Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Ein Forum für diejenigen, die einen Haufen grundsätzlicher Fragen haben, nicht wissen sollen wie und womit sie überhaupt beginnen sollen und nach ausgiebiger Recherche hier und anderswo mit Ihrem Latein am Ende sind.
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon troutcontrol » 21.09.2019, 10:55

Moin,
bei mir bedeutet "von der Rolle", dass ich direkt von der Rolle fische, also ohne jegliche lose Schnur und ohne ein Festklemmen, der Fisch geht direkt in die Bremse.

Deswegen mag ich auch die "Schlaufentechnik" nicht, ist mir in den 1, 2, 4 sec zu "unkontrolliert", kein Zug, keine Spannung, kein Widerstand, ist wie bei den Stripp-Träumereien.

Werden mit dieser Methode gaaaanz viele Fische gefangen?
Yep!
Ist aber trotzdem nicht mein Ding ! :lol:
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon Norbert » 21.09.2019, 11:38

Ja,ich fische auch meist von
der Rolle, so wie du. :+++:
Ich stelle aber gerade im Sommer
bei tiefen Stellen um.
Wenn der Fisch aus der Tiefe kommt
und nach dem Biss in seinen Unterstand
zurück schwimmt greift die Fliege sicher
In der Maulspalte.
Besser als "Spitz"gebissen,was häufig
mit Verlusten endet. :o

Ich hatte nur das mit der losen Schnur
aufkurbeln und wieder abziehen
nicht verstanden.
Gruß Norbert :wink:
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon SIMPLE SHRIMP » 21.09.2019, 13:25

.
Es gibt einfache Annahmen:

Schräg in Richtung gegenüber liegender Seite geworfen und mit einem 'Bogen' in der Leine, zieht der 'Schnurbogen' den Haken der festgehaltenen Fliege in's Fischmaul und man kann gut 'von der Rolle' fischen.

Stromab gefischt kann die in's Maul genommene Fliege oft erst richtig haken wenn der Fisch sich wegdreht und da ist es besser, wenn der Fisch etwas Leine mitnehmen kann, bevor der Haken richtig greift, also stromab besser mit Schlaufe fischen.

'Sagen einige Blogger' und die haben schon 'Tausende' gefangen!

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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon troutcontrol » 22.09.2019, 09:57

SIMPLE SHRIMP hat geschrieben:'Sagen einige Blogger' und die haben schon 'Tausende' gefangen!
Meine Rede ! Und wenn es die Methode gäbe, bei der man keinen Lax mehr verliert - ich wär dabei !! :lol:


Mein nächster Rat:
Wenn man im Wasser steht und sich dieser Platz nicht zum Landen eignet - raus aus dem Wasser und zwar zügig!
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon troutcontrol » 22.09.2019, 10:05

Man kann natürlich auch im Spreizschritt auf 2 Steinen stehen bleiben ....

troutcontrol hat geschrieben:15. August 2016

Willy und Peter zieht es zum Finn Pool, wo Willy erst einen Fisch vom linken Ufer verliert und dann mit dem Guide aufs rechte Ufer übersetzt, sich oben im schnellen Wasser im Spreizschritt auf zwei Steine stellt und auf kurze Distanz einen Standfisch von 95 cm auf eine Frances erwischt.

Ich weiß jetzt leider gar nicht, wer den Fisch gelandet oder ob Willy die "kommode" Position während des Drills überhaupt verlassen hat, ich hätt auch gern ein, zwei oder drei Photos des Fisches - aber die Handys unserer beiden Spezialisten sind ....... bei 0% Akkuleistung ! :lol:

Daher nur für´s Kopfkino:


Photo von Willy mit Fisch
Photo von Fisch mit Willy
Photo von Fisch ohne Willy
Photo von Erfolgs-Fliege
:grin:


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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon troutcontrol » 29.09.2019, 10:39

Der Drill.
Irgendwie merkwürdig, dass wir das in Deutschland so nennen, macht ja, was die Herkunft des Wortes angeht, wenig Sinn. :roll:

Vladimir muss jedenfalls immer wieder lachen, wenn er die Geschichte von dem reichen Gast erzählt, der den erstmaligen Fang eines Lachses auf seiner to-do-Liste hatte:
Biss, eingekurbelt, an Land gezogen, 8 Sekunden - 20 Pfund!

Auf der anderen Seite erleb ich immer wieder mal Kollegen, die mit senkrecht gehaltener Rute, bei der sich die Spitze minimal biegt, am Ufer stehen - und teilweise sogar Schnur nachfüttern.

