Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Ein Forum für diejenigen, die einen Haufen grundsätzlicher Fragen haben, nicht wissen sollen wie und womit sie überhaupt beginnen sollen und nach ausgiebiger Recherche hier und anderswo mit Ihrem Latein am Ende sind.
Grundsätzlich gilt - Es gibt keine dummen Fragen - aber eine Suchfunktion!

Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon orkdaling » 22.06.2017, 07:28

moin moin,
Super Einsteigeranleitung!
Wie beim Lachsfischen gilt es auch beim Mefofischen in der Nacht, wo die Fische (Ostsee) in der ersten Rinne oder am Fjord unmittelbar an der Krautkante zu finden sind.
Und man sieht immer wieder das FF glauben das der gewinnt der auch bis zum Horizont wirft.
Voller Elan sofort bis zum Bauchnabel ins Wasser marschieren und die Fische in den flachen Bereichen wo sie sich nur nachts hin trauen um Garnelen und Wurmer zu sammeln, verscheuchen.
Da fællt mir ein Spruch von Henrik Mortensen ein (den man auch beim Mefofischen beachten sollte)
"salmonfishing is not distance, its Control..."
Und dies kønnte man auch bei der Ausruestung fortsetzen. Muss es ein kurzer schwerer (platsch) Schusskopf sein? Nee, eine Schnur mit langer duenn auslaufender Keule ist da vom Vorteil. Da wæren wir wieder beim Lieblings(streit)thema, braucht man eine 6# Rute an der Kueste? Ja , unbedingt!
#7 oder 8 sind was wenns blæst -mehr nicht.
Gruss Hendrik
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon orkdaling » 22.06.2017, 07:35

Kleiner Nachtrag, sorry Rudi, weiss nicht ob du das schon erwæhnt hast.
Es ist ein gewaltiger Unterschied ob man, besonders im Fruehjahr, einen Blinker wirft und dieser sofort nach Einschlag attackiert wird oder ob man in einer ruhigen Sommernacht unterwegs ist wo schon ab der Dæmmerung Fische in knietiefem Wasser gruendeln.
Und nicht nur Mefo nutzen den Schutz der Dunkelheit, auch Meterdorsche und Seelachse sind bei 1m Wasser zu finden.
Gruss Hendrik
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon tyfly » 22.06.2017, 09:08

Top Beitrag, danke.
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon Gädda » 22.06.2017, 10:44

bevorzugt ihr eine Floating oder Intermediat Leine?
Floating zieht Furchen an der Oberfläche und Interm. zieht das Muster zu weit runter.
Was ist besser?
Neid ist die deutsche Form von Anerkennung!
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon sprottenfan » 22.06.2017, 11:48

Wedernoch :grin:, als leider sehr eingefleischter Spinnfischer Glasweigt mit 10 g was nicht einschlägt wie eine Gehwegplatte, mindestens 40 m fliegt, und man auch schön plötschen lassen kann. Das gute dabei ist, daß man das Wasser manchmal nicht mal betreten muß und auch gar keine Scheuchwirkung hat. :o. Trotzdem ziehe ich es mitsamt Fliege mit Megafullspeed zum Strand, sodass die Oberfläche mehrfach durchbrochen wird,das geht aber nur gut wenn man Fische durch Platscher oder sonstiges hört, oder einen Nachläufer hatte und die Bisse sind dann megaagressiv, sodass sich schon manches Spitzenteil meiner Ruten verabschiedet hat.
Ruten werfen Masse richtig klasse, aber nicht irgendeine verhungerte Asthma- Klasse.
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon Fischers Fritz » 08.08.2017, 20:09

Hallo Rudi,

danke für die Tips. Ich hoffe, dass ich es diesen Sommer nochmal für ein verlängertes Wochenende an die Küste schaffe. Das wäre dann mein erstes Nacht-Fischen mit der Fliege.

