Mefofischen in Norge

Hier sind es vor allem die Lachsflüsse, die viel locken. Mandal, Gaula, Orkla, Namsen und viele weitere Flussläufe halten mächtige Fische bereit. Allerdings hat Norwegen mit seinen Fjorden und Küsten weitaus mehr zu bieten - schreibt darüber.

Mefofischen in Norge

Beitragvon orkdaling » 05.02.2019, 10:09

moin moin,
um den Rahmen ich zu sprengen bzw andere Trøds abzuwuergen schreib ich mal hier ein paar Infos ueber die Mefofischerei.

Mir scheint næmlich das die meisten FF ,die vielleicht Norge nur von der Karte kennen, glauben das alles am Fjord so aussieht wie am Geiranger.
Steile Felshænge, Wasserfælle, Postschiffe.
Die norw. Kueste hat aber nicht nur Felsen, nicht nur steile Fjorde sondern auch viele Sandstrænde und das besonders an den Fjordausgængen.
Generell kan man in ganz Norge im Fjord und Meer ueber das gesamte Jahr Mefo fischen. Es gibt aber auch hier im Trøndelag (ørtliche) Schonzeiten wie zB den Trondheimsfjord wo nur die Mefo in Mærz un d April geschont ist.
Die Insel Smøla (Nachbarinsel von der grøssten norw. Insel, Hitra) gehørt aber bereits zu Møre og Romsdal, also Nachbarland und hat keine Schonzeit im Meer jedoch in den Bæchen,Fluessen, Fjordartigen Muendungen von 15.9 - 15.12.
Dann gibt es wieder Gebiete wie Kragerøy /Jomfruland Nationalpark bei Larvik, also eher im Sueden wo man keine Schonzeit hat.
https://youtu.be/Rh_lVnGIyZ0
https://www.inatur.no/laksefiske/50e80c ... -gode-vann
Generell ist das Fischen im Meer und Fjord frei, wenn man allerdings in Fluessen fischt benøtigt man eine Karte deie man wie im Beispiel www.inatur.no kaufen kann.
Warum nun die unterschiedlichen Schonzeiten bzw was sind die Unterschiede zwischen Fjord und Kuestenfischerei.
Auf grund der unterschiedlichen Bedingungen die durch den Einfluss des Golfstroms noch verstærkt werden gibt es ganz andere Aufstiegs/Laichzeiten.
Am Fjordausgang bzw den Inseln wie Smøla oder Hitra ist die Wassertemperatur im Winter weitaus høher mit nicht unter 6 Grad, Im Fjordinneren nur wenige Kilometer weiter aber ca 4 Grad. Im Sommer werden die Bereiche an der offenen Kueste/ Inselwelt nicht ueber 14 Grad warm, im Fjordinneren kønnen es auch 18 Grad werden. Weiter suedlich an der Westkueste ist das æhnlich, Ålesund, Bergen bis runter nach Kristiansand. Im Oslofjord mit seine Længe von ca100km ist es vergleichbar mit der schwed. Skagerrekkueste wo die Temperatur im winter auf 2 Grad sinkt.
Entscheident fuer den Aufenthalt der Mefosund deren Futter ist nun mal die Wassertemperatur und der Salzgehalt von 3,5% normales Meerwasser und 1,0 im Brakwassergebieten. Somit kommt es zu mehr oder weniger weiten Wanderungen. Fische im Fjordinneren suchen die Brakwassergebite auf, Fische nahe der Fjordmuendung ziehen sich in diese wærmere Bereiche in Kuestennæhe zurueck. Dort finden sie auch ganzjæhrig Futterfisch, die im Brackwasser fressen zu dieser Zeit mehr Wuermer und Gammarus.

