Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Viele der edlen Wekzeuge und Hilfmittel, mit denen wir bei unserem Hobby hantieren, müssen nicht unbedingt von der Stange aus dem Ladenregal sein.
Watstock, Schnurkorb, Kescher und Co. können auch aus eigener Produktion sein, die gemeinsam mit Freunden oder allein eisige Winterabende füllen kann.

Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon fly fish one » 10.04.2020, 11:55

4 Jahre, Blut, Muskeln und Firma Altendorf - ein Herrenzimmer der besonderen Art


Teil 1) Der obere Bereich des Schrankes unterhalb der Decke und im Hintergrund die gleitende Treppe zu erkennen. In Modulen gebaut, so dass man mal umziehen, verkleinern oder sonst was kann, ohne alles in Einzelteile zu zerlegen. Die grundsätzliche Idee der Fächer ist den Billy Regalen von Ikea "entlehnt".
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Dieses Bild verdeutlicht vielleicht noch etwas mehr die Dimensionen des Ungetüms, denn ich stehe für das Bild in der Tür meines Zimmers.

Teil 1:
Wenn ich auch sonst nicht viel kann, aber "Gechichten" erzählen - womit wir wieder mal bei Birne wären. Aber ob der Fliegenfischer war kann ich nicht sagen oder übehaupt einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen jemals in der Lage war - keine Ahnung! Aber Frage: Wer von Euch Kameraden ist heute noch in der Lage einen 200er Nagel mit einem 800 Gramm Hammer in eine Bohle zu schlagen, ohne sich, den Nagel, den Hammerstil und sein Umfeld massiv zu gefährden?? Birne liegt jetzt schon ne Weile und schaut sich die Radieschen von unten an - aber der sicher nicht!

Vor vielen Jahren nahm die Idee der Gestaltung eines Herrenzimers, meines Herrenzimmers, seinen Anfang. Eine Altbauwohnung, nicht gerade niedrig, mit einem eigenen Zimmer für all meine Leidenschaften ein zu Hause? "Ja", natürlich, stilsicher und mit dem Geschmack der jeden Designer zu tränen rührt.

Ich brauchte ein Regal, nein einen Schrank, nein eine Wand, bis unter die Decke, mit Leiter. Etwas in dem ich integriert Zigarren, Rutendesign, Fliegenkreationen und Glück finden konnte! Jawohl, Kameraden, so was musste her. Bauen lassen???? Ich bin nicht zimperlich im Geld auf den Kopf hauen, aber die Überschlagsrechnungen und Rücksprachen mit einem modellbauenden Bruder, der damit seine Brötchen verdient, ließen schwindelerregende Summen wie Trockenfliegen durch den Raum segeln, die sich immer deutlich oberhalb von 10K Euro bewegten!! Für ein Möbelstück? Nääää, auf keinen Fall und ich kann das sowieso alles besser!

5,40 Meter Länge mal 3,40 Meter Höhe mal 0,40 Meter Tiefe! Sowas geht als Titanik der Schrank- und Regalwelt durch. Keine Ikea Presspappe sondern massives Holz, Birkenschichtholz. Es müssen an die 25 Platten, 2,40 Meter mal 1,80 Meter mal 19 mm Stärke gewesen sein. Hier kommt die Firma Altendorf und der Muskel ins Spiel. Firma Altendorf ist Hersteller überragender Formatkreissägen, auf die ich alleine, ohne Hilfe, diese Platten gehoben, bewegt und zugeschnitten habe. Wenn ich mir mal Sachen vorgenommen habe geht man mir am besten aus dem Weg und läßt mich einfach machen! Meistens kommen ganz gelungene Werke dabei heraus. Diesmal auch, aber mit Blutzoll!!