Aber:
Es gibt kein richtig oder falsch, muss jeder selbst wissen.

Ich arbeite mit maximalem "Druck" über Rolle und Rute, gerade am Anfang des Drills mit flach (30° - 45°) gehaltener Rute und stets kompletter Biegung.

Wenn sich eine Chance zum Einkurbeln bietet: Einkurbeln!
Wenn der Fisch rennen will: Let ´em run!
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon orkdaling » 29.09.2019, 14:08

Moin,
am Band haben ist das eine, wieder los bekommen das andere.
Mal abgesehen davon das ich niemanden kenne der mit Schonhaken fischt, warum auch wenn das Ziel nicht ! das bedingungslose Zuruecksetzen ist, mir reichen Einzelhaken der Gr.1 und 2. Die halten sogar ganz vorne im hartem Kieferbogen. Drillinge mit ihrer "Dreipunktauflage" (Spass) dringen weniger gut ein. Jedenfall hab ich weit weniger Aussteiger mit Einzelhaken. Diese kann ich aber besser entfernen und der Fisch hat weniger Einstichstellen. Auch wenn der Haken tiefer sitzt, ist die Chance das eine Fluke im Kiemenbogen sitzt viel geringer.
Natuerlich hab ich auch kleine Drillinge, die aber frei schwingend an langen Tuben von 12-18cm. Da ist es Wurst in welcher Richtung der Hakenbogen steht wenn der Fisch aus seinem Standplatz nach oben schiesst, die Fliege voll im Maul hat und wieder abtaucht, der hakt sich ganz von selbst.
Das Problem, lieber Klaus, eine geschleppte lange Tubenfliege macht zu wenig Bewegung, andere sagen dazu das sie nicht spielt und wie ein Klumpen auf den Fisch zu treibt. Die langen Tubenfliegen sind ja nichts anderes als ein Streamer.
Wenn der Fisch am Haken sitzt was sieht man , zum landen wird flaches Wasser gesucht und der Fisch wird bæuchlings ueber 5-10cm Tiefe gezogen. Schlægt sich los oder der Haken schlitz dabei aus. Eine Mindesttiefe sollte man schon haben wo man sicher stehen kann und den Fisch von hinten fasst.
Sonst bleibt nur ein grosser Kescher oder Gaff. Wenn man einen Kescher oder Gaff braucht, dann sieht man auch ob der Fisch mænnl. oder weibl. ist oder ob er im Entnahmefenster liegt.
Werden die 100% Releaser wieder aufschreien, schreit nur! Wir fangen keine Fische um sie danach verludern zu lassen.
Alle Studien, egal ob aus USA oder GB oder N oder..., gehen bei normaler Wasserfuehrung und optimaler Temperatur 8-14 grad von 3-8% Verlust aus.
Danach stiegt die Rate sehr schnell, bei 16 grad sind es schon 20% und bei 18 grad bis 50% (je nach Drilldauer).
Und was macht man mit einem Fisch der eine Flunke im Kiemenbogen hatte (oder totgedrillt wurde), den bringen wir zu den Altenheimen (Orkanger/Meldal/Berkåk) um ihn einer vernueftigen Verwertung zu zu fuehren. Dann gibts auch eine Quittung und der Fisch zæhlt nicht zur Entnahmequote des Fischers.
Eine Broschuere zum Wiederausetzen wurde von Norske Lakseelver in Zusammenarbeit mit NINA herausgegeben. Gibts auch in engl. im Gaula Natursenter oder mal beim Gockel schauen.
Das hier gibts sicher auch auf engl. https://www.nina.no/gjenutsetting
Dort wird genau erklært das die Hakengrøsse, der Hakentyp und der Sitz (Stelle)des Hakens entscheidenden Einfluss auf das Ueberleben haben.
Auch wird darauf verwiesen das der Fisch im Wasser abzuhaken ist!
(Nix da mit Foto von Taumfisch an der Luft, dann aufessen- mein Senf dazu)
Wære noch zu erwæhnen das 13% der markierten Fische im Laufe der Saison wieder gefangen wurden, allerdings schwankt das von 0-37% bei den untersuchten Fluessen.
Gruss Hendrik
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon SIMPLE SHRIMP » 29.09.2019, 14:54

orkdaling hat geschrieben:Natuerlich hab ich auch kleine Drillinge, die aber frei schwingend an langen Tuben von 12-18cm. Da ist es Wurst in welcher Richtung der Hakenbogen steht wenn der Fisch aus seinem Standplatz nach oben schiesst, die Fliege voll im Maul hat und wieder abtaucht, der hakt sich ganz von selbst.
Das Problem, lieber Klaus, eine geschleppte lange Tubenfliege macht zu wenig Bewegung, andere sagen dazu das sie nicht spielt und wie ein Klumpen auf den Fisch zu treibt. Die langen Tubenfliegen sind ja nichts anderes als ein Streamer.

