Tobisfliege

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.
Benutzeravatar
Reverend Mefo
Sonntagspfarrer
...
Beiträge: 4667
Registriert: 12.03.2009, 20:44
Wohnort: Hundekackeallee

Tobisfliege

Beitrag von Reverend Mefo »

Hallo Leute,

Da der Winter nun offenbar doch wieder etwas länger wird und somit etwas Platz für Theorie sein sollte, möchte ich Euch erfahrenen Fliegenfischer mal eine Frage stellen, die mir schon seit einiger Zeit im Kopf herumspukt:

Wie strippt man am besten eine Tobisfliege ein?

Bislang kenne ich nur die gleichmäßigen Züge mit kurzen Stops und heftigen Zwischenfluchten, die aus meiner Taucherfahrung ganz gut zu Garnelen, Stichlingen und Grundeln passen und somit bei Magnus, Patte & Co passen.

Bei einer Tobisfliege gibt es m.E. aber keine Verwechslung mit anderen Beutetieren, und meine Erfahrung aus dem Spinnfischen sagt mir, dass z.B. der Stripper, Flash und Bornholmerpilen den Job ganz gut übernehmen. Diese werden ja auch schnell mit Torkelstops eingeholt und imitieren den Tobs auch durch leicht hektisches, gleichmäßiges Schlängeln (insbesondere der Stripper). Wie aber übertrage ich diese Erkenntnis auf eine Fliege, oder wie anders kommt man dem Beuteschema über die rein optische Imitation nahe?

Besten Dank im Voraus und TL,

Felix
Kann ich nicht beurteilen.
Müsste ich nackt sehen.
Benutzeravatar
Flo
...
Beiträge: 230
Registriert: 17.10.2009, 18:04
Wohnort: S-H

Beitrag von Flo »

Je schneller, je besser!


Wenn dich was jagt, dann läufst du auch so schnell du kannst, oder? :grin:

Aber die Tobis flüchten auch zum Grund um sich einzugraben, das ist mit der Fliege aber fast nicht möglich zu präsentieren, da sie so gut wie nichts wiegt.

Jedoch ist das eine Standardsituation beim Spinnfischen nämlich: Tempo und dann durchsacken lassen oder nur volle Pulle durch kurbeln. Geht beides gut….

Aber wie gesagt, bei der Fliege volles Tempo, das hat mir schon ordentlich Fisch gebracht!
Die Mefos sind eh schneller als fast jeder Köder! :wink:
Tight Lines Flo!

Facebook/ Instagram --> Flow Fishin
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Hallo Felix, zuerst kann ich Deinen Vergleich mit einem Blinker gut bestätigen, so bin ich auch mal an Tobisfliegen heran gegangen.

Mein Liebling war ein Eisele Eitz, schlank, lang, super zu werfen und fast alle Meerforellen, die ich damit fing, hatten auch Sandaale im Magen.

Flo kann ich jedoch nicht zustimmen, was die Umsetzung als Fliege betrifft. Schwer kann und muss so eine Fliege sein, also um 1 Gramm herum meine ich damit, da diese Fliege ja einige Eigenschaften eines Blinkers, aber besonders ein paar Verhaltensweisen eines Sandaals imitieren soll.

Die Frage, aus meiner Sicht, ist aber nicht die Art der Führung, sondern die jeweilige Situation zu deuten. Fange ich eine Meerforelle mit Tobis im Magen, wechsle ich noch lange nicht auf eine Sandaalfliege. Ich bin überzeugt, dass man die Meerforellen aktiv beim Sandaaljagen erwischen muss, sonst wirds eine Suche im Heuhaufen und eine Garnele fängt da besser.

Folgende Situationen würde ich da nennen wollen, erstens der auflandige Wind, der an der ersten Sandbank die Welle brechen lässt. Folge: die eingegrabenen Sandaale werden teils freigespült und suchen flink ein neues Versteck. In der Wanne vor der Sandbank warten die Meerforellen auf genau diesen Moment und die passende Fliege dazu sollte die Silhuette haben, die Form und Größe also, sowie ein Streben nach unten aufweisen, also Gewicht am Köpfchen. Mit der Welle werden auch Würmer und anderes Getier aus dem Sand gewaschen, eine gute Strategie für kalte Wintertage, wenn in den Wannen wenig Leben ist, aber es bedeutet werfen in den Wind.

