Neuer Griff für meine Scott

Hier soll erörtert und diskutiert werden, wie man sein Gerät richtig pflegt und eventuell repariert oder wo man es reparieren lassen kann.
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Robby
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von Robby »

Ne ne Rollo, das kann ich so nicht lassen! Das probier ich noch ein paar mal. Erst wenn das richtig perfekt ist wird lackiert! Glaube morgen krieg ich noch ein paar Fäden von einer anderen Marke, wobei das grau feucht schon ziemlich gut war. Ich würde ja auch gerne Tigerwraps probieren, das sieht auf YT eigentlich etwas einfacher aus. Aber da muss man zwischendrin ein paar mal lackieren und dazu ist mir die Rute eigentlich zu schade. Das Probier ich mal an einer anderen. Aber dieses Fadewraps sind schon eine ganz schöne Fummelei!!!
Mit den besten Grüßen
Robby
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Rollo
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von Rollo »

Nur Perfektionisten unterwegs hier. Aber nur so wird das wieder was mit "made in Germany". :grin: Gruß Rollo :wink:
Früher war mehr Lametta!
fly fish one
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von fly fish one »

Lieber Robby,
wir hatten schon darüber gesprochen, denn das was Du da machst, ist im Endeffekt schwieriger wie Kreuzwicklungen, da jeder neue Faden-ansatz bzw. -auslauf vom neuen Faden geklemmt werden muss. Wenn da ein Malheur passiert, besonders wenn man kurz vor dem Ende steht, die ganze Wicklung sich mit einem Zwirrrrr verabschiedet, geht man am besten mal vor die Tür eine Runde schreien. :lol: Wenn es aber gelingt, sieht es absolut edel aus. Am besten macht man die Faden-ansätze und -absätze an der Unterseite des Blanks. Ganz sauber wird es nie, aber an der Unterseite und lackiert sieht man fast nichts mehr davon. Trotz alle dem möchte ich Dich natürlich nicht davon abhalten es zu perfektionieren. Das wird jedesmal besser und vor allen Dingen sind danach irgend welche kleinen Schmuckwicklungen an Ringen ein Klacks dagegen. Der Ritterschlag sind übrigens einfädige Zierwicklungen - ohne Sekundenkleber! :no: Und daneben z.B. eine die nur 2 Fäden hat usw. im Endeffekt genau das was Du gerade tüddelst.

LG, Frank - wird ne tolle Rute!
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piscator
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von piscator »

Moin Robby et al., man kann beides gut zum Verdünnen von Lacken und einigen anderen Stoffen benutzen -- Isoprop und Aceton sind nur durch einen Oxidationsschritt verschieden und da ist das auch nicht so verwunderlich. Aber die haben auch Auswirkungen auf das Aushärten von Lacken. Da die sehr viel flüchtiger sind als z.B. Epoxy bleiben die insgesamt manchmal weich und es dauert ewig bis die lackierten Wicklungen dann aushärten. J.
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fly fish one
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von fly fish one »

Da spricht unser Grasbauer und in unzähligen Seidenwicklungsschlachten erfahrener Kollege wohl ein wahres Wort. Denn muss ich gestehen, dass ich auf die extrem verdünnte erste Lackierung, stets nass in nass lackiere, eine zweite Unverdünnte setze! Und das dürfte einen großen Unterschied ausmachen und den es Dank des Einwandes von Jürgen, ganz sicher im Auge zu behalten gilt.

LG,
Frank
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Robby
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von Robby »

fly fish one hat geschrieben: 14.04.2021, 17:54 ...geht man am besten mal vor die Tür eine Runde schreien. :lol:
Gab schon ein paar verblüffte Blicke, hab das nämlich schon einige mal praktiziert! Was auch sehr gut hilft, ist ein kleiner mittelschwerer Hieb mit dem Hammer auf den kleinen Finger. Dann verdrängt das aktuelle Ereignis das traumatische vorherige. Und wenn der Schmerz nachlässt, kann man guten Mutes den nächsten Versuch starten. Ich Probier das auf jeden Fall noch eine Weile.
Aktuell bin ich dabei, den Faden mit den aufsteigenden Wicklungen fest mit dem anderen Faden einzubinden. Dadurch habe ich die Fehlerquote reduziert. Und bei der Hälfte wird die Wicklung abgeschlossen und neu angesetzt. Dadurch muss ich dann bei einem Fehler (wie bisher immer) nicht alles neu ansetzen. Ist auf jeden Fall eine gute Übung. Wie die Typen auf YT das so locker in ner 1/4 Std. So draufwickeln ist echt beindruckend. Ich probiere jetzt noch etwas rum und dann schaunmermal!
Mit den besten Grüßen
Robby
ArminK
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von ArminK »

Hallo

@Robby,

Ein Freund von mir würde dir jetzt zurufen: Gib Alles
Aber wenn ich lese wie du auf deine Fehlwicklungen reagierst ist das eher: Stirb langsam :grin:

@all

Beim Lackieren war ich mit dem Verdünnen immer zurückhaltend, da ich vor dem nicht richtig aushärten immer Bammel hatte. Mit Aceton habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht, da das Zeugs extrem flüchtig ist. Ich setze aber nur geringe Mengen Aceton zu, was insbesondere hilfreich ist die Blasen zu eliminieren.

