Kurze Bachrute

Viele der edlen Wekzeuge und Hilfmittel, mit denen wir bei unserem Hobby hantieren, müssen nicht unbedingt von der Stange aus dem Ladenregal sein.
Watstock, Schnurkorb, Kescher und Co. können auch aus eigener Produktion sein, die gemeinsam mit Freunden oder allein eisige Winterabende füllen kann.

Kurze Bachrute

Beitragvon kepzky606 » 13.05.2009, 07:00

Hallo,

Ich habe mich entschlossen mir eine wirklich kurze Rute für die leichte Fischerei an kleinen Bächen zu bauen.
Da es seites der Hersteller nicht wirklich kurze, erschwingliche Modelle gibt baue ich nun selbst.

Meine Wahl ist auf einen 5ft Klasse 3 Blank (Rainshadow) gefallen.
Ich habe nun zwei Fragen.

1:
Wie bestimme ich eine gute Verteilung der Ringe? (bzw. die opt. Anzahl und Größe)

2:
Ich möchte den Rollenhalter nur aus zwei Ringen ausführen (Wie bei der Orvis Troutbum). Kenn jemand eine Quelle, wo ich derarte Griffe vorkonfektioniert erwerben kann?

Vielen Dank
Bin für jeden Tipp dankbar!

lg Erik
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Beitragvon tangathotty » 13.05.2009, 09:01

eine gute adresse für rutenbauer ist

CMW Weckesser bei würzburg.
der ist nicht nur absoluter experte auf diesem gebiet (hat das blinker spezial heft "rutenbau" vor 10 jahren gemacht)
sondern ist auch europas größter händler für solchen bastel zubehör. der hat alles.. ;)

beringungstabellen werden meist von den herstellern mitgegeben,
ansonsten würde ich eine ähnlich lange rute mit entsprechender aktion im
fischereilichen bekanntenkreis ausleihen und deinen blank entsprechend mit tesafilm probeberingen.
wenn man dann mal eine leine einzieht und probedrillt, erkennt man meist schon, ob das was taugt.

grüßung
Thotty
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Beitragvon piscator » 13.05.2009, 09:15

Hi Erik,
für den Griff mit Schieberingen würde ich mir einen fertigen Griff kaufen (Zigarre) und einen Satz Korkringe. Die klebst du zusammen und steckst sie auf eine lange Schraube. Dann in die Bohrmaschine und auf den richtigen Durchmesser schleifen. Schieberinge gibts bei Modeschmuckständen -- in verschiedenen Durchmessern. Viel besser als echte Schieberinge.

Beringung -- da gibts viel Bohau drum. Fang mit 11cm an und erhöhe das Progressiv um 1 - 2 cm (11 13 15 ....); Wenn Spitzenbetonte Ruten dann etwas enger im Spitzenbereich -- aber jeder Ring modifiziert die Aktion -- deshalb immer Ringe so klein wie möglich wählen.

Viel Spaß beim Basteln, Jürgen
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Beitragvon kepzky606 » 13.05.2009, 09:40

@thotty

danke für den Tipp. Bei CMW habe ich den Blank geordert.
Der hat in der Tat eine Menge vorrätig!

@Jürgen
Vielen dank für die Info.
Ich werde versuchen, noch eine Ringtabelle aufzutreiben um das mit deinem Hinweis abzugleichen.

Das mit den Ringen habe ich mir schon fast so gedacht.
Der Tipp mit den Korbscheiben ist gut.
Bis ich soweit bin vergehen sicher noch einige Wochen.

Was ist eigentlich ein guter Ablauf!

-Overlap bestimmen
-Spitzenring montieren
-Griff montieren
-Ringe montieren

?

lg Erik
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Beitragvon todde » 13.05.2009, 13:20

Moin Erik!

Die Tabelle für die Anordnung der Ringe für deinen Blank solltest du hier finden.

gruß
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Beitragvon torsten nms » 13.05.2009, 13:24

Moin Erik,
das sind die von batson vorgeschlagene Abstände für die RX7 503
3", 6,5" ; 10,5" ; 14,75" ; 20" ; 28" ; 37"

in inch von der Spitze

Gruß
Torsten
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Beitragvon kepzky606 » 16.05.2009, 13:57

Vielen Dank für diese Infos. Das hilft mir gut weiter.

lg Erik
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Beitragvon kepzky606 » 18.05.2009, 20:16

Heute ist mein Blank angekommen. 5 Fuß ist wirklich kurz aber bestimmt total witzig!

Ich bin noch etwas unsicher bei der Bestimmung des Overlaps.
Einiges habe ich dazu gelesen, aber im ersten Versuch ist es mir nicht gelungen einen wirklichen "Sprung" zu merken.

Kann jemand vielleicht nochmal einen Tip geben wie man da vorgehen kann.

Danke für die Mühe

lg Erik
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Beitragvon torsten nms » 19.05.2009, 08:14

Moin Erik,
ist mir auch schon aufgefallen das es tatsächlich bei einigen Blanks etwas schwieriger ist den "Sprungpunkt" zu ermittel liegt imho vermutlich daran daß in diesem Fall keine echte Überlappung der Matte vorhanden ist, sondern die "Mattenkanten/enden" nahezu deckend enden !
auf jeden Fall zum drehen eine wirklich glatte Oberfläche wählen
guggsu auch mal hier
http://www.angelkaestchen.de/rutenbau.htm

Gruß
Torsten
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Beitragvon piscator » 19.05.2009, 08:49

Hi Erik,

Die mechanische Art den Springpunkt zu erkennen, hast ja sicher schon probiert. Es geht ja in erster Linie darum, dass die Rute beim Werfen in einer Ebene schwingt. Das kansst du auch anders probieren.