Nein, keine Panik, jetzt kommen keine AbsägenGliedmaßenGeschichten. Ich habe eine Woche praktisch durchgearbeitet, mich mit Pizza, Cola, Schoki und Zigarren am Leben erhalten, aber war stets vollkommen nüchtern und hoch konzentriert Wer mal vor einem leise pfeifenden, sehr grossen und offen rotierenden Kreissägeblatt gestanden hat, hartmetall bestückt, sägt im Holz alte Nägel ab, hat danach immer noch Schnittbilder wie gehobelt, und dann, Kameraden, die Finger nur Zentimeter entfernt, wird das verstehen. Es gibt Maschinen die sind wirklich gefährlich, Berufsbilder mit Mumm, hochspezialisiert, Könner, die mir grossen Respekt einflößen. So einer ist mein grosser Bruder, Modellbauer, Meister und nach 40 - 50 Jahren im Beruf, nicht einen Kratzer und legt jeden Tag sprichwörtlich seine Hände unter das Messer!

Bei einer dieser Platten, im Heben auf den Kreissägetisch, verabschiedete sich einer meiner Bizepsmuskeln mit einem deutlich zu vernehmenden Reißgeräusch, so als wenn jemand langsam ein grosses Blatt Papier durch reißt - nur lauter und länger. Ich konnte die Platte nicht loslassen! Der Muskel ist bis auf eine kleine Basis komplett abgerissen und damit war mein Abenteuer eigentlich beendet. Es passierte am zweiten Tag von 7 geplanten, es stand noch kein Stück Schrank, es wartete ein sehr grosser Leihanhänger zum Transport, Hoffnungen, Träume, manchmal gibt es keine zweite Chance! Biss ich also die Zähne zusammen, es war ja nur der linke Muskel und machte weiter! Gut das ich nie Ambitionen auf den Mister Olympia Titel hegte, mit so einem Quasimodo von verformten Muskel ist das einfach nicht möglich!

Frank - tbc
Zuletzt geändert von fly fish one am 12.04.2020, 17:23, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon fly fish one » 11.04.2020, 13:09

Teil 2)
Zu sehen ist die Schrank im Regal Lösung, die ich als grosszügigen Arbeitsplatz dimensioniert habe, in dem Ruten und Fliegen gebaut werden können. Das ganz besondere daran ist, dass es einen Tischteil hat der entnommen werden kann ("um die Ecke" verstaubar damit) und dann an den Seiten zwei schwenkbare Seitenteile hängen. Diese Seiten sind als Schrank ausgearbeitet die Utensilien zum Rutenbau und Fliegenbinden aufzunehmen, als Kleiderschrank für die Watbekleidung und als Rutenständer für die Rohre. Das ganz Besondere daran besteht in der zweifachen Schwenkbarkeit der Teile, so dass diese nicht mit der vollen Breite von 1,20 Meter in den Raum stehen, sondern sich nur mit ihrer Tiefe von 40 Zentimeter dann vor das Regal legen. Das gibt ein flaches Gebilde und lässt dem Raum mehr Luft. Die Seitenteile müssen nicht, aber können auch nur einfach geklappt werden und dann in den Raum ragend. Ich habe oben an diesem Geilde einen Klappverschluss der diese Variabilität ermöglicht.

Bild

Der Innenausbau dieses "Schrankes" ist noch nicht völlig fertig gestellt und ist mit Auszügen und Schubladen für den nächsten Winter in Planung.

Teil 2)
Ein grosser Teil der Platten wurden zugeschnitten und in 8 Modulen zu je 4 unten und 4 oben verleimt. Werkzeug der Wahl war eine Lamellofräse. Diese linsenförmigen Holzkeile ermöglichen im Leimen eine Ausrichtung, Verschiebung, ganz anders als Holzdübel z.B. Denn eines ist ja klar, Möbel werden nicht geschraubt, jedenfalls nicht sichtbar.