Gruß

Armin
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piscator
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von piscator »

Moin Armin, man kann die Blasen auch anders eleminieren -- ich mach das so: eine kleine Schale bilden aus Alufolie (Küche) und das angerührte Epoxy da hineingießen -- sehr dünne Schicht Lack und alle Blasen sind an der Oberfläche. Dann vorsichtig mit Strohhalm anblasen und zum Platzen bringen -- etwas Wärme durch Anstrahlen mit Glühlampe und alle Blasen sind Geschichte --- erwärmt ist sowieso etwas dünnflüssiger und braucht keine Verdünnung.
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ArminK
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von ArminK »

Hallo Jürgen,

danke für die Tipps.
Ich rühre meinen Kleber in einem Aluminiumschälchen an, das ich auf dem Heizkörper vorgewärmt habe. Das Rühren selbst mache ich relativ langsam, um die Blasenbildung gering zu halten. Das Anblasen mit dem Strohhalm lässt dann die meisten Blasen verschwinden, aber man muss aufpassen, dass keine Feuchtigkeit eingeblasen wird. :cry:
Blasen die sich dann auf der Lackierung bilden, werden mit dem Feuerzeug oder besser mit der Alkohollampe entfernt. Nervig ist nur, dass mache Blasen erst nach einer gewissen Zeit auftauchen.
Ich habe hier auch einen extrem dünnflüssigen Kleber, da sind Blasen überhaupt kein Thema.

Gruß

Armin
fly fish one
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von fly fish one »

Ich war auch schon mal an diesem Punkt der Begeisterung für Strohhalme - bis der Sabber auf den Lack flog! :no:

LG,
Frank
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steff-peff
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von steff-peff »

Schön zu lesen, dass Ihr die gleichen Hürden habt wie ich :lol: und dass scheinbar jeder auf die gleichen Lösungsansätze kommt :+++: .
Ich erwärme auch den Lack beim Anmischen auf der Heizung oder ner Glühbirne und gebe bei 2*1,5 ml etwa 2 Tropfen 100% Isopropenolalk hinzu.
Das Anpusten mit dem Röhrchen kann man dahingehend optimieren, dass man die Bläschen von schräg unten anpustet und notfalls den Strohhalm wechselt, wenn er Feuchtigkeit zeigt.
Was ich mir auch überlegt, aber noch nicht getestet habe, ist die Luft zum Anpusten aus ner Aquariumpumpe zu nehmen. Trocken und nicht zu stark.

Schönes WE @all

Gruß
Steff
ArminK
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von ArminK »

Hallo,

eigentlich müssten wir uns bei Scott für den schlechten Griff bedanken, was uns zum Brainstorming über Wicklungslack gebracht hat. :grin:

@Steff
Anstatt Aquariumpumpe würde ich einen Föhn oder Heißluftföhn mit Temperatur- und Luftmengenregelung benutzen. Damit lassen sich die Blasen schnell vertreiben, man muss nur aufpassen, dass kein Staub eingeblasen wird. Ist genau so nervig wie Franks Sabba.

Gruß

Armin
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Jens aus Lütjenburg
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von Jens aus Lütjenburg »

Es gibt für Druckluftkompressoren Wasserabscheider, die könnten auch bei Aquarienpumpen funktionieren.
Oder aus dem Photozubehör gibt es Druckluft in Dosen, die sind auch Wasser und Staubfrei. Die könnten aber für die Lackbläschen zuviel Druck haben.
LG
Jens
Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu. :s+3: :wink:
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steff-peff
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von steff-peff »

Ich glaube nicht, dass ne Auqariumpumpe Wasser verursacht. Aber egal, Prinzip ist rüber gekommen.
Beim nächsten Rutenbau teste ich es vielleicht, wenn ich da dann dran denke.

Schönes WE Euch allen !

Gruß Steff
fly fish one
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Re: Neuer Griff für meine Scott

Beitrag von fly fish one »

Liebe Kollegen,

jetzt macht mal nicht so'n Aufriß, dass ist sonst eigentlich mein Thema. :lol: Einfach mit dem Mund leicht drüber pusten, wenn es um den Lack noch vor dem Auftragen geht. Lieber eine wie Jürgen schon schrieb, grössere Fläche, Schale sonst was mit Alupapier und dann 15 Minuten stehen lassen, sanft mit gespitzten Lippen ohne Sabbern pusten. :lol: Nach dem Auftragen benutzen einige Kollegen eine Benzinflamme, Feuerzeug, ich dagegen einen Heißluftgebläse um die Blasen, die einfach trotzdem mal entstehen, zu entfernen, weil sich der Lack in dem Moment verflüssigt.

LG,
Frank
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