Genau das muessen wir bei der Mefofischerei beachten. Entweder ich fahre vor nach Smøla wo das Wasser jetz gerade 7 grad hat oder ich muss weiter nach Sueden. Zb Kragerøy oder Bornholm. Warum? Durch den diesjahrigen Winter mit wochenlangen Temperaturen um -15 Grad ist selbst das Brackwasser gefroren und ich komme nicht ran an dier Mefos, Mitten im Fjord ist nichtmal ein Dorsch zu finden.
Dagegen war es letztes Jahr im Jan. so warm das ich bei Plusgraden und Wassertemperatur bereits um 6 Gradgefangen habe als wære es beste Mefozeit im April. Garnelen, Watwuermer aktiv und mehrere Fische zwischen 3 und 5 Kilo gefangen die sonst den Heringsschwærmen folgen.

Der Erfolg hat also nichts mit Ueberspringern zu tun die eine Laichzeit auslassen sondern mit den Bedingungen vor Ort.
Die Bedingungen (Temp.) kønnen wir nicht verændern aber wir kønnen die richtige Platzwahl treffen. So muss ich mal vor zur Kueste, mal sind sie in der Bucht zwischen Orkla und Skjenaldmuendung. Oder ich fahre wenige Minuten und erreiche eine 2km lange Bucht mit je nach Wasserstand 2-500m Watmøglichkeit und die liegt auch noch zwischen 2 Kleinlachsfluessen. Vigda und Børsa sind uebrigens die am meisten erforschten bzw zu Forschungszwecken genutzten Mefo/Kleinlachfluesse. :oops

Nicht anders ist das an der schwed, Westkueste (Schonzeit bis 31.3) und Suedschweden wo man ab Januar fischen darf.
Auch nicht anders ist das auf Bornholm wo man auf der einen Inselseite mehr Sand und der anderen fast nur Fels hat.
Der einzige Unterschied zum Fjord/Kueste ist das man dort nicht solcheTemperaturunterschiede beachten muss.
Ein weiterer Unterschied ergibt sich durch die Gezeiten, hier bis 3m , an der schwed.Westkueste oder Oslo zwischen 0,5 und 1m.
Selbst in DK /Skagen sollte man auflaufendes Wasser nutzen was nicht nur Nahrung sondern im Sommer auch kuehleres sauerstoffreiches Wasser bringt.

Ansonsten gilt fuer alle Mefos, egal ob westliche Ostsee, Skagerrak, Fjord - (wohlfuehl)Temperatur und Futterangebot, da sind sie auch im Winter zu finden.

Gruss Hendrik

Hier noch was zum anschauen
http://www.jazzandflyfishing.com/
http://www.fiskejegeren.com/
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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon BjoernS » 05.02.2019, 10:35

Hallo Hendrik,

vielen Dank für die Infos! Kann ich genau so bestätigen! Gerade in der Ecke rund um Hitra und anschließendes Festland bzw. in den Fjorden habe ich schon sooo viele gute Meerforellen Spots gesehen. Leider komme ich irgendwie nicht dazu zur "richtigen Jahreszeit" vor Ort zu sein...dieses Jahr sind wir mal wieder Anfang April (also leider noch in der Schonzeit) auf Hemnskjell. Ich hoffe das ich meine Leute irgendwann mal davon überzeugen kann etwas später im Jahr zu fahren... :grin:. Ich muss da mal ein paar Stellen und Buchten mit der Fliege abfischen...! Auch Smöla steht noch auf meinem Zettel...ist aber leider für einen Tagesausflug von Hemnskjel aus etwas zu weit...! Aber irgendwann... :x :grin:

tl
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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon orkdaling » 05.02.2019, 11:55

Moin Bjørn,
ja Smøla geht nicht von euch aus. Muesstest ja zurueck bis Våvatn, Richtung Hemne und dann weiter ueber E39. Weltreise.
Die beiden grøsseren Fjorde haben auch Lachsaufstieg und kønnen hoch bis in die Bergseen befischt werden.Kostet aber 5 €/Tag

