die Überkopffischerei aus den Endteilen von 10er DT-Leinen mache und ich habe keine Probleme damit, den Forellen auch kleinere Trockenfliegen vorzuwerfen. Probleme gibt's nur, wenn die Forellen zu nahe vor mir aktiv sind, da muss ich dann mit langer Rute und kurzer Schnur einhändig wedeln, schöner geht's wenn die Fische Abstand halten und 15 bis 30 m entfernt aktiv sind.
TL
Klaus