Moin Hendrik,

über Deine 'Annahmen' und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen ließe sich wieder mal trefflich streiten. Nicht alle Fische 'schiessen' auf eine Fliege zu und nehmen diese voll ins Maul und es gibt auch jede Menge Fliegen, die sogar in 'ruhiger' Strömung 'spielen'. Wenn Fische in längeren 'Rinnen' hintereinder stehen könnten, oder am eigenen Ufer stromab aufgereiht sind, dann ist oft angesagt, die Fliege auf die Fische zu treiben zu lassen.

Beim 'Schrägfischen' nach dem Auswerfen fische ich von der Rolle und ziehe zum Ende des 'Herumschwingens', wenn die Fische von hinten kommen, eine Schlaufe. Aber ich bin nicht (Lax-) Pabst. :roll:

Klaus
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon orkdaling » 29.09.2019, 17:31

Moin Klaus,
nichts anderes schreibe ich oft, der Unterschied von steigenden und stehenden Fischen . Das Anwerfen von Standplætzen oder das Befischen der Wanderwege, also meist entlang von Stromkanten , Rinnen, usw. sind 2 Paar Schuhe! Wird in so mancher Literatur beschrieben, sieht man in Videos...
Ein vor der Leine in der Strømung spielender Køder, wir reden hier nicht von einer Frances sondern von den erwæhnten langen Tuben, wird i.d.R von steigendem Fisch voll bzw quer genommen, Haken dazu mittig. (Neu)Aufsteigende Fische werden besser an Fliegen mit frei schwingenden bzw hinten hængendem Haken erbeutet. Dann gibts auch weniger "Anfasser". Ein frei schwingender Haken vertuedelt sich auch nicht in den langen Tuben, sagen wir besser 12-18cm Ziegenhaar. Eine solche Fliege, die ja einer der besten Køder bei kaltem Wasser ist und grundnah gefuehrt wird, treibt wie ein nasser Sack ueber den strømungarmen Grund wenn sie geschleppt wird.
Was ganz anderes ist die Befischung der Wanderwege , schnelle Strømung, Kanten, Uferbøschung… da sind es dann so ab Juli mittllere bis kleine Fliegen.
Aber auch da sollen die (ZB. Shadows) Fliegen spielen, auf den Fisch zutreiben, auch stehen bleiben, sinken und steigen.
Umschwingen und Bisse gehen eben nur bis zu einer bestimmten Geschindigkeit, dann gibts Fehlbisse . Noch dazu von der Wassertemperatur abhængig, ein Fisch bei 6 oder 8 grad verfolgt die Fliege nicht und steigt auch nicht so wie ein sich in Høchstform befindender Fisch bei 12-14grad.
Am Grund stehende weilende Fische, also bei der zeitigen Poolfischerei, sind eben was anderes als Aufsteiger, man redet oft von Anfassern oder Schwanzbeissern. Genau darum hængen die grossen Fische auch so gut an den mittigen Einzelhaken, die beim strippen erbeuteten mitttelgrossen und kleinen Fische besser am freischwingenden kleinen Drilling. (Nur darum Drilling 12-14)
Weis zwar nicht welcher Lachspabst das schreibt, aber so erklært das nicht nur Trond Syrstad, der uebrigens auch mit frei laufenden Fliegen fischt.
Geht aber nur wenn Zug auf der Leine ist.
Ach ja, hab selten Fische neben einander stehen sehen, vielleicht 2. Aber das sie hintereinander hinter jedem einzelnem Stein entlang einer Steinbøschung stehen, hinter Brueckenpfeilern, entlang einer langen Kante sieht man hæufig. Auch das sie wie im Gænsemarsch entlang der Bøschung stromauf ziehen und das nur in 1m Abstand, das sieht man auch hæufig. Das sie in einer Formation wie Zugvøgel breite gleichmæssige Bereiche durchschwimmen, kann man jeden Abend erleben wenn der Zeitpunkt gekommen ist. (Start mit Sonnenuntergang)
Wenn die dann einen Bereich ueberwunden haben, springen manche FF ins Auto und fahren mit Volldampf zur næchsten Zone und werfen die Bugwelle an.
Es gibt uebrigens einen Typen aus D. der eine DH Wurfschule betreibt, oft an der Gaula fischt, auch mal hier fischt ,mit dem hab ich das schon durch diskutiert. Erstaunlicher weise haben wir die gleiche Meinung was die Taktik betrifft., also das Befischen von weilenden oder wandernden Fischen.
Irgendwie haben norw.und deutsche Lachspæbste da nicht anderes festgestellt.

