nach den letzten Malen Fischen macht sich bei mir langsam einige persönliche Erkenntnisse breit. Sicher ist das alles nicht wirklich neu, aber für mich als 2-3x/Jahr Ostsee-Pilger wird da langsam ein System draus.
Also erstmal Prämisse:
Ich fischen blind, also werfe nicht Fischen an die ich sehe.
Nämlich
1. bei 80% der Fische läuft es wie oben beschrieben. Werfen, Ablegen 2-3x Strippen Biss.
2. das passiert selten bei kurzen Würfen.
3. bei weiten Würfen selten Fische "auf halber" Strecke des Einstrippens
4. Nachläufer die ich sehen, also die bis zu mir folgen beissen höchst selten
Was schließe ich nun daraus:
zu 1. : die Fliege landet im Aufmerksamkeitsbereich des Fischen. Das Plumps macht neugierig und lockt an. Aus Sicht des Fisches: spüren oder sehen, umdrehen, hinschwimmen, schnappen.
zu 2. : Für kurze Würfe 10-15m habe ich die Fische bereits vor dem Werfen verscheucht/bzw. den Appetit verdorben (spezielle beim Waten)
zu 3. : Fische auf "halber" Strecke habe ich überworfen, siehe wie zu 2. . Außendem, wenn Fische lange hinterherlaufen haben sie zu viel Zeit zum Gucken. Ergo, Neugier ja, Beißmotivation nein.
zu 4. : siehe wie zu 3.
Was lerne ich draus:
-kurze Würfe lohnen nicht wirklich
-Vorfach immer (!!) gestreckt ablegen (lieber Schnur anbremsen, als einfach Schiessenlassen, auch wenn's 3m kostet)
-auf den letzten Metern voll beschleunigen, um vielleicht noch einen Beißreflex auszulösen
Stimmt's, oder stimmts nicht
Oder anders gefragt: Ist das den Versuch Wert?
Grüße
Uwe








