In letzter Zeit höre und lese ich häufiger, dass wir einen Trend zu leichten Schnurklassen an der Küste haben.
Als ich vor einigen Jahren das erste Mal von großen Fliegen bei der Küstenfischerei schrieb, hagelte es protestierende Leserbriefe, während ich heute immer mehr größere und deutlich beschwerte Fliegen in den Boxen entlang der Küste sehe.
Diese beiden Trends wären absolut gegenläufig und unlogisch.
Meiner Einschätzung nach verwenden die meisten Küstenfischer Schnurklasse 7 und 8 bzw. Schußköpfe von 17 - 20 Gramm. Regelmäßig treffe ich auch auf Schußköpfe, die noch darüber liegen.
Wenn man nun eine solche Schnur mit einer Rute fischt, auf der eine Schnurklassenempfehlung "AFTMA 6" aufgedruckt ist, bedeutet dies nicht, man fischt mit Schnurklasse 6. Man verwendet immernoch die Schnurklasse 8 in Verbindung mit einer passenden Rute, für die nur eine Empfehlung für eine bestimmte (oft andere) Anwendung vorgesehen wurde.
Insofern haben wir vielleicht öfters Ruten mit Aufdruck "AFTMA 6" entlang der Küste... nicht aber haben wir tatsächlich einen Trend zu leichteren Schnurklassen!?
Oder verwendet Ihr zunehmend Schnurklasse 5 oder 6 auf Meerforelle?
Gruß
Bernd