Durch die guten Bedingungen (Wasser 6-14 Grad) im Fjord, die Wandermøglichkeiten bis in die Seen hoch, da ganzjahrige Futterangebot, hat sich Smøla zu einem der besten Mefo-gebiete in Europa entwickelt. Da ist Bornholm nix dagegen.
Warum fahre ich aber nach DK, Trøndelag hat Schonzeit im April, Smøla noch Schnee , nee im April entfliehen wir dem langen Winter und machen die (billigen) Ostereinkæufe.
Uebrigens kann man von Smøla zum Meeresfischen raus aufs Meer. Viel weniger Betrieb als auf Hitra /Frøya.
Viel Spass im April
Hendrik
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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon orkdaling » 08.02.2019, 10:33

Moin,
letztes Jahr gabs ja eine Reihe Fragen von denen die sich im Sueden bewegen, Huette, Camping, Fischen usw.

Hier mal was zum Oslofjord bzw bis runter zur schwedischen Grenze. Die "Fiskeplasser" decken sich ja oft mit den Badeplætzen bzw kann man ueber diese direkt an die besten Stellen gelangen
http://www.oslofjorden.com/map/fiskepla ... _kart.html
Wenn man fie Fæhnchen klickt kommt man oft auch zu mehr Infos/Bildern.
Ach ja Bilder von den steilen Fjorden - Fehlanzeige da unten - so sieht es aus http://www.oslofjorden.com/poi/faerder_ ... tfold.html
Unter "Badeplasser" kann man natuerlich mehr als nur Oslofjord anklicken, zB so bekannte Orte wie Drammen, Larvik und findet somit wunderbare "Fiskeplasser".
Hvaler Nationalpark an der schwedischen Grenze ist eine der besten Gegenden fuer die Mefo und Wolfsbarschjagd wie man in den vielen Videos sieht, zB bei Rosa Reke. Vielleicht vergleichbar mit dem Schærengarten vor Gøteborg.
Uebrigens ist die meist benutzte Schnur eine F/I , nur halt mit verschiedenen Kopflængen je nach Wind und Fliegentyp, man kann also mit der "Heimatausruestung" losziehen.
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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon orkdaling » 13.02.2019, 12:22

moin moin,

eben erst beim Forenpartner gelesen, interessant was da zu Fliegen, Schnueren, Werfen, Schnurgeschindigkeit usw.steht.
Auch wenn es um die Lachsfischerei geht, das gilt auch fuer die Mefofischerei im Fluss, nur halt keine 10# Rute und keine 18cm Tubenfliege.
https://www.adh-fishing.de/adh-world/beratung
Hier mal drei meiner Lieblingsplætze entlang des Trondheimfjords.
Bild

Bild

Bild
Alle drei haben eins gemeinsam, in den Fjord bzw ins offene Meer ragende "Vorsprunge" und seitlich davon mehr oder weniger grosse "Buchten"
Hier sieht man die "Schønwetteraufnahmen", was man nicht sieht sind die Strømungen bei Wind und der Gezeitenstrom.
Je nach Mondstand fællt der Wasserwechsel zwischen 2-3m aus (hier) und da das ja immer alle ca 6 Stunden erfolgt aber die Wassermenge schwankt, ændert sich natuerlich Druck und Geschwindigkeit. Mit erheblichen Folgen fuer uns Angler.

Alle drei Blinder sind von der linken Uferseite gemacht wurden, das heisst, bei zulaufendem Wasser verlæuft auch die Strømung von links nach rechts - nur mal zum Verstændnis wegen der nachfolgenden Beschreibung.