Eine zweite Situation erlebt man oft im Herbst, vom Sommer verwöhnte, oft sehr gute Fische, durchstöbern Seegraswiesen und scheuchen einen Sandaal auf, oft sind dies die großen Sandaale um 20 cm, welchen die Meerforelle gezielt verfolgt, vielleicht sogar etwas mit ihm spielt und dann zuschlägt. Die Sandaale verstecken sich nämlich nicht nur im Sand, sondern auch gern im Seegras und manchmal auch im Tang.

Die Führungsweise für eine solche Situation ist anders, die Fliege muss ihre Silhuette zeigen und eher ruhig am Rande des Seegrases dahinziehen, auch gerne mal direkt über die Seegraswiese, denn die Forellen streifen mitten durchs Grün und reagieren gut auf Aktivität über ihnen. Diese Strategie gilt für den Herbst bei ruhigem Wetter und ebenso für das Fischen in der Nacht. Sandaale sind ja selbst Raubfische und lieben Mysiden, so führt die Schnitzeljagd früher oder später zur Forelle.

Der Sandaal im Seegras versucht sich nicht im Sand einzubuddeln, sondern bemüht sich, im Seegras zu verschwinden und die Forelle verfolgt ihn, bis an den Rand des Seegrases und wenn hier eine Sandfläche beginnt, schlägt sie zu. Der aus dem Seegras kommende Sandaal flüchtet fast immer ins flachere Wasser, also aufs Ufer zu.

Der leicht beschwerte Sandaal lockt zudem auch Meerforellen zum Angriff, die im Herbst im Seegras "dösend" rumliegen und eigentlich vollgefressen sind.

An der Sandbank hat meist der Spinnfischer mit dem richtigen Blinker die Nase vorn, im Seegras fängt die Fliege meist besser und kann auch über hoch stehendes Gras geführt werden.

Ich würde die Führung meiner Fliegen immer wieder danach ausrichten, einmal leicht, einmal schwer. Und ich würde den Sandaal eher dann fischen, wenn ich gute Ansatzpunkte hätte, wie eine gefangene Forelle mit Tobis im Magen, im Optimalfall. Solche Fliegen nenne ich für mich "Verdachts-Muster", ebenso wie eine Wurmfliege, die zur richtigen Zeit unschlagbar ist.

Und leider macht es oft wenig Sinn, selbst wenn man die aktive Jagd einer Forelle hinter einem Sandaal her beobachtet, auf eine Sandaalfliege zu wechseln. Bis wir den Knoten fertig haben, ist dieser Fisch meist schon weg. Oft genug erlebt. Dann heißt es Spurensuchen, woher kam die Forelle, wo war wohl der Sandaal? Und dann die Wahl der Fliege, schwer oder leicht.

Oft ist es aber die bessere Entscheidung, die Beobachtung zu geniessen und mit einer Garnele weiter zu fischen, finde ich zumindest.
Benutzeravatar
Reverend Mefo
Sonntagspfarrer
...
Beiträge: 4667
Registriert: 12.03.2009, 20:44
Wohnort: Hundekackeallee

Beitrag von Reverend Mefo »

Danke für die umfassende Antwort, Mirko! :wink:

Das mit dem Umtüddeln funzt auch beim Spinnfischen nicht immer schnell genug, oft ist die Jagd dann vorbei.
Kann ich nicht beurteilen.
Müsste ich nackt sehen.
Benutzeravatar
Bernd Ziesche
...
Beiträge: 3060
Registriert: 20.09.2006, 14:49
Wohnort: am Fischwasser
Kontaktdaten:

Re: Tobisfliege

Beitrag von Bernd Ziesche »

Reverend Mefo hat geschrieben:Wie strippt man am besten eine Tobisfliege ein?
Hallo Felix,
zu langsam.
Oder wie Claus Eriksen sagt: "Wenn Du überlegst, ob Du schnell genug einholst, bist Du noch zu langsam."
Beste Grüße
Bernd
www.first-cast.de
Fliegenfischerschule
Benutzeravatar
Flo
...
Beiträge: 230
Registriert: 17.10.2009, 18:04
Wohnort: S-H