Ich hatte mir bei ADH die Rio OutBound Coldwater Fliegenschnur # 7 floating hierfür bestellt. Spitzenbetonte Keule heißt wohl, dass die Schnur platscht, oder?

Nach dem Beitrag von Hendrik ist ja die # 6 eher geeignet. Auf meiner # 6 Rute habe ich die Guideline slow intermediate. Die müsste ja eigentlich funktionieren, oder?

Wenn grelles Licht in Richtung Wasser zu vermeiden ist, wie sieht es denn mit einem kleinen Feuer aus? Um eine Bratwurst zu grillen oder so. Ich meine in dem Buch "Die 117 Besten Fünischen Angelplätze" ist das so beschrieben.

Viele Grüße,
Sven
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon orkdaling » 08.08.2017, 23:03

Hallo Sven,
also es gibt nicht "Die" Meerforellenrute. Da spiele viele Faktoren eine Rolle, Der Eine fischt gern Schusskopf auf Weite und eben nicht mit einer 6#,
der Andere fischt in flachen Buchten mit Tang ,Steinen, Rinnen und nutzt dafuer eine 6#.
Oder der Eine fischt grosse Streamer und der Andere relativ kleine Kobberbassen, Garnelen, Tanglæufer.
Ich bin an normalen Tagen, egal ob hell oder dunkel, mit der 6# unterwegs unf fische diese mit Coastal slow inter.oder Baltic Seatrout wenns etwas tiefer laufen soll. Nur wenn ich damit rechnen muss das grosse Pollack oder Seelachs da sind, dann greif ich zu den anderen Klassen 7# bis 9# !
Ich wuesste auch nicht wie Licht ins Wasser kommen sollte, hab ausser Brandungsangler noch niemanden mit Kopflampe am Wasser gesehen und deine Grillwurst wirst dun ja wohl nicht auf einer Sandbank braten.
Ich fische auf Mefo tags und Jahreszeit bedingt Fliegen Grøsse 6 - 8 nur im Dunkeln grøssere und Schwarz.
Auch kleine Tuben kommen bei der Seelachs und Dorschfischerei zum Einsatz weil ich da zwar kleine aber kræftige Rundbogenhaken verwenden kann.
Ja und sonst hat Rudi doch alles geschrieben was du wissen musst.
Gruss Hendrik
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon Fischers Fritz » 09.08.2017, 08:18

Moin Hendrik,

danke für den zusätzlichen Input :wink:

Das mit dem Licht kenne ich vom Aal angeln. Da würde ich nicht auf die Idee kommen, ein Feuer zu machen. Aber so lichtscheu wie die Aale sind die MeFos ja wahrscheinlich nicht.

Viele Grüße,
Sven
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon IdEfIx » 09.08.2017, 11:31

War u.a. mal ne Nacht mit meinem Sohn fischen, es war so richtig eine Lauwarm, sodaß man nur in Wathose & T-Shirt fischen konnte.
Ententeichstimmung mit leichtem Hauch von Rückenwind - alles war Top - bis in der Dämmerung eine Invasion von Mücken nervte,
denn hinter uns war ein kleiner Teich. Eine Zigarette bot ein paar Minuten Ruhe, mehr aber nicht und so beschloß mein Sohn ein
Lagerfeuer zu machen, danach hatten wir Ruhe von den Viehchern; nagative Auswirkungen auf die Fisch-Aktivität konnten wir nicht
feststellen, leider fehlten die Bratwürste. :lol:

LG Rudi :wink:
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon orkdaling » 09.08.2017, 13:52