Der Wasserwechsel fællt unterschiedlich aus,der Fjord ist ja kein gleichmæssiger Kanal sondern ændert sich sowohl in Breite wie Tiefe (hier von ca 570m bis Untiefen die bei Ebbe raus ragen)und somit erfolgt das ansteigen bei Flut nicht gleichmæssig sondern in schwankenden Schueben.
Um die Høchst bzw Tiefstpunkte einer jeden Ebbe oder Flut steht die Bruehe still, wird nur vom Wind beeinflusst.
Dazwischen erfolgen die Schuebe die bei ruhigem Wetter sogar an Wellenbildung, Schaum zu erkennen sind und vor/bzw seitlich dieser Vorspruenge Stromkanten verursachen, die man mit denen im Fluss vergleichen kann. Fast so stark wie in den Straumen im Meer/ Sunden wo man mit einem Ruderboot keine Chance hat.
In meinen Beispielen, Flut, Strømung nach rechts. An den Stromkante finden wir Mefo die nun antreibendes Futter finden, darunter Køhler und Pollack, noch tiefer Dorsch, die ebenfalls auf Futterv warten nur sind es in diesem Fall kleine fische und Krabben sie sich nicht in der Strømung halten kønnen. Schnur fuer die Stromkanten sollte immer eine Interm. Spitze von 8-14m haben, alles andere wird von der Strømung und Wind im Tempo von Herbstlaub an der Oberflæche verblasen. Fliege riffelt dabei, bringt nur bei wenig Strom und Wind Mefo. (wenig=Schrittgeschwindigkeit)
Mit abschwæchender Stromkante bilden sich uferseitig , also hier rechts, in den Buchten Kehrwasser die den Grund aus Sandablagerung bewachsen mit Seegras und Tang richtig aufwirbeln. Diese Bereiche sind natuerlich viel flacher, je nach Tidenhøhe 2-5m und dort ist eine WF mit langem Vorfach und Fliegen wie Gammarus, Kobberbassen,Reke Gr6-8 meine erste Wahl. Vorne an der Stromkante fische ich mind. interm.Schnur oder auch S1/S3 mit Fischstreamern um an die Seelachse zu kommen.

Aber was soll das nun mit rechts und links?
Beispiel, Kanal und Dampfer vor meiner Nase nach rechts, Schubwelle ebenso, aber an der Kanalkante presst es das Oberflæchenwasser nach links, eine starke Rueckstrømung die nach Durchfahrt endet. Im Beispiel wære es dann wieder Ebbe, verwirbelte Bruehe beginnt zu stehen.
Was bedeutet das nun fuer uns? Mit zulaufenden oder ablaufenden Wasser und durch die erwæhnten unterschiedlichen Massen muessen wir zuerst immer die sich bildenden Stromkante befischen (dabei erst noch keine Kehrwasser in den Buchten), erst wenn man an Schaumbildung oder Treibgut erkennt das sich das Wasser in den Buchten dreht, wirbelt , dann dort nach Mefo suchen. Da reicht ein Floater sogar fuer die Dorsche bei 2m Wassertiefe, wenns tiefer ist halt die Sinkrate anpassen.
Also erst Spitze der Landzunge/ Stromkante und dann Bucht mit aufgewirbelten Grund/Tang.
Ok, leuchtet sicher ein. Aber was hat das mit der Rueckstrømung zu tun? Gerade wenn die Stromkante durch die verschiedenen Ursachen zu gross ist verziehen sich die Mefo in diese Rueckstrømung. Erstens muessen sie nicht im Strom stehen als wæren sie im reissendem Fluss und zweitens spuelt der Rueckstrom viel mehr Futter frei, also landseitig an derKante, was in dem Fall entgegen der sichtbaren starken Stromkante abfliesst.

Kurz und knapp, zeitlich verschoben gibt es eigentlich 3 Plætze um einen Vorsprung die man befischen muss. Und wenn sich das Spiel bei ablaufendem Wasser wiederholt, dann eben auf der anderen Seite.
Wenn die Strømung zu stark ist, die Mefo die Rueckstrømung bevorzugen (meist max10-20m) hat es also keinen Zweck auf der Spitze zu stehen und gegen den Hørizont zu feuern, da werden die Mefos ueberworfen. Sie stehen manchmal (je nach Fliessrichtung) wenige Meter direkt neben euch an der Tangkante bis in die Bucht hinein. Das kønnen auch 2-5m Uferabstand sein!
Das Beispiel erklært vielleicht auch warum ich oft høre, "eine Stunde hat es gebissen, dann war der Fjord tot". Nee nicht tot nur 20m auf der anderen Seite sind Mefo&Co auf Futtersuche.
Selbst an einem einfliessenden Bach/fluss kann man die nach rechts und links wandernde Stromkante sehen, verursacht durch Tidenstrom.
Und wer an einem Schærenguertel unterwegs ist oder nur ein paar vorgelagerte Sandbænke , da ist es nicht anders, die Mefos sind da wo die Bruehe hinlæuft, nur nicht ganz so ausgeprægt wie an der Toppstellen