Beitrag von Flo »

Ostsee-Silber hat geschrieben:Flo kann ich jedoch nicht zustimmen, was die Umsetzung als Fliege betrifft. Schwer kann und muss so eine Fliege sein, also um 1 Gramm herum meine ich damit, da diese Fliege ja einige Eigenschaften eines Blinkers, aber besonders ein paar Verhaltensweisen eines Sandaals imitieren soll.
Damit war auch die schnelle Flucht zum Grund oder ins Seegras gemeint oder willst du behauten das deine 1 Gramm Fliege schneller als ein 25 Gramm Snaps zum Grund sinkt?! :wink:
Tight Lines Flo!

Facebook/ Instagram --> Flow Fishin
Ostsee-Silber

Beitrag von Ostsee-Silber »

Hallo Flo, das meinte auf Deine Aussage:
Flo hat geschrieben:Aber die Tobis flüchten auch zum Grund um sich einzugraben, das ist mit der Fliege aber fast nicht möglich zu präsentieren, da sie so gut wie nichts wiegt.
1 Gramm ist natürlich nix im Vergleich zu einem Blinker, aber 1 Gramm ist am richtigen Vorfach mehr als ausreichend und somit mehr als nix.

In einer Situation wie zuvor beschrieben, an dieser Sandbank bei auflandigem Wind, testete ich mal einen Prototyp einer Sandaalfliege, sie war aus Mylar und hatte nur wenig Gewicht.

Geworfen, durchsacken lassen, zupf zupf, Biss. Und weg. Nochmal hingeworfen, selbiges Spiel, Biss und weg. Ich ergänzte ein Bleischrot, wieder selbiges Spiel. Noch ein Bleischrot, Biss, hängt. Das war wie auf Ansage, haben ein paar Jungs hier mitertlebt.

Dieser Prototyp war der Vorläufer meiner Sandaale aus Mylar, wie die Meerforelle einen Sandaal packt, war eine ergänzende Frage, deren Fazit sich in der Theorie hier unter Biologie und Wissen findet und nach dem Wiegen des Prototyps inklusive der Bleischrote hatte ich mein Gewicht und veränderte nur phasenweise den Aufbau, mal Mylar, mal Superhair und andere Dinge, die allesamt ihren Fisch fingen.

Einfach nur so schnell wies geht führen halte ich, obwohl von Bernd kommend, nicht immer für richtig.
Benutzeravatar
Flo
...
Beiträge: 230
Registriert: 17.10.2009, 18:04
Wohnort: S-H

Beitrag von Flo »

Das schon bissel Gewicht ran muss das weiß ich doch. :grin:
Es war der konkrete Vergleich mit dem Blinker. :wink:

Lg Flo
Benutzeravatar
Reverend Mefo
Sonntagspfarrer
...
Beiträge: 4667
Registriert: 12.03.2009, 20:44
Wohnort: Hundekackeallee

Re: Tobisfliege

Beitrag von Reverend Mefo »

Bernd Ziesche hat geschrieben: Hallo Felix,
zu langsam.
Oder wie Claus Eriksen sagt: "Wenn Du überlegst, ob Du schnell genug einholst, bist Du noch zu langsam."
Beste Grüße
Bernd
Auf Dich hatte ich gehofft ;) Erinner ich mich noch zu gut an das schöne Bild mit der fetten Silbernen und der dezent plazierten "Baltic Candy" im Hintergrund ;)

Also doch Rute unter den Arm klemmen und "Doppelzug" mit beiden Flossen :wink: ?

Was sagt denn da die Fraktion der spinnenden Falkfish Witch Verehrer, die die langsame Köderführung dieses Köders so liebt? Beim Spinnen können mir die Tobis gar nicht schwer (und somit schnell) genug sein ... am liebsten Bornhomlerpilen ;)
Kann ich nicht beurteilen.
Müsste ich nackt sehen.
Benutzeravatar
vazzquezz
...
Beiträge: 134
Registriert: 16.08.2006, 13:59
Kontaktdaten:

...

Beitrag von vazzquezz »

Ostsee-Silber hat geschrieben:... und hatte nur wenig Gewicht.