Das ganze Regal besteht zum grossen Teil aus diesen Fächern, die wir vermutlich alle vom "Billy Boy Ikea" Regal kennen. Das habe ich mal besessen und war Geber der Idee, denn die Fächer sorgen einfach dafür das lange Reihen von meinen Büchern nicht jeweils gestützt werden müssen. Weiter passen in diese Fächer auch die schönen Körbe die Ikea bietet. Summa Summarum kann ich so meinen ganzen "Kruscht", Bücher, Aktenordner, Werkzeuge und sonst was ordentlich und solide verstauen. Ich kann mich einfach auch nur schwer wieder von toten Gegenständen trennen und neige so ein ganz klein wenig zum "Jäger und Sammler". Ich sage euch, meine Frau ist manchmal nicht gerade begeistert. Da dieses wunderbare Zimmer mein Hoheitsbereich ist, wird es nicht zum Problem und es zieht jetzt auch durch das Regal sowas wie Ordnung ein. Es hat obwohl schon gut im Anspruch, noch etliche Fächer frei - ich kann also noch ein wenig weiter sammeln, wa!

Ich habe in einer wirklich haarsträubenden Woche alles zugeschnitten und verleimt. Das letzte Teil noch an einem Sonntag in der Nacht, in der dann alles auch noch in einen Hänger verladen wurde und in der selben Nacht die Rückreise aus dem Norden in den Süden der Republik gestartet. Ich war so ungefähr 24 Stunden auf den Beinen...

Der Hänger war eine sog. "Plane", so ca. 5 Meter lang, gute 3 Meter vom Boden aus hoch und ca. 2,50 breit. Das ergibt eine Aerodynamik wie ein geschlossenes Scheunentor und vorne dran ein 90 PS Golf. Die ganz besondere Rückfahrt mit diesem Hänger in der Nacht, ist es wert im nächsten Teil erzählt zu werden. Es gehört zu einem meiner Highlights im Leben zum Thema "Verrücktheiten".

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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon fly fish one » 13.04.2020, 18:16

Teil 3)

Bevor ich in die Nacht der Rückfahrt eintauche, müssen etwas örtliche und zeitliche Räume beleuchtet werden.

Das Ganze hat ja wie o.g. einen länglichen Anlauf, der in einer arbeitsreichen Woche im Februar 2017 erstmalig gipfelte. In dieser Woche wurde die Schrank- Regalkombi so weit fertig gestellt, allerdings ohne den Vorbau des Schrankes und der Leiter. Diese Teile wurde in einer weiteren Woche erst darauf folgend 2018 gebaut. Dies war nötig, da mein Bruder und seine Werkstatt 600 km von meinem Wohnort entfernt liegt.

Es war also Planung und Vorbereitung nötig, Urlaub einreichen, mit der Familie einen Ternin abstimmen, denn die blieb daheim. Sowas sind reine Egotripps und kein Raum und keine Zeit für auch nur ansatzweise alles außer Maloche! Dazu wurde schon ein sehr grosser Hänger in der Heimat gemietet und an unserem Golf zur 600 km entfernten Werkstatt des Bruders geschleppt.

Auf der Hinfahrt, der Hänger leer, war ich um jeden Windschatten hinter grossen LKWs auf der Autobahn sehr dankbar! Ich kam mit dem Golf ohne Winschatten nur auf annähernd 100 km/h! Da schwante mir schon, dass meine Rückfahrt mit voll beladenem Hänger etwas ganz besonders "Schönes" werden würde.

Da ich nur ein reiner Hobby Schreiner bin und das nicht gelernt habe, nur mit etwas Talent im Handwerk grundsätzlich gesegnet, brauchte ich länger und natürlich haben sich auch hier und da Fehler eingeschlichen, Maße die nicht ganz übereinstimmen etc. Insgesamt steht dies Ungetüm trotzdem sehr gut da, denn ich sage immer: "Auch Pfuschen muss man erstmal können!"
Das ganze ist auch einfach dem Zeitdruck gewidmet. Normal wären 2 Wochen nötig gewesen, für die ich aber absolut keine Zeit hatte. Auch mein Bruder konnte weitgehend nicht anwesend sein, weil der auf irgend welchen Baustellen gefordert war. Aus diesem Grund war auch die Sägerei mit den grossen Platten so hart und fordernd.