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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon selfmade » 13.02.2019, 15:28

Mensch Hendrik,
da bekommt man ja glatt Fernweh. Bin dieses Jahr wieder östlich von Trondheim in den schwedischen Bergen, aber der Küstenregion um Trondheim (oder gar nördlicher?) muss ich wohl auch noch mal einen Besuch abstatten. Danke für Bericht, Tipps und Bilder.
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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon orkdaling » 13.02.2019, 19:17

Moin, bitteschøn.
Wenn nur nicht die Beitræge mit Bildern oder Links doppelt aufkommen wuerden, seltsam seltsam.
Ja es ist schon etwas anderes Fischen. Aber da wo lange flache Buchten sind unterscheidet sich nichts von der Ostseefischerei nur das halt Gezeiten beachtet werden muessen. Auflaufendes sauerstoffreiches und kuehleres Wasser ist im Sommer immer vom Vorteil.
Die ufernahe Strømung um solche Landzungenund auch die Straumengebiete vor Sunden oder schmalen Fjordengen sind die besten Plætze, egal welche Tiefe oder Fischart.

Ja und dann wenn møglich immer eine Tiefenkarte studieren, egal ob vom Land oder Boot gefischt wird. Auch hier springen die Fische nicht ins Boot, manchmal sind es nur wenige Meter die den Unterschied ausmachen und die stellen muss man finden.
Im 2. Bild sieht man rechts Tang entlang vom Ufer, eine flache sandige Bucht schliesst sich an. Mefogebiet.
Von der Spitze nach links geht es rechtwinklig nach unten auf 35m, genau an dieser Kante stehen riesen Pollacks aber man kann eben nur bei ablaufenden Wasser fischen sonst sitzt man fest.
Was man fangen kann entscheiden an solchen Plætzen die Gezeiten und die verwendete Schnur.
Generel reicht aber eine F/I und eine S1/S3 um das meiste abzudecken. SK oder WF je nach Vorliebe, #6 oder #7 entscheidet der Wind, nicht anders als westliche Ostsee, nur die Gezeitenstrøme muessen beachtet werden.

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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon orkdaling » 14.02.2019, 11:26