Geworfen, durchsacken lassen, zupf zupf, Biss. Und weg. Nochmal hingeworfen, selbiges Spiel, Biss und weg. Ich ergänzte ein Bleischrot, wieder selbiges Spiel. Noch ein Bleischrot, Biss, hängt...
Das ist zwar nicht schnell eingestrippt, aber im letzten Schritt schnellsinkend ... - ... und scheint damit der Schlüssel ! ;)

Denn schnell sinken tun Blinker auch!
Ostsee-Silber

Re: ...

Beitrag von Ostsee-Silber »

vazzquezz hat geschrieben:... und scheint damit der Schlüssel ! ;)
Zusammen mit einem gewissen Taumeln im Absinken wirds ein Schlüsselbund. ;)
Benutzeravatar
Fynn_sh
...
Beiträge: 1155
Registriert: 18.11.2005, 20:41
Wohnort: Schleswig

Beitrag von Fynn_sh »

Flo hat geschrieben:
Ostsee-Silber hat geschrieben:Flo kann ich jedoch nicht zustimmen, was die Umsetzung als Fliege betrifft. Schwer kann und muss so eine Fliege sein, also um 1 Gramm herum meine ich damit, da diese Fliege ja einige Eigenschaften eines Blinkers, aber besonders ein paar Verhaltensweisen eines Sandaals imitieren soll.
Damit war auch die schnelle Flucht zum Grund oder ins Seegras gemeint oder willst du behauten das deine 1 Gramm Fliege schneller als ein 25 Gramm Snaps zum Grund sinkt?! :wink:
Meine Fliege sinkt definitiv schneller zum Grund als ein 25gr Snaps!
Ich habe 2 Jahre lang so gut wie ausschließlich den 25gr Snaps gefischt und auch echt astrein damit gefangen.

Meine Erfahrung ist das der Snaps (vorallem der 25gr, der 20gr läuft lange nicht so genial) von den ewig langen Spinstops lebt ;)
Im Spinstop fängt der Snaps an sich zu drehen und geht nur im Zeitlupentempo Richtung Grund.
An gespannter Schnur braucht der Snaps locker 5sek :!: für einen Meter Wassertiefe.
Der Snaps ist ein sau geiler Blinker, keine Frage, allerdings alles andere als ein Sandaalimitat :!:

Nun zur eigentlichen Frage...
Ich strippe Sandaalimitate auch sehr sehr schnell ein.
Beim beidhändigen Einstrippen versuche ich aber immer darauf zu achten, nicht gleichmäßig zu werden.
Diese heftigen Beschleunigungsphasen + anschließendem Jigging-Effekt ist hier meiner Erfahrung nach der Schlüssel ;)
Fische im Frühjahr und Herbst bei warmen Wasser über 8°C eigentlich ausschließlich große Fliegen, die eine Sandaalsilhouette aufweisen. Da gabs gerade die letzten 2 Jahre ziemlich heftige Schlüsselerlebnisse, die mir sagen, dass diese Technik definitiv nicht die falsche ist :wink:
Wind ist nur ein mentales Problem! (H. Mortensen)
:ironie:
Benutzeravatar
janw
...
Beiträge: 2963
Registriert: 22.10.2008, 21:55
Wohnort: Travemünde

Re: ...

Beitrag von janw »

Ostsee-Silber hat geschrieben:
vazzquezz hat geschrieben:... und scheint damit der Schlüssel ! ;)
Zusammen mit einem gewissen Taumeln im Absinken wirds ein Schlüsselbund. ;)

..... :lol: :lol: :lol: sehr schön. :+++:

:wink:
LG Jan
marmoratalover
...
Beiträge: 139
Registriert: 02.02.2009, 12:30
Wohnort: Department City

Beitrag von marmoratalover »

Hi allerseits,

kann die umfassende Ausführung von Mirko nur bestätigen, auch was die Kategorie "Verdachtsfliege" angeht. Hatte 2010 mein erstes Sommererlebnis in Dänemark, fast täglich (leider meist weit draußen) raubende MeFos und tlw. rausspringende und recht große Tobis geniessen können, hatte aber auch eine Stelle, wo sich das Spektakel regelmäßig in Fliegenwurfweite abgespielt hatte und insofern wurde dieser Spot kurzfristig zum Ausprobieren verschiedener Fliegen und Einholgeschwindigkeiten erklärt ("bin ja noch in der Ausbildung" :oops ).