So um 23:00 Uhr rum in der Nacht von einem Sonnabend auf einen Sonntag fuhr ich los. Der Hänger war voll beladen und hatte aus gutem Grund eine Doppelachse. Ich hatte meiner Frau versprochen zwischen 10:00 - 11:00 Uhr Vormittags wieder daheim zu sein, da sie einen Termin hatte. Mein Bruder versuchte noch mich aufzuhalten, dass ich noch eine Nacht zum Ausruhen bleiben sollte. Aber ich hatte schon blutunterlaufene Augen und war nicht mehr wirklich ansprechbar.

Dazu tobte noch das ganze Adrenalin in mir und ich war der Meinung das ich noch Bäume ausreißen und schon lange noch 600 km durch die Nacht autofahren konnte. Mein Verstand war irgend wo im Nirvana. Ein Anruf vor der Abfahrt bei meiner Frau, die auch leichte Zweifel äußerte und angesäuert reagierte, als ich jeden Rat in den Wind schlug. Ich sollte mich melden von unterwegs, so beendeten wir das Gespäch und ich fuhr los.

Also ich wollte fahren, oder das was man sich darunter vorstellt. Denn als ich aus der Parklücke ausbog und beschleunigen wollte, war es als ob eine Riesenfaust das Heck des Golfs fest hielt! 90 PS gegen geschätze 600 bis 800 Kilo Gesamtgewicht plus der hohe Windwiderstand. Ich fuhr nicht, sondern schlich in Richtung der Autobahn durch die Stadt. Jede Ampel war die pure Freude für mich, praktisch wie Traktor Pulling nur langsamer.

Ich kam auf die Autobahn und beschleunigte, Ewigkeiten durch die Gänge, beobachtete gespannt die Tachonadel. Im 4. Gang eines 5Ganggetriebes (der 5. als "Schongang"), war bei knapp 80 km/h das Ende der Geschwindigkeitorgie erreicht. Schaltete ich versuchsweise in den 5. Gang brach die Geschwindigkeit sofort wieder zusammen. Kam auch nur ansatzweise eine gaaaaaanz leichte Steigung musste ich sofort wieder runter in den 3. Gang und war dann so bei 70 km/h im Maximum. Der Motor jubelte und ich hatte die Rhön und die Kassler Berge noch vor mir, aber den Rest einer Pizza neben mir.

Na gut, Fatalismus stellte sich ein, ich aß meine Pizzareste und war immer noch putzmunter. Es muss so um 2:00 Uhr am Sonntag in der Früh gewesen sein, als die Müdigkeit dieser Woche, des letzten durchgearbeiteten Tages und des ganzen Wahnsinnes in mir hoch kroch. Ich hatte erst lächerliche gute 100 km der Strecke hinter mir und das erste Mal wurde mir richtig bewußt: das wird hart!!

Mein Motor hielt mich aber zum Glück auf Trab. Ich musste dauernd schalten um nicht auf Fußgängergeschwindigkeit zu fallen. Jeder LKW war beträchtlich schneller und ich konnte mich in keinem Windschatten von den grossen Kisten festsaugen. Also entspannt am Lenkrad eindöseln war erstmal nicht. Untermotorisierung ist auch eine Art Fahrerassistenzsystem.

So zwischen 4:00 und 5:00 Uhr war der Ofen aber aus! Ich war kurz vorm Zufallen der Augen. Ich fuhr auf die nächste Tanke und nahm einen grossen Latte in den ich noch einen Espresso extra kipte. Der baute mich für die nächste halbe bis dreiviertel Stunde auf bis die Augen wieder zufallen wollten. Nächste Tanke und selbes Spiel und das wiederholte ich einige Male, kämpfte mich Halbstunden- und 30Km- bis 40Km-weise durch die Nacht. Der 90 PS Golf Magermixmotor soff wie ein Loch Benzin und hätte jedem V8 Big Block Ami Konkurenz gemacht. Meine Fahrt war im Prinzip so: Wegnicken, tanken und Kaffe oder nur Kaffe!