Moin moin nochmal,
also mit dem Licht das ist relativ zu sehen.
Ein pløtzlich einfallender Lichtstrahl, vielleicht zu vergleichen mit einem aufblitzendem Blinker, kann sicher verscheuchen.
Aber was ist mit Hæfen oder Kaianlagen wo immer Licht (Beleuchtung) zu finden ist. Da wird mit Erfolg gefischt.
Anderes Beispiel, gleich bis zum Bauchnabel ins Wasser oder ueber groben Kies getrampelt ist auch nicht hilfreich.
Zu meiner Militærzeit fingen wir Karpfen an einer Wasserdurchfahrt und immer dann wenn die Schutzenpanzer den Schlamm richtig aufwirbelten.
Ich werde jetzt zum Strand mit den Enkeln den Grill anwerfen und so gegen 19 besser 20 uhr wenn die Sonne nicht mehr in den Fluss scheint schau ich mal nach den Lachsen die bei vollem Licht die Rieselstrecken meiden (flach und glasklar)
Ist das Wasser aber angetruebt størt es sie weniger.
Nicht anders ist es doch beim Fischen in Ostsee Skagerrak und Fjord.
Gruss Hendrik
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon outang » 09.08.2017, 17:11

moinsen-
in sachen licht am wasser hätt ich noch nen tipp-
hab ich mir mal an der mörrum gegönnt
https://www.globetrotter.de/shop/petzl-elite-136685/

nur eben mit clip um das teil am cappy oder sonstwo zu befestigen.
vorteil bei dem teil ist das rotlicht - das sieht der fisch nicht.
zumindest meinte das der guide an der mörrum -
ist dann ja doch einfacher im wasser ggf. des nachts umzutüdeln als den spot zu verlassen und zurückzustolpern.....
und da ist noch so eine winzige trillerpeife dabei, die aber irre laut ist-
falls mal was schiefläuft......

tl
lutze
wissen ist das einzige gut was sich vermehrt - wenn man es teilt .
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon Fischers Fritz » 09.08.2017, 22:12

Moin,

na, mal sehen was daraus wird, die Theorie habe ich ja jetzt drauf :wink:

Ich hoffe es hat geklappt mit den Lachsen, Hendrik.

Danke und viele Grüße,
Sven
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon Fischers Fritz » 27.08.2017, 11:58

Moin,

ich bin gestern mal spontan losgefahren und habe die Nacht geangelt.

Auf der Hinfahrt fiel mir ein, dass die Polarisationsbrille bestimmt nicht ideal ist für die Nacht. Das war auch so. Man braucht wahrscheinlich eine restlichtverstärkende Brille.

Ich habe dann in der Dämmerung mit Fliege geangelt und morgens auch. Zwischendurch gab es Bratwurst am Lagerfeuer. Im Dunkeln habe ich geblinkert oder am Feuer gesessen.

Feuer.jpg
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War eine schöne Nacht, auch wenn es keine Fische gab :wink:

Viele Grüße,
Sven
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon Fischers Fritz » 27.08.2017, 12:11

Die erste Hälfte der Nacht war richtig dunkel. Der Himmel war bewölkt und es waren keine Sterne zu sehen.
Macht es bei solchen Bedingungen überhaupt Sinn, zu angeln? Die dunklen Fliegen sollen sich ja gegen den hellen Himmel abheben. Der war aber auch dunkel.

Viele Grüße,
Sven
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Re: Nachtfischen Teil I - Allgem. Tipps für Beginner

Beitragvon IdEfIx » 27.08.2017, 14:11

Fischers Fritz hat geschrieben:Moin, ich bin gestern mal spontan losgefahren und habe die Nacht geangelt.
Ich habe dann in der Dämmerung mit Fliege geangelt und morgens auch. Zwischendurch gab es Bratwurst am Lagerfeuer. Im Dunkeln habe ich geblinkert oder am Feuer gesessen.War eine schöne Nacht, auch wenn es keine Fische gab :wink: Viele Grüße, Sven


Im Dunkeln habe ich gebliinkert?, also wenns schon nachts Spinnfischen sein muß, dann doch bitte mit nem dunklen Wobbler,
besser natürlich Fliegenrute oder Sbiro-Fliege - vielleicht hätte Dein Fangergebnis dann anders ausgesehen, wer weiß?

.... und Sven - warum gab es keine Fische?, wie sah es denn im Wasser aus, war Meeresleuchten zu sehen?

LG Rudi :wink:
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