Und zum Thema Fisch am Band bzw verlorene Fische. Das ein Fisch nach wenigen Sekunden wieder abfællt, das liegt meist nicht am Fischer, das kommt vor. Das ich seit 2-3 Jahren fast keine Auststeiger mehr habe weil ich entweder die Owner 5177 BC Mosquito fische ( grosse Fliegen ) bzw 12-14ner Drillinge an der Nachlæufermontage, das kann ich bestætigen.
Das aber so viele Fische, wie man hørt, bei der Landung verloren gehen,hab ich oben erwæhnt.
Die fast ankergrossen Drillinge 6-8 helfen da sehr wenig. Entweder sitzen die im Kiemenbogen = toter Fisch, oder sie fassen trotz ihrer Grøsse nicht im hartem Kieferbogen und hebeln sich bei dieser Art der Landung aus.
Wann welcher Haken an meine Leine kommt siehst du hier ganz gut, gruen = grosse Fliegen und Owner Gr 1 und so werden die Fliegen und Haken mit der Zeit immer kleiner, erst gruen, dann Schwarz, dann blau.
Bild
Ach ja, an den kleineren Fluessen, na da ist gar nichts mit quer werfen, da sehen mich ja die stehenden Fischlein und tauchen weg. hahaha
Gruss Hendrik
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon SIMPLE SHRIMP » 29.09.2019, 19:21

.
Moin Hendrik,

Ach ja, hab selten Fische neben einander stehen sehen, vielleicht 2.

Ein oft geklicktes Video: Salmon fishing in Iceland with underwater camera zeigt, was ich schon mehrfach gesehen habe, auch an der Orkla. :p

Was ganz anderes ist die Befischung der Wanderwege , schnelle Strømung, Kanten, Uferbøschung …

Wie passt das denn zusammen, 'schnelle Strömung' und Kanten und Uferböschung?

Am Grund stehende weilende Fische, also bei der zeitigen Poolfischerei, sind eben was anderes als Aufsteiger, man redet oft von Anfassern oder Schwanzbeissern.

Ich könnte solche Fische gar nicht auseinander halten, außer man kann die Färbung erkennen - habe ich mal erlebt, nebeneinander, dunkelgraue Fische, bräunlich gefärbte und helle Lachse. Aber am Grund in ruhig strömendem Wasser standen sie alle.

Beim Lesen Deiner Antworten kommt mir übrigens oft in den Sinn: "orkdaling ist nicht zu fassen!"

Gruß
Klaus
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon alfredo.fly » 29.09.2019, 20:40

Willy und Peter zieht es zum Finn Pool, wo Willy erst einen Fisch vom linken Ufer verliert und dann mit dem Guide aufs rechte Ufer übersetzt, sich oben im schnellen Wasser im Spreizschritt auf zwei Steine stellt und auf kurze Distanz einen Standfisch von 95 cm auf eine Frances erwischt.

Ich weiß jetzt leider gar nicht, wer den Fisch gelandet oder ob Willy die "kommode" Position während des Drills überhaupt verlassen hat, ich hätt auch gern ein, zwei oder drei Photos des Fisches - aber die Handys unserer beiden Spezialisten sind ....... bei 0% Akkuleistung


Ich muss mich echt wundern, das Du das noch im Kopf hast, alle Achtung.
Ich fand das auch sehr schade mit den Fotos. :no:
Dummheit lässt grüßen. :cry:
Ich stand während des Drills die ganze Zeit mit gespreizten Beinen immer auf den Steinen und wusste wirklich nicht wohin ich sollte.
Irgendwie hat es dann doch an kurzer Schnur geklappt, ich glaube Jewgeni hat hat den Lax gelandet.
Ich glaube er wog knapp 10kg.
Er ist mir dann noch aus der Hand gerutscht und auf den Kopf gefallen. :roll:
10 Minuten musste ich ihn (sie) hin und her schieben, bis wieder alles ok war. :grin:
Es war trotzdem ein sehr schönes Gefühl einem Lax die Freiheit zu geben.