moin,
glaube das hatte ich vergessen - Schonzeiten/Gebiete

Generell hat die Mefo 35cm und keine Schonzeit im Meer/Fjord.
Es gibt aber einige Ausnahmen wo Mefo (dank Auswirkungen der Lachszucht) eine Schonzeit haben (1.3. -30.4)
Hier die Lænder (Fylke) bzw Gebiete (Område)
https://lakseelver.no/nb/news-2016/sjoo ... ke-i-sjoen
Wie man sieht - Sør Trøndelag/ Nord Trøndelag- der gesamte Fjord.
Dann wird es schwieriger - die Fluesse.
Generell gilt im Norge eine Schutzzone von 100m beidseitig der Muendung ausserhalb der Saison fuer den Fang anadromer Fische. Dann noch die darueber hinaus festgelegten Schonzeiten/Schongebeite. Kann ørtlich 200m sein, ganze Fjordteile vor Muendungen von 1sm.
Bei uns sind zB Gaula und Orkla betroffen, da ist die Mefo (zusætzlich zur Schonzeit im Fjord 1.3.-30.4.) ganzjæhrig geschont.
Aber alles kein Problem, jeder Sportladen oder Tanke wo man Karten kaufen kann weiss bescheid und dann gibts ja auch noch www.inatur.no
Fluesse und Bæche die direkt ins Meer muenden (hier im Trøndelag) sind davon nicht betroffen und man kann neben Bafo, Saibling auch Mefo und Lachs fangen. Je nach Vorkommen und je nach Quote - steht auf der Angelkarte.
Die 100m Schutzzone gelten fuer alle Fluesse/Bæche wo anadrome Fische aufsteigen, nicht jedoch an den uebrigen muendenden Bæchen oder sagen wir besser Suesswassereinlæufen, das kann ja ein Bachlæuf sein der nur bei Regen in den Bergen Wasser fuehrt.
Dort ist natuerlich das Fischen erlaubt - ganzjæhrig, halt mit der Einschrænkung fuer die Mefo.
Solche Plætze sind die absoluten Bringer, ob Sommer (Abkuehlung) oder Winter (Brakkwasserbildung) selbst wenn die nur einen halben Meter breit sind.
Das einfliessende kuehle und meist getruebte Wasser zieht nicht nur Mefos an, auch Koehler, Plattfische die dort auf Wuermer und Kleinfisch aus sind.
Fuer Dorsch, Pollack,Køhler gibt es keine Schonzeiten so das man die Fliegenwedler das ganze Jahr an solchen Plætzen findet.

Das Kapitel Køderfrage ist ebenfalls nicht anders als an der schwedischen Westkueste oder der Ostsee.
Wassertemperatur, Nahrungsangebot und Gezeiten bestimmen wo wir die Mefo finden.
Ist genuegend Fisch vorhanden jagen sie den auch, schwærmen Wuermer sind sie damit ueberfressen und fællt ab Spætsommer genuegend Anflugnahrung rein, na dann eben sowas. Tangloppe, Kobberbassen, Reke gehen immer.

Nun schlagen ja bald die Lachsheinis wieder auf, vielleicht helfen die Infos den einen oder anderen Ausfalltag am Fluss zu ueberstehen.

Gruss Hendrik
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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon BjoernS » 14.02.2019, 14:15

Hendrik,

vielen Dank für die ausführlichen Beschreibungen...gerade auch zu den Strömungsverhältnissen an solchen Landzungen! :+++: In der gesamte Region bei euch gibt es unzählige solcher Top-Plätze...! Aber die alle als Touri zu befischen würde Jahre beanspruchen. Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal außerhalb der Schonzeit bei dir vorbei zu kommen...leider ist der Kalender auch dieses Jahr wieder rappeldicke voll. Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben...und auch dieses Jahr (vom 05.04. - 19.04.) ist bei unserer Tour wieder die Fliegenrute dabei. Ich muss mich dann nur auf Dorsch, Köhler und ggf. Pollack "beschränken"...! :grin:

tl
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Re: Mefofischen in Norge

Beitragvon orkdaling » 15.02.2019, 12:52

Moin,
passt ja wie A... auf Eimer. Eben Fisch & Fliege 57 aus dem Postkasten geholt und was ist das drin - Beitrag ueber skand. Kueste bzw den Erfahrungen einiger Mefoprofis.
@ Bjørn, na dann viel Spass. Lyr = Pollack findest du neben der Plattform an der Sunde Bruecke und hinter dem Hitratunnel rechts bei den Anlegern/Hitraturist oder wenn es anders rum fliesst wenige Meter weiter links auf der Halbinsel .
Falls ihr Martiniusbrygge wohnt, kannst du ja zu Fuss gehen, entlang der Leia Richtung Leuchtturm, Ueberall abfallende Kanten mit Kraut
Die Pollacks sind nicht so freiwasserorientiert wie Seelachse, nee die lieben zeklueftete Kueste, abfallende Kanten, Kraut weil sie eher wie ein Hecht jagen. Seelachse folgen Fischschwærmen, Pollacks haben ihre "Lieblingseinstænde".
Gruss Hendrik
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