Wenn du die Rute auf einen Tisch klemmst, so dass 90% frei im Raum stehen, und dann ein kleines Knicklicht oder so ähnlich auf die Spitze steckst. Dann den Raum verdunkeln, oder ein paar Bier und Chips und warten bis es von selbst stockfinster ist. Dann die Rute nach oben oder unten auslenken und loslassen. Dann siehst du ein tanzendes Licht. Solange das auf einer Elipse tanzt, drehst du die Rute ein Stückchen weiter, solange bis das Licht auf einer Linie tanzt -- aber vorsicht, bei zuviel Gerstensaft fürht das leicht zu Fehlergebnissen.

Der war umsonst, Jürgen
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Beitragvon kepzky606 » 19.05.2009, 08:58

Hallo Torsten, hallo Jürgen,

Danke für die Tipps. Besonders der Tipp von Jürgen klingt für mich besonders interessant. Ich werde dabei auf Gerstensaft verzichten um keine "Messfehler" zu produzieren.
Aber das "Schwingbild sollte Aufschluss geben.
Die Ellipse muß zur Geraden werden, dann habe ich zumindest die Ebene
in der der "Overlap" liegt.
Wo die weiche bzw harte Seite ist muss ich dann abschätzen :)

Danke nochmal

lg Erik
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Beitragvon torsten nms » 19.05.2009, 10:18

piscator hat geschrieben:Hi Erik,

Die mechanische Art den Springpunkt zu erkennen, hast ja sicher schon probiert. Es geht ja in erster Linie darum, dass die Rute beim Werfen in einer Ebene schwingt. Das kansst du auch anders probieren.

Wenn du die Rute auf einen Tisch klemmst, so dass 90% frei im Raum stehen, und dann ein kleines Knicklicht oder so ähnlich auf die Spitze steckst. Dann den Raum verdunkeln, oder ein paar Bier und Chips und warten bis es von selbst stockfinster ist. Dann die Rute nach oben oder unten auslenken und loslassen. Dann siehst du ein tanzendes Licht. Solange das auf einer Elipse tanzt, drehst du die Rute ein Stückchen weiter, solange bis das Licht auf einer Linie tanzt -- aber vorsicht, bei zuviel Gerstensaft fürht das leicht zu Fehlergebnissen.

Der war umsonst, Jürgen


Moin,
klasse Idee ......... :+++:

Fehlergebnisse.......
ist eh' besser 2x mal zu "messen" ---> Prost :+zsch:

Gruß
Torsten
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Beitragvon tangathotty » 19.05.2009, 10:34

hmm....
klasse idee ? ich weiss ja nicht...

@ Jürgen: klingt ganz putzig, und im prinzip ja :+++:

aber:

man muss allerdings dazu sagen, dass man die rutenteile einzeln testet, denn es bringt ja nix,
wenn die rute "in sich" schon verdreht ist, dürfte klar sein, oder ?

und dann bei nem griffstück von einer rute der höheren klasse ist mit langen schwingungen und knicklichtoptik
auf dem harten teil wohl eher nicht zu rechnen. ebenso, wie bei einer 4 teiligen am 60cm stummel.. :q:

Erik, mach das ruhig per hand, soo schwierig ist das nicht. teste das mal an bereits beringten ruten,
damit du dich mental in das hineinfühlst, worauf es ankommt. und hol dir zur not kundige hilfe.
wäre ja ärgerlich, wenn dir deine rute unter der schraubzwinge am tisch zerbröselt, nur weil dir die schwingung
noch nicht gereicht hat um dir schlieren auf der netzhaut zu hinterlassen.
kiffen :s+4: würde dabei möglicherweise helfen, ist aber der ernsthaftigkeit eines rutenbauprojekts eher nicht angemessen...

die manuelle methode geht folgendermaßen:

man stellt das zu testende teil auf den boden, hält es an der spitze mit einer hand und drückt mit der anderen hand
eine deutliche !! biegung in den blank, dann rollt man diese hand vor und zurück und erspürt die overlaps.
echt ganz einfach und eigentlich auch wirklich eindeutig...

grüßung
Thotty
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Beitragvon kepzky606 » 19.05.2009, 10:46

Ich werde es heute abend nochmal probieren!
Soo schwer sollte das doch eigentlich nicht sein.

Ich muss nochmal fragen -> Wo gibt es diese Ringe?
Ist Modeschmuck wirklich geeignet?
Dateianhänge
7131F8SF_alt.jpg
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Beitragvon piscator » 19.05.2009, 11:01

Moin, Modeschmuck ist super, da gibts tolle Edelstahlringe mit Hartgoldeinlage, mit emaillierung etc... und in jedem beliebige Durchmesser -- ich sach nur Bijou Brigitte -- oder Beate U.... ne, das war ne andere Baustelle, Jürgen
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