Es war kein Mensch auf der Autobahn unterwegs, außer hin und wieder ein einsamer LKW und ich. Das war auch gut so! Ich mag mir nicht vorstellen was mir mit anderen Autofahrern an Hassgesichtern begegnet wäre, wenn ich tagsüber im dicksten Trubel auf der Autobahn im Schneckentempo rumgezockelt wäre.

Ich hatte noch gute 2 Stunden und ungefähr 180 Km vor der Brust und meine Vitalfunktionen bogen auf die Notlaufeigenschaften ein. Ich konnte alles, nur nicht Pause machen und so kämpfte ich mich den Rest der Strecke durch den grauenden Morgen - ich war völlig im hinüber, aber ich schlief nicht ein!

Ich hatte nur eines verdrängt: Meine Frau von unterwegs anzurufen! So lief ich auf dem Zahnfleisch in meine Heimatstadt, meine Wohnung und in einen emotionalen Tiefkühlschrank mit Namen Ehefrau ein! Meine Fresse, war die sauer! Und ich aber sowas von kleinlaut und devot! Aber ihren Termin, ihren Termin konnte sie halten. Als ich es wagte auch noch auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, war bei ihr der Ofen aber aus! Ich konnte nur noch den Kopf einziehen und die Ohren anlegen. Ich habe danach 2 Tage Huldigungen, wie einst Kleopatra empfangen haben dürfte, an sie gerichtet, bis ich sie wieder soweit hatte, dass endlich dieses gefährlich zonige Glitzern aus den Augen veschwand.

Danach stand über ein 3/4 Jahr ein Schrank in Modulen in einer langen Reihe in unserem Flur, denn gute 5 Meter in einer oberen und unteren Hälfte sind nun mal 10 Meter. Zum Glück, leben wir in einer äußert großzügigen Altbauwohnung mit "kilometerlangen" Fluren. In meinem Zimmer wurde die Teile der Reihe nach geschliffen und gestrichen, je zweimal, während der Rest in unserem Flur rumstand. Und ihr könnt euch sicher denken - Sie war nicht begeistert! Shyce!!

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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon adasen » 14.04.2020, 08:23

Geile Story.... :lol: ,was so ein Schrankprojekt doch für einen Unterhaltungswert bietet! Geht's noch weiter? :x
Gruß
André

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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon Robby » 15.04.2020, 08:05

Hi Frank,

Ich würde mal sagen, unter den ganze verrückten hier, ragst du aber raus wie der Mt. Everest im Wattenmeer!

Freue mich schon auf die Fortsetzung.
Mit den besten Grüßen
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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon fly fish one » 18.04.2020, 08:47

Lieben Dank Ihr Zwei,
ein bißchen Schrankgeschichten gehen noch.

Frank
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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon fly fish one » 18.04.2020, 17:24

Teil 3)
Die linke Seite der Schranktürkombi. Man sieht das der Schrank durch sein hohes Gewicht die rechte Tür verzieht. Erst recht, da ich keine leichten Schranktüren gebaut habe, sondern aus dem selben Material wie die ganze Regalwand. Das hätte die Woche Zeit, die dafür zur Verfügung stand gesprengt, mit Türrahmen bauen usw. Ich war ein wenig skeptisch ob meine Scharniere das aushalten, aber sie halten. Es ist ja auch immer nur für den Moment des Schwenks. Wenn sie voll aufsteht sitzen Keile unter der Tür die sie stützen oder wenn nicht ganz geschwenkt befindet sich oben eine Klapphalterung die das ganze abfängt. Es hängt trotzdem eine Menge Gewicht an den Scharnieren, so dass auch hier Keile unter den Türen vorgesehen sind. Ich muss die nur noch bauen, wenn ich jetzt endlich wieder in den Baumarkt toben kann.