Gruß Willi
Einfach gar nicht ignorieren!!!!
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon orkdaling » 30.09.2019, 13:49

Moin Klaus,
das hatte ich ja mal rein gestelle, lange her.
Versuch: Hæng solch einen langen Streamer, was anderes ist die Tube nicht, in die Strømung und du wirst sehen das er spielt.
Stripp ihn mit der Strømung ein und du siehst nichts.
Lass ihn ueber oder neben dem Einstand auf und ab tanzen und du verleitest den Fisch.
Im Schnellzugtempo rueber getrieben, vielleicht noch bei kaltem Wasser und der dort weilende Fisch guckt wenn ueberhaupt nur hinterher. Dafuer wird ja gemendet und die passende Sinkrate benutzt.
Warum fischt man grosse Fliegen im Juni? Warum tief? Warum aber kleinere Fliegen im Juli und Aug? Warum im Mittelwasser oder spæter direkt unter der Oberflæche?
Passt nicht hier rein und wuerde das Thema sprengen, das gehørt dann wohl zur Taktik der lachsfischens und ist bei so vielen Gurus zu lesen.
Geheimtip! oder doch nicht ?
Egal nun ob die Bøschung an der 5 (fuer die nicht eingeweihten Steinkante wie auf`n Kai) oder wenn ich unter den Bruecken des kleinen Skjenald bin, die Fische nutzen die Einstænde hinter jedem Stein, dort geht die Strømung entlang. Unter den Bruecken stehen sie nicht etwa dahinter, nee sehr oft der Reihe nach an das Fundament gedrueckt was ja nach Wasserstand wie ein Prallhang wirkt.
Und da mancht es sich sehr gut wenn man den Sunray direkt an der Kante /Fundament entlangtreiben læsst, schnur ab und zu stoppt, Spitze hebt und senkt.
Dum nur wenn der Fisch sich nicht auf die Seite der Bruecke bringen læsst vo man steht, wenn er durch geht und sich in die Strudel hinter die Pfeiler stellt.
Ich kann dir sagen, hab oft geschwitzt wenn ich auf dem Sockel des Fundaments entlang geturnt bin um wieder an den Fisch zu kommen, haha.
Solche schønen Landeplætze wie hier am Steindalselva hat man doch recht selten ( Osen , Nordmeland , ein geiler Platz !)
Bild
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon Thomas. » 30.09.2019, 14:23

orkdaling hat geschrieben:Das hier gibts sicher auch auf engl. https://www.nina.no/gjenutsetting
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Klar, wenn C&R, dann ist es für den Fisch auf dem internen Speicher abgelegt besser, als auf einem Externen.
Dieses Jahr dazu gelernt: den Fisch 'entlüften'.
Der Fisch soll sich von der beim Drill/Sprung aufgenommen Luft befreien können.
Beim Zurücksetzen in ruhigem Wasser halten, ohne hin und her Geschiebe. Den Köpf höher als den Schwanz.
Wir waren überrascht, wie das aus dem Maul sprudelte.
Leider zu spät zur Kamera gegriffen. Hier kurz vor der Verabschiedung, aber ein Rest der Blasen noch zu erkennen.

DSCN0030.jpg
Zuletzt geändert von Thomas. am 30.09.2019, 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon troutcontrol » 30.09.2019, 17:12

Ein Wort zum Keschern:
Damit nicht im Wasser rumfuhrwerken, eher wie ein Graureiher zustoßen: VIDEO
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Re: Ich hab einen Lachs am Band - und nun?

Beitragvon troutcontrol » 30.09.2019, 19:10

Wenn man ohne Keschermann unterwegs ist, kommt es vor allem auf Gelenkigkeit an .... :lol:

Zu der durchaus verbreiteten Liege-Keschertechnik mit ausgestrecktem Bein fällt mir aber gerade der wichtigste Tip überhaupt in Bezug auf die Ausrüstung eines modebewußten Laxanglers ein:
Bild
Das russische Sitzkissen (Max hat es hochgeschoben, ich hatte damals noch keins)

Jedesmal, wenn wir nach Murmansk kommen, wird der kissenlose Teil der Reisegruppe damit ausgestattet (€1,50).
Das Teil ist genial, man schiebt es runter und kann sich überall und jederzeit auf den Allerwertesten setzen, Kaffee trinken, eine rauchen - oder einen Lax keschern !
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