Kurzum war die damalige Erkenntnis, dass während des aktiven Raubens sämtliche andere Fliegen völlig ignoriert worden sind. Immerhin hat eine sehr schnell eingeholte (sah etwas peinlich aus :lol: , hat aber zum Glück niemand beobachtet) Garnele einige Nachläufer gebracht, obwohl es sicherlich nicht der Sinn ist eine Garnele so zu präsentieren. Auch die üblichen Tobisfliegen brachten, wie Mirko es schon erwähnte, nur Verfolger oder nicht verwertbare Anfasser. Nach 3 vergeblichen Versuchen verpaßte ich einer von meinen Tobis(Mylar)fliegen etwas Auftriebsmaterial am Öhr mit einer kleinen über dem Öhr liegenden Überlappung, so dass dieser Tobis nach oben ausreißt und kräftig an der Oberfläche furcht. Diese kleine Variante hat mir dann glücklicherweise 2 Tages- und 1 Nachtfisch von 44, 49 und 55cm gebracht.

Toller Hinweis von Mirko auf den Thread "wie die MeFo wohl einen Tobis packt"; ich konnte an dieser Stelle nämlich die MeFos bei meinem Abgang nochmal genüsslich von der Steilwand beobachten und sehen, dass sie nicht nur recht fix unterwegs waren, sondern auch sehr knapp unter der Wasseroberfläche geschwommen sind. Ich habe dies auch bei Zandern einige Male beobachten können und mich gewundert, warum meine Standardköder (Gummi, Wobbler) für diese Situation völlig versagten. Einzig ein kaputter (abgebrochene Tauchschaufel) Rappala Einteiler hatte mit einmal einen Oberflächenzander an die Rute gezaubert. Des Weiteren war auch hier bemerkenswert, wie schnell die Zander hierbei unterwegs waren (die Ukeleischwärme habens gezeigt). Meiner Meinung nach packen beide Fischarten ihre Beute am liebsten von unten nach oben oder horizontal. Bei Zander weiß ich weiterhin, dass ihm der Körperangriffspunkt (Schwanz, Seite oder Kopf) ziemlich egal ist. Vielleicht muss daher, wenn die MeFo sehr oberflächennah auf Raub unterwegs ist, die Tobifliege nicht nur schnell sein, sondern sich (am besten) noch oberflächlicher bewegen, und etwas Lärm (evtl. flüchtende Fische) scheint in solchen Situationen die MeFos eher anzuheizen.

Aber, wie Mirko schon sagte, ein rein situationsbedingter Fliegen(wahl)erfolg, aber ich werde in Zukunft für diese Jahreszeit immer eine nach oben flüchtende, radaumachende (furchende) Tobisimitation dabei haben (Gewicht eher hinten, vorn etwas hartes Schaumstoff).

TL für den Saisonbeginn 2011
Chris :wink:
I´ve been looking for f... äh ...seatrout !!!
Benutzeravatar
Reverend Mefo
Sonntagspfarrer
...
Beiträge: 4667
Registriert: 12.03.2009, 20:44
Wohnort: Hundekackeallee

Beitrag von Reverend Mefo »

Ich freue mich, dass das Thema hier so viele gute Anregungen bringt! Jeder kennt wohl die Situation, wenn plötzlich draußen das Wasser birst und diverse flüchtende Tobis das Beuteschema der (oft großen) Verfolger klar erkennen lässt. Und nicht jeder von uns hat dann immer eine Spinne mit geeignetem Blech dabei, und rein gefühlt würde ich dann auch versuchen, die Mücke schnell umzubauen.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich solche Verfolgungsjagden an meinen Lieblingsplätzen sehr oft außerhalb der Fliegenwurfweiten beobachten konnte (und teilweise auch jenseits der Blechgrenze :( ) Aber darum sollte es hier ja auch nicht gehen ;)
Kann ich nicht beurteilen.
Müsste ich nackt sehen.
Antworten