Balance Rute/Rolle

Hier können Fragen und Anregungen rund um das Gerät zum Fliegenfischen ausdiskutiert werden.

Balance Rute/Rolle

Beitragvon TOBSN » 10.03.2010, 11:18

Moin,

ich lese hier und auch in anderen Foren häufig, das sich viele eine Rolle für ihre Rute suchen, die die Rute optimal ausbalanciert. Was versteht ihr darunter? Ich bin der Meinung, dass es überhaupt keinen praktischen Nutzen hat, eine Rute mit der Rolle so aus zu balancieren, dass sie im aufgeriggten Zustand in Waage ist. Die Balance negiert sich doch schon dann wieder, wenn die Schnur draußen ist...

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Beitragvon Heiländer » 10.03.2010, 12:10

Ich sehe das auch so! Musste mir auch schon öfter anhören das meine Rute mit der Rolle zu kopflastig ist :q: Banane denke ich. Habe beim fischen keine Probleme. :D
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Balance halten...

Beitragvon Fliegenjeck » 10.03.2010, 13:33

Hallöchen allerseits,
das sehe ich anders!
Habe einige Ruten über 10 Füße lang und die sind ,zumindest meine, immer Kopflastig.Und es geht mir tierisch auf die Handgelenke( Das alte Thema wieder)..Wenn die Rute an der Stelle an der ich sie halte,während des Fischens,nun nicht mehr zum Endring hin fällt,dann habe ich das nicht!
Und es sind keine billig Ruten.Habe aber auch schon Ruten von jenseits der 600 Euro Grenze in der Hand gehabt und es war nicht anders...
Mir ist es egal ob die Rute dann hundert Gramm schwerer ist oder nicht,Hauptsache Balance...Besser als Handgelenksschmerzen!
Oder nicht???
MfG Nobby...
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Beitragvon angellein » 10.03.2010, 13:54

auch ich sehe es als erstrebenswert an, den balancepunkt einer rute in etwa zu finden.
einmal die kopflastigkeit beim fischen zu minimieren, und werfen lässt es sich meiner meinung nach auch besser, rücken und handgelenk werden meinermeinung nach entlasstet.

an meinen spinnruten habe ich sogar entkappen mit v2a untelegscheiben drin, um die balance zu finden.


:wink:
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Beitragvon HO!GER » 10.03.2010, 14:02

Also, ich würde meine Danielsson FW sofort gegen eine LW eintauschen :wink: , da ich etwas Gewicht als »Schwungmasse« in der Nähe des Handgelenks bevorzuge.
Gerade wenn das Gewicht etwas unter der Handebene sitzt finde ich das sehr angenehm.
Ob es Sinn macht eine Rute mit der Rolle gegen Kopflastigkeit auszubalancieren ist auch für mich fraglich, denn es ist ja schon, wie TOBSN schon erwähnte, ein dynamischer Prozess.

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Balance

Beitragvon Harzer99 » 10.03.2010, 14:02

Die richtige Balance ist meiner Meinung nach eine wichtige Komponente hinsichtlich ermüdungsarmen Fischens. Hatte selber beide Varianten ausprobiert, aber weder zu leicht noch zu schwer ist das Optimale. Hatte schon mal Artristis im Unterarm bekommen und dann 4 Wochen Gips :!: . Das lag sicher auch mit an der Unausgewogenheit der Rute-Rollen-Kombi.

Gruss Harzer :wink:
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Re: Balance Rute/Rolle

Beitragvon Ostsee-Silber » 10.03.2010, 14:21

TOBSN hat geschrieben:Was versteht ihr darunter?


Hallo Tobsn, ich verstehe darunter, die Rute liegt beim Einstrippen schön ausgewogen in der Hand und die Rutenspitze neigt sich von allein aufs Wasser, aber ohne halt kopflastig zu sein.

Ich halte beim Strippen den Blank am oberen Ende des Korks zwischen Mittel- und Zeigefinger, da läuft auch die Schnur durch und hierbei möchte ich die Rutenspitze leicht nach unten geneigt haben. Mit meiner jetzigen Kombi passt das perfekt, ohne dass die Hand die Rutenspitze drücken oder halten muß, die Rute liegt einfach genau richtig auf dem Mittelfinger (wenn die Schnur draußen ist).

Meist, außer bei sehr langen schnellen Zügen, sitzt der Fightingbutt dabei am Rand der Westentasche und somit ist die Rute etwas festgesetzt, doch die Finger vermitteln jeden Zupfer.

Viel kürzer als die Einholphase ist die Wurfphase, hier muß man aber die meiste Kraft aufwenden. Ich lege daher Wert auf eine sehr leichte Rolle und eine Balance, die am oberen Ende des Korkgriffes liegt.

Leichte Rolle heißt für mich, inklusive kompletter Schnur maximal 200 Gramm, so einige Rollen die ohne Schnurfüllung schon + 200 Gramm wiegen, habe ich hinter mir und möchte solche Modelle lange Stunden im Wind nicht mehr benutzen.

