Nach Skagen fragen

Eines der Lieblings Urlaubs- und Angelländer der Deutschen. Neben den dänischen Küsten sind Auen und Flüsse die Hauptanziehung von Spin- und Fliegenfischern. Lest hier, was man in Dänemark erleben kann.
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OnnY
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von OnnY »

Sehr schön Toby..... :+++: :+++:
Gruss Andreas
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Ned Flanders
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Ned Flanders »

Moin Männers,

Danke für die netten Worte, da schreibt man doch gerne weiter.
Zu den Gulps: Ich traue denen auch nicht, Fische gefangen habe ich damit tatsächlich auch nur, wenn der Köder auf Grund langsam in Bewegung war. Also auswerfen, auf Grund sinken lassen, und dann gaaanz Piano über den Sand ranschleifen.
Und ja, die Kopflosen sind Petermännchen, die giftig sind. Aber mit Vorsicht und einem robustem Arbeitshandschuh geht das. Drei Stacheln sind das Problem, der erste auf dem Rücken und zwei hinter den Kiemen. Daher schneide ich immer flott den erweiterten Kof ab. Abgesehen davon sind die Giftspritzen wirklich lecker, besonders in der Suppe.

Heute morgen habe ich mich gegen 4.30 Uhr zum Flüsschen aufgemacht. In den letzten Nächten hat es hier oben kräftigst gemeimelt, dicke Pfützen auf dem Weg. Am Fischerparkplatz war kein Wagen, die Å hatte kräftig zugenommen - locker 50, eher 75 cm höher. Das Wasser, zuletzt teefarben, war nun kaffebraun, viel Gesträuch trieb flussab, sah eher ungut aus. Und war es dann auch. Nach zwei Stunden ohne Fisch-Zupfer, dafür entschädigt durch einen phantastischen Himmel, habe ich abgebrochen und bin heim zur Familie.

Jetzt die Fragen an die erfahreneren Auenfischer, vielleicht könnt ihr mir helfen:
Geht ihr bei amtlichen Hochwasser an euer Gewässer?
Fangt ihr dann oder ist das vergebene Liebesmüh?
Stellt ihr die Fischerei irgendwie um?

Zwar scheint im Moment die Sonne, aber das der Wasserstand großartig fällt, wäre bei der gegenwärtigen Wetterprognose eher überrraschend.

TL,
Tobi
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Stephen
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Stephen »

moin tobi,
ein experte für die flussfischerei bei hochwasser bin ich nicht. :grin:
im allgemeinen gilt doch ein steigender pegel als günstig für den aufstieg "frischer" fische. im speziellen für die uggerby å würde ich mich jetzt auf den bereich bei der weißen brücke kurz vor der mündung konzentrieren.da ist der fluß tief & breit, es strömt etwas gemächlicher und alles was aus der nordsee kommt, muss da vorbei.
die dänischen kollegen greifen bei diesen verhältnissen gerne zu einem 3er/4er spinner oder zu fluofarbenen wobblern.

:wink: , stephen
it's no fun...
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Fischers Fritz
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Fischers Fritz »

Und ja, die Kopflosen sind Petermännchen, die giftig sind. Aber mit Vorsicht und einem robustem Arbeitshandschuh geht das. Drei Stacheln sind das Problem, der erste auf dem Rücken und zwei hinter den Kiemen. Daher schneide ich immer flott den erweiterten Kof ab. Abgesehen davon sind die Giftspritzen wirklich lecker, besonders in der Suppe.
Danke für die Info.

Muss man dann aufpassen, dass von dem Gift nichts im Fisch bleibt, oder ist das bei den Petermännchen nicht schlimm? Das ist ja beim Kugelfisch der kritische Punkt, wenn ich mich nicht täusche.

Viele Grüße,
Sven
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IdEfIx
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von IdEfIx »

Danke für den schönen Bericht :+++:

PS Petermännchen: So giftig wie nen Kugelfisch sind Petermännchen nicht, aber in Hvide Sande habe ichs erlebt, das ein Angler man voll zugegriffen hat,
die Hand schwoll mind. aufs doppelte an, und es sah schmerzhaft aus, jedenfalls der Mimik des Anglers nach, letztendlich musste er das angeln abbrechen
und in die nächste Klink fahren, nach ein paar Stunden kam er wieder und hatte immernoch ne dicke Flunke - hier half Kühlung am besten.

LG Rudi :wink:
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Fischers Fritz
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Fischers Fritz »

Sorry für OT, ist ein schöner Bericht :+++:

Ich habe noch diese Seite zu giftigen Meeresbewohnern, darunter auch dem Petermännchen, gefunden. Fand ich interessant.