Bild

Hier erkennt man den rechseitig ligenden Kleiderschrank. Auf den bin ich eigentlich besonders stolz, weil er extra für die Grössen der Westen, Jacken und Hosen ausgeknobelt wurde und damit zum Raumwunder wird. Dazu habe ich eine ausziehbare Kleiderstange nach vorne, auf die dann die nasse Hose vor den Schrank gehängt werden kann. Links seht ihr die etwas lieblos gestellten Zweihandpreziosen Winston, Lachstöter und Pamela. Hier kommt im Winter ein richtiger Auszug für die grossen Rutenrohre. In etwa Platz für 4 bis 5 Rohre. [In der rechten Seite der Schranktür (hier nicht dargestellt) ist das ganze grösser für die Einhandruten mit etwa Platz für 8 bis 10 Rohre vorgesehen.] Ganz oben linke Seite ist eine Kiste in der mein Equipment für den Angeltag mitkommt.

Bild

Hier der Blick seitlich in die Tür, mit der Aufteilung für die Kleidung schön zu sehen.

Insgesamt ist das doch ein sehr erbaulicher Platz für die feinen Klamotten und "langen Kerls" unter den Ruten. Und hey, das hier keiner auf dumme Gedanken kommt: Das ist reiner Platz für edelstes Fliegenfischerequipment! Die Spinn- und sonst was für Dunkelangelzeug lagert in einer Tasche irgend wo um die Ecke! :zsch:

Frank
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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon Thomas. » 18.04.2020, 23:40

whow, ich ziehe meinen......
IMG_0233.jpg
IMG_0233.jpg (12.8 KiB) 943-mal betrachtet


Keine Kantenumleimer, waren die Zwischenlagen fehlerfrei ?
Ich würde an Stelle von Keilen bei den Türen Rollen -von Innen eingelassen- einbauen.

Proteste der Frau kenne ich auch, aber nur einmal, als ich für das 12' Dinghy im Wohnzimmer die Hilfsspanten zum Ausstraken und anpassen des laminierten Steven und der Spanten aufstellte.
Image044.jpg

War aber schnell vorbei, und die Freude groß, dass es zum Urlaub fertig wurde.
Hatte uns in den vergangenen Jahren auf mehr als 10.000km nach DK und S begleitet.
Image27.jpg
Thomas
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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon Robby » 19.04.2020, 08:55

Dunkelangelzeug? Blasphemie!!!

Dass du im Besitz von solchem Teufelszeug bist hätte ich nie von dir gedacht! Du enttäuschst mich sehr!
Mit den besten Grüßen
Robby
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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon adasen » 19.04.2020, 13:22

Thomas. hat geschrieben:.....
War aber schnell vorbei, und die Freude groß, dass es zum Urlaub fertig wurde.
Hatte uns in den vergangenen Jahren auf mehr als 10.000km nach DK und S begleitet.
Image27.jpg


Geiler Audi 100, ist das Foto aus den 80ern.....???
Gruß
André

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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon Thomas. » 19.04.2020, 13:51

adasen hat geschrieben:Geiler Audi 100, ist das Foto aus den 80ern.....???

Ja, Ende der 80er.
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Re: Ein Herrenzimmer der besonderen Art

Beitragvon fly fish one » 20.04.2020, 10:48

Lieber Thomas,

wow, sehr schönes Boot! Da kannst Du sehr stolz sein.

@Robby: Das Nichtfliegenfischergedöns dient nur noch dokumentarischen Zwecken meiner Menschwerdung, praktisch vom Homo Neanderthalensis zur Zivilisation der Neuzeit und Fliegenfischer oder auch "Homo Truttafariolensis" :p Mir sollen die Hände abfallen, wenn ich das jemals wieder anfasse! :lol:

Frank

Und einen habe ich noch und einen habe ich noch: Das schlimmste Schimpfwort was mir je untergekommen ist, vom Kollegen Matthias, ist die sog. "Durchlaufblinkermontage"! Näää, wirklich.... :zsch:
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