Aber das ist mein rein persönlicher Geschmack und spielt bei dem modernen Gerät, zumindest seit man keine alte 10 Fuß Glasfaserrute mehr ausbalancieren muß, wohl kaum noch eine Rolle. ;)
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Re: Balance Rute/Rolle

Beitragvon Heiländer » 10.03.2010, 15:16

Aber das ist mein rein persönlicher Geschmack und spielt bei dem modernen Gerät, zumindest seit man keine alte 10 Fuß Glasfaserrute mehr ausbalancieren muß, wohl kaum noch eine Rolle. ;)[/quote] Das sehe ich auch so! Wir reden Heutzutage ja nicht mehr richtig von Gewicht. Wenn ich das Gewicht meiner Rute, meine Rolle, Schnur und Backing addiere komme ich Gesamt auf eine geringe Grammzahl ( Helios. Dannilsson 6/9, Coastel und Backing) Früher mag das eine viel größere Rolle gespielt haben. Aber das ist nur meine Meinung und das sollten unsere Handgelenke aushalten. :grin:
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Beitragvon Fliegenjeck » 10.03.2010, 23:32

Hallöchen Heiländer,
morgen bekomme ich mein Rutenbalanceausgleichgewicht für meine heißgeliebte Sportexrute( Spinnrute 3,95 m) : 220 gr ! Wenn das keine Rolle spielt... :q:
O.K dann sollst du ab jetzt Arni 8) heißen...
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Beitragvon Ammaluschi » 11.03.2010, 06:07

Huhu Nobby,

mit solchen Ruten fischt hier auch kaum einer. Du bringst hier einen Kürbis in einen Korb mit Äpfeln.
Bei einer 3,95er-Rute wirken sich die Hebelkräfte natürlich deutlich mehr aus als bei einer ca. 1Meter kürzeren Gerte.
Außerdem sollte man bei der Frage sicher unterscheiden zwischen Fliegen- und Spinruten.
Die letzteren sind i. d. R. schwerer, während die Schnur deutlich leichter ist.
Bei den Fliegenruten ist es umgekehrt. Hier stellt sich wirklich die Frage, wann die Rute ausbalanciert sein soll, vor- oder nach dem Wurf.
Ich finde eigentlich, dass bei den maginalen Gewichtsunterschieden bei allen inzwischen schon recht leichten Komponenten eine Unausgewogenheit kaum Auswirkungen hat.
Dennoch kann es sicher nicht schaden, vor allem für die Psyche
;)
Gruß Lutz :wink: :wink:

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Beitragvon Karstein » 11.03.2010, 07:34

HO!GER hat geschrieben:Also, ich würde meine Danielsson FW sofort gegen eine LW eintauschen :wink: , da ich etwas Gewicht als »Schwungmasse« in der Nähe des Handgelenks bevorzuge.


Genau so war es bei mir - zuerst hatte ich die wirklich leichte FW 5eight an den Guideline RS, da fehlte mir die Balance (abends hatte ich richtige Verspannungen in den kleinen Fingern von der unbewussten Korrektur).

Seit ich die LW 6nine dran habe, liegen die RS Ruten wesentlich entspannter in den Händen. :+++:

Allerdings ist eine RS auch deutlich schwerer als eine Helios, oder was wiegt die, Christopher?
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Beitragvon TOBSN » 11.03.2010, 08:28

Moin,

es scheint sich zu bestätigen was ich auch bislang immer praktiziert habe. Ich habe meine Rollen immer primär danach gewählt, was mir haltbar und technisch vernünftig erscheint. Meines Erachtens kann einer Rolle für unsere Fischerei vor allem zu leicht und selten zu schwer sein. Am Bach mag das anders sein, aber da fallen die paar Gramm auch weniger ins Gewicht, zumal man wesentlich weniger wirft.

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Kürbis Äpfel Banane,Hauptsache Fleisch...

Beitragvon Fliegenjeck » 11.03.2010, 08:32

Hallöchen Lutz,
da hast du sicherlich Recht.Fliegenrute und Spinnrute,da erkenne selbst ich einen Unterschied.
Wenn du hier noch trennen möchtest,ok.Du brauchst bei ner Fliege wahrscheinlich nie solche Ausgleichgewichte.
Ich dachte es geht generell um Ausgleich ,egal welche Rute.
Wenn es ausschließlich um die Fliege geht :oops
Da bin ich aber dennoch der Meinung,daß du ab ca 11 Fuß aufwärts mit leichten Gewichten eine deutlich leichtere Handhabung erreichst.Außer bei Zweihand,da erübrigt sich das dann wieder...
Wenns auch individuell sehr unterschiedlich sein mag.
Was ich aber nicht verstehe,gerade im Zeitalter von Weltraumflügen,wieso die Hersteller dies nicht von Haus aus so machen,das die Rute,sagen wir ausgewogen, ist???Zumindest aber nicht die Möglichkeit an der Rute vorgesehen ist das man hinten irgend etwas anschrauben oder tüddeln kann ???
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Re: Kürbis Äpfel Banane,Hauptsache Fleisch...

Beitragvon TOBSN » 11.03.2010, 09:07

Fliegenjeck hat geschrieben:Ich dachte es geht generell um Ausgleich ,egal welche Rute.


Dann würde es nicht unter Fliegenfischen stehen ;)

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Beitragvon Heiländer » 11.03.2010, 09:30

Karstein hat geschrieben:
HO!GER hat geschrieben:Also, ich würde meine Danielsson FW sofort gegen eine LW eintauschen :wink: , da ich etwas Gewicht als »Schwungmasse« in der Nähe des Handgelenks bevorzuge.


Genau so war es bei mir - zuerst hatte ich die wirklich leichte FW 5eight an den Guideline RS, da fehlte mir die Balance (abends hatte ich richtige Verspannungen in den kleinen Fingern von der unbewussten Korrektur).

Seit ich die LW 6nine dran habe, liegen die RS Ruten wesentlich entspannter in den Händen. :+++:

Allerdings ist eine RS auch deutlich schwerer als eine Helios, oder was wiegt die, Christopher?
Hallo Karsten, die Helios wiegt 81 Gramm. Gruß
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