Da steht auch, dass vom Überwärmen der Stichwunde wegen Folgegewebeschäden abzuraten ist.

Beim Kochen wird das Gift zerstört, s. hier.

Viele Grüße,
Sven
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Ned Flanders
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Ned Flanders »

Petermännchen habe ich in den letzten Jahren auf Læsø in gut dreistelliger Zahl gefangen.
Das ist dort keine Kunst, die Kunst besteht da eher darin, etwas anderes zu fangen. Obwohl das auch tagesabhängig an manchen Stränden ist, mal jeder Wurf ein Petermann, am nächsten Tag nix. Wie auch immer, in drei Jahren bin ich 2 Mal gestochen worden, beide Male im ersten Jahr, als ich meinte, jetzt könnte ich das und könne nachlässiger werden. War falsch.
Am Anfang merkt man den Stich teilweise kaum, das ändert sich nach wenigen Minuten aber. Zuverlässig geholfen hat mir da nur eins: Raus aus dem Wasser, ab ins Ferienhaus und den betroffenen Finger in möglichst heißes Wasser - so heiß, dass es richtig zwiebelt.
Dann ging es schnell wieder, einmal blieb der Betroffene Finger ein paar Tage etwas dicker, aber auch das ging dann weg.
Ich kann da nur für mich sprechen, aber ich würde es wieder so machen.
(Und diese Taucher-HP, ich weiß ja nicht, aber so Petermännchen, die Taucher attackieren?
Sharknado, also Petermännchennado unter Wasser oder was?)

Hier oben in Skagen haben wir inzwischen eine zuverlässige Methode ausgeknobelt, dicke Makrelen auf Ansage zu fangen: Selbstgeschnitzter Schwimmer (sowas habe ich für gewöhnlich nicht im Köfferchen), zweieinhalb bis vier Meter tief, unten ein Stück Hering dran, dazu ein bestimmter Platz bei auflaufender Flut am Hafen und es knallt. Merkwürdigerweise genau dort geht nix auf Blinker oder Vorfach. Sind aber auch alles große Fische, die scheinen nicht mehr auf alles zu beißen.

Hoffe auf sinkendes Wasser an der Uggerby Å, die werden wir gleich mal als Familie mit dem Kanu abfahren.

TL,
Tobi
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Ned Flanders
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Ned Flanders »

Jo Männers.

Bald (Anfang August) geht es wieder nach Skagen. Die Familie freut sich, der Vatter auch, wird mal wieder Zeit für Makrelen vom Grill und nen paar Petermänner für eine Fischsuppe.
Wie immer für ein paar Stunden Pflicht ist auch der Besuch der Uggerby A. Da der liebeskranke Angelspezi aus 2017 wieder neu liiert ist, wird er mir dieses Jahr keine dicke Meerforelle wegfangen.
Die Sorge, die ich jetzt habe: Wenn das da oben in den letzten Wochen so geregnet hat wie hier, dürfte die A eher ein Rinnsal als eine Aufstiegsautobahn sein.
Hat wer einen Link mit den aktuellen Wasserständen in den dänischen Auen, speziell Uggerby A?
War wer dort oder ist in der Nähe und weiß was?

Bestes,
Tobi
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Stephen
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Stephen »

moin,
vielleicht eine mail an karsten jakobson, den formand der sportsfiskerforeningen hjørring, die weite teile der å gepachtet hat:

uggerbyaa@gmail.com

oder den lokalen kanuverleih anrufen:

+4598975304

:wink: , stephen
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Stephen
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Stephen »

oder eher sowas?
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Ned Flanders
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Ned Flanders »

Jo, danke für den Tipp. Da ich dein letztes EKG (Link?) nicht so aussagekräftig fand, habe ich den Verein angemailt. Ein Erik hat mir geantwortet, er wusste zu berichten, dass der wasserstand "pretty low" sei. Er sei der Karpfenexperte im Verein, aber eben auch für die HP verantwortlich, daher schreibe er mir, auch wenn er nicht viel sagen könne. Der Forellenexperte ist gerade im Urlaub, vielleicht schreibe der mich auch noch an.
Aber sensationelle Bearbeitungszeit da oben.
Wird schon.
T
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Stephen »

immer gerne!
was ist falsch an dem "ekg"? es zeigt wasserstände von 50 - 70 cm an der messstelle an - wenn das nicht "pretty low" ist, weiss ich's auch nicht... :lol:

wir sehen uns in vorupør,
stephen
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Troutgirl
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Troutgirl »

Hallo zusammen,

ich habe vor, Ende August nach Nordjütland zu fahren und hätte da als Anfängerin ein paar Fragen an Euch.

Zunächst will ich mit meinen Söhnen auf Makrele gehen. Da kommen ja die klassischen Molenangelplätze in Frage: Lökken, Hirtshals, Skagen, Frederikshaven und Saeby. Gibt es da welche, die man bevorzugen sollte? Viel Zeit wird mir nicht bleiben, so dass ich mir im Vorfeld überlegen muss, wohin ich fahre. Vom Gefühl her würde ich einen Platz mit ablandigem Wind auswählen, oder liege ich da falsch? Welche Erfahrug habt ihr mit der Effektivität der verschiedenen Angelmethoden? Makrelenpaternoster oder Fischfetzen an der Pose oder doch die Spinrute. Vielleicht hätte ich sogar kombiniert: Makrelenpaternoster an der Pose und noch einen Haken mit Fischfetzen...

Dann möchte ich gerne einen Bach / Fluss befischen, da das meinen Angelgewohnheiten zu hause entspricht und ich mich da relativ sicher fühle. Da kommt für mich ganz klar die Uggerby Au in Frage, um auf Bach- und Mefos zu angeln. Aber auch hier ist es so, dass der Fluss lang ist und ich wenig Zeit habe. Welchen Abschnitt kann man empfehlen? Da ich im August mit noch wenig Wasser rechne, würde ich mich eher für den Unterlauf entscheiden, d.h. zwischen Uggerby und Bindslev, weil ich da mit tieferen Gumpen rechne. Oder wäre wo anders besser? Sauerstoffreicher ist es bestimmt weiter stromauf, aber das Ufer sieht auf google maps erst ab Sindal stromab interessant aus. Aber das lässt sich so aus dem "All" kaum sagen. Sollte ich mit Stahlvorfach angeln, weil man über einen guten Hechtbestand liest? Geplant habe ich mit kleinen Forellenwobblern und Spinnern zu fischen. Wenn das Wasser relativ klar ist, dann vielleicht auch mit Wurm und Pose im Drift....

LG
TG
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Ned Flanders
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Ned Flanders »

Tja,

ist halt die Frage, wo ihr wohnt. Ich habe sowohl in Skagen als auch in Frederikshavn Makrelen rausgezerrt, Sæby erschien mir nicht allererste Wahl, da habe ich es nicht versucht. Nordseeküste fällt mir noch Nørre Vorupør ein, die haben da eine lange Mole, aber da wissen hier andere mehr.
Ich persönlich mag halt Skagen sehr gerne, ist aber auch ein paar Jahre her. Makrelen gingen da immer irgendwo, die größten mit Schwimmer.
Aber mit Kindern war das nett da am Hafen, immer irgendwas zu gucken.
Zum Flüsschen hatte ich weiter oben ja schon was geschrieben. Wathose brauchste da nicht, Gummistiefel sind besser. Bei Bindslev gibt es ein altes Elektrizitätswerk, praktischerweise mit Parkplatz. Ich hab nur unterhalb gefischt, zu oberhalb kann ich nix sagen. Zeit wirst Du da aber brauchen, wenn Du Dich einfuchsen willst.
Und Wurm? Weiß gar nicht, ob der da zulässig ist. Hab zumindest nie wenn mit Wurm gesehen.

TL,
Tobi
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Re: Nach Skagen fragen

Beitrag von Troutgirl »

Hi Tobi,

wohnen werden wir in der Gegend um Lökken. Das Angeln wird sich eher auf die Tagesausflüge konzentrieren, vielleicht mal ein Stündchen vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang auf de Mole in Lökken. Von daher werde ich mal Skagen in die engere Auswahl mit einplanen, dann noch Hirtshals - die eine Hälfte geht ins Bunkermuseum, die andere kümmert sich ums Abendessen...
Bei der Uggerby Au werde ich beides versuchen - Spinner und Wurm. Auf der Vereinsseite der Uggerby stand nichts von wegen Wurmverbot. Die werben da auch mit einem guten Aalbestand - wie sollte da Wurm verboten sein?

Mal sehen, ob der Urlaub überhaupt etwas wird...die blöde Delta-Variante ist ja voll auf dem Vormarsch. Wobei mich wundert, dass nur wenige Regionen in Großbritanien als "rote Zonen" gelten und man nicht einmal in Quarantäne müsste, sofern man geimpft ist und aktuell ganz Portugal noch nicht rot ist. Das macht mir Hoffnung, dass bis in 8 Wochen die Einreise aus der BRD noch relativ problemlos möglich sein wird....aber wer weiß?

LG
TG
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